Stiftung Warentest und die Barcodeverschwörung. Update: Sauber reagiert.

Update 24.09.2013: Heute hat Stiftung Warentest auf die Meldungen der Nutzer reagiert, und zwar so, wie es sein soll. Sie haben den Recherchefehler zugegeben. Saubere Reaktion und  damit bin ich zumindest weitestgehen wieder mit test.de versöhnt. Werde ich in mein Portfolio aufnehmen von Fallbeispielen, wie man reagieren sollte.

Zitat zur Reaktion: 

[Update 24. September]: Satireseite

Herz­lichen Dank an die Leser von test.de. Sie haben recht: Der Blog-Beitrag auf „Carta.info“ ist Ironie. Dem sind wir bei unserer Recherche auf den Leim gegangen. Der zitierte Nutzer­kommentar auf dem Satireportal „Sheng-Fui“ ist aber vom Verfasser offen­bar ernst gemeint. Dass es Menschen gibt, die sich durch den Barcode verunsichert fühlen, hatte auch Biohersteller Rabenhorst bereits gegen­über test.de bestätigt (siehe unten). [Ende Update]

Ja, es gibt eine Verschwörungstheorie um Barcodes. Aber was die Stiftung Warentest da ins Netz stellt, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Unreflektiert und unwissend ob der Bedeutung der Plattformen werden carta.info und Sheng fui !!! zitiert, als glaubten die dort schreibenden tatsächlich an die Verschwörungstheorie. Hallo Stiftung Warentest? Jemand zu hause? DAS SIND SATIRISCHE BEITRÄGE! Oh mein Gott, kann man noch schlechter recherchieren?

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Screenshot vom 23.09.2013 23:21

 

Zitat: „Verschwörungs­theoretiker diskutieren im Netz die Gefahren des Barcodes und schüren Angst. Auf dem Portal „Sheng-Fui“ schreibt ein Nutzer, man solle sich „bewusst sein, dass der Vorgang des Einscannens eine negative Energiematrix auf die Waren über­trägt, welche wir dann durch den Verdauungs­prozess in uns aufnehmen“. Außerdem würde die Ware nach dem Einscannen an der Kasse wesentlich schneller verderben. Ein Blogger warnt auf dem Portal „Carta.info“: „Beim Aldi an der Kasse stehen ist um einiges gefähr­licher als ein Tauchgang im Abkling­becken eines russischen Atom­kraft­werks.“

Also wenn die Stiftung Warentest so testet, wie sie im Netz recherchiert, na dann gut Nacht!

Und zum Nachlesen die angeblichen Quellen und die bösen Verschwörungsblogger http://www.sheng-fui.de/aktuell/neutralisieren-sie-ihre-barcodes/ sowie http://www.carta.info/56515/

 

Den letzten fressen die Kunden. Die Inflation der Musikportale

Manchmal wundere ich mich, wieso jemand eine Geschäftsidee startet. Schon lange gibt es Dienste wie Spotify, Simfy, ITunes. Aber die Konkurrenz ist nicht müde, immer neue Musikportale aus dem Boden zu stampfen. Jüngstes Beispiel gefällig? XBox Music (ein Dienst, den ich schon immer für etwas absurd hielt, denn das letzte, was ich an meiner XBox machen will, ist Musik hören) bietet nun auch Apps für Apple und Android an.

Mal ganz von den Ressentiments abgesehen, die Apple und Android User Microsoft entgegenbringen. Noch ein Musikdienst? Seriously? Ich habe schon einen und ich gehe mal davon aus, die Mehrzahl derer, die musikaffin ist ebenso. Warum also soll ich  mir noch eine App auf meine Device laden?

Für CDs, die ich wirklich „besitzen“ (sprich deren MP3s ich auch überall offline nutzen möchte) bietet mir Amazon seinen Cloud Dienst an und hat mir netterweise meine Käufe der Vergangenheit gleich digitalisiert. Alles andere, was man nur mal ab und zu hören möchte, kann man ja über Spotify bereits hervorragend machen. Die Apple Fraktion wird sowieso bei ihrem ITunes bleiben.

Wieder mal beweißt Microsoft, dass sie im Moment vor allem ein Talent haben. Das des zu spät kommens. Ich kann schon hören, wie da im Top Management sicherlich wieder die Gedankengänge waren. „Was die anderen machen, könnnen wir alles besser. Wartet nur,wenn wir unseren Dienst präsentieren, der ist besser, schneller, bunter.“ Ja sicher but: Who cares?

 

 

Eine Entscheidungshilfe beim Tabletkauf

bildcompDie Auswahl wird immer größer und gleichzeitig wird es damit immer schwerer, für sich das richtige Tablet zu finden.

Deshalb hier ein paar Fragen, die man sich stellen sollte und deren Antwort eine Entscheidungshilfe darstellen kann.

1) wann will ich es nutzen?
Soll es immer dabei sein, dann empfehle ich entweder ein Phablet, also eine Kreuzung aus Smartphone und Tablet, das meist ab 5 Zoll Bildschirmgröße beginnt, oder ein 7 Zoll Tablet.
Bei einem Einsatz hauptsächlich zu Hause rate ich zum 10 Zoll Gerät.

2) was will ich damit tun?
Geht es hauptsächlich um die Verwendung als EBook Reader und Surfstation, genügt ein günstiges 7 Zoll oder 10 Zoll Gerät um die 100 bis 150 Euro, will ich auch anspruchsvolle Spiele, sollte man um die 400 Euro investieren für ein gutes 7 oder 10 Zoll Gerät

3) Will ich hauptsächlich konsumieren oder mit dem Tablet auch arbeiten?
Wenn ich nur konsumiere, darf es auch ein Android oder IOS Tablet sein, das ohne physische Tastatur auskommt. Sollen aber auch längere Texte erstellt werden, so rate ich zu einem der immer häufiger erscheinenden Hybriden wie der Transformer Serie von Asus, bei der eine physische Tastatur als Dock fungiert, und die dann oftmals auch noch als Zusatzakku dient. Bin ich zudem auf meine vertraute Microsoft Office Umgebung fixiert, bleibt fast nur noch der Griff zum Windows 8 Tablet, es sei denn, ich bin bereit, unterwegs mit ein paar Einschränkungen und einer etwas anderen Umgebung zu leben, denn auch IOS und Android Tablets können Office Dokumente (mit Einschränkungen) verarbeitene.

4) Will ich eine bekannte Umgebung, oder lasse ich mich auch mal auf was neues ein?

Wenn ich nicht gerne neue Umgebungen nutze, dann sollte ich bei dem OS bleiben, das ich auch zu hause nutze.  Will sagen, als Mac User sollten sich die zwei IPad Varianten ansehen, Windows Nutzer die vielen verfügbaren Windows 8 Tablets. Schaue ich aber auch mal gerne über den Tellerrand gilt, einfach in einen Laden gehen, die verschiedenen Betriebssysteme  ausprobieren und zu dem greifen, das sich persönlich am besten anfühlt. Zumal man auch mit Android eine vollwertige Arbeitsumgebung inklusive Textverarbeitung, Bildbearbeitung etc. erhält.wpid-20130721_143845.jpg

5) Will ich selbst bestimmen, welche Software ich nutze, oder reicht mir das Portfolio des Herstellers der Hardware?

Wer sich ein IPad kauft, ist zwangsläufig an Apple gebunden und an dessen Appstore. Wer bei Android oder Windows 8 zugreift, kann zwar auch den hauseigenen Store nutzen, kann aber auch Software aus anderen Quellen installieren und wird nicht durch die interne Inhaltsprüfung des Herstellers beschränkt.

6) Will ich selbst Programme für das Tabet entwickeln?

Wenn nein, dann freie Auswahl, wenn ja, dann rate ich entweder zu Windows8 8 oder zu Android, die beide vielfältige Möglichkeiten bieten, kostenlos Software zu entwickeln. So gibt es für Android zwei frei verfügbare Entwicklungsumgebungen und Windows 8 kann, da darauf Java lauffähig ist mit freien Entwicklungsumgebungen wie Eclipse programmieren, aber auch mit anderen Programmiersprachen.

Letztlich empfehle ich persönlich für den mobilen Nutzer ein 7 Zoll Tablet ohne Vorgabe des Betriebssystems, für den Blogger oder Autor ein 10 Zoll Gerät mit Bluetooth oder Dockingtastatur und für den Entwickler ein 10 Zoll Windows 8 oder Android Tablet mit wahlweise Bluetooth oder Dockingtastatur.

Zum Schluß noch ein paar allgemeine Tipps. Nicht von Betriebssystemfanatikern, Werbung oder der Größe beeindrucken lassen sondern ehrlich hinterfragen, was man will und dann Testberichte studieren. Nur wenn ich ganz sicher das Tablet hauptsächlich zu hause nutze, sollte ich mir vor allem 10 Zoll Geräte ansehen.

Will ich unbedingt mit wenig Gepäck mobil sein, sollte ich mir auch die neue Kategorie der Phablets, also der Smartphones mit einer Bilddiagonale jenseits der 5 Zoll ansehen. Dort kann man auch sehr gut lesen und surfen, braucht aber nicht noch zusätzlich ein Tablet.

Und letztlich gilt, immer ausprobieren, und zu dem Greifen, womit man am schnellsten umgehen kann und das sich für einen persönlich richtig anfühlt.

Und nicht zwangsläufig das aktuellste Gerät kaufen. Dort sind die Einstiegspreise meist sehr hoch und erfahrungsgemäß verfallen sie in den ersten Monaten. Wir sind heute bei einer Qualität und Performanz angelangt, bei der auch das „Vorjahresmodell“ noch top Performanz liefert und für alle Anwendungen  mit Sicherheit ausreicht.

Und ein ganz persönlicher Rat: Wenn es ein Windows Tablet wird, Finger weg von Surface bzw. Windows RT Tablets. Damit kauft man sich nicht wirklich ein Windows Tablet sondern ein kastriertes System, das nur einen Bruchteil dessen bietet, was ein echtes Windows 8 Tablet kann.

Wer sich für IOS Geräte entscheidet muss sich darüber im Klaren sein, dass dann auch das Zubehör nur von Apple und für IOS Geräte funktioniert und somit einige Hardware, die man ggf. mit dem PC nutzt am Tablet nicht einsatzfähig ist.

Und will ich auch meine Fotos einfach aufs Tablet bringen, dann sollte ich zu einem Windows 8 oder Android Gerät greifen, und dabei darauf achten, dass ein externer SD oder Micro SD Slot verbaut ist.

Die Biennale würdigt Ultrashort Clips mit eigener Kategorie

Teilnehmer des weltweit ersten Vine/ Instagram Contests können ihre Videobeiträge in zwei Kategorien einreichen:

#B3expandednarration (03. September bis 03.Oktober) und #B3live (30. Oktober bis 03. November).

Die neue B3 Biennale des bewegten Bildes, die vom 30. Oktober bis 3. November 2013 in Frankfurt und der Region RheinMain stattfindet, startet den weltweit ersten Vine/Instagram Contest »B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest«. Dies gab nun im Rahmen der Ausstellungseröffnung »Dreh Dein Ding!« im Museum für Kommunikation Frankfurt der Leiter der B3 Biennale, Prof. Bernd Kracke, bekannt: »Die B3 Biennale stellt Perspektiven für das bewegte Bild und innovative Erzähltechniken vor. Mit B3 Ultrashort fordern wir die »Digital Natives« auf, uns zu zeigen, welches künstlerische Potential im Umgang mit Video-Apps steckt. Die kreative Herausforderung besteht hier gerade in der extremen Begrenzung von Zeit und in der Unmittelbarkeit des Mediums.«

Das Leben ist kurz – ultrakurz. B3 gibt nun allen Freunden des bewegten Bildes – von Filmstudierenden über Social-Media-Aktivisten bis zu erfahrenen Regisseuren – die Möglichkeit, in wenigen Sekunden Großes zu erzählen und dafür ausgezeichnet zu werden.

Der B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest findet in zwei Kategorien statt:

#B3expandednarration und #B3live.
Eine Jury wird aus den eingegangenen Beiträgen die besten Videos prämieren. Der jeweils erste und zweite Platz werden mit Preisgeldern in der Höhe von 600 Euro beziehungsweise 300 Euro ausgezeichnet.

Mitglieder der Jury sind:

Frédéric Boyer (Künstlerischer Leiter des
Tribeca Film Festival, New York)

Eva Paulitsch und Uta Weyrich (Künstlerinnen,
»Dreh Dein Ding – das Handyfilmprojekt
« im Museum für Kommunikation)

Prof. Bernd Kracke (Präsident der Hochschule
für Gestaltung Offenbach, Leiter der
B3 Biennale)

#B3expandednarration
Die Kategorie #B3expandednarration verschreibt sich dem Leitthema der ersten Biennale, »Expanded Narration. Das neue Erzählen«. Das Festival widmet sich den veränderten und erweiterten Erzählformen, die durch technologische Innovationen und eine fortschreitende Medienkonvergenz alle Arten des bewegten Bildes betreffen. Die Videobeiträge von #B3expandednarration sollen innovative Erzähltechniken im Bereich
Social Media präsentieren: in Form von ganz unterschiedlichen, ungewöhnlichen und faszinierenden, aber immer nur wenige Sekunden langen Geschichten. Einreichungen
sind vom 03. September bis 03. Oktober möglich.

#B3live
Die Kategorie #B3live fordert die Besucher der B3 Biennale des bewegten Bildes auf, ihre Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse während des Festivals, vom 30. Oktober bis zum 03. November, live und vor Ort festzuhalten – in Momentaufnahmen oder im Zeitraffer, ausschnittweise oder episodenhaft,im Zentrum oder in der Peripherie. Letzter möglicher Tag der Einreichungen ist der 03. November (15 Uhr), auch der letzte Tag der ersten Biennale.

Instagram vs. Vine

Instagram und Vine, das sind sogenannte Mobile Apps, Anwendungssoftware für Smartphones und Tablet-Computer. Im April 2013 hat der Internetkonzern Twitter die Video-Sharing-App Vine auf den Markt gebracht, die es ermöglicht, Videos zu drehen und über die sozialen Netze Twitter und Facebook auszutauschen. Die Aufnahmefunktion erlaubt es, Sequenzen ohne nachträglichen Schnitt aneinander zu reihen, das fertige Video hat einen Länge von 6 Sekunden. Die Begeisterung war und ist groß: Nach knapp drei Monaten konnte Vine 13 Millionen Benutzer verzeichnen, Tendenz steigend.

Im Juni 2013 zog Facebook nach und führte für seinen Foto-Sharing-Dienst Instagram auch eine Videofunktion ein, die sich an Vine orientiert. Unterschiede sind, dass Instagram-Videos bis zu 15 Sekunden lang sein und unterschiedliche Filter verwendet werden können. Zudem laufen die Videos nicht im Loop.

Unter den Nutzern und Liebhabern dieses neuen Formats finden sich zunehmend auch Filmemacher, die mit den Video-Apps unter künstlerischen Gesichtspunkten laborieren. Früh erkannt hat das Frédéric Boyer, Jurymitglied des B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest und künstlerischer Leiter des Tribeca Film Festivals, New York. Er hat Anfang des Jahres mit der #6SECFILMS Vine Competition einen zusätzlichen
Wettbewerb ins Programm des Tribeca Film Festival genommen und über 400 Einreichungen erhalten.

B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest macht sich nun zu einem weiteren Schauplatz im Kampf der Giganten Twitter und Facebook, indem es neben Vine-Videos auch jene von Instagram im Wettbewerb zulässt.
Wer die Schlacht für sich entscheidet und welche beeindruckenden Geschichten in wenigen Sekunden erzählt werden können, darf mit Spannung erwartet werden. Auf den Social Media Kanälen der B3
Biennale, auf Facebook und Twitter, werden ab Anfang September tägliche Updates erscheinen und ausgewählte Videobeiträge veröffentlicht. Reinschauen lohnt sich.
Detaillierte Informationen zu den Modalitäten des B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest finden sich auf www.b3biennale.com .

B3 Biennale des Bewegten Bildes 2013
Die B3 Biennale des bewegten Bildes wird in diesem Jahr erstmals ausgetragen. Unter dem Motto »Expanded Narration. Das neue Erzählen« findet sie vom 30. Oktober bis 03. November 2013 in Frankfurt und der Region
RheinMain statt. Ziel der Biennale ist es, interdisziplinär und genreübergreifend eine breit angelegte Allianz für das bewegte Bild zu schaffen. In drei Modulen, dem Festival, dem Parcours und dem Campus, bietet
die Biennale eine internationale Plattform für den Diskurs und die Vernetzung von Film- und Fernsehmachern, Künstlern, Designern, Wissenschaftlern, Technologieanbietern und Nachwuchstalenten.
Veranstalter der B3 Biennale des bewegten Bildes ist die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA).

Träger sind das Land Hessen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK). Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die B3 wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL). Der B3 Parcours wird gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.

Die Süddeutsche wird noch mobiler. Neue App für Android und IOS

Es gibt im Moment nur wenige Printmedien, die ich wegen ihrer journalistischen Arbeit noch sehr schätze. Neben ZEIT, Brand Eins und Cicero ist dies auch die Süddeutsche, die bereits seit einiger Zeit mobil lesbar war, aber bislang nicht wirklich optimal. Nun präsentiert die Süddeutsche eine neue App, die neben Tablets von Android und IOS nun auch Smartphones bedient. Das besondere dabei: Die Zeitung passt sich an das betreffende Display an und bleibt nicht, wie sonst so oft nur als PDF Ausgabe herunterladbar, die dann meist an den kleinen Displays der Smartphones scheiterte.

Damit setzt die Süddeutsche konsequent auf die moderne, mobile und meist Smartphone zentrierte Leserschaft, ein Schritt, den ich nur begrüssen kann.

„Wir stellen die Süddeutsche Zeitung und das SZ-Magazin als digitale Ausgaben von nun an nicht nur auf Tablets,
sondern auch auf Smartphones zur Verfügung und kommen damit auch dem Wunsch vieler Leser nach“, sagt der
stellv. Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Wolfgang Krach.

Die neue App ist ab sofort verfügbar und nach meinem ersten Eindruck wirklich gelungen.

Zum Start der neuen App können sich alle Interessierten einen kostenfreien, 14-tägigen Testzugang anlegen (endet
automatisch). Alle Informationen dazu findet ihr unter: www.sz.de/app

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Warum wir ein Grundwissen von Informationstechnologien für alle brauchen

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Nur wer weiß, was technisch möglich ist, kann auch Angebote und Dienste richtig bewerten.

Wir leben in einer Zeit, die immer mehr von uns fordert. Wo immer neue technologische Möglichkeiten auf den Markt drängen. Aber oft arbeiten wir noch nach althergebrachten Methoden oder mit überkommenen Technologien.

Nicht,weil wir nicht anders könnten, sondern weil uns gar nicht bewusst ist, dass es Alternativen gibt. Jüngstes selbst erlebtes Beispiel. Eine Firma spricht permanent von Apps, die sie entwickeln wollen und weckt damit die Sorge eines Kunden, ob auch alle Mitarbeiter diese „Apps“ den auf ihren Endgeräten nutzen können und ob es nicht viel zu teuer wäre, so eine App für alle Betriebssysteme zu entwickeln.

Es stellt sich heraus, dass es sich nicht um eine „klassische“ App für ein mobiles Endgerät handelt, sondern die Firma stehts von einer WEB App gesprochen hat, die auch ohne Installation, einfach durch Aufruf einer Webadresse gestartet werden kann.

Wäre dies nicht zutage getreten (ja, ich hatte da beratend meine Finger im Spiel), hätte die Firma, die die App produziert womöglich nur aus der Unwissenheit des Kunden heraus die Anwendung nicht verkauft.

Hier ist niemand ein Vorwurf zu machen aber es zeigt für mich deutlich, dass wir längst über das Stadium hinweg sind, wo sich die Fachabteilung, die mit IT-Technologien oder gar dem Internet aktiv arbeitet, nur das notwendigste zu wissen. Hier muss beständige Weiterbildung gerade in den neuen, im entstehen begriffenen Technologien geschehen, im gerade die Potentiale zu erkennen, die es für die Zukunft ermöglichen, etwas zu vereinfachen oder gar eine Marktführerschaft zu erlangen. Auf einen neuen Internet Trend aufspringen ist leicht, aber es ist sehr gefährlich, wenn man hier zu lange wartet. Besser ist es, auch mal einen Trend mitzumachen, der später im Sande verläuft, als erst dann einzusteigen, wenn der Markt bereits aufgeteilt ist. Und meine Erfahrung aus mittlerweile 30 Jahren IT und ca. 20 Jahren Internetentwicklung und Beratung zeigen mir. Die Zyklen werden immer kürzer. Mittlerweile reichen ca. 3 Jahre um zu erkennen, ob eine neue Technik oder Plattform dauerhaft besteht, oder wieder verschwindet.

Aber es ist elementar, dass ein grundlegendes Verständnis für die Möglichkeiten der IT vermittelt wird. Und für die Wichtigkeit, beständig auf dem Laufenden zu bleiben. Sonst kann es sein, dass man vom Markt abgehängt wird, ohne es wirklich zu verstehen.

Noch ein weiteres, kurzes Beispiel. Immer noch entwickeln diverse Agenturen Apps zunächst für IOS und dann „irgendwann“ auch für Android. Schaut man sich die Marktanteile an, ist das eine fatale Strategie, weil man dann für eine Minderheit einen Dienst anbietet und der Mehrheit indirekt sagt: Das ist keine Anwendung, kein Dienst für euch.

Das große Problem mit allem IT technischen ist, dass oftmals neue Möglichkeiten entstehen, die so nicht außerhalb des Zirkels der IT „Profis“ gestreut werden. Und wenn, dann in einer Sprache, die nicht wirklich vermittelt, welche Potentiale die neue Technik hat. Das ist, neben der leider in Deutschland weit verbreiteten Technologiephobie ein Hauptproblem, warum oft komplexe Lösungen entwickelt werden, wo man längst mit neuen Methoden viel einfacher und eleganter Probleme lösen könnte.

Testbericht: Leawo Video Converter HD

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Es gibt fast kein Format, das man nicht nutzen kann. Hier das Menü von möglichen Android Konvertierungen, das sogar spezielle Formate für bestimmte Android Geräte vorsieht!

Gerade mit verschiedenen mobilen Endgeräten (Smartphone, Tablet, Notebook) gibt es die unterschiedlichsten Anforderungen an Filmformate und Dateigröße.

Da wir dieses Jahr wieder eine längere Autofahrt in den Urlaub planen, und der Wagen mittlerweile mit Halterungen für die Tablets der Familie ausgestattet ist, lag nichts näher, als für die ganzen Geräte einen Satz von Filmen vorzubereiten. Allerdings ist zumindest bei den beiden Nexus Tablets der Speicher begrenzt und auch für die anderen wollte ich nicht große Datenspeicher mitnehmen. Auftritt Leawo Video Converter HD.

 

Die Dateien um die es ging hatte ich in bester Qualität ausgelesen, so dass ich mit Sicherheit mehr als einen Speicherstick gebraucht hätte um die Familienfilme mitzunehmen, die auf der Fahrt gezeigt werden sollten.

Die ganzen Konvertierungsmöglichkeiten dieses Programms aufzuzählen wäre relativ sinnlos, man kann sagen, so gut wie alles, was es zu konvertieren gibt, geht auch. Speziell für meine Aufgabe finde ich aber die Möglichkeiten, in Android Mobile Formate zu konvertieren spannend. Insbesondere, da sich die Konvertierung auch noch auf spezielle Android Devices (mein Note 2 war zu meiner Freude auch dabei) optimieren lässt.

Das klappt auch sehr gut und dank der klaren und gut strukturierten Oberfläche ist das ganze einfach zu bedienen.

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Auch ein zu dunkler oder zu leiser Film lässt sich dank der Bearbeitungsmöglichkeiten noch „retten“

Neben dem reinen Konvertieren kann man die Filme in begrenztem Maße auch noch bearbeiten bzw. sogar in 3D umwandeln. Natürlich sollte man hier keine Wunder erwarten, ein Film der „2D“ gedreht wurde wird natürlich nicht in brilliantem 3D erscheinen aber in begrenztem Maße kann man selbst dann noch eine gewisse Wirkung erzielen.

Es lassen sich auch mehrere Filme nacheinander konvertieren und zudem kann man Filme auch während der Konvertierung zusammenführen. Ich werde mal schauen, wie groß der Herr der Ringe, Extended Edition als ein zusammengeführtes File wird.

Die Größe der Datei hängt stark vom Ausgabeformat, der gewünschten Qualität und dem Ausgangsmaterial ab, es lassen sich aber schon stark verkleinerte Dateien erzeugen, die gerade auf den kleineren Smartphone Displays dennoch sehr gut aussehen.

Ich habe versuchsweise meine Herr der Ringe Filme konvertiert und bin bei allen 6 Teilen (Doppel DVDs, die ich zuvor gerippt hatte) auf knapp 5,5 GB gekommen. Wohlgemerkt, die Quelle waren meine Original DVDs, also die Quelle deutlich jenseits der 5 GB pro TEIL!

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Es lassen sich mehrere Filme nacheinander mit entweder dem gleichen oder jeweils einem eigenen Format konvertieren. Nach der Konvertierung kann man die Filme zudem zu einer großen Datei zusammenfügen.

Und die Ausgabequalität lässt sich sehr gut regeln. Am besten ist, man experimentiert mit kürzeren Filmen etwas, um die beste Balance aus Qualität und Größe der Ausgabedatei für sich zu finden. Die Möglichkeiten der Bearbeitung beziehen sich vor allem auf die Aufwertung des Ausgangsmaterials durch Veränderung von Kontrast und Helligkeit, oder was ich bei mir gut anwenden konnte, durch Nachregelung der Tonspur.

 

Fazit: Für alle, die immer mal wieder Filme für unterwegs vorbereiten, oder das eine oder andere YouTube Video mobilfähig offline bereitstellen wollen ist der Leawo Video Converter HD eine wirklich gute Wahl. Das Programm ist sehr einfach in der Bedienung und bietet ein wahres Füllhorn an Ein- und Ausgabeformaten. Mit € 34.95  ist die Software, die es für PC und MAC gibt zwar nicht billig, bietet aber einen unglaublichen Konvertierungsumfang und durch die verschiedenen Möglichkeiten der sehr einfachen Nachbearbeitung ist es eine Kaufempfehlung für jeden, der sicher und sorglos Videokonvertierung für verschiedene Formate betreiben will.

 

Alle unterstützte Formate und Geräte (laut Leawo Homepage)

Unterstützte Ausgabegeräte:
iPod, iPod Touch 4, iPhone, iPhone 4, iPad, iPad 2, Apple TV, Apple TV 2, PSP, PS3, Wii and DS, Mobile Phones, BlackBerry, Windows Mobile, Android Mobile, Dell Axim, Pocket PC, HP iPAQ, Archos AV500, Archos AV700, iRiver PMP, Zune, Xbox
Eingangsformate
HD Video AVCHD, MOD/TOD, MTS/M2TS
Video WMV, ASF, AVI, RMVB, FLV, RM, MOV, QT, MP4, M4V, DV, 3GP, 3G2, DAT, MPG, MPEG, VOB, FLV, F4V, MKV, NUT, NSV, DVR
Audio AAC, AC3, AIFF, AMR, M4A, MP2, MP3, OGG, RA, AU, WAV, WMA, MKA, FLAC
Ausgangsformate
HD Video HD ASF, HD AVI, HD MP4, AVC, HD TS, HD TRP, HD MPEG-2, HD MOV, HD VOB, HD WMV
Video ASF, AVI, DV, VOB, FLV, MOV, MP4, RMVB, MPG, TS, DAT, WMV, MKV, DPG, 3GP, 3G2, XVID
Audio AAC, AC3, AIFF, AMR, M4A, MP2, MP3, OGG, RA, AU, WAV, WMA, MKA, FLAC
Bilder JPEG, PNG, BMP

 

Und hier noch das Instagram Video unserer „Autohalterungsinstallation für lange Fahrten“ 😉

Die Halterung ist von Wicked Chili und erste Tests haben ihre Alltagstauglichkeit auch auf holprigen Strecken bereits unter Beweis gestellt.

 

 

 

 

 

Google präsentiert Chromecast. Der First screen wird endgültig zum Second screen.

chromecastDie Zeiten, in denen meine Kids unbedingt noch ihre Stunde fernsehen wollten, sind spätestens, seitdem die beiden Großen sich Tablets erspart haben, vorbei. Nun ist es eine Mischung aus YouTube und spielen, wobei sie allesamt, auch der Jüngste große Minecraft Fans sind.
Auftritt Chromecast. Für mich die logische Konsequenz aus einer Entwicklung, die das Fernsehen als Leitmedium immer mehr in den Hintergrund rücken lässt. Oder wie mein Jüngster neulich meinte: Nee, Fernsehen ist doof, da kommt doch dauernd diese blöde Werbung.

Mit dem, was Google gestern präsentiert hat und was ich für die eigentliche Neuigkeit halte, nämlich dem extrem günstigen Chromecast Stick, wird das Tablet oder das Smartphone zum First screen für alle. Es bedarf lediglich eines Fernsehers mit HDMI Anschluß (ist ja bei den meisten Flachbildfernsehern eh Standard) und schon kann man sich aus dem Netz und das bequem auf der Wohnzimmercouch am Tablet oder Smartphone sein eigenes TV Programm zusammenstellen. Quasi eine Zweitverwertung für den immer überflüssiger werdenden Fernseher. Denn mal ehrlich, Internet auf dem Fernseher, gesteuert von der klassischen Fernbedienung ist einfach nur grausam. Und mit Tastatur zu arbeiten ist in Zeiten von Tablet und Smartphone auch eher zweite Wahl.

Und da der Chromecast Stick auch finanziell sehr attraktiv ist, könnte ihr die eigentlich Apple TV Innovation liegen. Allerdings eben von Google, die spätestens gestern bewiesen haben, dass sie im Moment das innovativste Unternehmen sind.

Ich bin gespannt, wie der Chromecast Stick im Alltag ankommt aber hier hat Google wirklich etwas konzeptionell wie auch preislich ausgereiftes präsentiert und die Konkurrenz weit hinter sich gelassen.