Und alle so: YeahYeahYeahYeahYeah Bilder, sonst nix

Und wieder ein interessantes Fundstück im Netz. Die Website http://yeahyeahyeahyeahyeah.com/ zeigt Bilder. Bilder und sonst nichts. Einfach nur Bilder. Wenn ich an yeah@yeahyeahyeahyeahyeah.com ein Bild sende, erscheint es kurz darauf in einem nicht enden wollendem Strom von Bildern anderer User. Unkommentiert, unsortiert, ausser diesem Bilderstrom bietet die Webseite keine weiteren Informationen. Und dennoch, es ist spannend was dort auftaucht, es ist wie ein Schnappschuss der Gegenwart. Weltweit. Und man rätselt über die Herkunft der Bilder, manchmal auch über den Inhalt.
Und richtig interessant wird es, wenn die User über die eingesendeten Bilder eine Art Dialog entspinnen. Sei es durch geschriebene Botschaften innerhalb des Bildes, sei es durch den Themenbezug zwischen den Bildern.
Man sieht, er ist immer noch da. Der kreative Umgang mit dem Medium. Und die Seite hat in ihrer scheinbaren Sinnlosigkeit schon fast etwas beunruhigend beruhigendes. Man findet sie schön und interessant, oder sinnlos. Aber darüber lässt sich kaum diskutieren. Oder doch?

Und wieder ein unbedingt ansehenswerter TED Vortrag: Michael Shermer about The pattern behind self-deception

Dieser Film ist wieder mal eine wunderbare Mischung aus Ironie, purem Unverständnis für die Dummheit mancher auch hochrangiger Menschen und dem Wunsch, Pseudowissenschaft durch Wissenschaft zu ersetzen:

Das Ansehen lohnt sich in jedem Fall und wer mehr wissen will, dem kann ich auf jeden Fall die GWUP und deren deutsche Ausgabe des Skeptikers ans Herz legen. Extrem gut recherchiert und spannend zu lesen.

Hurra, wir Twitterer verblöden nicht, im Gegenteil

Carta vermeldet heute: Digitale Medientechnik macht schlau!
Und ich gehe sogar noch weiter, es benötigt eine gewisse Intelligenz, digitale Medientechnik für sich gekonnt zu nutzen. Schon das Fernsehen ist für den Durchschnittsbürger eher ein Ruhigstellinstrument, das meist mit seichten bis dummen Talkshows und merkwürdigen Castingsshows bedient. Wer aber genauer hinsieht, findet spannende Wissenschaft (Quarks&Co) sehr gute Talkshows (Scobel) und Dokumentationen (National Geographic). Und das gleiche Phänomen gilt auch für das (soziale) Web. Ich kann nur die „dummen Seiten“ ansurfen, und mich zum Hundersten Mal über den nächsten XY Sportwagen oder die Fussballergebnisse vom Wochenende auslassen, oder ich bilde mich, folge der Arbeit der Nasa (NASA TV), höre spannende Blogs (CCzwei, SWR2 Aula, SWR2 Impulse) und recherchiere, forsche und engagiere mich im Netz. Es ist nicht das Netz, das verdummt, es sind die Menschen, die schon dumm ins Netz einsteigen und dann auch nur dummes herausbekommen.
Ich lese z.B. seit ich die Möglichkeit dazu habe, ausser der ZEIT nur noch auszugsweise Tageszeitungen, dafür aber mehrere um mir ein objektiveres Bild zu machen. Wenn ich etwas kaufe, informiere ich mich zuvor um auch gut beraten zu werden und gerade was klassische Literatur angeht, habe ich so manche Perle im Netz gefunden, die jetzt stehts auf meinem EBook Reader dabei ist (The complete Shakespeare, alle Sherlock Holmes Romane, Immanuel Kant und Nietzsche, das Gesamtwerk, Goethes Faust I und II und vieles mehr)

Radio 2.0 ByteFM, Quu.fm und Co. und die Kulturflatrate

Wer kennt „ByteFM„? Oder „Quu.fm„? Daran unterscheide ich im Moment auch, wie webaffin meine Gesprächspartner sind. Denn dank Internet Radio und Standalone Geräten, die über WLan diese Radiosender empfangen können, höhre ich, was ich mag und stelle mir dank Diensten wie blip.fm oder aupeo mein eigenes Musikprogramm zusammen.
Das heisst nicht, dass ich weniger Radio höre oder nur noch bestimmte Musik, sondern vielmehr, dass ich dank eigenständiger Redaktionen und Moderatoren, die das präsentieren, was ihnen gefällt und nicht ungedingt der Masse ich ein Programm erhalte, das gleichzeitig interessant und neu ist.
Und dank Internet kann ich weltweit nach guter Musik suchen, kann auch mal einen amerikanischen, indischen, australischen Regionalsender hören, wenn dort gute Musik läuft. Insofern finde ich die neue „Kulturflatrate“, die von unseren Politikern nur noch auf dem Papier „Rundfunkgebühr“ genannt wird, ganz in Ordnung. Ich nutze Medien mittlerweile zu über 60 Prozent im Internet.
Die verschiedenen Medienströme werden sich in Zukunft noch mehr auf den Multimedia Devices vermischen. In Zukunft kann ich auf dem Fernseher die Internet Links, die eingeblendet werden, direkt ank

Wenn (Wein-) kulturelle Arroganz nach hinten los geht. Zum Thema „Vinum“ und die Blogger

Hier werde ich wenig kommentieren, aber es ist schon interessant zu lesen, wie gerade die Weininteressierten, die dummerweise auch noch im Internet Informationen zu ihrem Steckenpferd suchen von scheinbar „etablierten“ Medien gebasht werden. Aktuell trifft der Zorn der Blogsphere die Zeitschrift „Vinum“. Wenn das mal nicht nach hinten los geht.
Wie man es richtig macht, zeigte der Versender Delinat auf dem Barcamp Bodensee Konstanz. Seine Weinverkostung gehörte zu den Highlights der Veranstaltung und war nicht nur gut besucht, sondern brachte auch einige neue Abonnenten und Käufer ein.

Ich bekomme immer mehr den Eindruck, dies entwickelt sich zu einem Kampf derer, die sich gerne auch neuem zuwenden, die offen sind für neue Ideen und neue Wege und dem verbohrten „Establishment“, das seine Pfründe und seine Wissenshoheit gefährdet sieht.