
Der Makerbot wird vorgestellt.

Der Makerbot wird vorgestellt.
Tja, man sollte auch einen repräsentativen Firmensitz haben, wenn man bei den global players mitspielen und an der Börse gut laufen will.
Wie die TAZ berichtet (Google sei Dank), ist das einer Firma mit Sitz in Kanada zum Verhängnis geworden. Nachdem Bilder ihres Firmensitzes bei Google Street View auftauchten, ist der Kurs der Aktie abgestürzt. Vielleicht hätten sie einen Pappaufsteller mit einem Bild eines Hochhauses vor dem Gebäude aufstellen sollen. Dann wäre so was nicht passiert. Das ist ja vielleicht eine neue Marktlücke. Eine Firma, die Aufsteller produziert, die repräsentative Firmensitze den Kameras von Google vortäuschen.
Unglaublich, welch Aufwand manch ein Hersteller so treibt, um den Eindruck von Energieeffizienz zu erwecken. So berichtet „The Age“ aus Australien: “
LG fridges: life’s not so good„.
Dem Artikel zu Folge hat LG in zwei seiner Gefrierschränke einen Sensor eingebaut, der die Geräte in einen Energiesparmodus versetzt, sobald eine laborähnliche Umgebung erkannt wurde.
Gratulation liebe Ingenieure. Hättet ihr euer Wissen mal lieber in echte Energieeffizienz investiert. Aber die Frage ist ja auch, wer auf die Idee kam. Und da fallen mir doch sofort wieder diese Menschen mit dem M am Anfang ein. So was kommt dabei raus, wenn Umsatz vor Qualität, Betrug vor Ehrlichkeit gegenüber dem Kunden geht. Wahrscheinlich hat irgend ein Erbsenzähler ausgerechnet, dass dieses Betrugsgerät zu entwickeln um ein paar Cent billiger ist, als wirkliche Energieeffizienz einzubauen… Da sag ich nur „Oh tempora, oh mores..“
Wie Golem heute berichtet, hat das Bundesverfassungsgericht i eine Verfassungsbeschwerde gegen den Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) abgewiesen (Aktenzeichen 2 BvR 2502/08).
Die Anklage, die von einer in Zürich lebenden Deutschen eingereicht wurde, war nicht durch stichhaltige Beweise belegt. Da die Klägerin nicht ausreichend darlegen konnte, dass die Teilchenkollisionen am LHC tatsächlich eine Katastrophe heraufbeschwören können wurde die Klage vom Verfassungsgericht nicht angenommen.
Was mich hier wieder mal fasziniert: Esoterische Pillchen und nicht nachgewiesene Heilmethoden, die zum Teil sogar die Gesundheit der Menschen gefährden, finden immer grössere Akzeptanz in der Bevölkerung. Wissenschaftler und deren Aussagen werden hingegen immer häufiger nur dann geglaubt, wenn sie eine bestimmte technik- und fortschrittsfeindliche Grundtendenz zeigen. Mir scheint, anstelle zu einer fortschrittlichen, auf Wissen und Bildung basierenden Gesellschaft zu wachsen, bekommen immer mehr esoterische rückschrittliche pseudowissenschaftliche Themen an Bedeutung. Studien werden nur noch dann akzeptiert, wenn sie die eigene Angst belegen. Selektive Warnehmung gewinnt die Oberhand. Oder einfach gesagt, wir verdummen immer mehr.
Schon deshalb sind gerade heute Organisationen wie die GWUP immer wichtiger um gegen Halbwissen und esoterische Pseudowissenschaften einen rationalen und vernunftbetonten Gegenpol zu bilden.
Die aktuelle Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ titelt: Bloß nicht sitzen bleiben, und meint damit ein Experiment einer schwäbischen Firma, in der im Kreativbereich die Mitarbeiter keine festen Arbeitsplätze mehr haben, sondern lediglich einen Rollboy, und sich den Arbeitsplatz aussuchen, der gerade frei ist und ihren Arbeitsanfordernissen am ehesten genügt.
Parallel titelt die Computerwoche: Mitarbeitersuche nicht am Puls der Zeit. Schöne Träume, mochte man fast ausrufen, aber die Realität sieht doch anders aus. Da kommt mir doch gleich ein „Ja, aber“ über die Lippen. Wenn ich mir ansehe, wie viele Menschen mittlerweile im Dienstleistungssektor arbeiten, wie oft die Tätigkeiten in einem Büro an einem Schreibtisch stattfinden, dann drängt sich mir schon die Frage auf. Muss das alles immer verbunden sein mit einer festen Arbeitszeit und einem festen Arbeitsort? Im privaten sind wir doch längst, dank Smartphone und Computer mobiler denn je. Ich bin, wenn ich das will jederzeit und überall mit dem Internet verbunden, ich kann meine Kontakte online pflegen.
Und ganz ehrlich, gerade ich als Softwareentwickler bin dank Notebook und mobilem Internet eigentlich nicht mehr an einen bestimmten Ort gebunden, um Software zu entwickeln. Natürlich wird so etwas nicht schnell geschehen und wir werden uns neue gesellschaftliche Regeln definieren müssen, um nicht ständig nur noch für die Arbeit zu leben. Aber ich finde, eine Verschmelzung von Privat und Beruf kann auch vorteilhaft sein. Ich kann arbeiten, wann ich Zeit dafür habe, wichtiger wird letztlich das Ergebnis sein. Hierarchien werden weniger wichtig werden, wenn mein „Chef“ mich nicht mehr im Büro sieht, sondern die Arbeitsergebnisse als das, was meine Arbeit ausmacht.
Und wir werden, wenn wir es richtig machen, auch wieder mehr Zeit für Privates haben? Wie ich darauf komme? Nun, wenn ich selbstbestimmter arbeiten kann, kann ich auch selbstbestimmter meine Freizeit planen. Natürlich braucht es dazu die Disziplin, Nein zu sagen, wenn zu viel Arbeitsanforderungen kommen. Aber das hat nichts mit der geregelten oder ungeregelten, der gleitenden oder der Vertrauensarbeitszeit zu tun. Das ist eine Frage der Selbstdisziplin.
Und ich bin immer noch der Meinung: Wer behauptet, er trenne klar zwischen Beruf und Privatleben, der hat eines noch nicht erkannt: Ich bin nur eine Person, ich kann nicht in der Freizeit meinen Beruf komplett verdrängen und ebensowenig im Beruf nur noch funktionierender Arbeitnehmer sein. Neue Arbeitsmodelle sind gefragt. Und vielleicht bringen neue Modelle auch die von so vielen erwartete Entschleunigung.
Wir dürfen uns neuen Arbeitskonzepten nicht verschliessen, wir sollten uns aktiv beteiligen. Damit auch die Ideen der Arbeitnehmer einfließen und wir letztlich alle zufriedener im Beruf und im Privatleben sind.
Für alle, die immer noch glauben, das Internet wäre 1995 entstanden, bietet sich dieser empfehlenswerte Abriss über die Entstehung des Netzes an. Ich bin so ca. 1984 eingestiegen. Ja, im Orwell-Jahr.. Wenn das mal kein Zeichen ist 😉
Alpha3 ist für mich immer der Entwicklungsstand, bei dem ich auf einem unserer Netbooks ein komplettes Upgrade durchführe. Fazit bislang. Das neue Design sieht überraschend elegant aus und die Bootzeiten und Ausschaltzeiten lassen Windows 7 vor Neid erblassen.
Vom Einschalten des Netbooks bis zum Login Screen ca 7 sec. vom Login zum laufenden Desktop ca 5. Einfach unglaublich genial. Jetzt, mit einigem an installierter Zussatzsoftware Gesamtbootzeit 30 sec. das ist immer noch sehr gut! Wer neugierig ist kann die neue Alpha3 ebenfalls testen unter http://www.ubuntu.com/testing/lucid/alpha3