Wirklich empfehlenswert und auch für Eltern sind viele neue Infos dabei, die sich schon auszukennen glauben.
Ja, dieser Text wurde auch bei Amazon veröffentlicht, aber ich muß es einfach hier nochmal wiederholen. Für mich der Social Media Buchtipp für Eltern schlechthin:
Selten begeistert mich ein Buch, aber dieses tut es. „Mein Kind auf Facebook“. Fundiert, dabei in einem angenehmen Schreibstil, den Eltern wie Kinder lesen können und ohne gleich die große „Facebook ist böse“ Keule zu schwingen, beschreiben die Autoren, wie man sich sicher und sinnvoll auf Facebook bewegt. Dabei gehen sie auch auf Details ein, die so manch ein anderer Autor vergessen hat. Wie behandle ich Gewinnspiele auf Facebook? Was steckt hinter all den kostenlosen Spielen?
Durchwoben von vielen Beispielen und üppig illustriert fühlt man sich als Leser auch dann gut informiert, wenn man geglaubt hat, schon alle Fallstricke auf Facebook zu kennen.
Dabei ist das Buch nicht ausschweifend sondern präsentiert kompakt und dennoch vollständig, was es bei Facebook zu beachten gilt. Zeichen der Aktualität, auch die neue Timeline wird im Buch behandelt. Wer dieses Buch erwirbt, bekommt den idealen Leitfaden, um seinen Kindern eine sichere Nutzung von Facebook zu ermöglichen.
Und auch die Eltern lernen durchaus noch den einen oder anderen Kniff und erfahren neues.
Ohne wenn und aber ist dieses Buch seine 5 Sterne wert.
Es besteht immer noch in weiten Bereichen die Meinung, Dienste wie Foursquare oder Google Places wären reine Spielerei ohne Mehrwert für Unternehmen.
Hier bietet das Buch „Social Location Marketing: Erreichen Sie Ihre Kunden mit Lokalisierungsdiensten von Simon Salt die Möglichkeit, insbesondere für Einsteiger in die Welt der Checkins und des Location Sharing zum einen einen tieferen Einblick in die Dienste und ihre Möglichkeiten zu gewinnen, zum anderen anhand von Praxisbeispielen bereits erfolgreiche Kampagnen mit Location based Services kennenzulernen.
Dabei wendet sich das Buch inhaltlich wirklich vor allem an Einsteiger, denn es werden kurz die Grundlagen der Idee Social Media vorgestellt, um dann eben jene Dienste zu präsentieren, die auf dem Bekanntgeben der Lokation des Nutzers basieren. Foursquare, Gowalla (ja, hier ist das Buch inaktuell, das ist aber wohl eher dem schnellen Wandel der Szene geschuldet) Facebook Locations und andere werden vorgestellt und auch der Neuling erhält einen tieferen Einblick in die Funktionalität und die Möglichkeiten der Apps. Der wenn man so will dritte Teil wiederum präsentiert schließlich anhand aktueller echter Umsetzungen, was man als Unternehmen aus den Lokationsdiensten an Nutzen gewinnen kann.
Salt schreibt in einem sehr gut lesbaren Stil, wirkt dabei nie oberlehrerhaft und nutzt handfeste Praxisbeispiele, um dem Leser die Möglichkeiten klar und leicht verständlich vor Augen zu führen. Das Buch gibt meiner Ansicht nach einen umfassenden Einblick in Social Location Marketing und zeigt dabei auch die Kultur und das kulturelle Denken der Community auf, das bei keiner Social Media Aktivität außer acht gelassen werden sollte.
Alles in allem ein gelungenes Buch für den Einsteiger, der erfahrene Nutzer, der bereits die Dienste und Begrifflichkeiten kennt und nutzt wird wohl nur aus den Beispielen tieferen Nutzen ziehen.
Daher meine Wertung 4 von 5 möglichen Punkten aber auf jeden Fall ein Einsteigerempfehlung
Das Buch „Der entfesselte Skandal“ von Bernhard Pürksen und Hanne Detel verspricht im Untertitel: „Das Ende der Kontrolle im digitalen Zeitalter“.
Nun ist für mich gerade auch als Blogger durchaus interessant, welche Rolle das Netz und die Digitalisierung bei den aktuellen Skandalen spielt.
Aber leider versagt meiner Ansicht nach das Buch hier in weiten Teilen. Es fühlt sich vielmehr an wie eine dokumentarische Aneinanderung von Skandalen der jüngsten Vergangenheit, die dazu herhalten müssen, die These zu stützen, dass im digitalen Zeitalter die Kontrolle über das Geschehen und die Medien verloren wurde. Dabei fehlt mir aber in weiten Teilen die Substanz und gelegentlich gar das Verständnis für die Mechanismen der sozialen Netze.
In einer zum Teil sehr wissenschaftlich verbrämten Sprache werden Beispiele für Skandale aneinandergereiht nachdem zunächst in einer für mich zu kurzen Form auf den Blogger als Auslöser eines Skandals und die digitalen Medien als Transportmedium eingegangen wird. Dabei ist es oft nicht der Blogger, der die Enthüllung betreibt, er gibt maximal den Anstoß, wenn er überhaupt so wichtig genommen wird. Immer noch sind es die klassischen Medien, die die dialektischen Schlammschlachten gegen Prominente führen. Es existieren sicher neue, schnellere Verbreitungswege, aber es ist die gleiche schon seit Jahrzehnten vorhandene Lust am Skandal und die kommerzialisierte Verbreitung der Skanalmitteilung, die den entfesselten Skandal erst auslöst.
Im Stil der Beschreibung schwingt stets der Unterton mit, der den Vorwurf gegen Blogger erhebt,effektheischend und um der Reichweite willen, Enthüllung zu betreiben. Hier wird völlig verkannt, dass es sehr viele Blogs gibt, denen es überhaupt nicht um Enthüllung geht. Es ist vielmehr so, dass wir es bei den enthüllenden Bloggern oft mit jenem Personenkreis, der ohne Internet auch mit Telefon oder Brief enthüllen könnte.
Die Skandalentfesselung wird zu stark auf die digitale Welt fokussiert, anstelle wirklich zu hinterfragen, woher die Skandalisierung und die Lust der Bevölkerung am Skandal rührt.
Insgesamt ein Buch, dass ein sicher spannendes Thema aufgreift, aber recht einseitig betrachtet und in weiten Bereichen eine wirklich objektive Betrachtung vermissen lässt. Zwar werden ab Seite 23. die Charakteristika des entfesselten Skandals aufgeführt, aber außer dem ersten Punkt, dass Initiatioren des entfesselten Skandals nicht mehr nur Journalisten sind, findet sich kein Argument, das einen wirklich neuen Aspekt hinzufügt. Und ich wage zu behaupten, dass auch heute noch nur ein sehr nah am Journalismus stehender Blogger mit der nötigen Relevanz einen wirklichen Skandal entfesseln kann, und auch er dazu der „klassischen Medien“ (noch) bedarf. Der Skandal an sich ist stets ein Ereignis, das durch die Multiplikation und die für die Öffentlichkeit nötig Relevanz getragen wird. Das Netz kann maximal aufdecken, ob der Skandal sich entfesselt, wird immer noch durch die Gesamtheit der Rezipienten bedingt.
Insgesamt ein eher enttäuschendes Buch, dass zwar einige interessante Skandale der Vergangenheit darstellt, aber eine wirklich fundierte Erklärung des Unterschieds der Skandale der (Offline-)Vergangenheit und der Gegenwart schuldig bleibt. Die Beispiele sind gut recherchiert,und die Analyse durchaus gelungen. ABER: Die eigentliche Entfesselung des Skandals hat wenig mit den Mechanismen des Internet zu tun, die hier lediglich eine gewisse Beschleunigung bewirken können. Vielmehr wäre zu hinterfragen gewesen, woher dieses große Interesse an Skandalen herrührt, und warum die Medien offensichtlich immer unreflektierter dieser Gier nach dem Skandal nachgeben.
Und zudem, letztlich ist jedes der Skandalbeispiele von einer gewissen globalen Relevanz. Was ist aber mit jenen Skandalen und Skandälchen, die eher lokal begrenzt entstehen, die sich nicht in der gesamten Öffentlichkeit abbilden?
Wegen der zum Teil zu wissenschaftlichen Sprache und einem gewissen Mangel an Objektivität in der Analyse des Einflußes des Digitalen auf den Skandal ein Buch, dem ich nur 3 von 5 möglichen Sternen geben kann. Sollte es als Einstieg in die Skandalisierungswelt der digitalen Welt sein, wäre es ratsam gewesen, dies in einer etwas weniger wissenschaftlichen Sprache darzustellen, für den an tieferer Analyse interessierten Leser finde ich die Auswahl an Skandalen eher unglücklich gewählt .
Twoffline TwitterwallAlles vorbereitet für die Besucher.
Heute mein Helfertag, zunächst Akkreditierung mit einem klasse Team, dann „SD Karten“ Transporter. Stages 2 und 5 werden gefilmt und bedürfen stetigen Nachschubs an SD Karten sowie zurücksendens in Stage 1, wo das alles dann verarbeitet wird. Der Vorteil, zwischendurch immer wieder die Chance auf das eine oder andere Gespräch am „Affenfelsen“. Spannende Sessions unter anderem der wohl bald berühmt werdende #zdfstuhlkreis boten interessante Diskussionen. Dazwischen die Feststellung, Mensch, die Twitterer, die schon in meiner Timeline so total sympathisch rüberkommen, sind das ja auch in Real Life.
Das einzige Defizit immer noch das W-Lan, aber immerhin waren die UMTS Netze stabil und auch heute konnte man viele Onliner sehen, die auf ihre Displays starren (Übrigens der zweite Teil von „Männer, die auf Schafe starren).
Doch das ultimative, absolute, gigantische, unvergleichliche und finale Event. GTT, das Ende. Und die Ankündigung DER neuen Plattform.. FACEPUNCH. The Revolution is now.
Guckt mal, da oben hat sich das Internet versteckt und traut sich nicht mehr ins WLan.
So, jetzt muss ich aber aufhören, GTT Bingo beginnt gleich, und da muss ich mich drauf…oh, ein Eichhörnchen.
Es ist wieder so weit. Die re:publica 12 ist gestartet und die neuen Lokation hat ihren ersten Test in meinen Augen bestanden. Alles sehr viel weitläufiger, ein leichtes aber sehr angenehmes Gefühl von Improvisation.
Neben den bekannten Sessions etabliert sich die grosse Halle als Treffpunkt von Bloggern für Blogger. Medien sind zuhauf anwesend, fast keine Stelle, an der man nicht einem Fotografen oder einer Fernsehkamera begegnet.
Was mir auffällt. Neben den typischen Werbeständen, die Produkte prominent machen wollen gibt es auch die eine oder andere Station, die wirklich sinnvolles präsentiert oder sich einfach mit neuen Ideen in die Innovationsatmosphäre der re:publica integriert.
Schöne Idee auch der „Berg“ aus Plastikstühlen, der flexibel genutzt werden kann, um sich in kleinen oder großen Gruppen zusammenzusetzen. (Da lasse ich mir doch evtl. welche von nach hause schicken)
Hornbach macht sich Freunde mit einem kleinen, kostenlosen Frühstück, danach kann man ausgedruckt und auf eine große Wand tapeziert die Tweets der Teilnehmer offline verfolgen.
Makerbots präsentieren sich ebenso, wie Simyo mit einem Stand voller Powerakkus, um die Versorgung mit Strom zu gewährleisten. Mehrfachsteckdosen in gelb werden verteilt, Daimler, einer der Hauptsupporter bietet die Möglichkeit, car2go live mitzuerleben.
Wer nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit, diverse Sessions via Livestream zu verfolgen.
Oh und noch ein Feature der re:publica ist wieder da. Das WLan. Oder um es anders zu sagen, die häufige Abwesenheit desselben.
Wie sagte ein Twitterer doch so schön? „Aaah, die re:publica beginnt wieder, endlich wieder 3 Tage offline ;)“
Wenn es stimmt, was heute auf der offiziellen Seite des Magazins Yps zu lesen war, dann werden wir Ende des Jahres Yps wieder in gedruckter Form mit Gimmick in den Läden sehen. Damit kommt quasi ein Stück meiner Kindheit zurück und ich kann es meinen Kindern zeigen. Und vielleicht gefällt es ihnen ja genau so gut, wie es mir damals gefallen hat.. Ich sage nur, Urzeitkrebse oder Rose von Jericho.
Update: Nach Infos unter anderem im Tagesspiegel soll sich das Heft jetzt wohl an die Jungs von damals wenden (und was ist mit den Mädchen?) , also für 30-45 jährige gedacht sein?? Ob das dann so ein Erfolg wird, wage ich wiederum zu bezweifeln. Ich hoffe, da tut sich noch was in Richtung ursprünglicher Zielgruppe. Verfälschungen des Originalkonzepts gehen sehr selten gut.
Heute zu lesen auf der Fan Seite von Yps bei Facebook
Für alle, die den Autor Dueck oder auch das Buch „Ankhaba“ nicht kennen, sei die Homepage von Gunter Dueck unter www.omnisophie.com empfohlen.“ Bei Seite 30 bin ich mittlerweile schon und das ganze steigt mit einer enormen Geschwindigkeit ein. Mal sehen, welche Wendungen dieser Roman noch nimmt. Ich habe so ziemlich alle philosophischen Bücher gelesen, die Dueck veröffentlicht hat und kann sie jedem, der sich mit moderner Philosophie und der Gesellschaft beschäftigt nur ans Herz legen. Nur vor dem Roman Ankhaba war ich bislang noch zurückgeschreckt. Ein Vampirroman? Von einem Wissenschaftler? Noch dazu einem, den ich noch aus meiner Zeit bei der IBM persönlich kannte und der eigentlich eher für technik-philosophische Bücher bekannt ist? Doch jetzt lasse ich mich auf das Wagnis ein, mal sehen, ob Dueck mich auch als Romancier überzeugen kann.
Anbei noch ein Zitat aus der Ankündigung von Lovelybooks und epubli für die gemeinsame Leserunde:
Die skrupellose Bio-Industrie hat den menschlichen Körper als ultimative Verdienstquelle entdeckt. Body-Modding ist in! Der letzte Schrei in Clubs und Lounges aber ist der Biss zum Vampir. Untote haben mehr Spaß am Leben! Jetzt kostenlos! Plötzlich werden die Menschen knapp. Frischblut ist nun der dominierende Wirtschaftsfaktor! Der frühreife Leon steigt zum mächtigen Beherrscher eines Zuchtkonzerns auf, der die Welt mit langhälsigen Gebrauchsmenschen versorgt. Inmitten dieser Apokalypse machen sich Leons Schwester Anke und der Wissenschaftler
Brain auf die Suche nach dem Ursprung allen Unglücks. Ihr Weg führt zu den letzten Geheimnissen der Menschheit. In Ägypten finden sie Tod & Teufel, die Antwort auf fast alle Fragen und den Urgrund der menschlichen Seele. Anke greift sich den Schlüssel zu einer neuen besseren Welt der Liebe: das Ankhaba. Duecks Werk besticht auch diesmal wieder durch seine gewaltige Sprache und einen ganz ungeheuren Erfindungsreichtum bis in die Details.
Oh, und wie es sich gehört, lese ich das ganze natürlich als EBook auf meinem Galaxy Tab 😉
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