Hey Amazon: Kindle Fire in Deutschland? I don’t buy it.

Die neuen Kindle Fire. Nette Geräte, aber meiner Ansicht nach bei weitem nicht so begeisternd, wie es die Fachpresse zu vermitteln versucht.

Da ist die Fachpresse begeistert wie lange nicht und ich verstehe nicht wirklich, warum. Alleine die Auflösung der neuen Kindle Fire und die neuen Whispersync Funktionen (die aber nix mit Kindle an sich zu tun haben) lassen die Fachpresse ausflippen. Sorry, i don’t buy it. Die neuen Kindle Paperwhite, ja, die finde ich, schon wegen der langen Laufzeit trotz Beleuchtung spannend, warum ommen diese nicht auf den deutschen Markt? Aber was soll an einem Android Tablet mit Icecream Sandwich modified, und einem von Amazon kontrollierten und abgesperrten Ökosystem interessant sein? Für Apple wird der Kindle Fire sicher keine Konkurrenz darstellen, als Lesegerät werden ihn natürlich wieder all diejenigen kaufen, die nicht begriffen haben, dass es einfach unangenehm ist, mit einem wenn auch weniger spiegelnden LCD Display zu lesen statt auf einem Endgerät mit weißer E-Ink Oberfläche. Die Kindle Endgeräte sind ganz klar als Medienkonsumgeräte für die Amazon Plattform gedacht. Aber damit binde ich mich und meinen Content auch zwangsweise an Amazon. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob er nicht auch was offeneres findet..

Der Preis, nun ja: Für das alte Kindle Fire 159 für das eigentlich interessante moderne 199? Nicht gerade etwas, das vom Hocker reißt, wenn man weiß , dass die Hardware bei weitem nicht so modern ist, wie es die Präsentation vorgaukeln wollte. Alleine die Auflösung von 1920 auf 1200 Pixeln ist spannend, aber eigentlich auch erst wirklich sinnvoll für den 8,9 Kindle Fire HD, den wir in DE wiederum nicht bekommen werden. Das Nexus 7 bietet dagegen reines Jelly Bean, das offenere Android mit dem klassischen und komplettern Play Store und kostet ebenfalls nur 199 Euro (wobei ich sicher bin, dass dieser Preis bald nochmal sinken wird, mit Kindle Fire HD und IPad Mini als Konkurrenz).

Das Kindle Fire HD ist definitiv ein interessantes Low Budget Tablet mit der multimedialen Infrastruktur von Amazon. Aber nur, wer sich wirklich an Amazon binden will, mag damit gut fahren. Wer etwas mehr Freiheit und das wirklich aktuelle und im Gegensatz zu Icecream Sandwich DEUTLICH performantere Jelly Bean Android haben möchte, sollte vielleicht doch weiterhin zum Nexus 7 oder einem ähnlichen Android Tablet greifen, die es durchaus auch bereits in guter Qualität in der Preisklasse der neuen Kindle Fire gibt.

Warum ich mich über Apple ärgere, aber das Ipad dennoch gut finde

Such das IPad, such… Ich kann den Unterschied erkennen, so mancher britische Richter auch und selbst die kalifornische Jury sah hier witzigerweise keine zu große Ähnlichkeit. Wohl aber Apple.

Ich bin in meinem Umfeld ja verschrien als Apple Hasser. Was ja in einem ganz bestimmten Kontext auch stimmt. Aber der hat nichts mit der Hardware zu tun. Im Gegenteil, ich empfehle sogar manchen, und das aus Überzeugung,nicht aus Gehässigkeit, sich die Geräte von Apple anzusehen.
Aber gleichzeitig finde ich die aktuelle Patent- und Kommunikationspolitik eine Mischung aus Arroganz und Unverschämtheit. Ein Patentsystem (in den USA), das meiner Ansicht nach komplett jenseits allen sinnhaften steht für die Patentierung von Trivialitäten wie runden Ecken oder „Pinch to Zoom“ herzunehmen, um die Konkurrenz vom Markt zu klagen geht garnicht.

Nicht falsch verstehen, da wo Samsung relevante und komplexe Patente verletzt hat, darf geklagt werden, aber wenn man sich zum Beispiel das letzte Urteil in Kalifornien ansieht, ging es meist um Patente, die a priori nicht hätten genehmigt werden dürfen und für die es in den meisten Fällen Beispiele für „Prior Art“ also Produkte gibt, die weit vor Apples Einführung von IPhone und IPad lagen. Ja, Apple hat sich das IPhone patentieren lassen, aber große Teile nicht erfunden, ebensowenig wie Samsung. (Von den mehr als unprofessionellen Aussagen der Jury zur Entscheidungsfindung mal ganz abgesehen)

Und noch etwas stört mich. Die Abschottung der Apple Welt und die an Zensur grenzende Kontrolle über Inhalte. Kein anderer Dienst erlaubt es sich, nachträglich gekaufte Musikstücke zu ändern, wenn „unangemessene“ Worte in den Liedern vorkommen. So aber bei Apple geschehen und dokumentiert.

Apple arbeitet im Moment ziemlich stark daran, sein Image der innovativen und hypen Company durch das, eines gigantischen Patenttrolls mit geradezu sektenhaften Zügen zu ersetzen.

Das fände ich schade, denn zu meiner Studienzeit war ich begeisterter Apple Nutzer, hatte zwei Apple Newtons und ein geniales Powerbook. Aber heute mit dem so abgeschotteten Apple Ökosystem fühle ich mich einfach auf anderen Plattformen freier und habe mehr Möglichkeiten.

Es geht mir nicht um die Produkte, die finde ich gut, und auch das Konzept, dass der Nutzer sich keinerlei Gedanken um Konfiguration etc. machen muss, ist sehr gut durchdacht. Aber die Zensur, die Kontrolle und vor allem die unsägliche Klagewelle, die im Moment den Markt überrollt, machen für mich Apple unsympathischer, als es Microsoft in meinen Augen jemals war. Ein Apple ohne das abgeschottete überkontrollierte Ökosystem, das es tatsächlich einem Technologiekonzern möglich macht, dem Nutzer moralische Entscheidungen „abzunehmen“ und teilweise Dinge verschwinden zu lassen, nur weil sie in den Augen von Apple nicht politisch korrekt sind und eine weitgehend proprietäre Technologie, die den Wechsel auf andere Plattformen nur mit hohem Aufwand möglich macht, das sind die Faktoren die mich und mitterweile immer mehr Menschen in meinem Umfeld zu anderen Herstellern treiben.

Bitte Apple, werdet wieder innovativ statt nur die teils bessere Konkurrenz vom Markt zu klagen.

Das Google Nexus 7 ist im PlayStore in Deutschland erhältlich

Seit heute morgen kann man das Google Nexus Tablet in der 8Gb und der 16Gb Version im Playstore bestellen. Zum Preis von 199 Euro bzw. 249 Euro gibt es ein 7 Zoll Tablet mit Jellybeans, das mit dem Original Android System bestückt ist und daher stets als erstes Device ein Update auf die neuesten Versionen erhält.

Wer ein gutes 7 Zoll Tablet sucht, sollte zuschlagen, solange es noch verfügbar ist, ich vermute spätestens morgen sind alle Geräte ausverkauft.

Update: Da mein ältester Sohn sich das Google Nexus 7 zum Geburtstag (Mitte September)  wünscht, oder besser, noch den Rest an Geld, damit er es sich leisten kann (er hat schon ganz ordentlich drauf gespart), habe ich die 16GB Version heute Morgen um 9:30 im PlayStore bestellt und was soll ich sagen, um 13:00 Uhr bekomme ich von Google die Versandbestätigung. Respekt, das geht ja extremst schnell!

 

app.net ist erfolgreich bei kickstarter. Das Web will keine Werbung

Wenn es ein noch deutlicheres Signal für den Stellenwert von Werbung im Netz und speziell in den sozialen Medien brauchte, dann hat die  Online-Plattform App.net das Signal geliefert. Sie forderte auf, für den Start 500.000 $§ bereitzustellen, musste sich zum Schluß aber wegen des großen Interesses den Zugang sogar drosseln. 800.000$ zum Start einer Plattform, die völlig auf Werbung verzichten wird.

Das bedeutet für mich zweierlei.

Zum einen scheint es offensichtlich zu sein, dass die Internet Community von Werbung genervt ist. Insbesondere in den Social Media Plattformen kommt Werbung überhaupt nicht gut an.

Zum anderen wird offensichtlich, dass die Nutzer dem Geschäftsmodell kostenlos aber durch Werbung finanziert nicht wirklich vertrauen. Offensichtlich vermutet man hinter den Plattformen und den Werbepartnern auch Gemauschel mit Nutzerdaten.

Das heißt für mich zweierlei. Offensichtlich reicht die Geduld der User nicht unendlich. Irgendwann muss eine Plattform sich offen zu dem Level an Datenschutz bekennen, den sie bietet. Was bislang das große Problem ist. Niemand weiß WIRKLCH, wieviele Daten Google oder Facebook an die bezahlenden Unternehmen weitergeben. Und niemand kann das wirklich selbst steuern.

Zum anderen. Wenn Werbetreibende im Netz weiterhin aktiv bleiben und gesehen werden wollen, müssen sie vom hohen Ross herunter, den Internetnutzer als dummen Bannerklicker und alles glaubenden User zu sehen. Der Nutzer im Internet ist ob der ganzen Datenschutzdiskussionen deutlich kritischer geworden. Es bedarf einer Kommunikation auf Augenhöhe, bei der nicht mehr das Unternehmen und seine ach so tollen Produkte im Mittelpunkt stehen, sondern der Kunde, seine Bedürfnisse und Wünsche. Auch im Netz gilt. Nachhaltigkeit kommt weiter, reines Verkaufen ist out.

 

Join the Movement at join.app.net from AppDotNet on Vimeo.

Video ausleihen im Google Play Store jetzt auch in Deutschland

Still und heimlich hat Google jetzt auch in Deutschland die Möglichkeit freigeschaltet, sich Videos auszuleihen.
Noch halte ich die Preise für ziemlich happig, gerade für ältere Filme finde ich knapp 4 Euro schon etwas teuer aber sicher wird sich hier auch mit der Zeit eine Aktionskultur mit Sonderangeboten etablieren. Man darf also gespannt sein!

Mein Fundstück der Woche: Die Geschichte von Lego als Animationsfilm

Da haben sich die Leute von Lego aber mal so richtig ins Zeug gelegt. In einem wirklich liebevoll gemachten Video werden die 80 Jahre der Entstehung und des Wachstums von Lego nacherzählt. Man erfährt so einiges über die Anfänge, und wie es eigentlich zur Entstehung des Namens kam, ebenso wie die Steine entstanden sind, die nicht von Anfang an das Hauptprodukt von Lego waren. Anschauen, es lohnt:

Auch bei YouTube Deutschland gibt es jetzt erste Filme

Offenbar hat YouTube jetzt auch für Deutschland die Filmfunktion freigeschaltet. Erste Filme sind bereits verfügbar, wobei die Auswahl noch recht bescheiden ist. Aber immerhin lassen sich diese Filme kostenlos ansehen und sogar einbetten.

Für mich ein besonderes Schmankerl. Dark Star, so etwas wie Monty Python im Weltraum ist verfügbar.

Aber schaut selbst unter: http://www.youtube.com/movies