Bin ich wieder da oder war ich nie weg?

Ich schreibe diese Zeilen auf meinem neuen Entwickler-Notebook. JA, Entwickler.  Rückblickend war ich immer schon Entwickler und nach DEM Ereignis habe ich mir zum Teil selbst eingeredet, ich wäre dafür nicht geeignet, nicht gut genug. Aber wahrscheinlich war das das Dilemma, das mich hat all die letzten Jahre nie ganz ich sein lassen.

Es fehlte ein Teil, ein bedeutsamer Teil. Software zu entwickeln, neue Programmiersprachen lernen, neue Technologien. Verdammt, ich habe schliesslich mit großer Freude Computerlinguistik, Künstliche Intelligenz und Informatik studiert.

Weil meine Jungs jetzt beide Informatik studieren, weil ich immer mehr unruhig wurde und etwas fehlte kam erstaunlicherweise die Familie auf die Idee, ich solle doch wieder mit dem Programmieren anfangen.

Assembler, C(++#) , Pascal, Modula, Java, PHP, Perl, Basic, Lisp, Prolog, Forth, Javascript, HTML, XML, CSS und noch einige mehr an Sprachen habe ich mir im Laufe der Jahre angeeignet. Und da werde ich anknüpfen.

Momentan stehen auf meiner Agenda Python, Kotlin und Rust. Mal sehen, was noch kommt. Auf jeden Fall wieder etwas mit (generativer) KI.

Der echte Uwe ist wieder zurück. Eigentlich war er ja nie fort.

Und vielleicht mache ich die Technologie Sparte hier im Blog wieder auf. Genug Themen habe ich allemal.

Es grüsst der Softwareentwickler und KI Begeisterte.

Wir coden uns.

Die Reha ist zu Ende. Was nehme ich mit?

 

Sechs Wochen Reha. Sechs Wochen mit mir selbst beschäftigen. Neue Wege finden, alte Zöpfe abschneiden. Den unbegangenen Pfad wählen, der den ganzen Unterschied ausmacht.

Vieles war mir klar, einiges wurde mir klar. Ich habe meine Angst schon wieder zu sehr ignoriert und als erledigt betrachtet. Dabei wird sie mich mein Leben lang begleiten. Aber ich muss mein Denken ändern, will ich auch langfristig noch stabil bleiben.

Ich muss lernen, viel häufiger nein zu sagen. Oder zumindest mir Bedenkzeit erbitten. Vieles habe ich wieder akzeptiert, weil ich halt gemocht werden will. Dabei darf ich mir selbst zugestehen, Menschen auch nicht zu mögen oder von ihnen nicht gemocht zu werden.

Was dieses mal anders ist? Ich war zu nachlässig im Setzen MEINER Prioritäten.

Ich habe auf die Frage nach den zehn wichtigsten Menschen in meinem Leben mich selbst beständig vergessen.

Äußerlich habe ich mich verändert. 5 Kilo verloren und einen Bart wachsen lassen, der selbst Sibylle gefällt, die eigentlich Bärte so gar nicht mag.

Aber innen waren die Pfade immer noch die alten. Breit ausgetreten,  sicher aber auch perspektivlos und nicht meine Pfade.

Sechs Wochen sind genug. Jetzt muss die Realität mit mir auskommen.

Eine psychische Krankheit ist ernst zu nehmen. Sie kann das Leben behindern oder sogar verhindern. Dann lebt man nur eine Maske, eine Täuschung, bis man selbst vor lauter Masken verschwindet. Auch dieses Mal habe ich im Rückblick erkannt, wie viel meiner eigenen Wünsche und Ideale ich wieder geopfert habe.

Meine Familie litt unter meiner Panik, meine dauernde Ängstlichkeit hat alle in Panik versetzt. Das muss ein Ende haben, ihnen zu Liebe aber vor allem auch mir. Sonst werde ich wieder abrutschen, wieder die Angst mich überwältigen.

Aber ich bin schon weiter als in den ersten drei Kliniken zusammen. Oder wie meine Therapeutin so begeistert formulierte: Sie sind so wunderbar reflektiert, kennen ihre Krankheiten und können selbstkritisch die eigene Situation betrachten.  Ja, mit dem Verstand schon, solange aber das Herz nicht folgt, wird es nie nachhaltig werden.

Also Herz an die Hand nehmen und den Weg zeigen. Ich zitiere hier mal Robert Frost:

The Road Not Taken

Two roads diverged in a yellow wood,
And sorry I could not travel both
And be one traveler, long I stood
And looked down one as far as I could
To where it bent in the undergrowth;
Then took the other, as just as fair,
And having perhaps the better claim,
Because it was grassy and wanted wear;
Though as for that the passing there
Had worn them really about the same,

 

And both that morning equally lay
In leaves no step had trodden black.
Oh, I kept the first for another day!
Yet knowing how way leads on to way,
I doubted if I should ever come back.

I shall be telling this with a sigh
Somewhere ages and ages hence:
Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.

 

5 Wochen Reha, ein Lagebericht

Nicht nur der Bart ist neu

Ja, ich bin in Reha und da verwundert es schon, dass ich jetzt, nach mittlerweile vier Wochen mich mit einem Lagebericht melde. Aber da hier zum ersten Mal auch meine Therapeutin die heilsame Wirkung des Schreibens für mich entdeckt hat, und sie auch nicht unter einer neurotischen Internet-Allergie leidet, wurde mir dazu geraten, auch schriftlich zu reflektieren und das im Medium meiner Wahl. Wo meine erste Therapeutin gleich Internetsucht vermutete, hat meine jetzige glasklar die heilende Wirkung des sich mit etwas intensiv Beschäftigens erkannt.

Zunächst, es hat sich so einiges getan. Ich habe erkannt, dass alte Angewohnheiten sich wieder eingeschlichen haben. Ich habe im letzten Jahr wieder gerade beruflich zu selten nein gesagt. Die Betreuung von Auszubildenden, die mir angeboten wurde, ist nicht das, was ich für gute Betreuung halte sondern ein Wust von Formalismen und starren Rahmenbedingungen. Also… Gestrichen.

Ich wollte schone wieder viel zu perfekt sein, alles selbst erledigen. Gestrichen.

Die Balance von Arbeit und Familie ist viel zu sehr in Richtung Beruf gekippt, also umbauen.

 

Ich habe tatsächlich das Wandern für mich entdeckt, vielleicht auch, weil ich endlich wieder mehr nach mir schauen sollte. Und weil das auch der Familie zugutekommt.

Meine Therapeutin hält mich für sehr selbstreflektierend, klug und sensibel. Gut, aber hat mir leider gar nicht gegen eine Rückkehr meiner Angst und der schweren Depression geholfen. Die muss ich jetzt in nun noch zwei Wochen Reha eindämmen.

Man hat nämlich aus den fünf Wochen Reha sechs gemacht, was einerseits gut ist, um das gewonnene, wiedergefundene zu stabilisieren, aber andererseits zerfrisst mich langsam das Heimweh. Sibylle hat mich wegen der Verlängerung am Samstag ein zweites Mal besucht, aber dennoch, es reicht nach sechs Wochen, ich muss das gelernte auch im Alltag üben.

Körperlich fühle ich mich immerhin jetzt schon fitter als seit Jahren, jetzt muss nur noch mein mentales Nein zu zuviel, zu falsch, zu ungesund auch im heimischen (Berufs-)umfeld funktionieren. Und auch bei dieser Rückkehr darf eine Ärztin nicht mehr mitreden.

Was aber schon jetzt eine gute Nachricht ist. Der Manager, der damals 2003 die beinahe tödliche Lawine losgetreten hat, ist nicht mehr da. Kein Verlust, aber auch kein Trigger mehr.

So fügt sich eins ins andere und ich werde gestärkt aus der Reha hervorgehen. Und bei allen Erkenntnissen heißt es, dran denken, üben und falls ich wieder fallen sollte, aufstehen, Krönchen richten, weiter machen. Weil es für mich und meine Familie ist. Alle anderen. Na, ihr wisst schon.

Oh, und Wiesengymnastik mit übermotivierten Dauergrinsern. Ne, nicht meins. Aber hey, ich soll ja für mich sorgen und Grenzen setzen.

Jetzt reicht es (selbst mir)

Lange, wirklich lange habe ich Social Media verteidigt. Hab darauf hingewiesen, dass Whatsapp und Twitter mir einst das Leben gerettet haben. Hab Trolle und Querdenker als Nische abgetan.

Aber jetzt werde wohl selbst ich für einige Zeit die sozialen Medien nur noch als Kanal zum Senden aber nicht. mehr zum Empfangen nutzen. Weil weder Diskussionskultur,  noch Anstand, noch Rücksicht auch nur leicht durchscheinen. Sei es der Weltraum, die Natur oder die Ernährung. Es wird nur noch radikal, schwarz weiß gedacht. Die wenigen gemässigten, am Diskurs interessierten Nutzer werden immer lauter und aggressiver niedergetrollt.

Das ist alles nicht mehr schön, es ist traurig und vieles, was im Moment diskutiert wird, erinnert mich fatal an Interstellar, wo Wissenschaft und Forschung sich in Bunker zurückziehen und verstecken musste, weil die Öffentlichkeit die Zusammenhänge zwischen Grundlagenforschung, dem Drang zu den Sternen und der Weiterentwicklung als Spezies nicht zu durchschauen in der Lage waren.

Nein, es geht mir im Moment nicht gut mit dem Umgangston. Twitter und Facebook sind für mich broken beyond repair und selbst Instagram wird immer mehr zur Plattform um eigene radikale Ansichten hinauszuposaunen und die eigene Dummheit hinter Schimpftiraden und Trollangriffen zu verstecken.

Sorry Leute, so nicht. Kriegt euch bitte wieder ein, bis dahin:

 

Mic Drop

keine #rasterpsychotherapie Herr Spahn

Zuerst entdeckte ich das Thema über eine Twittersturm unter dem Hashtag #rasterpsychtherapie bei Twitter. Damals teilte ich, ohne mir zunächst über die Tragweite dieser irren Idee klar zu sein. Man wollte sehr kurzfristig folgenden Passus ins Sozialgesetzbuch (§ 92 SGB V) mogeln: „Der Gemeinsame Bundesausschuss prüft bis zum 31. Dezember 2022 unter Berücksichtigung der Versorgung nach Absatz 6b, wie die Versorgung von psychisch kranken Versicherten bedarfsgerecht und schweregradorientiert sichergestellt werden kann“.

Klingt harmlos, würde aber heißen, dass es für bestimmte Krankheitsbilder nur noch ein bestimmtes Kontingent an Therapiestunden gäbe. „Sie haben eine Angststörung? Okay, 20 Stunden, dann sind sie gesund. Eine Depression? Da reichen auf jeden Fall 40 Stunden.“

Klingt deshalb dämlich, weil es das ist. Psychische  Erkrankungen sind wie Erkrankungen generell sehr individuell. Gibt es für eine Krebserkrankung ein festes Behandlungskontingent? Nein, weil es nicht pauschal nach N Chemotherapien einfach vorbei ist.

Gleiches gilt für psychische Erkrankungen. Aber natürlich wird zunächst behauptet, dass die Psychotherapeut*innen selbst an den langen Wartezeiten schuld seien, es gäbe ja genug Therapeuten. Ja, aber zu wenig Kassenzulassungen. Weil es wieder mal nicht um den Patienten sondern ums Geld geht, weil man Menschen in Raster zwingen will und Therapeut*innen ja alle zum Spass zu lange behandeln.

Hätte man mir nicht die Zeit zugesprochen, die ich brauchte, um meine Ängste und die Depression einigermaßen in den Griff zu bekommen, ich bin nicht sicher, ob ich heute noch am Leben wäre.

Als ich erfahren habe, dass der Twittersturm einen Aufschub um etwa eine Woche erwirkt hatte, habe ich natürlich gleich beim Bundestag eine Petition eingereicht. Die dauert aber alleine bis zur Freischaltung im Schnitt 3 Wochen. Zu spät für eine große Öffentlichkeit. Deshalb entstand die zweite Petition bei change.org. Damit wir schnell laut werden können, damit wir schnell viele erreichen und so ein Zeichen setzen.

Herr Spahn, ich bin mal ganz deutlich: Das gefährdet Menschenleben und hilft nur den Krankenkassen beim Geld sparen. Aber vielleicht geht es ja auch genau wieder mal nur darum. Um die Ökonomisierung der Gesundheit auf Kosten der Patient*innen

So nicht Herr Spahn. Über 50000 Menschen haben meine Petition unterzeichnet und sagen NEIN, keine #rasterpsychotherapie.

Und Spoiler Alert. Wir werden auch die 100.000 schaffen.

Die Frage ist: Haben Sie den Mut, sich mir/uns zu stellen und die Unterschriften entgegenzunehmen? Und noch wichtiger, sind sie bereit für ein Gespräch mit Therapeut*innen, Patient*innen und Angehörigen sowie wirklichen Experten, um das gemeinsam zu erarbeiten, was zum Wohle der Patient*innen ist?

Ich bin bereit, wir sind bereit. Sie auch, Herr Spahn?

Bis dahin, streut die Petition, helft, sie bekannt zu machen und in die Medien zu heben.

Danke für die Unterstützung, die mittlerweile mit Kurt Krömer und Nora Tschirner auch sehr prominente Unterzeichner*innen hat. Aber wir müssen noch lauter werden. Und wir werden das schaffen.

 

Die Petition zum unterzeichnen. Streut sie, erzählt euren Freund*innen davon, den Medien, euren Lokalpolitikern.

Keine Rasterpsychotherapie Herr Spahn

 

 

Zurück und einiges gelernt

Das kam unerwartet. Nach einem eigentlich kleinen Zwischenfall kam quasi ad hoc der Zusammenbruch. Wieder alles da. Die Angst, die Depression und ich stand vermeintlich vor den Trümmern dessen, was ich mir seit 2015 wieder Stück für Stück zurückgeholt hatte.

Also erst mal zum Arzt, der mir gleich mal mindestens eine Woche Auszeit verordnete.  Es sollten drei werden.

Aber ich habe einiges gelernt. Ja, meine Depression und die Angst hat mich nicht mehr im Griff, aber sie kann immer noch ganz schön Ärger machen.

Ich hatte wohl zu viel Stabilität erwartet. Was ich aber auch erkannt habe und was man mir damals in den Kliniken zu einem Strick drehen wollte (ein ziemlich gruseliges Bild, wenn ich es recht überlese) , das intensive Beschäftigen mit einem Thema ist für mich Teil meiner Stabilität. Und in den letzten Jahren war das meine Rolle als Autor, als Aktivist und als Redner. Ich brauche nicht viele Menschen um mich, aber ich brauche die Abwechslung, den Kontakt mit meinen Leser*innen und Follower*innen und ja, auch dem einen oder der andern Fan*in. Es war zu eintönig, die Arbeit war ja wie immer, nur an anderem Ort, aber danach passiert nichts neues. Und das zu lange nicht. Langsam laufen die Termine wieder an, was mich mit stabilisiert hat. Genauso wie Interviews (Aktuell vom Nachtcafé des SWR für deren Podcast).

Ich habe gelernt, dass ich schon früher gute Methoden hatte, mit kleineren Krisen umzugehen, die ich mir aber fast hab ausreden lassen. Nein, ich habe keine Internetsucht, aber das Internet ist für mich ein Anker, eine Abwechslung.

Gut, im Moment ist es eher Aufreger, wenn ich da an die Demo in Berlin denke, die das Ende einer Pandemie feiert, die gerade erst so richtig hochläuft. Ich gehöre zu denen, die Verantwortung auch für andere übernehmen. Eine Maske tragen ist ein kleiner Preis dafür, keine Menschenleben auf dem Gewissen zu haben. Mögen mich die Dunning Kruger Jünger doch als „Schlafschaf“ betiteln. Ich glaube lieber „Mainstream“ und Wissenschaft, als Köchen und Musikern, die scheinbar plötzlich alles durchschauen. Meine Erde ist rund, der Mond beeinflußt mich nicht und Homöopathie ist für mich keine Medizin sondern Placebo.

Anyway. Ich bin wieder da. Stabiler als zuvor und mit einer nochmal relativierten Sicht auf das, was anderen und das, was mir wichtig ist.

Und wir sehen uns hoffentlich bald auch in Person auf einem Barcamp oder einer Lesung wieder. Ich würde mich freuen.

Isolation. Ein Konzept, das ich kenne

Im Moment kommen wieder Medienanfragen, vor allem zu meinem Erleben des „physical distancing“ und wie ich es als Mensch mit Depression und Angststörung erlebe.

Zunächst mal, nicht repräsentativ. Genau wie jede Depression an sich anders ist und man vorsichtig mit Vergleichen von Depressionserkrankungen sein sollte, so gilt dies auch für den Umgang mit der Isolation.

Ich finde die Unterschiede zu meinem sonstigen Alltag zum Beispiel nur marginal. Das hängt auch damit zusammen, dass ich über Jahre, ach eigentlich Jahrzehnte immer eine gewisse Distanz zwischen mir und der sogenannten realen Welt empfunden habe.

Was die Mehrheit für Normalität hielt und hält, das erweckt in mir oft eher ein ungläubiges Kopfschütteln denn das Gefühl von Zugehörigkeit. Natürlich versucht man lange Zeit, davon eine beträchtliche Zeit wieder besseren Wissens, sich anzupassen, reinzupassen, zu passen.

Als dann aber meine Depression schliesslich als offene Wunde für alle sichtbar war, war es für mich endlich klar, dass nicht meine Depression für viel meiner Schwierigkeiten verantwortlich, sondern das Gefühl des anders seins, des ausgeschlossen seins. Das amüsante am Ganzen: Sobald ich meine Andersartigkeit erklären, definieren, offen ansprechen konnte, verschwand das Bedürfnis nach Anpassung. Ich bin so, wer damit ein Problem hat, darf es behalten

Insofern, nein, mir fehlt der Kontakt zu anderen Menschen nicht wirklich. Ich habe meine Familie um mich, es gibt Internet und Videochat und in den meisten Fällen ist das für mich völlig ausreichend. Da draußen laufen viel zu viele Ignoranten, Verschwörungstheoretiker, alles besser Wisser rum. Die brauch ich nicht, die haben mir in der Vergangenheit eher Schwierigkeiten eingebracht.

Was ich allerdings vermisse sind die Gespräche mit Betroffenen, mit Menschen, die so denken, so ticken, so mit Depressionen leben wie ich. Aber auch hier kann ich über meine Social Media Kanäle in Kontakt bleiben.

Für mich bedeutet es mehr Belastung, mich mit ignoranten Idioten konfrontiert zu sehen, die glauben, sie alleine hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Mal über einen längeren Zeitraum meine Ruhe vor ihnen zu haben, empfinde ich ehrlich gesagt als ganz angenehm.

Ist so ein ähnlich befreiendes Gefühl, wie eingeschneit zu sein. Man weiß, selbst wenn sie es wollen, die Menschen müssen dich zwangsweise in Ruhe lassen.

Die Mehrheit ist die Mehrheit. Weiter nichts. Weder automatisch im Recht noch im Unrecht. Eine anonyme Masse, die oft eher in einer wirren Neigung dem Herdentrieb folgt und dessen Apolegeten der Verschwörungsfantasien.

Danke, mir geht es gut. Wenn es mal dunkel wird, dann reichen mir meine virtuellen Kontakte, um  mich zu stabilisieren.

Und ja, wir haben nach wie vor genug Toilettenpapier. Bitte, danke und ansonsten gilt: Erstaunlich, wie viele vermeintliche Bundestrainer jetzt plötzlich auch zu Epidemologen und Virologen geworden sind. Und ich soll mich isoliert von solchen Menschen schlecht fühlen? Ganz ehrlich…. Nope.

Und um noch einen ganz anderen Gedanken einzupflegen, wie es mein Umfeld von mir kennt.

Ich höre gerade wieder Billie Eilish und fühle mich erkannt, verstanden und besungen wie selten zuvor. Meine Empfehlung und einen Gruß aus meiner Isolation die für mich gar keine ist.