Die Zukunft beginnt NACH den Tablets. Sixthsense, Minority report and beyond

Es wird noch viel spannender werden. Und ich bin gespannt wer die folgenden beiden Technologien zuerst marktreif machen wird. Ich hoffe, jemand, der offen genug ist, sie zumindest teilweise in die Open Source zu geben. Dies nur als Anregung für diejenigen, die gerade über die Tablets so begeistert sind. Ich sehe da viel weiter. Der Computer wird noch viel „interaktiver“ !

TED- Sixthsense

Und : TED – John Underkoffler points to the future of UI

1und1 und das (Android) Tablet. Das günstige Device zum DSL Vertrag, das macht mehr Sinn!

Ja, so kann ich mir die Sache mit den Tablet PCs schon eher vorstellen. Als vollwertiger Notebook Ersatz taugen sie ja eh nicht. Ebensowenig als Ersatz für einen Netbook mit Tastatur. Letztlich ist das optimale Einsatzgebiet eines Tablets (neben dem Angeben im Zug und auf Konferenzen) der Einsatz auf der Couch zum Couchsurfen. Und da macht ein Bundle mit einem Internet Provider quasi als Abopaket ähnlich dem Mobilfunk Sinn.
So verwundert es mich auch nicht, dass United Internet für Juli ein eigenes Tablet im Bundle mit einem DSL Vertrag anbietet. Damit erhält man ein Device zu einem halbwegs realistischen Preis (es ist von deutlich günstiger als das IPad) die Rede und es wird ganz klar die Zielgruppe bedient, die sowieso am ehesten ein Tablet einsetzen würde. Technisch eher unbedarfte, dafür aber auf Bequemlichkeit fokussierende Couch Surfer. Das ist jetzt nicht negativ gemeint sondern zeigt mir eher, dass da irgendwer sich die Zielgruppe mal ganz genau angesehen hat. Denn sobald ich professionell mit einem Tablet arbeiten will, stosse ich an Grenzen wie fehlende Tastatur, unbequeme Handhabung (es sei den, ein Ständer ist mit eingebaut) und mangelnde Variabilität. Ich hoffe ja, United Internet bringt ein Android Tablet MIT usb und Videokamera, mit SD Karten Slot und offener Installation.
Aber da wird es für mich wirklich spannend. Denn ein Tablet für knapp 600 Euro, das ist was für Fanboys und Geeks. Ein Tablet um die 150-200 Euro, ggf. im Bundle mit nem DSL Vertrag umsonst. Das ist das Tablet „for the rest of us“…

Musik Mashups, das Netz mag meine Musik oder: Der Beginn von Web 3.0

Interessanter Effekt am gestrigen Abend. Auf unserem Flachbildfernseher von Samsung gibt es einen abgespeckten Internetzugang. Und dort wiederum das Angebot von putpat.tv. Da ich nun gestern noch etwas Lust auf gute Musikvideos hatte, habe ich einfach mal putpat.tv angeworfen. Verblüffend, es wurden mir fast ausschliesslich Stücke und Interpreten vorgeschlagen, die mir auf Anhieb gefielen, auch wenn ich sie zuvor noch nicht kannte. Nach kurzer Überlegung war klar, woher das kommt. Ich lasse meinen Audioplayer unter Linux ebenso wie blip.fm stets meine aktuell gehörten Titel nach last.fm senden. Dort wiederum werden die Titel gespeichert und daraus kann dann wiederum „ähnliche“ Musik errechnet werden.
Diesen Effekt kannte ich früher nur von einem Plattenladen, bei dem ich bereits sehr lange Kunde war, und dessen Chef mir in schöner Regelmässigkeit neue Musiker vorschlug, die mir dann auch meist sehr gut gefielen.
Das ist eine wunderbare Art des Verknüpfens meiner Hörgewohnheiten mit einer Musikdatenbank.
Und da ich selbst entscheide, ob ich diesen Dienst nutze und ich, vermutlich auch ob meines eher unproblematischen wenn auch breit gestreuten Musikgeschmacks kein Problem damit habe, dass Datenbanken mit den von mir gehörten Stücken gefüllt werden, nutze ich diesen Dienst sehr gerne.
Und mit putpat.tv habe ich jetzt quasi einen eigenen Musiksender, der sich rund um meinen Musikgeschmack bewegt, ohne mir nur das anzubieten, was ich eh schon kenne.
Das ist ja schon fast Web3.0. Das Web verändert sich mit meinen Bedürfnissen.

Und ich habe eine Vision für das Fernsehen der Zukunft. Was Audioscrobbler für Musik ist, könnte man doch auch fürs Fernsehen machen. Anhand meiner Sehgewohnheiten bekomme ich aus den unterschiedlichsten Medienstreams neue Angebote. Für das Netz an sich gibt es schon solche Dienste wie Miro oder Vuze. Aber was wäre, wenn das mit meinem normalen Fernseher verbunden wäre. Technisch machbar wäre das durch die Kombination der Uhrzeit und des Kanals der gerade aktiv ist und den EPGs den elektronischen Programmzeitschriften. So könnte ich mir vom Netz meinen eigenen Fernsehkanal zusammenstellen lassen, der sich speziell mit meinen Interessen befasst ohne nur das zu zeigen, was ich eh schon kenne. Das Netz wird intelligent. Und bislang gefällt mir das.

Und alle so: YeahYeahYeahYeahYeah Bilder, sonst nix

Und wieder ein interessantes Fundstück im Netz. Die Website http://yeahyeahyeahyeahyeah.com/ zeigt Bilder. Bilder und sonst nichts. Einfach nur Bilder. Wenn ich an yeah@yeahyeahyeahyeahyeah.com ein Bild sende, erscheint es kurz darauf in einem nicht enden wollendem Strom von Bildern anderer User. Unkommentiert, unsortiert, ausser diesem Bilderstrom bietet die Webseite keine weiteren Informationen. Und dennoch, es ist spannend was dort auftaucht, es ist wie ein Schnappschuss der Gegenwart. Weltweit. Und man rätselt über die Herkunft der Bilder, manchmal auch über den Inhalt.
Und richtig interessant wird es, wenn die User über die eingesendeten Bilder eine Art Dialog entspinnen. Sei es durch geschriebene Botschaften innerhalb des Bildes, sei es durch den Themenbezug zwischen den Bildern.
Man sieht, er ist immer noch da. Der kreative Umgang mit dem Medium. Und die Seite hat in ihrer scheinbaren Sinnlosigkeit schon fast etwas beunruhigend beruhigendes. Man findet sie schön und interessant, oder sinnlos. Aber darüber lässt sich kaum diskutieren. Oder doch?

In eigener Sache: Update auf WordPress 3.0 ist erfolgt

Wer Fehler findet, darf sie behalten oder einfach an mich melden. Ich schau dann, dass sie so schnell als möglich bereinigt sind. Ansonsten erscheint hier auch bald ein Test des Anyloaders von GetDigital.de eines Ladegeräts mit Hochleistungsakku und Solarpanel. Mal sehen, ob er hält, was die Produktbeschreibung verspricht.

Vom richtigen Timing beim Veröffentlichen von Blog Artikeln

Eine Weile habe ich mich gefragt, warum manche meiner Artikel sehr schnell retweetet wurden, manche garnicht.
Klar, zuerst vermutet man: Der Artikel war halt nicht sehr relevant. Aber auch relevante Themen fanden erst ab einer bestimmten Tageszeit wirklich Verbreitung. Jetzt nutze ich aktiv die Einstellungen zum Publizierungstiming von WordPress. Sofort poste ich brandaktuelle Themen, die gerade auch auf Twitter oder Facebook hochgepuscht werden. Themen, die etwas mehr Lesezeit oder auch etwas mehr Nachdenken brauchen lege ich mittlerweile in die frühen Morgenstunden, auf die Mittagspause der meisten Büros oder auf den Abend.

Wenn möglich ist es auch spannend, die Seitenstatistiken auszuwerten und zu prüfen, wann man die meisten Besucher im Blog hat. In diese Zeitfenster lohnt es sich dann, lesenswertes, wichtiges zu publizieren.

Damit kann ich zum einen die Zielgruppe etwas steuern, die mein Posting liest, zum anderen kann ich brandaktuelles länger prominent stehen lassen, ohne es gleich durch den nächsten Blogeintrag abzuschwächen.

Mein Tablet bleibt daheim. Mein Umfeld ist noch nicht so weit ;)

Zwei Wochen hab ich jetzt den EeePC T91mt wirklich on the road als tägliches Tool im Büro genutzt.
Mein Fazit: Für mich persönlich ein gelungenes Werkzeug, allerdings mit guter Schrifterkennung nur unter Windows 7. Und noch nicht geeignet für den Büroalltag in einer nicht IT Company. Warum nicht? Dort wird jemand der in einem Meeting mit solch einem Device auftaucht eher für ein Spielkind gehalten, als dass man das Gerät als Arbeitswerkzeug ansieht. Und solange jemand mit Papier und Stift als „seriös“ gilt und jemand mit Tablet als Spielkind ist es mir die ganze Erklärerei nicht wert. Mein Smartphone ist unauffällig dabei, damit ich kann ich die Kurzrecherchen im Interent machen, die ich täglich so nützlich finde und die leider im Büro dank diverser Filter oft nicht gehen (Entwicklerblogs-gesperrt, Twitter-gesperrt, Facebook-gesperrt.. Aber darüber laufen auch meine Geschäftsrecherchen…)

Und ich nehm einen Notizblock und Stift mit, das muss reichen. In den meisten Meetings gibt es eh wenig relevantes zu notieren, da das meiste in einem Protokoll noch mal elektronisch verteilt wird.
Zumindest eines habe ich für mich gemerkt. Ein Ipad ist für mich aus einem einfachen Grund nichts. Ich BRAUCHE eine gute Tastatur, um 10 Finger schreiben zu können. Denn handschriftlich bin ich nicht nur deutlich unleserlicher, sondern auch deutlich langsamer. Ich schreibe mittlerweile mit 10 Fingern schneller als mit dem Stift.

Auf dem Schreibtisch im Büro (und nur dort) steht mein kleiner Netbook mit UMTS Stick für die schnelle Recherche. Da ich im Moment auch zu Social Media Themen im Unternehmen recherchiere und arbeite ist für mich ein direkter Zugang zum gesamten Netz essentiell, viele Artikel, Infos und Meinungen tauchen zuerst in Facebook und/oder Twitter auf, das scanne ich mit Hootsuite, so bekomme ich regelmässige Updates über die „Hot Topics“. (Und der hat ne breite 10 Finger Tastatur!)

Was mach ich jetzt mit dem T91MT. so dekadent das klingt, er dient jetzt als leiser energiesparender Server für die Wetterstation und als „Schreibtisch“ Computer. Bevor ich jetzt den grossen Notebook hochfahre, klappe ich den ständig laufenden EePC kurz auf, recherchiere schnell was und klapp ihn wieder zu. Damit spar ich mir Hochfahrorgien und die ewigen Wartezeiten.

Tablet? Im Prinzip ne gute Sache. Aber erst, wenn man ihn nicht nur nutzen kann, sondern auch darf……. Schon vor Jahren hab ich die Erfahrung mit nem TL und meinem damaligen PDA gemacht. Die Zeit war noch nicht reif. Jetzt rennt alles, was sich für wichtig hält mit einem Blackberry rum, da kann ich endlich meine Termine ebenfalls offiziell elektronisch verwalten.

Und noch ein Eindruck zum Ende: Das Tablet wird sich durchsetzen für den „konsumierenden User“. Der agierende Blogger, Twitterer und Entwickler wird stehts auch einen „Tastaturcomputer“ nutzen, ist angenehmer und effektiver (nicht effizienter … 😉 )

Warum Kontrolle krank macht und unsere Kultur eine (noch?) kranke ist

Kontrolle statt Vertrauen: Schlechte Führung macht Mitarbeiter krank. So zu lesen in der Computerwoche. Aber ist das wirklich eine neue Erkenntnis? Schon Gunter Dueck wies in seinen Büchern über „Lean Brain Management“ und „E-Man“ darauf hin.
Sobald ich Menschen ob ihrer Leistung überwache tun sie genau, was von ihnen verlangt wird. Aber auch nicht mehr, da sie ja nicht einschätzen können, ob das gewollt ist. Und in Berufen, die von Kreativität und Innovation leben, speziell auch in der IT ist solch eine Kontrolle tödlich für die Motivation der Mitarbeiter. Sobald ich keine Freiheitsgrade mehr habe, werde ich unkreativ, da ich mehr damit befasst bin, mich entweder den Kontrollen zu entziehen oder sie bis aufs letzte BIT einzuhalten. Das zielt in die Richtung, die ich schon seit längerem vorhersage, dass in ganzen Berufsgruppen das Arbeiten nach einem festen Zeitschema für das auch bezahlt wird eine Ende haben wird. Es wird abgelöst durch eine zielorientierte Bezahlung, bei der die auf das Ergebnis verwendete Zeit irrelevant wird. Und ich halte dieses Vorgehen für gerechter. Schon deshalb, weil dann nicht mehr die Geschwindigkeit oder die „Auslastung“ der Ressource Mensch zählt, sondern das erzielte Ergebnis: Oder wie Gunter Dueck es formulierte. „Irgendwann hat man in der Autoindustrie aufgehört, dafür zu sorgen, dass die Maschinen ausgelastet waren und sich darum gekümmert, dass hinten auch gute Autos rauskommen.“