Mein Fundstück der Woche: Die Geschichte von Lego als Animationsfilm

Da haben sich die Leute von Lego aber mal so richtig ins Zeug gelegt. In einem wirklich liebevoll gemachten Video werden die 80 Jahre der Entstehung und des Wachstums von Lego nacherzählt. Man erfährt so einiges über die Anfänge, und wie es eigentlich zur Entstehung des Namens kam, ebenso wie die Steine entstanden sind, die nicht von Anfang an das Hauptprodukt von Lego waren. Anschauen, es lohnt:

Warum wir oft nicht unsere volle Leistung bringen dürfen und ein Weg aus dem Dilemma

Wer kennt nicht U-Boot Projekte, die von engagierten Mitarbeitern komplett am Regelbetrieb vorbei auf die Beine gestellt werden, frei von jeglichem Verwaltungsoverhead, abgestimmt auf Augenhöhe.

Und wer kann nicht bestätigen, dass die meisten dieser U-Boot Projekte, so sie zu Ende geführt werden durften/konnten, ein großer Erfolg waren.

Das liegt daran, dass wir oft dem Irrtum unterliegen, im Berufsleben wäre jeder darauf bedacht, die optimale Leistung zu bringen und von anderen zu fordern. Dem ist aber leider häufig nicht so. Ich konnte das in diversen Gesprächen auf Konferenzen, in Foren und auch auf Twitter immer wieder validieren, dass häufig zwischen Wunsch und Wirklichkeit eine große Lücke klafft. Es geht auch heute viel zu oft darum, so zu arbeiten, wie es die Aufbauorganisation erwartet und nicht so, wie es für die direkt anstehende Aufgabe optimal ist. Denn es sind feste Prozesse definiert worden, es existieren oft starre Hierarchien und Aufgabenverteilungen, schlicht, es wird nach Mustern gearbeitet, unabhängig, ob diese Muster zu den Aufgaben passen.

Das war, als es eingeführt wurde sicher gut gemeint, sollte Neueinsteigern den Start erleichtern. Dabei wurde und wird auch weiterhin vergessen, dass wir mittlerweilein fast jedem Bereich des Berufslebens einen extrem schnellen Wandel erleben. Das Produkt, die Lösung, die wir uns vor zwei Jahren für eine bestimmte Aufgabe eingekauft haben, kann heute nicht nur überflüssig, sondern sogar hinderlich sein. Das Vorgehensmodell, dass von allen „Experten“ vor Jahren als das allein selig machende angepriesen worden war, mag heute völlig überholt sein. Alleine, speziell in großen Unternehmen ist die Trägheit gegen Veränderungen sehr groß. Da müssen viel zu viele Instanzen, bis hin zum Betriebsrat durchlaufen werden. Da gilt es Rücksicht zu nehmen auf die Befindlichkeiten von Kollegen und Vorgesetzten. Da wird nicht nach der optimalen Lösung gesucht, sondern nach der, die der Vorliebe eines Vorgesetzten oder gar des Vorstandes entspricht.  Speziell in Berufen, die auch kreative Aspekte haben, gibt es oft einen Bruch zwischen dem, was gefordert, und dem, was gelebt wird.

Ganz schlimm auch, wenn eine Verbesserung eines Produktes oder Prozesses nicht sofort mit einem hart belegbaren ROI unterfüttert werden kann. Zufriedenheit und Reputationssteigerung sind Werte die sich oft sehr schwer in direkte Zahlen umwandeln lassen, vor allem in Zahlen, die mit Euro enden.

Ich habe schon häufiger für mehr Querdenker in Unternehmen plädiert. Aber bevor ein Unternehmen sich Querdenker ins Haus holt, ist eines noch wichtiger. Eine Kultur zu schaffen, die Querdenken unterstützt. Es ist sehr sinnvoll, über gemeinsame Ziele zu sprechen, aber dann die Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters am Erreichen dieser meist wenigen Ziele abzulesen, anstelle den Gesamtbeitrag des Mitarbeiters fürs Unternehmen zu betrachten, halte ich für sehr kurzsichtig. Und vor allem zieht man sich dann eine Sorte von Mitarbeiter heran, die nur genau das tut, was in den Zielvorgaben steht. Das zwar optimal, aber auch dann noch, wenn es eigentlich gar keinen Sinn mehr macht.

Menschen, die das verstanden haben, ignorieren oft den Druck aus festen Zielvorgaben und hinterfragen jeden Tag, was das beste für die eigene Aufgabe, das eigene Team und da Unternehmen ist. Aber leider fallen diese Mitarbeiter oft in starren Strukturen negativ auf. Denn im Blick der Vorgesetzten handeln sie nicht wie erwartet, oder noch schlimmer, zeigen durch den Erfolg ihres querdenkerischen Handelns, dass die Zielvorgaben offensichtlich falsch waren. Wie kann sich ein Mitarbeiter aber erdreisten, selbst zu entscheiden, was gut fürs Unternehmen ist. Ich sage, wer Mitarbeiter wirklich, so wie es heutzutage zumindest als Lippenbekenntnis Mode ist, zu Mitunternehmern machen will, der sollte mit Beurteilungssystemen aufhören, die den Charakter einer Zeugnisvergabe haben und vielmehr auf Augenhöhe kommunizieren.

Dazu muss aber auch die Rolle der Führungskraft völlig neu definiert werden. Ich halte den Ansatz des Mitarbeiters als Mitunternehmer für richtig, dann muss dieser aber auch etwas „unternehmen“ dürfen. Dann muss es möglich sein, flexibel zu agieren, dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird, statt sich dem Vorwurf ausgesetzt zu sehen, zu vieles gleichzeitig zu tun. Die große Mehrheit der Menschen kann sehr genau erkennen, was in einer bestimmten Situation das drängenste Problem ist. Und das ist meist nicht das, was nach Definition der Aufgabe dringend erscheint. Und dann muss es auch erlaubt sein, innerhalb eines Projektes bei Bedarf die Rollen zu wechseln bzw. flexibel zu agieren und reagieren. Wer hier Aufgaben nach Personentagen verteilt, der wird auch nur so viel Aufgabenerledigung bekommen, wie es die Personentage erlauben. Erst, wenn die Arbeit, wie ich ebenfalls schon häufiger dargelegt habe, nach dem Ergebnis beurteilt wird, dann wird das Optimum erreichbar sein. Dazu benötigt es aber deutlich mehr Vertrauen in die Selbsteuerungskräfte der Mitarbeiter und einen Abschied davon, den vermeintlichen Mitunternehmer kontrollieren und überwachen zu müssen. Wer sich überwacht fühlt, wird auch nur das tun, was erwartet wird.

Auch bei YouTube Deutschland gibt es jetzt erste Filme

Offenbar hat YouTube jetzt auch für Deutschland die Filmfunktion freigeschaltet. Erste Filme sind bereits verfügbar, wobei die Auswahl noch recht bescheiden ist. Aber immerhin lassen sich diese Filme kostenlos ansehen und sogar einbetten.

Für mich ein besonderes Schmankerl. Dark Star, so etwas wie Monty Python im Weltraum ist verfügbar.

Aber schaut selbst unter: http://www.youtube.com/movies

 

Kleiner Lautsprecher ganz groß, der Jay-Tech Bass Cube im Praxistest

Der Jay-Tech Bass Cube im Vergleich zu einem 50 Cent Stück. Wirklich nicht viel Gehäuse aber VIEL Klang

Als „mobile worker“ bin ich immer auf der Suche nach Zubehör, das einerseits leistungsstark, andererseits aber auch möglich klein und transportabel ist.

Zu dieser Kategorie gehört eindeutig der Jay-Tech Bass Cube. Ein Monolautsprecher mit einem erstaunlichen Klangvolumen. In einem sehr ansehnlichen Gehäuse aus gebürstetem Aluminium kommt der kleine Würfel daher,und ist mit leichten 140 Gramm auch nicht wirklich schwer. Satte Bässe und ein sehr klarer Klang zeichnen diesen externen Lautsprecher aus, der für knapp 20 Euro zu haben ist. Und dank Akku und Micro SD Slot, kann er auch als portabler MP3 Player verwendet werden. Hierfür ist ein Mico SD Karten Slot verbaut der auch mit einer 32GByte Micro SD Karte im Text keinerlei Probleme zeigte.  Zusätzlich besitzt der Bass Cube einen Headset Anschluß und kann über einen Mini USB Anschluß am PC aufgeladen werden. Mit einer Akkuladung hält der kleine Lautsprecher ca. 6 Stunden durch.

Dabei macht er auch als externer Lautsprecher zum Beispiel fürs Smartphone eine mehr als gute Figur. Hierzu wird die Micro SD Karte entfernt und der Lautsprecher über den Micro USB Port und einen Klinkenstecker an ein beliebiges externes Gerät angeschlossen. Auch hier ist der Klang sehr gut. Für mich eine klare Kaufempfehlung!

Die App zur Mars Mission „Be a martian“

be a martian app
Be a martian, alles rund um die Missionen der NASA zum roten Planeten.

Wer sich für Astronomie und insbesondere für die neue Mission der NASA Sonde Curiosity interessiert, dem sei die App „Be a martian“ ans Herz gelegt.

Mit der App kann man die aktuellsten neuen Bilder der Mars Mission direkt auf dem Smartphone oder Tablet sehen, mehr über den Mars und aktive Missionen rund um den roten Planeten lernen, Fragen zum Mars stellen, brandaktuelle Nachrichten erhalten und Videos rund um die Menschen hinter den Missionen sehen.

 

 

 

 

Zu finden ist die App in Googles Play Store:

 

Curiosity ist gelandet, und zwar auch bei Lego

Mein Fundstück der Woche: Aus Lego Mindstorms haben die Bastler Doug Moran and Will Gorman ein voll funktionsfähiges Modell des Mars Rovers Curiosity erstellt.

DAS nenn ich mal eine kreative und gleichzeitig herausfordernde Verwendung für Lego!

Update: Wer den Roboter selbst mit Lego nachbauen will, findet bei Collectspace dazu eine Anleitung, die mit handelsüblichen Standardbausteinen arbeitet und Schritt für Schritt den Zusammenbau erklärt.

Die causa Neckermann, oder warum wir im Morgen denken müssen

Nach Quelle nun Neckermann. Warum hat der Versandhandel solche Probleme. Nun, meines Erachtens nach hängt das Problem damit zusammen, dass nicht genug quergedacht wird in den Unternehmen. Dass man lieber den Status Quo mißt und optimiert, als sich beständig dem Wandel zu stellen und neues zu wagen. Wer mit dem Ausfüllen von Excel Tabellen und dem verbessern bestehender Modelle mehr als 100% beschäftigt ist, hat keine Luft mehr für neue Gedanken.

Wer sich nicht aktiv für die Entwicklungen am Markt interessiert, sondern lediglich gelegentlich wenn auch noch genug Geld da ist mal eine Agentur Trendforschung betreiben läßt, wird früher oder später von der Dynamik des Netzes abgehängt. Denn das Netz agiert unbürokratisch und oft chaotisch. Man muß am Puls der Trends im Netz sein, nicht der Trends der eigenen Branche. Gerade im Handel gilt dieses Paradigma. Verkaufsmodelle von heute können morgen schon längst obsolet sein. Wie Steve Ballmer die Verkaufszahlen des Iphones gnadenlos unterschätzt hatte, so haben offensichtlich diverse Entscheider die Relevanz des Internets für den Handel komplett unterschätzt, die Resultat sieht man jetzt und sie kommen vor allem dem Online Handel zu gute.

Und ebensowichtig ist auch die Akzeptanz von Mißerfolgen. Wer alles immer 100% haben will, wer immer danach fragt, ob dies oder jenes auch wirklich relevant ist, der wird ziemlich sicher DEN relevanten Trend verpassen, der im sein Geschäftsmodell untergräbt. Das heißt nicht, dass ein Unternehmen Millionen für scheinbare Trends rauswerfen soll. Aber am Puls der Zeit bleiben, beobachten und gelegentlich mal auch ein Experiment wagen, das rate ich jedem.

Nur wer rechtzeitig den Trampelpfad sieht, ist dabei, wenn daraus die Autobahn wird.