Interessantes Projekt, das da auf Indiegogo gerade noch Geld einsammelt , aber längst finanziert ist. Es handelt sich um ein rechteckiges kleines Kästchen, das ans Revers geheftet auf Knopfdruck gesprochene Worte in eine von 25 Sprachen übersetzen soll. Sigmo heißt das Wunderwerk, das auf die Cloud vertraut (deshalb auch etwas problematisch im Urlaub, allerdings haben die Erfinder bereits angekündigt, sie wollen auch offline Services anbieten).
Ja, werden nun einige sagen, Google kann das doch auch. Natürlich, was mir aber an Sigmo gefällt ist die Integration. Ich brauche nicht erst mein Smartphone zu zücken und eine App zu starten, alleine ein Knopfdruck am immer an der Frau oder dem Mann befindlichen Device genügt. Wer ernsthaft von Wearable Computing spricht weiß, wie wichtig diese unobstrusive Integration in den Alltag ist. Ich will in meiner aktuellen Aktion, dem aktuellen Dialog nicht durch starten von Apps oder aktivieren von Gadgets gestört werden. Die Nutzung der Technik muss ad hoc während des Geschehens passieren.
Was ich mir hier noch vorstellen könnte sind Smartwatches (ja, richtige, mit eigener Netzanbindung also nicht als verlängerter Bildschirm des Smartphones), die per Knopfdruck übersetzen.
Auf jeden Fall ein interessantes und beobachtenswertes Projekt.
Das leibliche Wohl kommt auf jeden Fall nicht zu kurz.
21. Sept. 9:45 Uhr:Wie schon in den Vorjahren wieder ein sehr gut besuchtes Barcamp. Und schön, dass auch wieder sehr viele neue Gesichter anwesend sind. Nach der Vorstellungsrunde, die dieses Mal sagenhaft schnell von statten geht, geht es an die Sessionplanung. 10 Räume sind geboten, also deutlich mehr als im Vorjahr, uns gehört für Verpflegung und Sessions dieses Mal auch das Erdgeschoss. Und wieder verblüfft mich die Vielzahl an Teilnehmern mit ganz unterschiedlichen Interessen. Da treffen Literaten auf Hacker, Geeks auf Kulturschaffende. Das verspricht einen intensiven und regen Austausch.
12:30: Die ersten zwei Sessions halte ich selbst zu Smartwear und Quantified Self und es entspinnt sich ein hochinteressanter und intensiver Austausch jenseits von rein technischen Gedanken auch über ethische und gesellschaftliche Implikationen. Dann mein heimlicher Favorit des heutigen Tages, die Gadget Session von Thomas Christink (nachdem wir wieder ausgesprochen lecker verköstigt wurden). Es geht hauptsächlich um die Pebble und deren Funktionalität, das Publikum scheint sehr interessiert. Kurz wird dann auch noch das Nike Fuelband vorgestellt und wir beschließen ob der noch nicht präsentierten Gadgets, am nächsten Tag eine weitere Session zum Gadget Schauen anzubieten.
Was man immer wieder feststellen muss. Ein Barcamp ist eine fantastische Chance, den eigenen Tellerrand weiträumig zu verlassen. Neben reinen Hackersession wird über Kultur, Gesellschaft oder Arbeitswelt diskutiert. Und immer wieder bilden sich jenseits der eigentlichen Sessions kleine Grüppchen, die ein zuvor diskutiertes oder ganz neues Thema aufgreifen und parallel eine improvisierte Session veranstalten. Und dabei kommt natürlich, und auch dafür steht das Barcamp Stuttgart, das leibliche Wohl nicht zu kurz. Dieses Mal in ganz besonderem Maße durch ein #tasteup mit Whiskey und ein #sweetup in dem verschiedene Süßwaren präsentiert werden und sich Foodblogger treffen.
Wenn irgendwer die wirklich kreativen Köpfe, die wirklichen Vordenker treffen will, dann sollte sie oder er auf ein Barcamp gehen.
14:30: Das zeigt sich auch in der Session zur Arbeitskultur, die vom Moderator zunächst mit der Ausgabe von Gummibärchen eröffnet wird. Die Frage nach der Kultur stellt sich in verschiedenen Punkten. Wo arbeiten wir, müssen wir alle an einem Ort sein. Wie kommt man in einen Austausch? Die Frage, die sich stellt, ist die Frage nach Effizienz. Wie arbeiten Menschen gut zusammen? Wenn zu viele Freiheitsgrade bei der Arbeitszeit und der Lokation bestehen, kann durchaus ein Problem entstehen, da sich ggf. manche nicht mehr sehen, die eigentlich den persönlichen Kontakt bräuchten.
Ein elementarer Programmpunkt: Die Vorstellung der Sessions und die Planung.
Was ich in der Session für mich merke und mitnehme. Es geht nicht immer um Präsenz und feste Arbeitszeiten, aber es benötigt auch eine Kultur des Miteinanders, ganz frei zu arbeiten kann eher hinderlich sein. Eine Arbeitskultur, die von der Zusammenarbeit lebt, braucht auch Präsenz. Wichtiger als der völlige Freiheitsgrad ist ein sinnvoller Konsens in der Gruppe, ohne alle Beteiligten über einen Kamm zu scheren. Also die Gruppe unterstützen und dabei die eigene Arbeitsmethodik dennoch leben dürfen. Interessant ist, dass offensichtlich das Format eines Barcamps langsam auch in den Unternehmen ankommt und dass scheinbar auch größere Firmen mittlerweile begriffen haben, dass es nicht darum gehen darf, Mitarbeiterressourcen 100% auszulasten, sondern gemeinsame Ziele zu erreichen und dafür den Mitarbeitern mehr Freiheitsgrade zu ermöglichen. Ein amerikanisches Unternehmen verwendet hierfür unter anderem Fitbit Motiontracker, deren Ergebnisse dann auch innerhalb des Hauses geteilt werden können und so die allgemeine Gesundheit fördern. Die Frage hierbei ist, ob wir endlich begreifen, dass wir die Menschen als Individuen sehen müssen.
Große Gruppen in Unternehmen sind unnatürlich, sie müssen unbedingt heruntergebrochen werden. Und kleinere Gruppen sollten autonomer agieren dürfen. Das Gesamtfazit klingt für mich positiver als die vorherigen Male, denn es scheint doch auch in den großen und zum Teil sehr klassisch hierarchischen Unternehmen ein Umdenken einzusetzen.
19:30 So, und gerade habe ich noch eine geschmackliche Offenbarung erlebt, Lakritze aus Island präsentiert von Lakritzplanet. Oh myyyy god, der ist ja so lecker. Mit Salmiaksalz ummantelter Lakritz. Ein Gesichtszuentgleiser ohne gleichen aber auch ohmnomnomnom. Und die beiden kennen sich wirklich aus. Das war kulinarisch wirklich was ganz besonderes. Merken: Lieber wenig süßes und dafür hochwertig, die Geschmacksnerven werden es euch definitiv danken!#
21:00 Das absolute Geschmackshighlight des Abends ist das #tasteup, hier gibt es insgesamt 10 wirklich gute Single Malts zu verkosten, und letztlich gewinnen recht klar der 16. jährige Lagavulin und ein Ardbeg. Glücklich, voll neuer Informationen und ja, ich gebe es zu, auch etwas angeheitert geht es ins Hotel, denn auch der nächste Tag will noch erlebt werden.
Lakritz in allen Variationen, die beiden vorderen Schalen beinhalten mit Salmiaksalz umhüllte schwarze und braune Lakritze. Meine persönlichen Favoriten.
22. Sept: 09:30 Und damit kommen wir zu Tag zwei, der natürlich wieder rituell mit einem vorzüglichen Frühstück und absolut leckerem Kaffee eröffnet wurde. Aufgrund des großen Interesses für Gadgets werden wir heute wohl noch ein weiteres Meet and Greet für Gadgets halten.
Frühstück ist aber erst mal Prio eins um gestärkt in die Sessions zu gehen.
10:15 Sessionplanung dieses Mal nir ein Vorschlag pro Person, damit auch noch die neuen dazu kommen.
Baby 2.0 eine gute Session darüber, wie man mit Kind und Internet umgehen sollte.
Interessantes Phänomen an Tag 2: Erstaunlich viele Sessions zu Entspannung , neue Arbeitsmodelle, neue Lebensmodelle.
14:00 Die Session Kind 2.0 entwickelt sich sehr spannend, primär geht es darum, ob Bilder von Kindern gepostet werden können. De facto gehen in auch nur der leichtesten Form zweideutige Bilder nicht, ob man ganz gewöhnliche Bilder von Kindern in der Öffentlichkeit postet, ist eher eine Ermessenssache.
Wichtig auch hier, es gilt sich die Chancen und Risiken bewußt zu machen, was geht ist das, was im öffentlichen Raum geht. 23Snaps, quasi als geschlossener Raum, um gerade das Bedürfnis des Mitteilens in der Familie zu pflegen. Wichtig ist, das Bewußtsein zu schärfen nicht alles zu verbieten. Und es sollte stets das Wohl des Kindes im Vordergrund stehen. Auch das Thema Foren und Überinformation wird thematisiert. Foren sind oft auch Quell von Fehlinformationen. Dem Instinkt zu trauen ist wichtig.
Zum Abschluß bleibt mir als Fazit nur, es hat sich unglaublich gelohnt. Viele inspirirende Gespräche, bekannte Gesichter und neue Leute, spannende Themen kennengelernt. Einfach ein riesengroßes #hach allen Sponsoren, Helfern und natürlich Jan Theofel für ein weiteres sehr gelungenes Barcamp Stuttgart.
Ein digitales Gadget, aber nicht als solches erkennbar
Noch unterhält man sich, ob der Notebook des Mitarbeiters auch sein private sein kann, ob das Tablet mit ins Büro darf. Aber Entwicklungen wie Google Glass, Smartwatches und diverse Trackerdevices machen eine ganz neue Front auf. Was, wenn niemand überhaupt realisiert, dass der Mitarbeiter ein Device bei sich trägt, dass ggf. auch interne Daten tragen könnte? Bis wohin dürfen wir in Zukunft überhaupt noch eingreifen und vorschreiben, was mitführbar ist, und was nicht? Schon gibt es erste Ringe mit RFID Daten, oder miniaturisierte Devices, die Simulatandolmetscher spielen können.
Jedes dieser Devices kann auch Datenträger werden, oder zum Beispiel über eine miniaturisierte Kamera etwas aufnehmen. Da wird das Smartphone zum großen Klotz, das man lieber zu hause lässt.
Letztlich muss die IT in Zukunft weniger verhindern als Wege öffnen, denn die eigenen Devices kommen sowieso. Spätestens wenn zum Beispiel die Enablertechnologien für Menschen mit körperlichen Einschränkungen geht, wird es kritisch zum Beispiel Devices, die Gesundheitsdaten an einen Arzt senden im Unternehmen zu verbieten. Aber auch Smartwatches können bald genau so viel wie ein Smartphone, sind aber vermutlich nicht immer als solche erkennbar. Der flexible Mitarbeiter entzieht sich zudem immer häufiger der Kontrolle durch physische Präsenz, in dem er immer häufiger mobil und unterwegs arbeitet.
Es geht darum, BYO whatever als etwas zu akzeptieren und zu integrieren, das kommen wird und das man am besten begleitet, statt es zu verhindern.
Die Idee hinter Phonebloks ist so einfach wie genial. Ein Smartphone, dessen einzelne Komponenten wie Legobausteine zusammengesetzt werden können. Dabei sollen die Komponenten von bekannten Herstellern verschiedener Marken geliefert werden. Daraus kann ich mir dann das Smartphone zusammenstellen, das ich brauche. Und ist eine Komponente nicht mehr leistungsfähig genug, dann wird nur diese ausgetauscht und nicht das ganze Smartphone.
Bin mir zwar nicht sicher, ob das ganze wirklich so einfach funktioniert. Aber diese Idee, ein modulares System anzubieten hat etwas. Aber schaut es euch selbst an:
Mit der Kampagne auf Phonebloks.com will man nun die öffentliche Aufmerksamkeit erreichen, die ggf. Hersteller dazu bewegen könnte, hier mitzumachen und entsprechende Komponenten zu liefern.
Natürlich wollen wir das beste, ethisch und moralisch, ein Vorbild sein, ein Rollenmodell aber tut mir leid Leute. Das ist verlogene Scheisse. Ich kann hier auch von mir selbst sprechen, weil ich diesen Konflikt jeden verdammten Tag lebe. Es geht um das, was ich meinen Kindern beibringe, ihnen erkläre, wie wir leben, wie ihr lebt, wie wir alle leben.
Natürlich würde ich gerne immer ökologisch und ethisch korrekt einkaufen, aber hallo, wer gibt mir das Geld dafür? Eine Familie mit drei Kindern (so manch einer redet hier schon von asozial, und würde das wohl auch bei uns tun, wären wir nicht Akademikerhaushalt) zu ernähren geht nur, wenn man auch oft nach dem billigsten sucht. Und da greift dann schon die erste Lebenslüge. Natürlich kann das nicht sozial und ethisch korrekt produziert sein. So tickt die Wirtschaft nicht. Das wäre zwar schön und so manch eine Bierwerbung will uns das auch durch Kooperation mit nicht minder zwielichtigen Umweltorganisationen suggerieren.
Aber nur weil ich mir die Birne mit Bier zudröhne rette ich keinen Zentimeter Regenwald. Nein, was ich wirklich tue ist, die Kassen der Marketingagentur und des Bierbrauers füllen.
Und mal ganz ehrlich. Klar erklären wir unseren Kindern, sie sollen fair sein, nicht schlagen, ehrlich sein. Aber wenn ich Tag für Tag erlebe, wer untergebuttert wird und wer weiter kommt. Ganz ehrlich. Eigentlich sollte ich ihnen sagen: „Hau jedem der dir doof kommt eine aufs Maul, lüge, wenns was bringt und sei so unfair wie möglich.“
Natürlich will ich das nicht und tue es auch so selten wie möglich (gut, es gibt auch da Ausnahmen, aber wer hat nicht schon notgelogen) aber dass ich damit meine Kinder auf das Leben wie es eigentlich ist vorbereite, na ja, ich hab da so meine Zweifel.
Und ich als Informatiker, als Introvertierter, als jemand, der es gerne so fair wie möglich hat ertappe mich selbst dabei, dass ich gegen meine Ansprüche verstoße (n muss). Ich versuche das so weit es geht zu reduzieren, aber im Alltag wird eben oft nicht das erwartet, was vollmündig ausgesprochen wird. Auch heute macht nicht der Karriere, der lieb, freundlich und nett ist sondern meist das, verzeiht das harte Wort „Arschlochkind“ wird zum erfolgreichen „Arschlocherwachsenen“. Box dich durch, ist so ein Begriff, den ich immer wieder höre.
Wir wollen eine freundliche, offene und tolerante Gesellschaft sein. Aber hört doch nur ein paar Mal im Bus oder auf ganz normalen Festen den Gesprächen zu. Die triefen vor Vorurteilen, Rassismus bis hin zu Aluhutthesen. Wir wollen eine Wissensgesellschaft werden und dennoch gibt es tatsächlich Menschen, die wegen Chemtrails auf die Straße gehen oder glauben, ein Magnetarmband oder ein besonderer Kristall könnte sie heilen oder ihr Leben verbessern.
Im Moment laufe ich durch die Straßen, betrachte Wahlplakate und weiß eigentlich schon im Voraus: Alles Lüge. Da will jemand nicht das beste für uns, sondern von uns. Unsere Stimme, damit nacher wieder die Wirtschaft gefördert, die Rüstung exportiert und der Bürger geschröpft werden kann.
Bislang ist mir nur ein ehrliches Wahlplakat untergekommen. Ausgerechnet von den Piraten. Drauf steht: „Sorry, wir haben uns das einfacher vorgestellt.“
Wer glaubt, das, was die Politiker im Moment in Talkshows und auf Wahlveranstaltungen von sich absondern, hätte auch nur ein Jota mit dem zu tun, was sie hinterher machen, der sollte sich gleich wieder ganz schnell seinen Aluhut aufsetzen.
Und wer das Fernsehen anschaltet, der kann ebenfalls nie sicher sein,die Wahrheit zu erfahren sondern eigentlich nur, was die Mehrheit hören will bzw. was die größte Quote bringt. Oder erfahren wir etwas von den vielen Familien, die am Existenzminimum leben, eigentlich ungeheuer gerne eine Arbeit hätten aber keine mehr bekommen.
Oder von den vielen Menschen, die an den verlängerten Werkbänken im asiatischen Raum für Hungerlöhne schuften? Das erfahren wir nur, wenn ein prominentes Unternehmen wie Apple darin verwickelt ist. Aber seit ehrlich zu euch. Das meiste, was ihr an Klamotten tragt haben Menschen in Asien für einen Hungerlohn unter Drecksbedingungen zusammengenäht. Und unsere gute Milch muss auch vor allem billig sein. Wie es den Milchbauern geht interessiert uns nur, wenn wieder mal eine Treckerdemo die Straße blockiert, auf der wir zur Arbeit hetzen, die wir durchaus auch mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen könnten, was aber ja so „unbequem“ ist.
Also hört endlich auf, die Gutmenschen zu spielen, wenn ihr mit dem SUV in den Ökomarkt fahrt und überlegt euch ein oder zwei mal mehr, wie wir ernsthaft für unsere Kinder eine wenigstens gleich gute Welt hinterlassen können, wenn wir schon nicht in der Lage sind, sie zu verbessern.
Seit einfach ein wenig toleranter gegen Menschen, die nicht so sind wie ihr (davon gibt es mehr als ihr denkt).
Wir sollten nicht nur klagen, sondern endlich mal damit anfangen, wirklich etwas zu ändern.
Das sind wir unseren, das bin ich meinen Kindern schuldig.
Das Smartphone macht uns nicht zu virtuellen Menschen sondern verknüpft uns real viel besser
Ich weiß, etwas provokant die These. Aber ich denke, da steckt viel wahres drin. Denn so lange ich dazu gezwungen bin, meine Social Media Aktivitäten nur an „bestimmten Orten“ durchführen zu können, ist Social Media nicht integraler Bestandteil sondern getrennte Technologie. Das „Immer erreichbar“ Prinzip hat damit nicht unbedingt etwas zu tun. Vielmehr ist es das „immer sozial sein können“ Prinzip.
Denn Social Media funktioniert, entgegen der Meinung so manchen Social Media Kritikers eben nur dann wirklich gut, wenn ich es mit dem real sozial sein verknüpfen kann. Wenn ich auch mal von dem Konzert, bei dem ich gerade bin, von der Konferenz oder einfach nur in einer Auszeit, in der ich mich mit anderen austauschen möchte auch posten kann.
Das ist wohl der wichtigste Indikator dafür, dass die Trennung zwischen virtueller und realer Welt mittlerweile nur noch abstrakt in den Köpfen der Gesellschafts- und Technikkritiker steckt.
Wer lange mit Social Media vertraut ist merkt, wie es zu einem integralen Bestandteil eben auch der realen Welt wird. Mein Netzwerk nutze ich, um Fragen beantwortet zu bekommen, um herauszufinden, wo ich in einem bestimmten Ort am besten Essen gehe oder ins Kino, um mich sehr informell und einfach mit Bekannten in einer fremden Stadt treffen zu können und um mich über meine Interessen und Hobbies, aber auch meine Arbeit oder Forschung mit Menschen austauschen zu können. Es geht nicht darum, vor der realen in die virtuelle Welt zu flüchten, es geht darum, die reale Welt besser zu vernetzen, in dem man virtuelle Bande knüpft, die im realen Auswirkungen haben.
Wir alle tendieren dazu, in neuen Technologien zunächst eine Gefahr zu sehen, etwas, das alles schlechter werden lässt. Dabei übersehen wir viel zu oft die Chancen. Wer aber dauernd zum Wohle der anderen denkt und handelt tut nicht zwangsweise etwas für deren Wohl.
Nur weil ich selbst nicht damit zurecht komme, zwischen erreichbar sein, wenn ich will, und erreichbar sein, wenn andere wollen dies als Gefahr für alle zu sehen, ist ein ungültiger Schluss. Wie oft und wie sehr ich erreichbar bin, liegt und lag schon immer in meiner Verantwortung. Aber ich kann mich vernetzen, unabhängig von Zeit und Ort. Das ist die große neue Chance der Kombination mobiler Endgeräte und Social Media. Nicht umsonst erfolgen heutzutage mehr Zugriffe auf Social Media Portale von Smartphone oder Tablet als von Desktop PC oder Notebook.
Teilnehmer des weltweit ersten Vine/ Instagram Contests können ihre Videobeiträge in zwei Kategorien einreichen:
#B3expandednarration (03. September bis 03.Oktober) und #B3live (30. Oktober bis 03. November).
Die neue B3 Biennale des bewegten Bildes, die vom 30. Oktober bis 3. November 2013 in Frankfurt und der Region RheinMain stattfindet, startet den weltweit ersten Vine/Instagram Contest »B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest«. Dies gab nun im Rahmen der Ausstellungseröffnung »Dreh Dein Ding!« im Museum für Kommunikation Frankfurt der Leiter der B3 Biennale, Prof. Bernd Kracke, bekannt: »Die B3 Biennale stellt Perspektiven für das bewegte Bild und innovative Erzähltechniken vor. Mit B3 Ultrashort fordern wir die »Digital Natives« auf, uns zu zeigen, welches künstlerische Potential im Umgang mit Video-Apps steckt. Die kreative Herausforderung besteht hier gerade in der extremen Begrenzung von Zeit und in der Unmittelbarkeit des Mediums.«
Das Leben ist kurz – ultrakurz. B3 gibt nun allen Freunden des bewegten Bildes – von Filmstudierenden über Social-Media-Aktivisten bis zu erfahrenen Regisseuren – die Möglichkeit, in wenigen Sekunden Großes zu erzählen und dafür ausgezeichnet zu werden.
Der B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest findet in zwei Kategorien statt:
#B3expandednarration und #B3live.
Eine Jury wird aus den eingegangenen Beiträgen die besten Videos prämieren. Der jeweils erste und zweite Platz werden mit Preisgeldern in der Höhe von 600 Euro beziehungsweise 300 Euro ausgezeichnet.
Mitglieder der Jury sind:
Frédéric Boyer (Künstlerischer Leiter des
Tribeca Film Festival, New York)
Eva Paulitsch und Uta Weyrich (Künstlerinnen,
»Dreh Dein Ding – das Handyfilmprojekt
« im Museum für Kommunikation)
Prof. Bernd Kracke (Präsident der Hochschule
für Gestaltung Offenbach, Leiter der
B3 Biennale)
#B3expandednarration
Die Kategorie #B3expandednarration verschreibt sich dem Leitthema der ersten Biennale, »Expanded Narration. Das neue Erzählen«. Das Festival widmet sich den veränderten und erweiterten Erzählformen, die durch technologische Innovationen und eine fortschreitende Medienkonvergenz alle Arten des bewegten Bildes betreffen. Die Videobeiträge von #B3expandednarration sollen innovative Erzähltechniken im Bereich
Social Media präsentieren: in Form von ganz unterschiedlichen, ungewöhnlichen und faszinierenden, aber immer nur wenige Sekunden langen Geschichten. Einreichungen
sind vom 03. September bis 03. Oktober möglich.
#B3live
Die Kategorie #B3live fordert die Besucher der B3 Biennale des bewegten Bildes auf, ihre Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse während des Festivals, vom 30. Oktober bis zum 03. November, live und vor Ort festzuhalten – in Momentaufnahmen oder im Zeitraffer, ausschnittweise oder episodenhaft,im Zentrum oder in der Peripherie. Letzter möglicher Tag der Einreichungen ist der 03. November (15 Uhr), auch der letzte Tag der ersten Biennale.
Instagram vs. Vine
Instagram und Vine, das sind sogenannte Mobile Apps, Anwendungssoftware für Smartphones und Tablet-Computer. Im April 2013 hat der Internetkonzern Twitter die Video-Sharing-App Vine auf den Markt gebracht, die es ermöglicht, Videos zu drehen und über die sozialen Netze Twitter und Facebook auszutauschen. Die Aufnahmefunktion erlaubt es, Sequenzen ohne nachträglichen Schnitt aneinander zu reihen, das fertige Video hat einen Länge von 6 Sekunden. Die Begeisterung war und ist groß: Nach knapp drei Monaten konnte Vine 13 Millionen Benutzer verzeichnen, Tendenz steigend.
Im Juni 2013 zog Facebook nach und führte für seinen Foto-Sharing-Dienst Instagram auch eine Videofunktion ein, die sich an Vine orientiert. Unterschiede sind, dass Instagram-Videos bis zu 15 Sekunden lang sein und unterschiedliche Filter verwendet werden können. Zudem laufen die Videos nicht im Loop.
Unter den Nutzern und Liebhabern dieses neuen Formats finden sich zunehmend auch Filmemacher, die mit den Video-Apps unter künstlerischen Gesichtspunkten laborieren. Früh erkannt hat das Frédéric Boyer, Jurymitglied des B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest und künstlerischer Leiter des Tribeca Film Festivals, New York. Er hat Anfang des Jahres mit der #6SECFILMS Vine Competition einen zusätzlichen
Wettbewerb ins Programm des Tribeca Film Festival genommen und über 400 Einreichungen erhalten.
B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest macht sich nun zu einem weiteren Schauplatz im Kampf der Giganten Twitter und Facebook, indem es neben Vine-Videos auch jene von Instagram im Wettbewerb zulässt.
Wer die Schlacht für sich entscheidet und welche beeindruckenden Geschichten in wenigen Sekunden erzählt werden können, darf mit Spannung erwartet werden. Auf den Social Media Kanälen der B3
Biennale, auf Facebook und Twitter, werden ab Anfang September tägliche Updates erscheinen und ausgewählte Videobeiträge veröffentlicht. Reinschauen lohnt sich.
Detaillierte Informationen zu den Modalitäten des B3 Ultrashort – First worldwide Video-App Contest finden sich auf www.b3biennale.com .
B3 Biennale des Bewegten Bildes 2013
Die B3 Biennale des bewegten Bildes wird in diesem Jahr erstmals ausgetragen. Unter dem Motto »Expanded Narration. Das neue Erzählen« findet sie vom 30. Oktober bis 03. November 2013 in Frankfurt und der Region
RheinMain statt. Ziel der Biennale ist es, interdisziplinär und genreübergreifend eine breit angelegte Allianz für das bewegte Bild zu schaffen. In drei Modulen, dem Festival, dem Parcours und dem Campus, bietet
die Biennale eine internationale Plattform für den Diskurs und die Vernetzung von Film- und Fernsehmachern, Künstlern, Designern, Wissenschaftlern, Technologieanbietern und Nachwuchstalenten.
Veranstalter der B3 Biennale des bewegten Bildes ist die Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach in Kooperation mit der hessischen Film- und Medienakademie (hFMA).
Träger sind das Land Hessen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK). Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) sowie die Stadt Frankfurt am Main. Die B3 wird gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL). Der B3 Parcours wird gefördert vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain.
Ich habe es schon 2010 prophezeit und leider hat die deutsche Verlagsbranche bis auf wenig Ausnahmen wieder mal den Trend verpennt. Amazon bietet nun für Bücher an, was es mit Autorip für CDs bereits erfolgreich eingeführt hat. Wer sich rückwirkend bis 1995 bei Amazon ein Buch in Totholzform gekauft hat, kann, so der Verlag mitmacht das EBook entweder stark rabattiert oder gar kostenlos dazu erhalten. Natürlich im Kindle Format. Noch ist das nur ein Anfang und nicht fürs vollumfängliche Buchprogramm realisiert. Aber mit Blick auf Autorip wird das nicht lange auf sich warten lassen.
Das wird sicher wieder einen großen Aufschrei und das Betteln nach staatlicher Hilfe durch die deutschen Verlage nach sich ziehen. Tja, schade, denn das erwarte ich als Buchkäufer eigentlich von euch, die ihr alle Totholzbücher ja sowieso in digitaler Form verfügbar habt.
Hier der Pressetext zur Ankündigung.
Title: Introducing „Kindle MatchBook“: Soon Customers Will Be Able to Purchase Kindle Editions of Print Books Purchased from Amazon–Past, Present and Future–for $2.99 or Less
Date(s): 3-Sep-2013 8:59 AM
Over 10,000 books already enrolled from authors such as Ray Bradbury, Michael Crichton, Blake Crouch, James Rollins, Jodi Picoult, Neil Gaiman, Marcus Sakey, Wally Lamb, Jo Nesbo, Neal Stephenson, and J.A. Jance, among many others
Today’s announcement is also a call to all authors and publishers to enroll their books in Kindle MatchBook–offering customers great value while adding a new revenue stream
Kindle MatchBook is the latest in a series of customer benefits exclusive to the Amazon ecosystem of digital content
SEATTLE–(BUSINESS WIRE)–Sep. 3, 2013– (NASDAQ:AMZN)–Amazon today introduced Kindle MatchBook, a new benefit that gives customers the option to buy–for $2.99, $1.99, $0.99, or free–the Kindle edition of print books they have purchased new from Amazon. Print purchases all the way back to 1995–when Amazon first opened its online bookstore–will qualify once a publisher enrolls a title in Kindle MatchBook. Over 10,000 books will already be available when Kindle MatchBook launches in October, including best sellers like I Know This Much Is True by Wally Lamb, The Art of Racing in the Rain by Garth Stein, The Thorn Birds by Colleen McCullough, A Prayer for Owen Meany by John Irving and The Hangman’s Daughter by Oliver Pötzsch, with many more titles to be added over time. Customers can learn more by visiting www.amazon.com/kindlematchbook.
„If you logged onto your CompuServe account during the Clinton administration and bought a book like Men Are from Mars, Women Are from Venus from Amazon, Kindle MatchBook now makes it possible for that purchase–18 years later–to be added to your Kindle library at a very low cost,“ said Russ Grandinetti, Vice President of Kindle Content. „In addition to being a great new benefit for customers, this is an easy choice for publishers and authors who will now be able to earn more from each book they publish.“
Bundling print and digital has been one of the most requested features from customers. With Kindle MatchBook, they can keep their favorite book on their shelf, and have a copy in their digital library for reading, perhaps re-reading it with features like X-Ray and Popular Highlights.
„I love this idea. It’s simple, brilliant, and good for everybody,“ said best-selling author Marcus Sakey. „I love to have print books on my shelf, but I love reading my Kindle on the go, and there are plenty of titles I’d like both ways. It’s ridiculous to ask readers to pay full retail twice for the same book.“
Kindle MatchBook features include:
Kindle editions at a great price: Amazon customers who purchase or have purchased qualifying print books can get the Kindle edition for prices that are typically $2.99, $1.99, $0.99, or free. For book purchases dating back to 1995: Print purchases all the way back to 1995–when Amazon first opened its online bookstore–will qualify once a publisher enrolls a title in Kindle MatchBook. Easy discovery: Readers can easily look up their entire print book order history to discover which of their past purchases are enrolled in Kindle MatchBook. Popular Kindle-only features: As with regular purchases, Kindle MatchBook titles have unique features such as Whispersync, Popular Highlights, and X-Ray. Read anywhere capabilities: In addition to Amazon’s best-selling Kindle devices, customers can download a free Kindle reading app for iPhone, iPad, Android tablets and phones, PC or Mac and start building their Kindle library today.
Kindle MatchBook will launch with books from Ray Bradbury, Michael Crichton, Blake Crouch, James Rollins, Jodi Picoult, Neil Gaiman, Marcus Sakey, Wally Lamb, Jo Nesbo, Neal Stephenson, and J.A. Jance, among others. In addition, Amazon Publishing will include all its titles in Kindle MatchBook. Authors and publishers using Kindle Direct Publishing (KDP) can enroll their books in the program today by visiting http://kdp.amazon.com.
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