Apple schmeisst App raus, die über ungerechte Smartphone Produktion berichtet

Tja, das soll der glückliche Apple Kunde wohl nicht erfahren müssen. Dafür gibt es die geniale App Phonestory jetzt für Android. Hab sie gleich mal runtergeladen. Ansehenswert und regt zum Nachdenken an. Aber jetzt nur noch Android Nutzer. Denn auch wir Android User sollten uns bewußt machen, was hinter unseren ach so schicken Smartphones steckt und auf Verbesserung drängen. DAS ist es, was die App vermitteln will. Aber eben nicht mehr Apple Usern.

Apple mag wohl nicht, dass Kunden sich Gedanken machen.

Bitte: Ich möchte endlich mal wieder was Positives von euch berichten Apple, wird aber von  Tag zu Tag schwerer.

Blogparade: Wie ist mein Arbeitsplatz der Zukunft ?

Bianca Gade plant ein Buch. Das an sich klingt schon spannend, denn es soll in dem Buch um die Arbeitswelt der Zukunft gehen. Was aber noch viel spannender ist: Ein Teil des Inhaltes soll  von den tatsächlichen Arbeitnehmern kommen, die darüber innerhalb einer Blogparade schreiben sollen.

Nun denn, da das eines meiner Hauptthemen für meinen Blog ist hier einmal meine Vision.

In der Zukunft passt alles, was ich zum Arbeiten als Wissensarbeiter brauche in einen Rucksack (gut, bei mir eigentlich rein aus technischer Sicht schon heute)

Zunächst ist mein Arbeitsplatz nicht mehr ortsgebunden. Dank mobilem schnellen Zugang zum Netz, dank Videotelefonie (Skype zeigt, dass es geht) und mobiler Endgeräte arbeite ich, wo immer ich bin und ich mich wohl fühle. Und das ist es auch, was mich motiviert. Ich organisiere meine Arbeit weitestgehend selbst, werde an der Erreichung der zuvor vereinbarten Ziele gemessen, und nicht an dem Zeitaufwand dafür. Gleichzeitig verwischt Privat- und Beruf, auch in ehrenamtlichen Tätigkeiten finde ich Erfüllung ebenso wie ich auch zu Zeiten für die Firma erreichbar bin, die es früher so nicht gab. Deshalb ist es für mich wichtig, klare Vereinbarungen zu treffen, klare Auszeiten zu planen.

Das wird realisiert über Cloud Dienste, die mir meine Daten und meine Planung online zur Verfügung stellen und diese auch für meine Auftraggeber einsehbar machen. Ein gemeinsamer beruflicher Kalender, der sich mit dem Kalender des Auftraggebers synchronisiert macht meine Verfügbarkeit transparent.

Meine Daten sind verschüsselt in der Cloud abgelegt, dank Online Storage kann ich von überall darauf zugreifen. Der Zugriff kann dabei abhängig von Aufgabe und Ort über Tablets wie IPad oder Galaxy Tab erfolgen, über einen Notebook oder Smartphone. Da wir in Zukunft vermutlich sehr viel schnellere und überall verfügbare mobile Internet Zugänge verfügen werden, wird der feste Anschluss zu hause in weiten Teilen verschwinden.

Eventuell arbeite ich in Zukunft nicht mehr 100 Prozent für einen Arbeitgeber sondern in einer Zwischenform zwischen Freiberuf und Halbtagsstelle für mehrere Arbeitgeber, da ich stets am Ergebnis gemessen werde. Damit wird es meinem Arbeitgeber möglich, zu atmen, dass heißt in Zeiten hoher Last Mitarbeiter intensiver in Arbeitsprozesse einzubinden und in Zeiten von Flauten oder Projektübergängen flexibler zu reagieren. Da Mitarbeiter nicht mehr nach Anwesenheitszeit, sondern nach Arbeitsergebnis bezahlt werden, sind solche Flautezeiten weniger dramatisch als heute und bieten gleichzeitig die Chance, dass auch gemeinnützige Institutionen und das soziale Umfeld des Unternehmens davon profitieren, dass es immer wieder Mitarbeiter gibt, die auch mal Zeit für soziales Engagement finden.

Zugleich gibt es in Zukunft Plattformen, auf denen ich meine Skills für sogenannte Microjobs anbieten kann, unabhängig von dem, was in irgendwelchen Urkunden steht. Denn in Zukunft wird sich die Technologie noch schneller weiterentwickeln, so dass die Weiterbildung in einzelnen Themengebieten dynamischer und automatischer geschieht.

Mein "mobile Office", wie ich es heute in der Rolle als Blogger nutze und morgen vielleicht als Arbeitnehmer?

Ich werde noch ein Büro haben, an dem ich mich gelegentlich mit meinem Autraggeber treffe, aber das wird nur noch als Coworking Space gehandhabt. Dieses Konzept wird sich in Zukunft auch bei Festangestellten durchsetzen, da wir immer mehr in Richtung einer Wissensarbeiterökonomie rutschen, und dort ist es nicht mehr nötig, permanent visuell präsent zu sein.

Schon heute kann ich Arbeit und Privatleben nicht mehr streng trennen und möchte es eigentlich auch nicht. Ich bin Informatiker, auch wenn ich das Büro verlasse und koordiniere schon heute dank Cloud Services Privatleben und Beruf elektronisch.

Und meine Lust am Schreiben und an neuen Technologien realisiere ich auch heute schon als Blogger „nach Feierabend“ und kooperiere hier mit anderen Blogs, mit Unternehmen, die für mich interessante Technologien anbieten oder blogge für Verlage, die mein Themenportfolio interessant und als Mehrwert für ihren Auftritt empfinden. Für mich ist insofern durchaus denkbar auch im Berufsfeld als Autor/Journalist Fuß zu fassen, aber eben nur in einem visionären und flexiblen Umfeld.

Ich denke, wenn man sich vom gewohnten Bild verabschiedet, dass Leistung = Sichtbarkeit ist und endlich in der Formel Leistung = Ergebnis denkt, wird bald klar, dass auch Familien und Privatleben gewinnen können. Dafür braucht es aber einen Cultural Change hin zu dem Bewußtsein, dass eine Balance wichtig ist, dass nicht der zu den High Performern gehört, der möglichst lange arbeitet, sondern der, der die besten Ergebnisse erzielt.

Ich erlebe oft Situationen, in denen man einfach blockiert ist und nichts gelingen will. Hier werde ich in Zukunft einfach sagen können, lass es für heute, hör auf. Dafür gibt es dann andere Tage, an denen ich einfach weil ich will, weil ich im „Flow“ bin mal 12 Stunden arbeite. Andererseits wird es in Zukunft weniger wichtige Momente geben, an denen Eltern nicht bei ihren Kindern sein können, weil es leichter sein wird, mal für ein paar Stunden frei zu nehmen, um z.B. bei der Einschulung oder einem wichtigen Sportereignis dabei zu sein, oder einfach an einem schönen Sommertag was mit den Kindern zu unternehmen. Wir leben in Zukunft nicht, um zu arbeiten und arbeiten nicht um zu leben, wir werden leben und arbeiten, oder wie ich es gerne nenne: Wir werden Work Life Integration erleben.

So, das ist meine Vision des Arbeitsplatzes der Zukunft, wie ich ihn mir vorstelle und ja, auch wünsche. Klingt vielleicht sehr optimistisch futuristisch, aber nur so entsteht Wandel zum Positiven, in dem man an seine Vision einer besseren Zukunft glaubt. In diesem Sinne, lets rock and roll.

 

 

Lasst sie doch einfach arbeiten

Manchmal wundere ich mich über Menschen (obwohl das immer seltener geschieht. Bald wundert mich gar nix mehr), die anderen einreden wollen, sie müssten unbedingt eine Karriere in der Verwaltung oder dem Management machen, obwohl doch offensichtlich ist, dass sie weder die Lust noch das Talent dazu haben. Gerade bei Softwareentwicklern erlebe ich das häufig. Da wird unbedingt empfohlen, eine Projektleitung anzustreben, wenn nicht gar eine Leitung einer Entwicklerabteilung. Dabei kenne und erkenne ich die Kollegin oder den Kollegen als Geek, als hochgradigen talentierten Experten, was die Technologie angeht.

Es gibt keine bessere oder schlechtere Arbeit. Es gibt nur Arbeit, die für den Menschen geeignet ist, weil sie im Freude bereitet.
Wenn ein Mensch kein Talent zum abstrakten Planen hat, aber zum konzipieren komplexer Systeme, dann wäre es das dümmste, ihn da raus zu zerren.

Wie lautet der schöne Spruch: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“.
Oder in der IT: Entwickler, bleib bei deiner IDE.

Es gibt auch nette Erfahrungen mit Banken: Beispiel Targobank

Es war 00:30. Der Geek hatte beschlossen für einen Vergleichstest ein Stück Hardware bei www.computeruniverse.net zu bestellen. Und zwar für einen nicht unerheblichen Betrag.

Dann am nächsten Morgen die Versandbestätigung von Computeruniverse und parallel die Bestätigung über die Abbuchung vom Kreditkartenkonto des Geeks. So far so good.

Dann die Überraschung, die Frau des Geeks meldet sich per Messenger, die Targobank habe angerufen, der Geek möge sich mit  ihr in Verbindung setzen und eine Rückrufnummer wurde hinterlassen.

Ok, der Geek ruft dort an, muss keine 10 Sekunden warten und wird mit einer freundlichen Dame verbunden, die ihn zunächst nach Kreditkartennummer und persönlichen Daten zur Authentifizierung fragt und dann zum eigentlichen Punkt kommt. Es habe da eine Abbuchung in ungewohnter Höhe gegeben, noch dazu zu ungewohnter Zeit bei ungewohntem Versand. Ob das alles korrekt sei. Na sicher sagt der Geek.

Und da muss ich sagen, ich , denn der Geek bin ich 😉 (Ja Beate und Schorsch , das ahntet ihr schon) ist sowohl von der Freundlichkeit der Mitarbeiterin der Targobank als auch von der unglaublich schnellen Reaktionszeit schlichtweg begeistert.

Immerhin, nach Rückfrage zu hause stellte sich heraus, dass wohl max. 1 Stunde zwischen Abbuchung und Rückfrage bei mir verging.

Ich weiß, das sollte doch normal sein, werden jetzt manche rufen. Mich freut es aber. Weil ich mich als Kunde ernst genommen fühle, weil ich weiß, dass man offensichtlich aufpasst, dass mit meiner Karte kein Schindluder getrieben wird. Natürlich arbeiten hier im Hintergrund automatische Systeme (vermutlich neuronale Netze oder ähnliche selbstlernenden Systeme), aber es geht hier um den kundenorientierten Aspekt und die Art, mit der das „durchgeführt“ wird.

 

Danke Targobank für den Service und vor allem Danke an die unbekannte Mitarbeiterin, die mich betreut hat.

So funktioniert auch Kundenbindung 😉

Von Fanboys und Ignoranz

Manchmal bin ich es leid. Nein, in letzter Zeit eigentlich häufig. Dieses immer sich wiederholende gegenseitige Zerfleischen.
Da hat Apple offensichtlich Beweise gefälscht, um einen Konkurrenten vom Markt zu klagen und die Apple Fanboys heulen vor sich hin: „Aber Apple ist doch sooo innovativ“. Richtig, aber das berechtigt nicht, zum Spamtroll zu werden.

Da werden bei Android eklatante Sicherheitslücken publik und die Android Fanboys beklagen, dass wieder alle auf Google draufhauen, die doch sooo innovativ“ seien.

Hallo Fanboys (übrigens interessant, mir kommen fast nur Fanboys unter Fangirls extrem selten). Leben und leben lassen. Ich bin bekennender Android User. Aber die PRODUKTE von Apple finde auch ich gut. Ich habe meine ganz persönlichen Gründe, Android zu bevorzugen aber ich empfehle durchaus anderen einen Blick auf Apple zu werfen. Und das nicht weil ich ihnen Android nicht gönne sondern weil ich mir beide Systeme angesehen habe und sie mit Apple einfach genau das bekommen, was ihnen in den gewünschten Anwendungen hilft.

Wir sollten immer bedenken, die Welt ist nicht schwarz oder weiß sondern grau. Was Apple gerade gegen Samsung durchzieht finde ich unterirdisch und kämpfe in den sozialen Netzen dagegen. Aber das heißt nicht, dass ich Apple hasse. Ich hasse das aktuelle Vorgehen. Ich mag gewisse Einschränkungen nicht. Ja. Aber warum soll ein Apple User dumm sein, wie ich es in Kommentaren schon gelesen habe. Das gilt ebensowenig wie bei Android Usern. Dumm sind nur diejenigen, die sektenartig nur noch einem Gedankenmodell folgen. Aber das hat ja schon George Orwell in „Farm der Tiere“ erkannt. Tiere guuuut, Menschen schleeeeecht ist ebenso dümmlich wie Apple/Android guuuuut, Android/Apple schleeecht.

Und das lässt sich erweitern. Auch die Datenschutz über alles (CCC) versus Datenfreiheit über alles (Datenschutztechnische Spakeria) Diskussion ist für mich ein klarer Fall von „Thema verfehlt“. Erst eine ausgewogene Betrachtung, die das eine tut, ohne das andere zu lassen, bietet ernstzunehmende Lösungen. Mit Extrempositionen kommen wir in einer zielführenden Diskussion nicht weiter.

Lasst uns gegen Fehlentwicklungen bei JEDEM Anbieter vorgehen. Aber lasst uns auch akzeptieren, dass die Welt nicht nur aus Äpfeln besteht, sondern es auch Birnen gibt (Wer findet das Wortspiel?) und der Ausgewogenheit halber, natürlich auch Birnen, nicht nur Äpfel.

So lange wir noch in Fanboy Fraktionen denken, ganz ehrlich, dürfen wir nicht erwarten, dass der Durchschnitts- PC User uns ernst nimmt. Diese Diskussionen sind nicht mal Kindergarten Niveau. Diese Diskussionen sind eher dringend therapiebedürftig.

Aber jetzt bitte: Spammt mich zu. Ich erwarte es eigentlich. Oder beweist mir das Gegenteil. Überrascht mich.

Apple schreibt uns vor, was wir gut finden sollen, der Patenttroll tobt

Ganz grosses Kino, Apple lässt per einstweiliger Verfügung den Verkauf des Samsung Galaxy Tabs 10.1 in Europa verbieten. Da fällt mir eigentlich nur noch Joschka Fischers berühmtes Zitat ein. Mit Verlaub Herr Jobs, sie sind ein ……… . Hätte ich früher vielleicht noch Apple Produkte in die engere Wahl gezogen, so kann ich jetzt nur noch kopfschüttelnd mich abwenden. Wer eine Produktmonokultur betreibt und seinen Jüngern kleinste Verbesserungen, die andere schon längst anbieten als grosse Errungenschaft anpreist, der muss wohl gegen die besseren Produkte der Konkurrenz klagen. Ganz unterste Schublade lieber Steve.

Diesen Mist haben schon andere vor dir getrieben und sind damit ganz böse abgestürzt. Und vielleicht weißt du es ja nicht, aber es gibt auch noch Menschen, die selbst entscheiden wollen, welches Produkt sie kaufen. Wer das Galaxy Tab mit dem IPad vergleicht muss wirklich technologisch so ziemlich gar keine Ahnung haben, um deinen Vorwurf richtig zu finden. Das ist schon nicht mehr Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Äpfel mit Honigmelonen. Um welche Patente es genau geht? Um diese.

Ich bin für Vielfalt statt Einfalt. Also bitte, Steve, hör auf, deine Konkurrenz wegzuklagen, nur weil sie Tablets entwickeln, die dir und deiner Monokultur Konkurrenz machen. Deine Produkte sind nur Produkte. Keine Heiligtümer, keine Reliquien. Und es gibt Menschen, die kotzt deine grossspurige Arroganz und dein Patentgetrolle schlichtweg an.

Vor allem, wenn man sich folgendes Bild ansieht, und sich mal fragt, wer hier wohl von wem geklaut hat.

Na, wer hat hier wohl von wem geklaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update: Auch Sascha Pallenberg findet ein paar treffende Worte zu dem schwachsinnigen Gehabe im Moment. Und er findet ein nettes Bild, das zeigt, dass es doch tatsächlich auch vor Apple schon Tablets mit abgerundeten Ecken gab. Welche Provokation. Bitte Steve, klag sie weg.

 Bert Keely, der im Jahre 2000 auf der Comdex in Vegas folgendes Produkt und damit die Tablet PC Vision von Microsoft zeigte:
Bert Keely , der im Jahre 2000 auf der Comdex in Vegas folgendes Produkt und damit die Tablet PC Vision von Microsoft zeigte:

 
Update: Es wird alles noch viel grössenwahnsinniger, als ich mir das überhaupt ausmalen konnte: Nach neuesten Informationen will Apple offensichtlich den Verkauf aller Samsung Geräte aus der Galaxy Serie verbieten. Was ich von Apples aktueller Patenttrollpolitik halte, verbietet mir meine gute Kinderstube zu schreiben. Ich hoffe aber, dass die Gerichte zum Wohle des Verbrauchers urteilen und Apple ordentlich abwatschen. DAS darf nicht rechtens sein, sonst können uns Unternehmen in Zukunft dank ihrer Patentportfolios vorschreiben, was wir zu nutzen haben!

Es gibt Dinge, die ich nicht können will. Warum wir Mitarbeiter anders sehen sollten.

Update: Weil zu Recht angemerkt wurde, es könne für manchen Leser wie Wunschkonzert wirken. Natürlich muss jeder von uns auch Dinge tun, die er oder sie nicht so mag. Natürlich kann ich nicht immer nur das tun, was ich mag. Aber hier wie überall gilt mein ewiges Credo. Nie schwarz oder weiß denken. Ich biete hier EINE Sicht auf die Dinge. Fokusiert auf das, was mir hier wichtig ist, denn: Es geht um die grosse Richtung. Also :

Manche Gespräche entstehen aus einem Zufall heraus, und liefern ungeahnte wichtige Impulse. Da ich mich schon des längeren mit Fragen der Motivation, der Arbeitsorganisation und dem „richtigen“ Umgang mit dem Menschen als Arbeitskraft befasse, war für mich ein Gespräch mit einer Kollegin heute von ungeahnter Inspiration.

Oft fragen wir, wenn wir einen Mitarbeiter für ein Projekt suchen, was sind seine Skills, was kann er. Und oft wird der Mitarbeiter dann der Aufgabe zugeteilt, ohne die absolut wichtigste Frage von allen zu stellen: WAS WILL ER?

Sicher, ich habe Mitarbeiter A  in die Schulungen zum Projektmanagement  oder Zeitmanagement geschickt, und er hat auch an allen ohne Murren teilgenommen. Das heißt aber letztlich nur, er KANN die Techniken des Projekt- oder Zeitmanagements anwenden. Aber WILL er das auch? Steht er hinter dem Gelernten? Findet er es richtig? Das ist die  Frage. Denn ich kann einem Menschen zwar das Wissen über eine bestimmte Vorgehensart vermitteln. Aber ich kann ihn letztlich maximal zur Anwendung überreden, ihn also zum Können befähigen. Das Wollen liegt nicht in meinem Ermessen. Das heißt nun nicht, dass der Mitarbeiter deshalb weniger wert wäre. Im Gegenteil, eine der wichtigsten Führungsaufgaben, und auch das habe ich dankenswerterweise aus einer Schulung meiner  Firma gelernt  (ja und auch lernen wollen 😉 ) ist, was will mein Mitarbeiter. Es ist elementar, zumindest in groben Ansätzen den Mitarbeiter mit seinen Vorlieben zu kennen. Ich kann keinen leidenschaftlichen PHP  Entwickler einfach durch eine Schulung zum leidenschaftlichen Java Entwickler machen. Ebensowenig kann ich einen kreativen Kopf in die Zwänge von Planungssheets, Exceltabellen und Präsentationsmarathons sperren.

Das mag der Mitarbeiter zwar noch handwerklich schaffen, aber er ist nicht mit dem Herz dabei. Er wird nie „Flow“ erleben, wird nie aus einer inneren, einer intrinsischen Motivation arbeiten, sondern stehts nur durch den Hintergedanken „ich muss, weil mein Chef das so will“. Wir alle haben Vorlieben und Aversionen. Und auch das spielt in die Arbeitswelt mit hinein, auch wenn in vielen Führungskräfteköpfen noch da Bild steckt, der Mitarbeiter müsse seine Vorlieben und Abneigungen am Eingang zur Firma ablegen. Wir alle sind Menschen und bleiben das auch im Beruf.

Und man darf nicht vergessen. Ein Mensch, der eine Aufgabe mit Leidenschaft macht, weil er sie machen will, der wird nicht nur mehr leisten, der wird dies auch gerne tun. Das heißt, er ist glücklich. Und wie wir ja immer häufiger lesen können. Geld ist nicht alles, viele Bereich haben entdeckt, dass die Zufriedenheit der Mitarbeiter auch auf die Zufriedenheit der Kunden durchschlägt. Glück als Geschäftsfaktor sollte völlig neu bewertet werden. Und Mitarbeiter sollten wollen UND nicht wollen dürfen. Der Satz: „Diese Arbeit will ich nicht tun“ sollte enttabuisiert werden.

P.S. Und einer netten Kollegin einen großen Dank für ein sehr anregendes und wichtiges Gespräch. Oft kommen die wichtigen Impulse des Lebens zu ungeahnter Zeit und an ungeahntem Ort.

Ein besonderes Geburtstagsgeschenk für einen ganz besonderen Menschen

Daß ich ein Fan des Roterfaden Taschenbegleiters bin, ist ja nun hinlänglich bekannt. Aber auch meine Frau werde ich heute mit einer „Sonderedition“ überraschen. Und zwar mit einer ganz besonderen Einlage in ihren ganz persönlichen A6 Taschenbegleiter:

Die Geburtstagssonderedition (die Einlage ist natürlich selfmade), Außenmaterial schwarzer Tanzboden, Innenmaterial Filz Petrol, klassisches Design, da vorrätig binnen zwei Tagen angekommen also perfekt zeitlich abgestimmt. Danke roterfaden.de für die zuverlässige Lieferung und die schöne Arbeit!