Medizinischer Shitstorm , ein windiger Pharmakonzern verklagt WordPress

Zitat gwup.de: Das rumänische Pharmaunternehmen “Zenyth” klagt gegen WordPress.com, weil ein anonymer skeptischer Blogger dort deren Produkt ColonHelp kritisiert.

„Das Mittelchen ist anscheinend für den Darm – im doppelten Wortsinn. Jedenfalls heißt es in dem inkriminierten Beitrag:

This is just one of the new forms of pseudoscience that have reached Romania so I considered it my duty to inform the public about the problems with the product. I have quoted expert gastroenterologists that agreed that there is no use for cleaning the colon. I have provided links to scientific studies and medical websites discussing the benefits, risks and side-effects of the ingredients of the product.

Nun ja, eine Firma, die noch nie etwas vom “Streisand-Effekt” gehört hat, hat ihren Zenit sowie überschritten.“

Tja, es ist immer wieder interessant, wie sehr doch die Unternehmen die Macht ihrer Rechtsabteilung über- und die Macht der Bloggercommunity unterschätzen. Ich bin kein Mensch, der leichtfertig dazu aufruft, aber Zenyth hat schon als Signal einen gehörigen Shitstorm verdient.

 

Tipps für schöne Fotos mit dem iPhone

Gastbeitrag:

Professionelle Fotografen werden eine Gänsehaut bekommen, wenn sie daran denken mit dem Smartphone fotografieren zu müssen. Aber dies betrifft lediglich eine kleine Gruppe von Menschen. Allen anderen kann davon kaum abgeraten werden. Das iPhone verfügt inzwischen über einen erweiterten Kontrastrahmen. Damit sind durchaus sehr ansehnliche Bilder möglich, die denen vieler Kompaktkameras in Nichts nachstehen.

Fotoqualität dank HDR

Bei HDR handelt es sich um die Abkürzung von High Dynamic Range. Dies steht im Zusammenhang mit dem hohen Kontrastumfang. Wichtiger sind jedoch die Vorzüge, die dieses Prinzip aufweist. Schwierige Lichtverhältnisse werden angepasst. Zielobjekte sind auch unter ungünstigen Bedingungen gut zu erkennen. Dabei kommen teilweise jedoch unnatürlich wirkende Fotos heraus. Diese sind inzwischen bereits als HDR-Bilder bekannt und werden gerade wegen ihres spektakulären Aussehens hoch geschätzt.

Die iPhone Standard-Kamera

Die Kamera im Auslieferungszustand kann dieses „Format“ in der Regel nicht ausgeben. Für normale Fotos reicht die Voreinstellung aus. Um gezielt HDR-Bilder knipsen zu wollen, muss jedoch nachgeholfen werden. Dazu muss eine Einstellung geändert und /oder eine App geladen werden. Wie genau dabei vorgegangen werden sollte, kann bei techfacts.de nachgelesen werden.

Vorteile einer Handykamera

Im Gegensatz zur Kamera ist das Handy eigentlich immer dabei. Schließlich können gute Motive nicht grundsätzlich geplant werden. Kinder und Tiere sind immer für einen Schnappschuss gut und der Fotograf kann im Vorfeld nicht wissen, wann der richtige Moment kommt. Mit einem Kamerahandy ist der Hobby-Knipser jedoch auf alles vorbereitet. Bilder können über diesen Weg auch gleich ins Internet oder zu Freunden gelangen.

Der Kunde hängt die Unternehmen ab. Wenn Marketing auf falsche Kanäle setzt

(Quelle: PewResearchCenter)

Interessante Studie, die ich da beim Android Magazin gefunden habe: Während der Nachrichtenkonsum über TV und Internet stagniert, wächst er über mobile Endgeräte rasant. Aber mein Eindruck, die Unternehmen haben diese Plattformen noch nicht im Visier, oder wenn, dann nur als Fesseln für ihre Manager, die sie mit Crackberries gefügig machen.

Dabei wird hier eine ganz neue Form von Kundenansprache benötigt. Auf kleinen Bildschirmen dürfte auch das kleinste Werberbanner eher nerven, als das eigene Produkt ins rechte Licht zu rücken. Hier sind neue Konzepte gefragt, wie in App Ads oder sponsort Apps.

Aber mein Eindruck ist, dass viele Werber immer noch glauben, der beste Kanal wäre das Fernsehen und dieses Internet nur auf eigener Homepage oder bestenfalls auf Facebook. Derweil verabschiedet sich der Kunde, vielleicht auch genervt von einem weiteren mit Werbemüll überfluteten Kanal und sucht sich neue Plattformen.

Wer weiterhin mit seiner Werbung ankommen will, sollte dringend darüber nachdenken, sie anders zu präsentieren, das kann durch neue inhaltliche Formen sein, aber auch durchaus durch andere Strategien, die weniger auf das plumpe Anpreisen des Produkts zielen, sondern vielmehr das eigene Unternehmen auch unter anderen Gesichtspunkten positiv darstellen. Dank Social Media und mobilen Endgeräten wird für mich der Faktor „Reputationsmanagement“ und Mehrwert jenseits des Produkts wichtiger. Denn eine Vision habe ich bereits für Google Glass. Den Werbefilter für die Realität. Quasi Adblock Plus für Litfaßsäulen, Bandenwerbung und alles, was so auf Bildschirmen erscheinen kann. Dann wirds wirklich hart, noch eine Werbebotschaft zu platzieren, ohne damit zu nerven.

Denn im Netz noch viel mehr als in der „realen Welt“ sind Produkte immer austauschbarer da immer ähnlicher. Nur der Mehrwert jenseits des Produkts eignet sich noch zur  Diversifikation.

Werbung ist nicht tot, aber sie riecht komisch

In Zeiten von Social Media und Adblockern, in Zeiten von Video on Demand und Streaming Audio fragen mich manche, wieso ich gerade jetzt ins Marketing gewechselt habe. Ganz einfach, JETZT kommen die spannenden Herausforderungen.

Nie war klarer, dass klassische Werbung immer weniger beim Kunden ankommt. Der Nutzer im Netz ist deutlich anspruchsvoller, er will gut unterhalten werden und möglichst wenig durch plumpe „bitte, bitte kauf mich“ Werbung gestört.

Hier muß ein Umdenken stattfinden, denn das Netz und seine Nutzer akzeptieren Werbung nur widerwillig und meist nur dann, wenn sie damit auch einen direkten Mehrwert haben.

Und je weiter sich die Technologie entwickelt, um so mehr Möglichkeiten gibt es auch, Werbung auszublenden.

Weder auf meinem Notebook noch auf meinem Smartphone sehe ich Werbung, da beide mit Werbeblockern ausgestattet sind.

Und auch wenn der Twitterpost ironisch gemeint war, dass Google Glass als Killeapp einen Adblocker für die Realität haben könnte, ist so abwegig nicht. Wenn es Apps gibt, die in ein bestehendes Bild eine Übersetzung des dort stehenden Textes überblenden können, so ist es nicht mehr weit bis zum Ersetzen nervender Werbung durch Lieblingsfotos aus dem eigenen Album. Ich wage zu behaupten, Werbung wird in Zukunft indirekter, sie muss stets auch einen akuten Mehrwert bieten, sei es, dass sie als Sponsor für Apps auftritt oder einen Dienst anbietet. Produkte sind im Netz selbst austauschbar. Worin sich Unternehmen in Zukunft differenzieren sind die Dienstleistungen, die sie zusätzlich als kostenlosen Service für den Kunden bieten.

Denn: Sollte es tatsächlich mal so eine App für Google Glass geben, ich wäre der erste, der sie installieren würde.

Die Verschmelzung von Internet und Fernsehen, ein neuer Versuch

Die App Couchfunk ist momentan einer der bekannteren Vertreter der Secondscreen Idee.

Gerade geistert ein neues Buzzword durch die Branche, das bei manchen Medienverantwortlichen Angstschweiß, bei anderen glänzende Augen erzeugt.

Es geht um Second screen, den neuesten Ansatz zur Verschmelzung von Fernsehen und Internet.

Second Screen bietet zum laufenden Fernsehprogramm verschiedene Angebote, von begleitenden Gewinnspielen, über Chats zum Inhalt des Fernsehprogramms bis hin zu Zusatzinformationen zu Inhalten des gezeigten Features.

Waren die meisten bisherigen Versuche zum Scheitern verurteilt, zum einen, weil die Fernsehauflösungen zu gering waren, zum anderen man immer nur die Wahl hatte zwischen entweder Internet oder TV so sieht der neueste Ansatz vielversprechender aus.

Man hat erkannt, dass die meisten Nutzer nicht ein entweder oder wünschen, sondern beides parallel nutzen. Gerade mit dem Einzug der Tablets hat sich die Nutzung des Internets im Wohnzimmer und vor allem beim Fernsehen extrem vereinfacht.

Und durch Fernsehgeräte mit höheren Auflösungen lassen sich gar auf dem Fernseher ohne Probleme begleitend auch Internetseiten darstellen.

Ich denke, hier werden zwei Plattformen parallel genutzt werden und es wird auch weiterhin so sein, dass das TV Gerät primär dem Konsumieren dient. Aber ergänzt wird durch Anwendungen wie Couchfunk, die dann in real time Kommentare liefern. Aber hier muss noch weiter gedacht werden. Ich empfände es zum Beispiel als hochgradig spannend könnte man das laufende Fernsehprogramm auch auf dem Tablet sehen aber mit dem Zusatz, dass in den Fernsehbildern Hotspots integriert sind, deren Berührung Zusatzinformationen zum Beispiel zu Schauspielern, Texten oder gar zu Werbeeinblendungen bietet. Quasi eine Webseite mit Hyperlinks, deren Inhalt das laufende Fernsehbild ist.

Denn eigentlich spannend ist für mich ein interaktives Fernsehen, dass mir für die auf dem Touchscreen sichtbaren Bilder Zusatzinfos liefert. So ließen sich zum Beispiel Dokumentationen mit Mehrwert füllen, man könnte bei Wildtieren mit einem Tipp auf das Tier entsprechende Daten aus Wikipedia oder anderen Datenbanken bekommen, das Tippen auf einen Schauspieler könnte eine Filmographie und eine Biographie bieten und ähnliches. Das wäre wahre Interaktion und sollte prinzipiell technisch keine zu große Hürde sein.

Wenn gelangweilte Beamte Kleiderhaken zu Waffen erklären

Die Kleiderhaken, die das BKA wohl als Waffe sieht. Haben wohl keine anderen Probleme…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Geschichten, die sind so unglaublich, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

So hatte der Gadget Versender  GetDigital bis vor kurzem einen Kleiderhaken in Schurikenform im Angebot.

Nun ist aber dummerweise eine Schurike, wenn nicht an einer Wand hängend auch ein Wurfstern.  Wers nicht glaubt, nebenstehend ist der Brief vom BKA abgebildet, den GetDigital erhalten hat.

Wieder mal stehe ich fassungslos vor so viel Ignoranz und Unverständnis. Das einzige, was für GetDigital daran gut sein könnte ist der virale Aspekt. So viel behördliche Dummheit wird hoffentlich im Netz weit gestreut werden.

Den Beamten muss es ja wirklich extrem langweilig sein, zudem scheinen sie völlig humorbefreit zu sein und sich nicht wirklich um wichtige Themen kümmern zu wollen.

Rechte Gewalttäter laufen lassen, aber sich über harmlose Schurikenkleiderhaken aufregen. Vermutlich muss ich demnächst dem BKA die Messergarnitur aus unserer Küche melden. Könnte ja auch als Waffen verwendet werden.

Wenn Dummheit weh tun könnte…..

 

Nach Angry Birds jetzt Bad Piggies, die Schweine schlagen zurück

Rovio ist bekannt für seine Erfolgsreihe von Angry Birds spielen, die schon geradezu Kultstatus erlangt hat.

Und seit heute kann man in Googles Play Store auch die „andere Seite der Macht“ spielen. Mit Bad Piggies legt Rovio eine Variation des Angry Birds Themas vor, die wirklich gelungen ist. Das Grundprinzip ist dabei dasselbe. Man muss in der Rolle eines der kleinen grünen Schweine Objekte einsammeln und damit Runde um Rund weiterkommen. Was sich verändert hat ist die Transportart. Flogen die Angry Birds noch, so müssen sich die Bad Piggies am Boden bewegen und können sich das durch die Konstruktion diverser Fahrzeuge erleichtern. Da kann man Räder zu Autos montieren, aber auch Flugzeuge bauen.

Natürlich ist das ganze nicht mehr so einfach wie Angry Birds und so manch ein Bauauftrag benötigt schon ordentlich Gehirnschmalz. Aber wer Spiele wie Crazy Machines liebt und Spaß am Knobeln hat, kommt bei Bad Piggies voll auf seine Kosten. Wichtig aber, man darf nicht eine Fortsetzung der Angry Birds Reihe erwarten, denn deren einfache Bedienbarkeit gilt zwar weiterhin aber die Rätsel sind durch den Bau der Maschinen für die Fortbewegung doch deutlich schwieriger geworden.

Alles in allem ein wunderbarer Nachfolger für die Angry Birds Reihe und mit Sicherheit nicht das einzige Bad Piggies Spiel.

Nicht das Netz trollt, sondern die Gesellschaft

Ein großer Irrtum in der öffentlichen Diskussion ist meiner Ansicht nach, dass immer behauptet wird, erst durch das Internet und die sozialen Medien gäbe es die ganzen Shitstorms und Beschimpfungswellen im Netz. Erst durch das Internet wäre das Benehmen der Menschen in diesen Medien eskaliert.
Falsch behaupte ich, das einzige, was sich geändert hat ist, dass der Stammtisch plötzlich öffentlich geworden ist. Schon vor der Öffnung des Kanals Internet für die breite Masse gab es Trolle und Dummköpfe, Proleten und Radikale. Nur hatten sie weniger Möglichkeiten, ihre Meinung über den eigenen engen Horizont hinaus zu verbreiten.
Jetzt gibt es dank Internet für jeden die Möglichkeit, seine Meinung zu sagen. Jetzt wird offenbar, dass es eben verschiedene Denkweisen und ja, auch Intelligenzgrade in der Bevölkerung gibt und diese sich ALLE frei äußern können im Rahmen der gesetzlichen Regelungen.
Aber das dem Internet anzulasten heißt, den Bringer der schlechten Nachricht abzustrafen.
Wir sollten uns lieber Gedanken darüber machen, was in unserer Gesellschaft schief läuft, dass solche Meinungen dort existieren. Denn sie existieren weder im, noch durch das Internet. Sie existieren, weil Menschen so denken, weil sie so (schlecht?) informiert sind. Und warum sind sie so schlecht informiert. Da kommt für mich wieder das ins Spiel, was der liebe Herr Prof. Dr. Dr. als unsinnig abtut. MEDIENKOMPETENZ. Denn wer den richtigen Umgang mit Medien, und dazu gehören eben auch Internet bzw. Social Media Plattformen, wer diesen Umgang gelernt und die Mechanismen durchschaut hat, dem bietet das Internet eben auch die Möglichkeit, sich besser und objektiver als jemals zuvor zu informieren.
Aber vielleicht ist es ja besser für Politik und Meinungsträger, die Menschen uninformiert zu lassen. Ich weiß es nicht, ich muss da mal recherchieren 😉