Die FAZ, @MSPRO und der gezogene Stecker, #ctrl-verlust gelöscht. Hallo FAZ, gehts noch?

Die FAZ entfernt komplett einen wirklich guten Blog, den von @MSPRO geschriebenen Blog #ctrl-verlust. Wie es dazu kam, das beschreibt @MSPRO hier. Meine Frage an die FAZ. Hey, was soll das ? Sixtus hat schon den Begriff #buecherverbrennung in den Raum geworfen und tut mir leid, aber diesen Beigeschmack hat das ganze. Ungefragt Inhalte entfernen, auch wenn sie in einem Blog stehen, das zeugt von einer Schere im Kopf, von ungleicher Wertung, von der ach so bekannten Printarroganz. Oder sollte nur der liebe Herr S. mal wieder zu viel gehabt haben und sich gedacht haben, den Blog schaff ich jetzt nicht auch noch, also schaff ich ihn ab.
Ich fordere, der Blog muss wieder online gehen. SOFORT!

Es war ein Mal vor gar nicht allzulanger Geek Zeit!

Wie schön ists, in Erinnerungen zu schwelgen. Mein erster Computer war ein TRS 80, mein erster Eigener ein VC 20. Weitere Highlights waren ein AMIGA 1000 (einer der ersten in Deutschland), ein Olivetti Quaderno, ein Apple Powerbook, ein Apple Newton, und diverse, recht graue PCs.

Computer längst vergangener Zeiten

Mein erster eigener Computer! Ein VC 20 mit sagenhaften 3,5KB Hauptspeicher.. Nein,kein Schreibfehler, 3,5 KiloByte!

mein erster Computer

Living the Future, mein Prinzip für die Gegenwart, heute schon das Morgen leben.

Hier mal ein kurzer Blick darauf, wie ich „Living the Future“ für mich persönlich und meine Familie realisiert habe.
Es beginnt im kleinen. ca 90 % unserer Beleuchtung basiert mittlerweile auf LEDs. Und ja, es gibt LEDs, die bereits einen Schreibtisch ausleuchten können.
Wir nutzen Induktion fürs Kochen, da diese nur Strom verbraucht, wenn auch wirklich erhitzt werden muss und die Geschwindigkeit, mit der eine Speise warm/heiß wird unglaublich schnell ist (tatsächlich verbrannte uns zu Beginn einiges, weil wir nicht mit diesem enormen Effekt gerechnet hatten.)

Ich betreibe eine eigene kleine Wetterstation mit Anbindung ans Internet, die mir per EMail die aktuellen Wetterprognose liefert und sie gleichzeitig an drei Wetterdienste und auf unsere HP stellt.
Unsere Einfahrt wird mit einer WLan Webcam überwacht, und wenn wir mal nicht da sind, und jemand betritt die Einfahrt, werde ich auf mein Smartphone via EMail informiert und es werden mir zwei Bilder zugesandt, die Kamera kann ich natürlich via Internet über mein Smartphone steuern.
All unsere Geräte im Haus sind via WLan vernetzt, so daß jeder unserer Rechner auf den Drucker und das Mediacenter zugreifen kann. Ebenso kann dies der TFT Fernseher, der gleichzeitig via WLan auch Zugang zum Internet hat und so auch Twitter und PutPat darstellen kann. All unsere Geräte laufen, sofern sie mobil sind mit Akkus, die via Solar aufgeladen werden, wir verbrauchen keine herkömmlichen Batterien.
Ich bin via Twitter, Facebook und Location based Services immer auf dem Laufenden und kann, wenn ich es selbst will, jedem mitteilen, wo man mich erreichen kann oder mit einer Berührung des Smartphones komplett unerreichbar sein (ja, auch das ist wichtig).
All unsere Rechner laufen unter Linux, was bei dem Rechner meines Sohnes den grossen Vorteil hat, dass ich mir keine Gedanken über Viren oder Trojaner machen muss.
Ich selbst arbeite weitestgehend digital, mache auch im Beruf meine Notizen, so es mir die irritierten Blicke der Kollegen erlauben nicht mehr mit Papier und Bleistift sondern mit Smartphone, Netbook oder Tablet.
Unsere Rechner und all die wichtigen Daten wie auch unsere Bilder und Musik sind digital gespeichert und in der Cloud als Backup verfügbar, auf das ich von jedem Platz der Erde zugreifen kann und sollte einer unserer Rechner ausfallen, sind alle Daten noch vorhanden in der Cloud.
Und das erstaunliche an all dem (mal die Solaranlage auf dem Dach ganz verschweigend) wir verbrauchen Jahr für Jahr WENIGER Strom, weil ich bei all diesen Devices auch stehts auf höchste Energieeffizienz achte.
Und über die ganzen Techniken halten mich diverse Webdienste automatisch auf dem Laufenden in dem sie mir z.B: jeden Morgen eine frisch erstellte Tageszeitung als PDF generieren, bzw. mir die neuesten Informationen als einen Stream auf allen verfügbaren Medien bereitstellen können. So brauche ich pro Tag max. 15-20 Minuten um über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein.
Und jetzt warte ich auf weitere Ideen, wie die Zukunft noch besser gelebt werden kann.
Einfach zu leben heisst nich zwangsweise auf Technik zu verzichten sondern vielmehr, neue Technologien wo sinnvoll so vernünftig einzusetzen, dass sie das Leben erleichtern. Woher ich die Zeit dafür nehme? Die brauch ich gar nicht, ein Gerät, für dessen Funktionieren ich Zeit aufwenden muss, ist pers se schon falsch designt.

Die Zukunft beginnt NACH den Tablets. Sixthsense, Minority report and beyond

Es wird noch viel spannender werden. Und ich bin gespannt wer die folgenden beiden Technologien zuerst marktreif machen wird. Ich hoffe, jemand, der offen genug ist, sie zumindest teilweise in die Open Source zu geben. Dies nur als Anregung für diejenigen, die gerade über die Tablets so begeistert sind. Ich sehe da viel weiter. Der Computer wird noch viel „interaktiver“ !

TED- Sixthsense

Und : TED – John Underkoffler points to the future of UI

1und1 und das (Android) Tablet. Das günstige Device zum DSL Vertrag, das macht mehr Sinn!

Ja, so kann ich mir die Sache mit den Tablet PCs schon eher vorstellen. Als vollwertiger Notebook Ersatz taugen sie ja eh nicht. Ebensowenig als Ersatz für einen Netbook mit Tastatur. Letztlich ist das optimale Einsatzgebiet eines Tablets (neben dem Angeben im Zug und auf Konferenzen) der Einsatz auf der Couch zum Couchsurfen. Und da macht ein Bundle mit einem Internet Provider quasi als Abopaket ähnlich dem Mobilfunk Sinn.
So verwundert es mich auch nicht, dass United Internet für Juli ein eigenes Tablet im Bundle mit einem DSL Vertrag anbietet. Damit erhält man ein Device zu einem halbwegs realistischen Preis (es ist von deutlich günstiger als das IPad) die Rede und es wird ganz klar die Zielgruppe bedient, die sowieso am ehesten ein Tablet einsetzen würde. Technisch eher unbedarfte, dafür aber auf Bequemlichkeit fokussierende Couch Surfer. Das ist jetzt nicht negativ gemeint sondern zeigt mir eher, dass da irgendwer sich die Zielgruppe mal ganz genau angesehen hat. Denn sobald ich professionell mit einem Tablet arbeiten will, stosse ich an Grenzen wie fehlende Tastatur, unbequeme Handhabung (es sei den, ein Ständer ist mit eingebaut) und mangelnde Variabilität. Ich hoffe ja, United Internet bringt ein Android Tablet MIT usb und Videokamera, mit SD Karten Slot und offener Installation.
Aber da wird es für mich wirklich spannend. Denn ein Tablet für knapp 600 Euro, das ist was für Fanboys und Geeks. Ein Tablet um die 150-200 Euro, ggf. im Bundle mit nem DSL Vertrag umsonst. Das ist das Tablet „for the rest of us“…

Musik Mashups, das Netz mag meine Musik oder: Der Beginn von Web 3.0

Interessanter Effekt am gestrigen Abend. Auf unserem Flachbildfernseher von Samsung gibt es einen abgespeckten Internetzugang. Und dort wiederum das Angebot von putpat.tv. Da ich nun gestern noch etwas Lust auf gute Musikvideos hatte, habe ich einfach mal putpat.tv angeworfen. Verblüffend, es wurden mir fast ausschliesslich Stücke und Interpreten vorgeschlagen, die mir auf Anhieb gefielen, auch wenn ich sie zuvor noch nicht kannte. Nach kurzer Überlegung war klar, woher das kommt. Ich lasse meinen Audioplayer unter Linux ebenso wie blip.fm stets meine aktuell gehörten Titel nach last.fm senden. Dort wiederum werden die Titel gespeichert und daraus kann dann wiederum „ähnliche“ Musik errechnet werden.
Diesen Effekt kannte ich früher nur von einem Plattenladen, bei dem ich bereits sehr lange Kunde war, und dessen Chef mir in schöner Regelmässigkeit neue Musiker vorschlug, die mir dann auch meist sehr gut gefielen.
Das ist eine wunderbare Art des Verknüpfens meiner Hörgewohnheiten mit einer Musikdatenbank.
Und da ich selbst entscheide, ob ich diesen Dienst nutze und ich, vermutlich auch ob meines eher unproblematischen wenn auch breit gestreuten Musikgeschmacks kein Problem damit habe, dass Datenbanken mit den von mir gehörten Stücken gefüllt werden, nutze ich diesen Dienst sehr gerne.
Und mit putpat.tv habe ich jetzt quasi einen eigenen Musiksender, der sich rund um meinen Musikgeschmack bewegt, ohne mir nur das anzubieten, was ich eh schon kenne.
Das ist ja schon fast Web3.0. Das Web verändert sich mit meinen Bedürfnissen.

Und ich habe eine Vision für das Fernsehen der Zukunft. Was Audioscrobbler für Musik ist, könnte man doch auch fürs Fernsehen machen. Anhand meiner Sehgewohnheiten bekomme ich aus den unterschiedlichsten Medienstreams neue Angebote. Für das Netz an sich gibt es schon solche Dienste wie Miro oder Vuze. Aber was wäre, wenn das mit meinem normalen Fernseher verbunden wäre. Technisch machbar wäre das durch die Kombination der Uhrzeit und des Kanals der gerade aktiv ist und den EPGs den elektronischen Programmzeitschriften. So könnte ich mir vom Netz meinen eigenen Fernsehkanal zusammenstellen lassen, der sich speziell mit meinen Interessen befasst ohne nur das zu zeigen, was ich eh schon kenne. Das Netz wird intelligent. Und bislang gefällt mir das.