Augmented reality für die Wandgestaltung: TapeRay bietet augmented reality Wandtattoo App

Mittels Augmented reality kann man schon vorher sehen, wie das Wandtattoo später wirken wird.

Das find ich mal ne richtig coole Idee. Dank Augmented Reality App kann man seinen Wohnraum virtuell mit Wandtattoos gestalten.

Hier die Pressemitteilung dazu:

Berlin, Juli 2012. Mal eben schauen, ob die Skyline von Berlin, eine schöne Straßenszenerie oder eines der Motive im Street Art Style über die Couch passen? Das Wandtattoo-Portal TapeRay hat eine kostenlose App auf den Markt gebracht, die genau das ermöglicht. In Echtzeit können User ihre realen Wohnräume virtuell mit Artworks aus der Wall Art Community verschönern. Zum Launch hat sich das Unternehmen etwas Besonderes überlegt: Wer einen außergewöhnlichen Ort für eines der Motive entdeckt, macht ein Foto und schickt es an info@taperay.com. Unter allen Teilnehmern verlost das Startup zehn Wandtattoo-Gutscheine im Wert von je 30 Euro. Einsendeschluss ist der 30. August, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die App dient in erster Linie der Entscheidungsfindung, aber sie macht auch Spaß“, sagt TapeRay-Geschäftsführer Thomas Jeffke. Schnell und unkompliziert können User vor einem möglichen Kauf testen, welches der verfügbaren Motive sie sich als Wandtattoo nach Hause bestellen wollen. Ist die App installiert, richten Benutzer ihre Handykameras auf eine ausgewählte Fläche und laden das gewünschte Bild aus dem Portal hoch. Die Motive lassen sich mit zwei Fingern vergrößern und verkleinern, auch unterschiedliche Farben stehen zur Auswahl. Wer sich erst mit seinen Freunden beraten möchte, speichert den Favoriten als Bilddatei ab und versendet das Foto anschließend mit nur einem Klick. Die App ist für alle Smartphones mit Android-Betriebssystem geeignet und in Deutsch oder Englisch im Google Play Store erhältlich.

Weiterführende Informationen zur App und alle Artworks von TapeRay finden sich auf www.taperay.com.
Über TapeRay

Die TapeRay GmbH wurde 2012 als Community-Portal für Künstler und Kunstinteressierte von den Geschäftsführern Thomas Jeffke und Marcel Cornels in Berlin gegründet. Gemeinsam mit dem kreativen Kopf Daniel Mack haben die Jungunternehmer einen einzigartigen Marketplace für Wandtattoos geschaffen, denn bei TapeRay entscheiden die Künstler selbst über die Höhe ihrer Bildpreise. Zu TapeRays besonderen Zielen gehört die weitere Erschließung und künstlerische Fortentwicklung des Kunstformats Vinylfolie (VinylART).

 

Ich finde, eine klasse Idee.

Apple verliert in England gegen Samsung wegen „Prior Art“. Das IPad ist nicht neu

Engländer können offensichtlich das Galaxy Tab 10.1 vom IPad besser unterscheiden als Amerikaner und Deutsche 😉

„Samsung had requested this voluntary trial in September 2011, in order to oppose Apple’s ongoing efforts to reduce consumer choice and innovation in the tablet market through their excessive legal claims and arguments. Apple has insisted that the three Samsung tablet products infringe several features of Apple’s design right, such as ’slightly rounded corners,‘ ‚a flat transparent surface without any ornamentation,‘ and ‚a thin profile.‘ However, the High Court dismissed Apple’s arguments by referring to approximately 50 examples of prior art, or designs that were previously created or patented, from before 2004. These include the Knight Ridder (1994), the Ozolin (2004), and HP’s TC1000 (2003). The court found numerous Apple design features to lack originality, and numerous identical design features to have been visible in a wide range of earlier tablet designs from before 2004.“

so lautet die Aussage eines englischen Gerichts in Bezug auf die Patentklagen Apples gegen Samsung, die behaupteten, das Galaxy Tab kopiere geschützte Muster, die Apple gehören. Im kurzen besagt obiger Text, dass bereits vor 2004 Geräte in der Form des IPads existierten, namentlich Knight Ridder (1994), Ozolin (2004), und HP’s TC1000 (2003). Damit hat nach Ansicht des englischen Gerichts Apple kein Recht an den Geschmacksmustern, da die Form des IPads schon früher existierte.

Insbesondere stellte das Gericht fest, dass das Design aller Samsung Tablets hinreichend unterschiedlich zum IPad sei und es vor dem IPad bereits Tablets einer sehr ähnlichen Form (also „Prior Art“) gegeben habe, wodurch der Schutz der Form des IPads nicht mehr gegeben sei.

 

Apple zensiert mal wieder: Czernin-Sammelband als ‘zu explizit’ gesperrt

Ich verstehe, wenn man dafür Sorge tragen will, dass bestimmte Literatur nicht in die Hände von Kindern fällt. Das ist auch für Filme rechtens.

Aber ich zumindest würde es mir verbitten, ob ich das Buch nun lesen will oder nicht, wenn ein Konzern, noch dazu einer, dessen Hauptgeschäft eben nicht das Verlagswesen ist, mir einfach als erwachsenem Menschen den Zugriff verwehrt. Das grenzt für mich schon sehr stark an Zensur. Und vor allem ist es etwas, das ich mir von einem Hersteller verbitten würde, dem ich dafür Geld bezahlt habe, auf meinem Endgerät Literatur egal welcher Couleur lesen zu können.

Zudem ist der gesamte Auswahlprozess für meinen Geschmack absolut intransparent. Wir leben immer noch in einer freien Welt. Und da verbiete ich mir jegliche Zensur oder Einschränkung durch einen Elektronikkonzern.

“Porno wird als zu explizit betrachtet und wurde daher nicht freigeschaltet. Wir bitten um Verständnis.
Herzliche Grüße,
iBookstore Germany, Austria, Switzerland”

(Und solch eine Aussage über ein Buch, das von anderen Versendern ab 16. Jahre empfohlen wird)

Nein Apple, dafür habe ich absolut kein Verständnis.

Aber es gibt ja Gott sei Dank noch demokratische Versender wie Amazon: http://www.amazon.de/Porno-Ela-Angerer/dp/3707603830/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1341513524&sr=1-7

Und Online Buchhändler, die ihren Lesern auch noch ein erwachsenes, selbstverantwortliches Denken zutrauen: http://www.libri.de/shop/action/productDetails/14922750/porno_3707603830.html?searchId=14

Also ihr Apple User. Seid glücklich mit eurer heilen, kindgerechten Welt. Der Rest lebt derweil gemütlich in der realen Welt.

 

Mozilla stoppt die Weiterentwicklung von Thunderbird

Vielleicht bin ich in der Beziehung „old school“ aber ich konnte mich noch nie mit einem Online Mail Client anfreunden, alleine schon deshalb nicht, weil ich immer noch der Meinung bin, ich möchte meine Mails im reinen Ascii und von einem Virenscanner und einem eigenen Spam Filter vorgefiltert. Jetzt kündigt die Mozilla Foundation an, sie ziehe Entwickler vom Thunderbird Projekt ab und werde die Weiterentwicklung einstellen. Das bedeutet nicht zwangsläufig das Ende von Thunderbird, da wir das ja von anderen Programmen kennen wie OpenOffice, das erst in den Händen der Community richtig aufblühte und nach der Übernahme von Oracle Gott sei Dank in LibreOffice weiterlebt.

Aber ärgerlich ist es schon, wenn ein sehr gutes Stück Software, das längst weit über einen reinen EMail Client hinausgeht, derart vernachlässigt wird.

Mich würde interessieren, wie ruft ihr eure EMails ab? Welche Clients nutzt ihr, oder geht ihr wirklich alle „nur noch auf die Webmailer“ ?

Hier die EMail über die Entscheidung im vollen Wortlaut:

Hello Mozillians:

On Monday Mitchell Baker will be posting on the future of Thunderbird.

We’d like you to be aware of it before it goes public. However, this is *confidential* until the post is pushed live Monday afternoon PDT. Please don’t tweet, blog or discuss on public mailing lists before then.

In summary, we’ve been focusing efforts towards important web and mobile projects, such as B2G, while Thunderbird remains a pure desktop-only email client. We have come to the conclusion that continued innovation on Thunderbird is not the best use of our resources given our ambitious organizational goals. The most critical needs for the product are on-going security and stability for our 20+ million users.

However, Thunderbird is one of the very few truly free and open source multi-platform email applications available today and we want to defend these values. We’re not “stopping” Thunderbird, but proposing we adapt the Thunderbird release and governance model in a way that allows both ongoing security and stability maintenance, as well as community-driven innovation and development for the product. This will mean an eventual shift in how we staff Thunderbird at Mozilla Corporation – we are still working out details, but some people will likely end up on other Mozilla projects.

We are going to open this plan for public discussion to individuals and organizations interested in maintaining and advancing Thunderbird in the future on Monday. We are looking for your feedback, comments and suggestions to refine and adapt the plan in the best possible way throughout the summer so we can share a final plan of action in early September 2012.

If you have any questions prior to Monday please reach out to me [jb@mozilla.com] or Mitchell [mitchell@mozilla.org]. Again, this information is for Mozillians-only until Mitchell’s post goes live.

Regards,

Jb Piacentino
Thunderbird Managing Director

Additional information:

New release and governance model for Thunderbird will be available here concurrently to Mitchell’s post:

https://wiki.mozilla.org/Thunderbird/Proposal:_New_Release_and_Governance_Model

Info on Modules and Thunderbird owners:

https://wiki.mozilla.org/Modules

You’re receiving this email because you’re a registered Mozillian. We’ll send you timely and occasional organizational news and updates – meant just for Mozillians. If you do not wish to receive these updates, please unsubscribe here. Read the Mozilla Privacy Policy.

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Eil: Apple verklagt nachträglich Steinzeitmenschen wegen Faustkeil

Ja, jetzt gehts weiter mit dem Patentierwahn des Obsthändlers.

Apple hat in den USA ein Patent für ein keilförmiges Notebook zugesprochen bekommen, das schon weit vor dem Macbook Air existierte aber durch das Air prominent wurde. Damit dürfte dann auch bald jeder Ultrabookhersteller mit Klagen der Patentanwaltstrolle von Apple überzogen werden. Leute, tut mir leid, aber langsam hab ich die Faxen dicke. Das ist nicht mehr tolerierbar, das ist Patenttrollen um die nicht US-amerikanische Konkurrenz zu schädigen. Diese ganzen Patente werden immer belangloser. Ich erwarte demnächst Patente auf die Linie, den Pfeil, den Begriff „Luft“ (air) Licht und Dunkel (Beleuchtung des Bildschirms), die Taste (hat ja NUR Apple erfunden) etc.

Ja Beate, ich rante wieder, aber es ist langsam nicht mehr schön, welche Patente hier angenommen werden, und im Moment muss ich sagen, nutzt Apple das aus wie kein anderer. So etwas fördert nicht Innovation, es verhindert sie, weil Firmen finanziell und personell mit hirnlosen Patentstreitigkeiten beschäftigt sind, anstelle neue Technologien zu entwickeln. Natürlich kann man Apple rein rechtlich nichts vorwerfen, aber es wird wirklich Zeit, hier der Trivialpatentierung einen Riegel vorzuschieben.

Immerhin scheint man in England mittlerweile zu hinterfragen, welche Schwachsinnspatente hier Anwendung finden sollen. HTC hat in einem Rechtstreit gegen Apple wegen des Slide to Unlock Patents gewonnen. Erste Richter stellen wohl wieder Gerechtigkeit über Recht.

 

Aber eigentlich ist das, was Apple und andere mit dem Patentieren anrichten nur lächerlich gegen die Patente, die sich gegen die Gesundheit des Menschen richten. So wurde bereits versucht, Gene, die Brustkrebs AUSLÖSEN können, zu patentieren, damit man eine Marktführerschaft in der Diagnose und Therapie hat (und somit auch den Markt und die Preise beherrschen kann). Dagegen ist das Patenttrollen von Apple nur lächerlich. Hier geht es um die Gesundheit von Frauen, und hier hört der Spaß wirklich endgültig auf. Es wird definitiv Zeit, aktiv in die Diskussion zu gehen, was überhaupt patentierbar sein darf. Sonst enden wir bald in einer Welt, in der nichts mehr ohne Patentklagen geht.

Spracheingabe als Mehrwert oder Kaufargument?

S Voice von Samsung, verfügbar auf dem neuen Galaxy SIII. Klappt ganz gut, aber auch nicht wirklich brauchbar.

Nach Apples Siri, Samsungs S Voice und dem noch geheimen Projekt „Majel“ meldet jetzt auch LG eine eigene Spracherkennung.

Warum das alles? Wollen wir wirklich alle mit unserem Smartphone sprechen? Viele der Anwendungen, die ich Tag für Tag nutze machen mit Spracheingabe zwar auch Sinn, sind aber oft viel langsamer zu bedienen. Zudem ist eine Spracheingabe erst dann wirklich sinnvoll, wenn sie 100% fehlerfrei funktioniert, was ich für die nahe Zukunft stark zu bezweifeln wage.

Für mich ist das ganze ein Featurekampf, der alleine zur Differenzierung von Geräten dienen soll, die letztlich in ihren Merkmalen nicht mehr wirklich unterscheidbar sind. Sie tun alle das gleiche, mal auf die eine oder die andere Art, die nächste Chance ist also, eine gänzlich neue Bedienform einzuführen. Und seit dem Hype um Siri ist hier Spracheingabe das Feature der Wahl. Ob es sich auf Dauer durchsetzen wird, hängt mit Sicherheit auch davon ab, wie schnell die Systeme nicht nur fehlerfrei funktionieren, sondern auch auf mehr als Schlagworte reagieren. Und da ich aus der Computerlinguistik und KI komme, weiß ich um die Fallstricke. Präsuppositionen verstehen (also dass ich z.B. nicht wissen will, ob jemand die Uhr ablesen kann, sondern die Uhrzeit wenn ich ihn frage „Weißt du wie spät es ist?“) und ähnliche semantische Hürden dürften noch auf längere Zeit für Spracherkennungs- UND Verarbeitungssysteme schwierig sein.

Insofern sollte man bei der Wahl seines Smartphones nicht unbedingt die Spracheingabe als Entscheidungskriterium wählen. Sie ist eine nette, oft auch schon erstaunlich gut funktionierende Spielerei. Aber eben wirklich nur eine Spielerei….. Noch.