Braindrain, die guten (Wissenschaftler) wandern ab

Der Spiegel berichtete vor kurzem über den Braindrain deutscher Wissenschaftler. Grundaussage war, dass mehr Wissenschaftler ins Ausland abwandern, als nach Deutschland kommen.

Das würde ich noch etwas weiter fassen. Immer mehr Menschen in meinem Umfeld denken darüber nach, nicht nur den Job, sondern gleich das Land zu wechseln. So habe ich schon diverse Freunde im Ausland und das sind nicht nur Wissenschaftler. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang vor allem, welch große Diskrepanz offensichtlich zwischen der Wahrnehmung unserer Politiker und der Realität besteht. Ja, wir haben eine florierende Wirtschaft und eine niedrige Arbeitslosigkeit. Aber das geht vor allem auf dem Rücken der Arbeitnehmer. Während die Politik sich die Diäten erhöht, fordert sie von den Gewerkschaften Lohnverzicht. Arbeitslose werden in den Jobcentern behandelt wie kleine Kinder, denen man nicht vertrauen darf, weil sie ja alle betrügen (Moment, wer hat die Finanzkrise zu verantworten? Richtig)

Es wird den Arbeitnehmern die Rente gekürzt und gleichzeitig als Maßnahme gegen den demografischen Wandel verkauft, wohl wissend, dass in vielen Berufen Arbeiten bis 67 schon aus gesundheitlichen Gründen nicht denkbar ist. Aber wenn dann der Bürger die Konsequenz zieht und ins Ausland geht, sofern er diese Möglichkeit überhaupt hat, dann wundert man sich und zeigt sich besorgt.

Wir sollten bei solchen Debatten nicht vergessen, wenn wir alles an „Durchschnitt“ auf der Strecke lassen, den wir auch brauchen. Es bringt einer Wirtschaft überhaupt nichts, nur die Spitzenleister zu betreuen, nur die Großverdiener gnädig zu stimmen. Es braucht einen gesunden und motivierten Unterbau an Menschen, die die EIGENTLICHE Arbeit tun. Und hier sorgt man immer mehr dafür, dass innerlich gekündigt wird, dass Dienst nach Vorschrift erfolgt. Das wird sich nicht sofort niederschlagen, aber es wird irgendwann und dann vermutlich scheinbar ebenso überraschend wie die Flucht der Wissenschaftler auf die Wirtschaft zurückfallen, wenn uns andere Nationen rechts überholen, bei denen der „normale Angestellte“ auch be- und geachtet wird.

Und die innere Kündigung wird mittlerweile zum Massenphänomen in einer Gesellschaft, die zwar die Freizügigkeit fordert, sie aber eigentlich gar nicht ermöglicht, ohne wirtschaftlich und sozial ein hohes Risiko einzugehen. Man soll sich niederlassen, ein Haus erwerben, eine Familie gründen, wenn dann aber der Job ruft, soll man/frau alles stehen und liegen lassen und dorthin gehen, wo die Arbeit ruft?

Man soll zwar einen Ausgleich zwischen Privat und Beruf schaffen, wenn man aber mit Blick aufs Privatleben nicht zu jeder Überstunde und jeder Arbeitszeit bereit ist, dann gilt man als unflexibel und wird, so man arbeitslos ist, wie ein Schwerverbrecher mit Sanktionen belegt.

Und da wundert sich unsere Medienlandschaft und die Politik über die Menschen, die gut ausgebildet ins Ausland gehen? Ich ganz ehrlich nicht.

 

Blogparade: Arbeitsplatz der Zukunft-Es beginnt alles im Kopf

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Als Blogger und Buchautor bin ich heute schon mobil. In Zukunft wird der Ort an dem ich arbeite noch viel irrelevanter werden.

Die Blogparade des CeBIT Blog „Arbeitsplatz der Zukunft“ greift ein Thema auf, zu dem ich nebenberuflich schon lange forsche und schreibe. In meinem Hauptberuf bin ich Softwareentwickler und zwar klassisch. Arbeitsplatz im Büro, fester Desktop PC und über die üblichen Gleitzeitmodelle hinaus im Prinzip der klassische 9-17 Uhr Job.

Das macht mir nichts, der Beruf macht mir Freude, aber als Autor und Blogger arbeite ich eben auch noch in anderen Arbeitsmodellen. Denn als Autor und Blogger bin ich mobil.  Sehr mobil. Eigentlich benötige ich nur meinen Rucksack und einen Tisch, nein, eigentlich noch nicht mal das, um zu bloggen, zu recherchieren, zu schreiben und ja, auch um KUMs bei ihren ersten Schritten in die Arbeits- und/oder Social Media Welt von Morgen zu begleiten.

Aber ich möchte hier gar nicht auf meine technischen Werkzeuge eingehen,die mir mobiles Arbeiten ermöglichen. Smartphone, Tablet und Notebook, WLan und MIFI alles bekannte Begriffe und Technologien. Aber nicht das, was die Arbeit der Zukunft für mich ausmacht. Denn für  mich gibt es zwei Prämissen, die ich für zukünftige Arbeitsplätze sehe.

Zum einen, der Ort wird irrelevant. Wir werden erleben, dass die Präsenzkultur sich immer mehr überlebt. Ich arbeite nicht, wenn ich da bin, sondern wenn ich arbeite. Heutige Unternehmen verwenden viel zu viel Energie und Kosten darauf, die Präsenzzeiten der Mitarbeiter zu erfassen. Wer aber permanent fragt, wie lange etwas dauert, der wird erleben, dass die Zeiten, die er erhält auch stets voll ausgefüllt werden. Denn es geht ja nicht um die effektive Erledigung der Aufgabe sondern um das anwesend sein, wenn es erwartet wird und idealerweise auch, wenn für den Chef sichtbar (zumindest scheinbar) gearbeitet wird.

Das ist nicht mein eigenes Erleben, das haben Studien ergeben. Schon in meinem Umfeld kann ich beobachten, wie plötzlich die Ergebnisse wichtig werden, wenn man sich von dem Denken in Stechuhrmodellen verabschiedet. Projekte erwarten nicht die Präsenz des Mitarbeiters, sondern das Ergebnis. Sie wollen vom Mitarbeiter nicht Anwesenheit, sondern gute, qualitativ hochwertige Ergebnisse. Gerade in Wissensberufen – und auch wenn das mancher so nicht sehen will, sie werden in Zukunft die überwiegende Mehrheit der Tätigkeiten darstellen – zählt das Resultat, nicht die Dauer.

Auch daraus resultiert ein weiterer Aspekt, den ich für zukünftige Arbeitsplätze sehe. Anstelle eines Fulltime Jobs wird es immer mehr Teilzeitangestellte geben, die möglicherweise für mehrere Unternehmen in einer Art serieller Festanstellung oder einem Mix aus Festanstellung und freiberuflicher Tätigkeit arbeiten. Daraus resultiert, dass sie nicht mehr zwangsweise in den Räumen des Unternehmens tätig sein müssen, dass Unternehmen vielmehr so etwas wie Coworking Spaces bereitstellen, die dann von den Mitarbeitern des Unternehmens ganz nach den aktuellen Tätigkeitsbedürfnissen genutzt werden. Da kann es Phasen mit permanenter Präsenz geben und wiederum Abschnitte, in denen der Mitarbeiter mobil, von zuhause aus oder von unterwegs tätig ist.

Es gibt das Stichwort vom „atmenden Unternehmen“. Das wird aber schwierig, so lange ich die Mitarbeiter für ihre Anwesenheit bezahle. Denn dann muss ich mir stets überlegen, wie ich die Ressource Mensch möglichst optimal auslaste, denn dann ist ja Mitarbeiterzeit Geld. Bezahle ich aber für Ergebnisse, idealerweise nicht bezogen auf den einzelnen sondern Teams oder Projekte, ist es durchaus möglich, neben hochstressigen Phasen auch Ruhezeiten zu haben, in denen manch ein Mitarbeiter nur 3 Tage arbeitet. Nicht falsch verstehen, die Bezahlung sollte sich weiterhin fix gestalten, damit Planungssicherheit für den Arbeitnehmer besteht. Aber im atmenden Unternehmen erhält man im Ideal auch die Gesundheit der Mitarbeiter, da dann wenn vernünftig und wirtschaftlich wie sozial sinnvoll geplant wird quasi die Erholungsphasen jenseits des Urlaubs mit einplant. Dann ist der Mitarbeiter nicht mehr ständig unter Stress und droht in den Burn out zu rutschen, da dann die Aufgabe des Managements plötzlich nicht mehr darin liegt, sicherzustellen, dass alle voll ausgelastet sind.

Vielmehr gilt es dann, eine Balance zwischen Arbeit und Mitarbeitern zu schaffen. Es wird immer wieder gerne vom Begriff der Work-Life Balance gesprochen.  Das ist für mich aber ein großer Irrweg. Work-Life Intergration muss das Motto lauten. Privat und Beruf mit der gleichen Wichtigkeit. Das Private nicht nur noch als Regeneration, um im Beruf wieder fit zu sein sondern als eigene wichtige Komponente für Selbstverwirklichung und eigene Interessen. Und bei einer Arbeit, die nicht mehr die Zeit misst, so haben wiederum einige Studien ergeben, ist auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter weitaus größer.

In den Details wird man sicher diskutieren müssen, wird es Auswüchse geben und Fehlentwicklungen.

Aber für mich bedeutet der Arbeitsplatz der Zukunft vor allem mehr Freiheitsgrade und wieder mehr Zeit für das Individuum jenseits der Tätigkeit im Büro, weil die Arbeit plötzlich von einem Fremdkörper im positiven Sinne zum integralen Bestandteil des Lebens wird.

 

 

Die zwei Reputationen des Mitarbeiters. Warum man beide kennen sollte.

Viele denken, das Ansehen, die Kenntnisse ihres Mitarbeiters wären klar. Man hat es ja in den hausinternen Systemen erfasst, erlebt in der täglichen Warnehmung, wo die Stärken und Schwächen liegen und kann den Mitarbeiter, sei er Untergebener oder Kollege gut einschätzen. Das ist aber ein manchmal sehr großer Irrtum.

Wir gehen immer noch davon aus, dass sich der Arbeitnehmer innerhalb seiner bezahlten Tätigkeit engagiert, weiterbildet, seine Fähigkeiten und Kenntnisse voll einsetzt. Dabei übersehen wir einen wichtigen Punkt. Durch immer weiter automatisierte und formalisierte Arbeitswelt, ist es den Mitarbeitern oft weder möglich noch gestattet, ihr volles Potential auszuleben. Gerade Mitarbeiter mit kreativen Fähigkeiten, schöpferische und erfinderische Menschen suchen sich immer häufiger Erfüllung außerhalb des 9-17 Uhr Berufs, der Querdenken und Sprengen von Prozessrahmen häufig gar nicht mehr zulässt, sondern alles in ein formales Korsett zwängt.

Selbst Verbesserungsvorschläge durchlaufen manchmal so komplexe Prozesse, dass der einzelne häufig ob der Hürden und Dauer resigniert.

So kann es durchaus sein, dass Mitarbeiter sich ehrenamtlich engagieren, aber auch, dass sie sich im Privaten Kenntnisse aneignen und Talente entwickeln, die zwar für das Unternehmen interessant sein könnten, aber mangels Kenntnis und/oder Möglichkeiten gar nicht bekannt sind. So mag der eine oder andere Sachbearbeiter ein Vortrags- oder Schulungstalent besitzen. Es kann der scheinbar stille Kollege in seiner Freizeit technische Kenntnisse entwickeln oder sich Programmiersprachen aneignen, die im Moment im Unternehmen nicht gebraucht werden, aber dann in der Zukunft, wenn denn mal der Skill notwendig wäre nicht bekannt sind.

Gerade im Social Media Umfeld, in dem die eigene Expertise unabhängig von irgendwelchen Dokumenten etwas gilt, in dem oft in Blogs sehr versiert und kenntnisreich Artikel verfasst werden und spannende Diskussionen angeregt werden, sollte man sich bewusst sein, dass bei mangelnder Wertschätzung des Mitarbeiters mit seinen verschiedenen Talenten dieser sie nicht nur im Privaten auslebt, sondern das ein um andere Mal daraus auch eine zweite Karriere entsteht. So manches scheinbar stille Wasser ist in der Social Media Szene oder in einem technologischen Themengebiet ein Wortführer, ein Influencer. Möglicherweise sogar in einem Bereich, der für das Unternehmen von großem Wert sein könnte. Zum Beispiel ist ein spannender Aspekt die Personalsuche, die ja in verschiedensten Skillumfeldern operieren muss. Wenn schon nicht der eigene Mitarbeiter mit verborgenen aber gebrauchten Talenten entdeckt wird (die meisten Skillerfassungssysteme interessieren sich nur für das, was offensichtlich im Moment gebraucht wird und blicken nicht, was ich für viel wichtiger halte in die nahe und fernere Zukunft), dann kann es durchaus sein, dass er als Influencer andere auf das Unternehmen aufmerksam  machen kann oder gar als ausgewiesener Experte in einem Feld zum Aushängeschild für das Unternehmen werden.

Wir  müssen uns immer mehr bewusst werden, dass wir nicht mehr Privat und Beruf so streng trennen können. Je formalisierter für die Menschen ihr Alltag und gerade ihr Berufsalltag wird, je weniger sie noch selbstbestimmt arbeiten dürfen, um so mehr drängt es viele, sich in der Freizeit selbstbestimmt zu entfalten. Und mit sinkender Bedeutung der eigenen Tätigkeit ist gerade für talentierte Menschen die Entfaltung ihrer Talente in der Freizeit von immer größerer Bedeutung. Hier zu fördern und auch das Engagement jenseits des Arbeitsplatzes zu wertschätzen bzw. auch verborgene Talente zu erlauben kann ein unschätzbarer Fundus für ein Unternehmen sein. Möglicherweise ist dann der stille Entwickler plötzlich ein versierter Vortragender, der brave Sachbearbeiter ein talentierter Entwickler.

Die verborgenen Talente in Unternehmen liegen im Moment noch brach. Es wird die Zeit und die Demographie zeigen, ob hier die HR Abteilungen aufmerksam werden bzw. es ermöglichen, dem Mitarbeiter mehr Freiräume zu schaffen, um sich auch im Beruf wieder zu entfalten. Das geht zwar in kleinen Unternehmen und Startups oft gut, aber je größer der Konzern, um so formaler wird gearbeitet und um so weniger interessiert die Person jenseits der Humanressource.

Der PC zu hause verschwindet. Der Server kommt

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Auf Internet und eigene Daten greift man immer mobiler zu. Das Ende des klassischen PCs?

Die rückläufigen PC Zahlen sind ein erstes Anzeichen. Immer mehr Menschen steigen um vom PC auf das Notebook oder gleich auf einen Tablet Hybriden. Denn immer mehr Daten werden zentral verwaltet. Und im Moment passiert dies noch weitestgehend in der Cloud. Je mehr aber die Tablets und Smartphones dem PC den Rang ablaufen um so bedeutsamer wird es, die Rechenkapazität, die zuvor ein PC bereitgestellt hat, zukünftig zwar noch zur Verfügung zu haben, aber ohne dass neben dem Tablet oder Smartphone noch ein vollwertiger PC existieren müsste.

Meine Prognose geht dahin, dass wir in Zukunft den Einzug von Servern in die Privathaushalte erleben werden. Aber nicht, wie der eine oder andere sich jetzt vor dem geistigen Auge vorstellen mag, kühlschrankgroßen Powermaschinen sondern vielmehr von kleinen, energiesparenden und an den persönlichen Bedarf angepassten Systemen. Für den Poweruser, der auch anspruchsvolle Spiele spielt durchaus mit der Kapazität moderner Spielekonsolen (wenn nicht hier gar zukünftige Konsolengenerationen genau diese Dienste anbieten werden), für den Durchschnittsuser mag ein Server mit den Dimensionen eines Raspberry PI hinreichend sein um Audio und Video zu streamen und Daten bereitzustellen.

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So klein kann ein vollwertiger Multimedia Server sein. Der Raspberry PI

Dieser Server dient dann sowohl als Steuerzentrale für das „Smarthome“ als auch als Medienzentrum und NAS Speicher. Mit Tablet, Hybridgerät oder Smartphone kann immer, auch von unterwegs darauf zugegriffen werden und man arbeitet mobil quasi wie zu hause. Erste Konzepte dafür existieren bereits. Bereits existieren WLan Router, die in vielen Bereichen die Dienste eines Servers anbieten, und wir werden hier eine immer weitere Integration erleben.

Letztlich wird so das eigene zu Hause zur Schaltzentrale für den digitalen Nomaden und zum Daten- und Medienspeicher.
Der PC wird dann nur noch aus einem Thin Client mit Monitor bestehen, wenn es ihn überhaupt noch geben muss, angesichts Smart TV, Tablet und Phablet.

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Die aus dem Internet schaltbare Steckdose ist nicht neu. Aber dass sie taucht mittlerweile auch beim Durchschnittskonsumenten auf.

Bei uns zuhause hat jetzt zum Beispiel ein neuer AVM Router Einzug gehalten. Die Fritzbox 7360 bietet als einen Bestandteil auch Anbindung für Smartphone Komponenten an. Und natürlich, denn ich bin bekennender Geek habe ich mir zum neuen Router gleich die passende DECT Steckdose angeschafft, die zum einen die Verbraucher an der Steckdose misst und auswertbar erfasst. Zum zweiten kann ich aber via Fritzbox die Steckdose entweder automatisch zu bestimmten Zeiten schalten lassen (Urlaubssimulator z.B.) zum anderen auch direkt selbst via Smartphone darauf zugreifen und so zum Beispiel sogar aus der ferne bestimmte Geräte an- oder abschalten.

Und das ist erst der Anfang der Möglichkeiten. Gerade auf Kickstarter drehen sich im Moment einige Projekte um das Smart Home. Das wird für mich neben den Wearable Devices der große Trend der nächsten Jahre.

Mobiles Arbeiten, Tipps und Tricks

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Mein mobiler Sekretär und Assistent.

Und noch eine Blogparade, die mich zu einem Beitrag angeregt hat. Es geht um Mobiles Arbeiten und da ich ja, wie mein Umfeld weiß schon seit längerem ein Verfechter, des flexiblen, ortsunabhängigen Arbeitens bin, hier mal ein paar Gedanken zu meiner Sicht auf das Thema.

Für mich bedeutet mobiles Arbeiten vor allem, dass ich ortsunabhängig Zugriff auf alles habe, was ich für meine Arbeit brauche (hierbei beziehe ich mich auf meinen „Nebenjob“ als Autor und Blogger, der Daytime Job ist zu nahezu 100% an einen festen Arbeitsplatz gebunden (noch)) .

Kern des ganzen ist für mich, auch wenn mich manche dafür dialektisch steinigen mögen, immer noch Google mit seinen Diensten. Texte und Manuskripte liegen auf Google Drive und lassen sich damit von überall bearbeiten. Als mobile Werkzeuge nutze ich in der Regel mein Transfomer Tf300 Android Tablet mit Tastaturdock bzw. für die schnelle Korrespondenz oder Notizen in Meetings und Gesprächen mein Note 3, dessen Stiftfunktionen ich nicht mehr missen möchte.

Um mit dem Tablet aber auch mit anderen Endgeräten ins Netz zu kommen ist stets auch ein Mifi Router mit dabei.

Ich habe es mir zur Regel gemacht, so weit es geht auf Papier zu verzichten und alles digital abzulegen, damit ich stets alles auf einem zentralen Platz habe. Auch Fotos von Unterwegs oder Filme für meinen Blog lege ich automatisch via Dropbox im Netz ab, und habe damit, sollte mal eines meiner Endgeräte verloren gehen immer alles noch zentral zur Verfügung.

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Mein mobiles Büro.
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Die Scottevest bietet Platz für alles, was ich unterwegs brauche. Ich besitze davon eine Sommer und eine Winterversion und kann ganz ohne zusätzliches Gepäck mobil sein.
Bildquelle: Scottevest.com

Arbeite ich an längeren Texten oder bin für mehrere Tage unterwegs ist dann anstelle des Android Tablets mein Notebook dabei, denn immer noch ist es angenehmer, lange Texte und Blogbeiträge über meinen Linux Notebook zu erfassen. Da hoffe ich auf die Chromebooks, die ich wohl in diesem Jahr mal antesten werde.

Um auch unterwegs mit der Familie in Verbindung zu bleiben, ist Whatsapp (schon wegen der Kinder) im Einsatz und Skype für die Familienvideokonferenz. Berufliche Videokonferenzen organisiere ich lieber über Google Hangout, da sind die Möglichkeiten zur Kollaboration auch mit mehreren Teilnehmern einfach besser.

Auf dem Laufenden halten mich unterwegs meine Social Media Kanäle und für die Hotelsuche nutze ich entsprechende Apps auf dem Smartphone. Foursquare wird intensiv genutzt, schon, weil es oft sehr praktisch ist zu wissen, wer noch mit mir in der gleichen Region unterwegs ist.

Und damit ich auch unterwegs nie tagsüber von Steckdosen abhängig bin, sind natürlich zwei Powerakkupacks mit je 15.000 mAh mit dabei. Dank meiner neuen Scottevest kann ich das alles, sofern ich nicht meinen Rucksack bei mir haben will, auch hervorragend und komplett unauffällig in meiner Jacke verschwinden lassen.

 

 

Play to Cure – Genes in Space: Spielen und der Krebsforschung helfen

PlaytoCureMit Play to Cure: Genes in Space ist jetzt ein Spiel erschienen, das auf den ersten Blick wie ein einfacher Weltraumflug Simulator aussieht. Das Spiel hat aber einen ernsten Hintergrund und fällt in die Kategorie der „Serious Games“.

Während man selbst ein Raumschiff steuert und durch verschiedene Möglichkeiten, Punkte zu sammeln immer bessere Ausrüstung erhält, werden Daten, die von Cancer Research UK bereitgestellt werden analysiert, und die Ergebnisse wieder zurückgesendet. Zu Beginn werden hierzu durch die App genetische Daten heruntergeladen, die während der Spieler das Spiel spielt verarbeitet werden. Wird das Spiel beendet, werden die Ergebnisse dann wieder hochgeladen.

Man muss sich quasi einen möglichst „dichten Pfad“ durch die Daten suchen, die im Spiel eine wertvolle Materie sind, die der Spieler aufsammeln muss.

Das ganze Spielprinzip mag nicht all zu aufregend erscheinen, für ein Casual Game macht das ganze doch hinreichend Spaß und wenn man die sinnvolle Sache im Hinterkopf behält, versucht man erst recht, die optimalen Pfade zu finden.

Also wenn ihr das nächste Mal etwas Wartezeit totschlagt, warum dann nicht mit einem Spiel, das auch noch gutes tut?

 

Erhältlich ist Play to Cure: Genes in Space für Android und IPhone.

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IFS-Studie: Führungskräfte von morgen setzen „Mobility“ voraus

Mobilgeraete privat und beruflich
Welche mobilen Endgeräte Nachwuchskräfte privat im Einsatz haben und welche sie künftig im Beruf nutzen wollen. (Quelle: IFS, Januar 2014)

Nachwuchskräfte erwarten von ihrem künftigen Arbeitgeber nicht nur, dass er mobiles Arbeiten unterstützt, sie möchten auch bei der Auswahl der mobilen Endgeräte ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des weltweit agierenden Anbieters von ERP-Lösungen IFS unter Business-School-Studenten.

Erlangen, 15. Januar 2014 – Wie wichtig ist Nachwuchs-Führungskräften das Thema Mobility? Dieser Frage ist die Münchner Kommunikationsagentur PR-COM im Rahmen einer von IFS beauftragten Umfrage nachgegangen. Im Herbst 2013 wurden dazu mehr als 150 Interviews mit Studenten an Münchner Business Schools und Universitäten durchgeführt. Die Befragten kamen vornehmlich aus den Studienrichtungen Wirtschaft und Management sowie Kommunikations- und Politikwissenschaften.

Die Studie bestätigt, dass die überwältigende Mehrheit der angehenden Führungskräfte in ihrem Privatleben ausgiebig mobile Endgeräte nutzt. So besitzen mit 92 % fast alle von ihnen ein Smartphone. Gut drei Viertel von ihnen (76 %) nutzen außerdem ein Notebook, ein Drittel der Befragten (33 %) gab zudem an, ein Tablet zu haben.

Der selbstverständliche Umgang mit mobilen Endgeräten in ihrem Privatleben prägt die Erwartungshaltung der Nachwuchskräfte an ihre künftigen Arbeitgeber. 85 % der befragten Studenten gaben an, Smartphones später auch beruflich verwenden zu wollen. Ähnlich wie im Privatleben möchten sie künftig auch auf Notebooks im Beruf nicht verzichten: 64 % der Befragten wollen damit arbeiten. Auf Platz drei folgen Tablets, die gut die Hälfte (52 %) der Studenten auch am Arbeitsplatz einsetzen will.

Bei der Entscheidung, welche Mobilgeräte sie beruflich nutzen können, wollen die angehenden Führungskräfte ein gewichtiges Wörtchen mitreden, so die Untersuchung. Stellt der Arbeitgeber die Geräte, ist für die überwältigende Mehrheit (82 %) ein Mitspracherecht bei der Auswahl sehr wichtig, wichtig oder eher wichtig.

Interessant: Sollte der künftige Arbeitgeber keine Mobilgeräte stellen, will die Mehrheit ihre Privatgeräte am Arbeitsplatz verwenden. Für insgesamt 56 % der befragten Studenten ist es entweder sehr wichtig oder wichtig, ihre privaten Mobilgeräte auch im Beruf einsetzen zu dürfen, wenn der Arbeitgeber nicht das gewünschte Gerät stellt. Für die Unternehmen bedeutet das: sie müssen eine Bring-your-own-Device-Strategie (BYOD) unterstützen, wenn sie junge Nachwuchsführungskräfte gewinnen wollen.

Die Bedeutung dieses Themas für die angehenden Führungskräfte wird sich auch bei ihrer Suche nach einem Arbeitgeber niederschlagen. Auf die Frage, welche Aspekte ihnen bei der Bewerbung oder der Entscheidung für ein Unternehmen wichtig sein werden, antwortete ein Viertel der Studenten, es sei für sie entweder ein K.O.-Kriterium oder sehr wichtig, dass ihr künftiger Arbeitgeber ein Mobilgerät zur Verfügung stellt.

„Das Thema Mobility wird für die Firmen durch die nächste Generation an jungen Mitarbeitern entscheidend geprägt werden und daher an Bedeutung gewinnen“, sagt Wilfried Gschneidinger, CEO von IFS Europe Central in Erlangen. „So selbstverständlich die jungen Menschen heute Mobilgeräte in ihrem Privatleben nutzen, so selbstverständlich möchten sie dies später auch an ihrem Arbeitsplatz tun. Darauf müssen sich die Unternehmen in ihren Prozessen und Ausstattungen einstellen, wenn sie beim Wettbewerb um die besten Köpfe punkten wollen. Entweder sie stellen entsprechend innovative Geräte zur Verfügung und integrieren diese bestmöglich in die innerbetrieblichen Abläufe, oder sie unterstützen zumindest einen Bring-your-own-Device-Ansatz. Unabhängig davon, für welches Vorgehen sich die Arbeitgeber entscheiden – IFS unterstützt sie mit innovativen mobilen Lösungen, welche sicher, anwenderfreundlich und plattformunabhängig sind und daher ein Höchstmaß an Nutzen bringen.“

Die Lehre aus dem Fall ADAC: Es verlieren alle.

Nicht das es mich zu sehr überrascht hätte. Das war ja nicht der erste Fall, bei dem Mauscheleien aufgedeckt werden. Aber mit jedem solchen Betrug schwindet die Glaubwürdigkeit insgesamt. Das ist das eigentlich schlimme daran. Denn eigentlich verliert damit nicht nur der ADAC an Glaubwürdigkeit. Kann ich denn jetzt wirklich bei anderen Rankings annehmen, die wären objektiv erstellt worden?

Und wer sagt mir denn, dass all die Meinungsumfragen und Stimmungsbarometer nicht auch mit falschen Zahlen schön gerechnet oder autraggebergerecht gemacht wurden? Schließlich ist es doch schon auffallend, wie oft Studien genau zu den Ergebnissen kommen, die für die Auftraggeber möglichst positiv sind. Und hier muss noch nicht mal betrogen werden. Schon das Stellen der richtigen Fragen reicht oft, um eine Studie oder Umfrage positiv oder negativ zu einem Thema ausgehen zu lassen.

Wir sollten uns immer bewußt sein. Nur weil es eine Nachricht gibt, dass die Bevölkerung oder die Zielgruppe X denkt oder Y möchte, muss das nicht zwangsweise der Wahrheit entsprechen. Es gilt immer zu hinterfragen und zu versuchen, die berühmte zweite, besser noch die dritte Meinung hinzuzuziehen. Und auch wie bei so vielen anderen Themen ist wichtig. Verschaffe dir Medienkompetenz. Lerne einzuschätzen, welches Medium wie glaubwürdig ist. Und glaube nichts, nur weil es eine Zeitung oder ein Sender behauptet. Die Wahrheit ist da draußen. Aber meist nur in Teilen sichtbar. Wenn ein deutscher Konzern eine Studie zur Qualität seines Produktes im internationalen Vergleich in Auftrag gibt, würde ich mich ehrlich gesagt wundern, wenn dann nicht in der Pressemitteilung nachher steht, wie gut das Produkt doch abschneidet. Und sollte es wirklich gar nicht möglich sein, die Daten zu pimpen. Na dann gibts ja immer noch Ablage P wie Papierkorb.

Vielleicht ist auch das etwas, warum ich Social Media so sehr schätze. Ich bin nicht mehr auf die Sprachrohre der Konzerne angewiesen, die Presse und das Fernsehen. Ich kann direkt bei Menschen fragen, die mit dem Unternehmen zu tun haben oder hatten und kann direkt bei Nutzern von Produkten nachfragen, ob sie zufrieden sind.

Und was für mich noch viel interessanter ist. Man kann die eigentlich niedrigen Zahlen der Teilnehmer an der Umfrage auch noch anders deuten. Das Auto verliert als Relevanz. Sowohl als Statussymbol, da wurde es vor allem bei der jungen Generation mittlerweile vom Smartphone abgehängt. Und zudem auch als wichtiges Verkehrsmittel. Wer auf der Autobahn dauernd im Stau steht, in der Stadt mehr mit Parkplatzsuche als allem anderen beschäftigt ist und immer mehr Geld in die Pflege des technisch immer aufgerüsteteren Gefährts und immer höhere Summen in den Tank steckt, der erkennt irgendwann, dass er vielleicht gar kein Auto mehr braucht. Das aber würde für den ADAC bedeuten, einen Mitliederschwund zu erleben. Und da wollte man wohl gar nicht erst den Eindruck erwecken. Des Deutschen liebstes Kind wäre das Auto gar nicht mehr.