Schlecker, Social Media und die Macht des Konsumenten

Ich möchte mir hier kein Urteil zur Causa Schlecker erlauben. Aber eins finde ich dennoch bemerkenswert. Immer wieder wurde mir gesagt, ach was, dieses Social Media mit seinen Shitstorms und Streisand Effekten hat doch in Wirklichkeit gar keinen Einfluß auf Unternehmen. Für mich ist spätestens seit der Insolvenz von Schlecker klar, dass dies nicht stimmt. Denn im Gegensatz zur Vergangenheit, in der man auch für Nachrichten reiner Konsument war und die Macht des einzelnen sich stark einschränkte, da eine Massenbewegung schwer organisierbar war, haben mir die neuen Social Media Plattformen eines gezeigt.

Der Kunde ist nicht mehr länger nur reiner Konsument. Und wer als Unternehmer, oder als Manager reines Gewinnstreben als Ultima Ratio vor das Wohlergehen der Mitarbeiter stellt, der wird in der neuen, der sozialer geprägten Welt schnell scheitern. Smartphones,die von Chinesen unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt werden, Drogeriemärkte, die mit ihren Mitarbeitern schlecht umgehen. Heute ist es möglich, die Botschaft weiträumig zu verbreiten. Natürlich bedeutet das nicht zwangsweise, dass jedes Vergehen gleich ans Licht kommt. Aber neben dem Produkt tritt immer mehr auch der ethisch moralische Aspekt in den Vordergrund. Geht das Unternehmen gut mit den Ressourcen um, mit seinen Mitarbeitern, mit der Gesellschaft?

Die Zeiten des reinen Strebens nach höheren Verkaufszahlen und mehr Gewinn nähern sich ihrem Ende. Nur wer auch ethisch handelt, wird in Zukunft Kunden längerfristig an sich binden. Denn auch Moral und Ethik werden mehr und mehr zu einem Merkmal, das einen Vorsprung vor der Konkurrenz bedeutet. Das beliebte Buzzword „Corporate Social Responsibility“ sollte nicht unterschätzt werden. Das hat zumindest mir auch die Causa Schlecker gezeigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Link zum Abend: Worktoolstudy zum mobilen Büro

Heute mal eine kleine aber feine Linkempfehlung zu einer kleinen Umfrage, die Daniel Rehn in seinem Blog thematisiert und die mir die Zahlen und den Eindruck bestätigt, den ich schon länger von der Arbeitswelt der Zukunft habe. Wir werden immer mobiler werden. Und das Thema Notebook, Tablet, PC wird verschmelzen in ein Gerät, das mehreres zugleich sein kann.
Der Autor der Umfrage ist Jörn Hendrik, dessen eigene Gedanken zum Thema zumindest genauso lesenswert sind.

Wenn Verkäufer lieber verkaufen, als zu beraten. Rausschmiss aus einem Telekom Laden

Der Vergleich hinkt. Aber nur, wenn man Bescheid weiß.

Kamal Nicholas berichtet auf Android Pit von seinem Rausschmiß aus einem T-Mobile Laden, weil er es gewagt hatte, Aussagen einer Verkäuferin zur Überlegenheit des IPhones vor Android Geräten zu hinterfragen.

Ich will hier keinen Rant überIOs versus Android beginnen. Beide Betriebssysteme und die darauf aufbauenden Geräte sind gut, haben ihre Berechtigung und ihre Klientel. Was mir diese Geschichte zeigt ist. Man kann sehr schnell einen Kunden verlieren, wenn dieser den Eindruck gewinnt, man wolle ihm partout ein bestimmtes Produkt andrehen.

Und außerdem ist es offensichtlich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man annehmen konnte, daß 2/3 der Kunden nicht Bescheid wissen. Auch heute mögen nicht alle Käufer alle Fachbegriffe verstehen, aber es gibt mittlerweile dank der Vernetzung in den sozialen Medien manigfaltige Möglichkeiten, sich so weit zu informieren, um nicht mehr auf Standardverkaufsfloskeln hereinzufallen.

Was ich damit sagen will? Nun, dass wir hier exemplarisch sehen, wie sehr sich das Verhältnis Anbieter zu Kunde geändert hat. Der heutige Kunde ist informiert, kennt sich oft aus, auch wenn er kein Geek oder Techie ist und will beraten werden, nicht verkauft. Hätte die Verkäuferin hier professioneller reagiert und erst recht der Filialleiter, wäre der Freund möglicherweise doch noch mit einem IPhone aus dem T-Mobile Laden gegangen. So haben die beiden nicht nur einen IPhone sondern auch einen T-Mobile Kunden verloren. Und aus dem, was ich beim Begleiten von Bekannten zu diversen Hardwarekäufen schon so alles erlebt habe kann ich bestätigen. Das ist kein Einzelfall.

Oder wie Pretty Woman Julia Roberts so schön sagt: Blöder Fehler, blöd. Hier kauf ich nicht!

Shadowgun Update ist im Android Market verfügbar

Jetzt ist es soweit, das Shadowgun Update kann im Android Market heruntergeladen werden. Es gibt neue Gegner, neue Level und neue Bewaffnung.

Jeder, der Shadowgun bereits gekauft hat, erhält das Update automatisch und kostenlos!

Für alle, denen das Spiel nichts sagt, es ist für mich was Geschwindigkeit, Grafik und direkte Umsetzung der Tabletbedienung angeht die Referenz für Spiele auf dem Tablet. Ein wirkliches Erlebnis.

Und hier noch ein Testbericht von Sascha Pallenberg für Netbooknews:

Integration auf die Spitze getrieben: Notebook, Tablet und Smartphone in einem Gerät

Smartphone und Notebook integriert.

Eine wie ich finde interessante Studie hat Fujitsu vorgestellt, so berichtet Netbooknews. Es handelt sich um ein Device, das sowohl Notebook, als auch Tablet, als auch Smartphone ist. Dabei fungiert das Tablet als Tastatur fürs Notebook.

Hier würde ich sagen, gute Idee, aber einen Schritt zu weit gegangen. Ich würde bevorzugen, das Display abnehmen zu können und es damit zum Tablet zu machen.

Andererseits finde ich diese Idee an sich gut, da ich schon lange den Wunsch hege, die Zahl der Gadgets auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren. Im Kern nutze ich drei Geräte: a) ein Smartphone fürs Always On und immer erreichbar sein (wenn ich es will natürlich), b) ein Tablet, fürs angenehme mobile Surfen im Web und dann noch ein Notebook fürs Arbeiten an längeren Texten und angenehmes Bloggen (sicher, das geht auch mit dem Tablet, aber mit Zehnfingersystem empfinde ich ein Notebook immer noch als angenehmer).

Die Lösung für das Smartphone finde ich aber durchaus interessant! Aber seht selbst:

Drei Geräte in einem.

Quelle: Yanko Design via Inside Digital und Netbooknews

Halbwissen und Pseudowissenschaft. Die Macht, die gefährlich ist

Das beste Vitaminpräparat und garantiert ohne Nebenwirkungen

Immer wieder wundere ich, mit welchem Halbwissen manche Menschen gesegnet sind. Da wird klassische Schulmedizin für gefährlich erklärt und irgendwelchen Scharlatanen geglaubt, die behaupten, mit Placebomedikamenten (auch Homöopathie genannt) schwere Krankheiten wie Krebs zu heilen. Da wird jede mögliche Erkrankung beschworen, die man von Mobilfunkstrahlung bekommen kann, auch wenn der Mobilfunkmast, der gerade errichtet wurde, noch nicht mal in Betrieb ist, bekommen ganze Gemeinden plötzlich eine Verdopplung der Krebsrate.

Leute BITTE: Informiert euch nach wissenschaftlichen Kriterien, klärt die Fakten, lasst euch nicht von jemandem einlullen, der behauptet, das wäre so. In der Wissenschaft gilt der NACHVOLLZIEHBARE Beweis und es gibt immer Blindstudien, mit Placebo und echtem Medikament. Auch die Frage nach der Gefahr von Mobilfunkstrahlung ist hinreichend und immer wieder untersucht worden, und es gibt BIS HEUTE KEINE Studie, die einen direkten Zusammenhang herstellt. Klar, alles kann in einer Überdosis schädlich sein, aber selbst Acrylamid ist nicht so gefährlich, wie die Medien es uns einreden wollten. Und nur, weil etwas in der Zeitung steht, muss das noch lange nicht stimmen.

Jedem, der etwas mehr selbst nachdenken will, kann ich nur folgende Links empfehlen:

 

http://www.gwup.org/

http://www.euleev.de/

 

und zu meinem Lieblingshassthema: Technophobikerpanik vor STTTTRAAAAHLEN!!

http://esowatch.com/ge/index.php?title=Elektrosmog#F.C3.A4lle_Ulrich_Weiner.2C_Wimplinger.2C_Altenweger_und_in_der_Landwirtschaft Zusammenfassung aller Irrtümer und Propaganda der Mobilfunkgegner

http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Handy.pdf Das Skript zur Sendung

und die Sendung selbst: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0619/000_handy.jsp

Es wird immer Risiken und Gefahren geben, ABER man sollte die Fakten kennen und nicht auf irgendwelche Schlagzeilen hereinfallen oder alles glauben, was irgendwelche alternativ angehauchten Technikgegner absondern, ohne einen eigenen Faktencheck.

Immer wird mir mein Erlebnis mit dem Lehrer für Bio in Erinnerung bleiben, der von mir forderte, meinen UMTS Stick auszustecken, der würde im Kopfweh bereiten. Ich habe den ausgesteckt. So lange er neben mir stand. Dann wieder eingesteckt, und mich wie 90% der anderen Anwesenden wieder ins UMTS Netz eingeklinkt, in dem Raum, in dem auch drei WLANs aktiv waren. Aber als ich nach der Veranstaltung fragte, schwor unser Sandalenträger Stein und Bein, es wäre ihm nach dem Ausstecken meines UMTS Sticks besser gegangen, kein Kopfweh mehr. Neeh, is klar. Denken ist halt anstrengend. Kritisch denken um so mehr. Da kann man schon mal Kopfweh kriegen.

Aber im Ernst. Ich bin Wissenschaftler, ich bevorzuge wissenschaftliches Denken. Aber das ist bei all diesen Placebo, Strahlung alles böse Diskussionen nicht gefragt. Da heißt es, glauben ist besser als wissen.

Darauf ein ironisches OOOOhhhhmmm.