Der Smarty Ring, es geht noch kleiner als eine Smartwatch

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Quelle: Smarty/Indiegogo

Wer glaubte, schon eine Smartwatch sei für eine sinnvolle Nutzung zu klein, der wird wohl auch den Smarty Ring nicht interessant finden. Denn damit wollen die Initiatoren der Indiegogo Kampagne, die mit großem Erfolg über 140000 Dollar von den zunächst gewünschten 40000 Dollar erhielt einen Ring auf den Markt bringen, der wie eine Smartwatch Informationen des Smartphones auf einem Display am Ring darstellt. Mit der aktuellen Finanzierung dürfte dieses Ziel gesichert sein und der  Ring Mitte nächsten Jahres erscheinen.

Was die Akkulaufzeit von einem Tag angeht, kann ich mir das nur vorstellen, wenn keinerlei Nachrichten auf dem Display erscheinen. Denn da kein E-Ink Display verbaut wird, dürfte die Anzeige schon ordentlich an der Batterie saugen, die nur 22mAh haben soll. Wir werden sehen, welche der Versprechen wirklich gehalten werden können.

 

Freiheit, die ich meine. Warum wir eigentlich gar nicht frei sein wollen.

BHgQPPiCQAES_glIhr war mir nicht sicher, soll ich es als Frage formulieren oder als Aussage. Denn eigentlich will doch jeder von uns frei sein. Sagen wir zumindest. Stimmen wir total zu. Nicken wir zustimmend.

Und dann geht es wieder los, in einen Tag voller Unfreiheiten, die wir uns oft genug selbst wählen. Das beginnt schon bei dem, was wir besitzen. Dass viele von uns überhaupt schon so viel besitzen, ist eigentlich Teil einer selbstgewählten Unfreiheit. In ihrer einfachsten Ausprägung bedeutet diese nur, dass wir nach vielen Dingen schauen müssen, oft nach mehr Dingen, als wir eigentlich brauchen und nutzen. In der von vielen aber selbst gewählten Konsequenz binden wir uns an Banken an Kredite, an Besitztümer wie Häuser und Autos, deren Preis wir nur bezahlen konnten, weil wir bereit waren, einen Teil unserer Freiheit an eine Bank abzugeben.

Nun ist es richtig, dass gewisse Anschaffungen gar nicht ohne Kredit gehen, hat man nicht reich geerbt oder eine andere Freiheit aufgegeben. Nämlich die der Zeithoheit.

Wer Karriere machen will, wird früher oder später auch erkennen müssen, dass immer mehr Zeit investiert werden muss und Priorisierungen der „eigenen Zeit“ immer schwieriger werden.

Nicht falsch verstehen, es gibt IMMER Ausnahmen. Aber ich spreche über Dinge, die ich lange Jahre beobachtet und als für die Mehrheit von uns geltend identifiziert habe.

Auch im Alltag binden wir uns oft unreflektiert und recht unfrei an Rituale, nur weil man das eben so macht. Wir verbringen viel Zeit vor dem Fernseher, beklagen uns dann aber am nächsten Tag stets, wie schlecht doch wieder das Fernsehprogramm war. (Für mich habe ich da eine schöne Abhilfe gefunden. Ich schaue einfach nicht und blogge dann lieber. So ist auch dieser Text entstanden 😉 )

Viele sind in Vereinen, damit man Leute kennenlernt, oder weil man das eben so macht. Und manchmal frage ich mich, wie viele mehr da nicht drin wären, wenn sie sich nicht ganz unfrei von dem Gedanken leiten ließen, man müsse da ja drin sein, um in seinem Ort, seinem Freundeskreis anerkannt zu sein.

Wir lassen uns von den Medien Fitnessideale vorschreiben, binden uns an die Thesen sogenannter Experten, die aber jedes Jahr eine neue Sau durchs Fitness- Gesundheits- oder Schönheitsdorf treiben oder noch viel schlimmer, daherorakeln, was denn nun der letzte neueste beste Trend wäre.

Und wir vergleichen uns. Mit Models. Nachbarn, Kollegen, Fernsehstars und vergessen dabei nach und nach, dass wir auch eine eigene Seele, einen eigenen Charakter haben.

Wir lassen uns viel zu oft davon leiten, was „andere“ von uns denken. Sehr beliebt ist der stete Blick auf das Fremdbild, bei dem ich mich den Meinungen und Sichtweisen anderer aussetze (n muss). Nichts dagegen, wenn ich wüsste, dass jeder objektiv und frei von eigenen Zwängen und Werten urteilen würde. Dem ist oft aber nicht so. Und schon gar nicht wird in Betracht gezogen, wie meine Seele tickt, was für ein Typ Mensch ich bin oder was ich gerade in den letzten 12 Monaten erlebt habe.

Momentaufnahmen bestimmen über die Zukunft. Fehleindrücke, bedingt durch die eigene Geschichte haben da schon so manche Karriere, oder im gedämpfteren Maß Motivation getötet.

Und das verrückte an dieser Geschichte. Vieles davon ist selbst so gewollt. Denn sobald es in meiner Entscheidungshoheit liegt, die Situation zu verändern muss ich vor mir selbst auch akzeptieren, dass ich so manche Unfreiheit, die ich oft nicht als von mir bestimmt wahrnehme, selbst zu verantworten habe.

Vielleicht ist das eine Erkenntnis, die uns allen wieder gut täte. Zu klären, was wir tun, weil wir es wollen und was wir tun, weil man das nun mal so macht.

Früher war das oft sehr einfach zu klären, wenn man nur mal das Gegenteil zur Disposition stellte und dann vom Gegenüber zu hören bekam: „Ja, aber was sollen die Leute denken?“

Das ist heute bei weitem nicht mehr so einfach, denn durch wechselnde Berufe, wechselnde Wohnorte und immer schneller wechselnde Lebensumfelder ist es längst nicht mehr klar, wer eigentlich „die Leute“ sind, deren Denkmuster mein Leben beeinflussen könnten.

Aber das ist ja gerade die Chance. I am the best, fuck the rest. Wir sollten endlich wieder uns akzeptieren als Wesen, deren höchstes Streben Freiheit ist und die auch in einer Zeit leben, in der man die Freiheit ausleben kann in einem Ausmaß, wie es Generationen vor uns nicht konnten. Heute haben wir da ein anderes Problem.

Wir wollen oft nicht. Weil es anstrengt, weil es eigenständiges Denken verlangt. Und das ist in Zeiten von BILD und Privatfernsehen einfach für viele zu anstrengend geworden.

Ich vermute, mein Unverständnis über die weitgehende Ignoranz der Öffentlichkeit, was den Fall Snowden und die unsägliche Spionage der NSA und auch anderer Geheimdienste angeht, hängt vor allem eben mit dem oben dargestellten zusammen. Wir sagen zwar immer, wir halten Freiheit für das wichtigste Gut. Aber in Wirklichkeit ist es oft ein anderes, dem wir höchste Priorität schenken. Bequemlichkeit.

Wir alle sind Trolle. Die wahre Geschichte hinter Obamas Selfie

Bilder können lügen. Das schreibt der Fotojournalist, der für die Bilder von Obama ,Cameron und der dänischen Premierministerin Helle Thorning Schmidt beim Aufnehmen eines Selfie verantwortlich zeichnet.

Denn der Kontext wurde weder in den Medien noch in der Social Media Crowd wirklich beachtet. Eine Gedenkfeier in Südafrika ist keine „Trauerfeier“, insofern ist es schon mal ganz ok, dabei Spaß zu haben. Man ehrt einen Verstorbenen indem man ihn FEIERT.

Also passen auch solche Bilder gut in das Gesamtbild, das man bei einer solchen Feier erwartet. Es sei dann, man kommt mit seinem eigenen Weltbild und Gedankenmodellen daher und projiziert diese unreflektiert. Dann natürlich geht so etwas bei einer Trauerfeier gar nicht. Aber die drei waren eben bei keiner Trauerfeier. Selbst Michelle Obamas ernster Gesichtsausdruck ist nach Aussage des Fotojournalisten ein reiner Zufall.

Wir sehen zwei Dinge: Bilder lügen doch! Und wir sollten immer zuerst nachdenken, bevor wir jemanden verurteilen.

Zur Vollständigkeit  noch der Link zum Blogbeitrag des Fotojournalisten. So, und können wir uns jetzt alle mal wieder wichtigen Themen zuwenden?

 

Ein Computer zum Selbst Zusammenbauen. Auch für Kinder: Projekt Kano

Das nenne ich mal eine klasse Idee, um auch Kinder an die Informatik und den Computer sinnvoll heranzuführen.

Auf der Basis des Raspberry Pi will das Kickstarter Projekt Kano einen Computer zur Verfügung stellen, den jeder zusammenbauen kann und der für kleines Geld den Einstige in die Informatik ermöglicht. Als Betriebssystem kommt KanoOS zum Einsatz, eine Variante von Debian Linux. Im Kano Paket steckt folgendes:

1 – Kano Books, illustrated and intuitivecfff2dce494db65cb35681f8e1a61cb7_large2 – Kano OS and Levels on 8GB SD card
3 – DIY Speaker
4 – Raspberry Pi Model B
5 – Kano Keyboard Combo
6 – Custom case
7 – Card mods and stencils
8 – Stickers!
9 – Cables: HDMI*, Mini-USB
10 – Smart power plug (all region pins available)
11 – WiFi powerup

 

 

Ich halte das für eine tolle Idee, auch mit Blick auf Schulen, die so auf einfache Art Informatikwissen vermitteln können, das über das übliche „wie bediene ich Word und Excel“ hinaus geht.

Und wer bereit ist, einen bestimmten Betrag zu investieren, der erhält nicht nur ein komplettes Set, sondern unterstützt auch noch die „Kano Academy“ die dann einem Kind einen Kano kostenlos zur Verfügung stellt, frei nach dem Prinzip, get one, give one for free.

Wie ich finde, wieder mal eine gute Initiative, die sich das Beklagen von Ingenieursnachwuchs bzw. den Mangel an IT Bildung in unseren Schulen spart und statt dessen die Initiative ergreift und etwas sinnvolles anbietet.

Unterstützenswert und von mir bekommt Kano eine ganz besondere Empfehlung.

 

 

Die GetDigital Abmahnung wegen Geek und Nerd geht in die nächste Runde!

Neueste Info von Getdigital zu dem Fall, ich hoffe, ihr streut das kräftig, GetDigital kann unsere Unterstützung gut gebrauchen!

Kurz zur Zusammenfassung: Die Firma Trade Buzzer UG hat sich die Marke „Geek Nerd“ (und noch einige weitere) eintragen lassen und mahnt nun Onlineshops wegen der Verwendung dieser Begriffe ab. Mehr dazu gibt es im Getdigital Blog zu lesen:http://www.getdigital-blog.de/abmahnung-mal-wieder-dieses-mal-wegen-der-marke-geek-nerd/

Leider hat in einer ersten Instanzt die Trade Buzzer UG es tatsächlich geschafft, einen Richter zu überzeugen und nun liegt sogar eine einstweilige Verfügung gegen GetDigital vor!
Wir mussten also alle Texte in unserem Shop ändern, in denen die Begriffe „Geek“ und „Nerd“ zusammen benutzt wurden und – was natürlich noch viel schlimmer ist – 160 Shirts bei eBay löschen.

Der finanzielle Schaden ist dadurch natürlich nicht unerheblich, aber GetDigital will sich wehren:
http://www.getdigital-blog.de/fall-trade-buzzer-abmahnung-gerichtliches-verbot-der-benutzung-von-geek-nerd/

Wider den Meetingwahn, ein ergänzender Rant

Es besteht eine Unkultur in deutschen Büros. Die der vielen Meetings. Ganz egal, worum es geht, erst mal wird ein möglichst großer Kreis eingeladen, um über ein Thema zu diskutieren, das man hätte oftmals zwischen Tür und Angel bilateral, oder in einem sinnvoll ausgewählten Kreis klären können.

Für alle, die sich in Meetings beklagen, dass andere „auf ihrem Smartphone rumspielen“ oder aus dem Fenster starren und ihren ach so salbungsvollen Weisheiten nicht lauschen gebe ich mal folgendes zu bedenken:   Dass sich Menschen ablenken lassen, hängt auch viel damit zusammen, dass tendenziell zu häufig und zu viele Menschen in Meetings eingeladen werden. Wenn ich im Meeting thematisch nur kurze Zeit beitragen kann, langweile ich mich den Rest der Zeit. Das fällt nur nicht so auf, wenn ich dann in meinen Block irgendwelche Bildchen male, wenn ich ein Smartphone benutze, geht jeder gleich erst mal von „Spielzeug“ aus. Da stimmt aber im Grundsatz dann erst mal was mit der Meetingkultur nicht.

Leider sitzen in zu vielen Meetings Menschen, die eigentlich was besseres vor haben und gar nicht dabei sein müssten, nur, weil sich wenige dann wichtig vorkommen, wenn ein großer Kreis ihnen lauscht. Zeigt dann jemand, dass er eigentlich gar nicht dabei sein müsste, gibts erst mal dialektische Haue.
Lasst in Zukunft  Smartphone oder Tablet am Schreibtisch oder in der Tasche (Smartwatch ;P), dann müssen die Leute halt damit leben, dass  dann weder ein Kalender dabei ist, noch Notizen gemacht werden, denn auf Papier Notizen zu machen, damit man sie später extra digitalisieren muss ist  blöd. Aber Gott sei Dank werden in solchen Meetings die Wichtigkeit der Anwesenden und die Aussagen häufig in einem Protokoll niedergelegt. Und wo nicht, war auch das Meeting nicht wichtig.

Oder kurz gesagt: Wenn es euch ärgert, dass andere gelegentlich auf ihr Smartphone starren, statt euern Eingebungen zu lauschen.Ladet in Zukunft nur noch diejenigen ein, die permanent an euren Lippen hängen oder akzeptiert, dass in großen Runden nicht jeder zu jeder Zeit aufmerksam sein muss. Und vor allem. Kümmert euch um euren Shize.

Ach und noch was, wenn ich schon mal wieder am ranten bin. SPART EUCH EURE ÄRGERLICHEN MASSEN CC Mails.

Update: Falls die Frage aufkommen sollte: Sprichst du da aus eigener Erfahrung und hast du Tipps, wie es besser geht,  kann ich Gott sei Dank sagen. Nein und Ja, es gibt zwar auch bei uns Meetings, aber sowohl die Zeit wird gut genutzt, als auch der Kreis stets gut gewählt. Aber in Diskussionen habe ich schon so manche Schreckensgeschichte gehört. Zwei Punkte, die in meinem Umfeld praktiziert werden, um Dinge im Rahmen zu halten: Es werden Meetingzeiten stets eingehalten, wenn nötig lieber ein Folgemeeting geplant. Und der Kreis wird so gewählt, dass möglichst nur wirklich am Thema Beteiligte auch teilnehmen. Zur Not wird selektiv für eine gewisse Zeit eingeladen. Das ist überhaupt der beste Trick. Und dabei nicht vergessen, jemanden zu benennen, der explizit auf die Zeit achten soll und ggf. Signal geben darf, so man nicht als Meetingleiter selbst die Zeitgrenzen überwachen kann (kann in hitzigen Diskussionen nämlich schon mal passieren)

Technikrituale und Phobien

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Auch eine Möglichkeit, sein digitales Leben zu tarnen.

Was man als Neueinsteiger ins Berufsleben aber auch erstaunlicherweise als „langgedienter“ Mitarbeiter immer wieder feststellen muss, selbst Menschen, die beruflich mit Technik zu tun haben, können das gar nicht haben, wenn andere damit souveräner umgehen als sie selbst.

Da mein Smartphone all meine Termine, sowie (da es sich um das Note 3 handelt) auch alle wichtigen ToDos und Notizen beinhaltet, nehme ich es logischerweise für gewöhnlich in Meetings mit, um mir digitale Notizen zu machen, einerseits, um Papier zu sparen, andererseits, um nicht die Termine und ToDos erst noch mühsam vom Papier in den digitalen Planer übertragen zu müssen.

Was ich dabei früher nicht bedachte. Der eine oder andere sieht das Smartphone immer noch bestenfalls als Spielzeug, schlimmstenfalls als Objekt des Bösen, das man nur in der allergrößten Not verwendet. Solch ein Papierfetischist kritisierte mich vor einiger Zeit, ich würde ja nur auf dem Smartphone rumspielen und nicht zuhören. Nun hätte ich mich hier auf einen langwierigen Disput einlassen können. Aber eines habe ich in meiner Zeit in Digitalien gelernt. die analogen Gestrigen kann man nicht bekehren, man kann sie bestenfalls ignorieren, sollte in der Regel aber einfach auf ihr Niveau heruntergehen. Insofern habe ich mir angewöhnt (wobei ich das schon das eine oder andere Mal vergesse und dann wieder böse Blicke ernte, die mich aber mittlerweile nur noch sehr peripher tangieren und schliesslich hab ich auch eine tolle direkte Vorgesetzte, die offen mit mir spricht und solche Fauxpas als das nimmt, was sie sind: PAL -> Problem Anderer Leute) weitestgehend auf die öffentliche Nutzung meines digitalen Notizblocks in Meetings mit Technikphobikern zu verzichten.

Und das ist auch die Botschaft, die ich anderen mit auf den beruflichen Weg gebe. Denkt euch immer technologisch runter auf die unterste anwesende Nutzungsstufe. Und das heißt leider immer noch. Nehmt Papier. Ihr müsst da ja gar nix schreiben. Aber wer Papier und einen Stift (je edler um so kompetenter) vor sich hat, der arbeitet. Wer sich aktiv Notizen auf digitaler Ebene macht. Der spielt.

Klingt zwar dämlich. Is aber so. Und erzählt mir jetzt nicht, da muss man durch, das muss man ignorieren. Leider sind oft eben die Hierarchieebenen die technophobischten, die auf deine berufliche Karriere direkt oder indirekt Einfluß nehmen können. Insofern, manchmal gilt hier, wie bei vielen Themen: Lächeln und Winken Jungs, lächeln und winken.

Was mich hier aber interessiert, ist es symptomatisch für uns Deutsche? Kennt auch ihr Fälle,wo jemand euch unbedingt belehren musste, weil ihr nicht so agiertet, wie es ihm/ihr passte, obwohl er eigentlich keinen Grund hatte, sich einzumischen?

 

Warum die meisten Abosysteme nicht wirklich sinnvoll sind.

Immer häufiger liest man über Dienste und Waren, die man in einem „praktischen Abo“ dauerhaft beziehen kann. Dabei sollte man solche Dienstleistungen mit größter Vorsicht genießen. Sie bringen meist vor allem den Anbietern Gewinn, während man als Kunde selten wirklich damit spart.

Warum das so ist?

Nun, die meisten Abos basieren darauf, dass man einen „Warenmix“ abonniert. Ich bekomme Zugriff auf ein Warensortiment (z.B. eine Lebensmittelkiste) oder ein Dienstleistungssortiment (zum Beispiel Musikabos). Das ist zunächst mal, wenn man davon ausgeht, dass man wirklich all das, was einem Monat für Monat oder Woche für Woche geliefert bekommt, auch nutzt und braucht. Aber schon bei den Musikabos habe ich da bei den meisten Menschen so meine Zweifel. Schließlich kaufe ich mir nicht nur meine Lieblingsmusik, sondern eine riesige Zahl uninteressanter Musik ein. Und Wenn ich mal umrechne, wie oft ich den Dienst nutze versus wie oft ich mir eine Musik kaufe, weil ich sie wirklich mag, dann stellt man schnell fest, so viel günstiger ist das gar nicht. Zumal man auch die versteckten Kosten z.B. für den Datendienst dazurechnen sollte, hört man zum Beispiel unterwegs gestreamte Musik.

Wobei das viel größere Problem entsteht, wenn man physikalische Waren bestellt. Sei es nun das Getränkeabo, das Abo einer Zeitung oder einer Dienstleistung. Bevor ich abschließe sollte ich IMMER zunächst prüfen, wie oft ich die Ware im Moment benutze, welche Waren das Paket beinhaltet und ob ich nicht mit dem Einzelkauf besser dran bin. Zumal ich dann auch flexibel auf Sonderangebote reagieren, oder selbst entscheiden kann, was mir zugestellt wird. Gerade die Nahrungsmittelabos (die Gemüsekisten z.B.) schreiben mir ja im Prinzip vor, was ich zu essen habe, will ich das ganze wirklich rentabel nutzen.

Ich sage hier nicht, dass Abos grundsätzlich schlecht sind. Aber man sollte immer wieder, und nicht nur beim Beginn des Abos hinterfragen: Nutze ich es? Lohnt es sich? Spare ich wirklich? Brauche ich das überhaupt?