Wer ein Faible für Minecraft hat und bislang bereits auf dem Smartphone Minecraft gespielt hat, der dürfte sich über diese Nachricht freuen. Im Oculus Store gibt es ganz neu Minecraft VR für die Samsung Gear VR. Damit man noch intensiver in die Blöckewelt von Minecraft eintauchen kann. Es stehen ein Kinomodus und ein Immersive Modus zur Verfügung. Erster bietet Minecraft wie auf einer Kinoleinwand. Interessanter für die Meisten dürfte der Immersive Modus sein, bei dem man zur Gänze in das Spiel eintaucht. Einzige Bedingung neben der Gear VR ist ein Controller, damit man im Spiel auch navigieren und die vielen verschiedenen Aktionen ausführen kann.
Eine der ersten VR Brillen, die auch für den „normalsterblichen“ User erschwinglich ist… So er ein Samsung Smartphone einer bestimmten Generation besitzt
In meinem Umfeld, zugegebenermaßen ländlich geprägt und damit weit weg von allem „neumodischen Zeugs“ steht VR eher für eine bestimmte Gruppe von Banken denn für Virtual Reality. Dennoch sehe ich selbst auf dem Land große Potentiale für Virtual Reality. Natürlich wie immer zuallererst für Gaming und Porno (wo gibt es da eigentlich keine Technologie, die dafür genutzt wird)
Viel spannender finde ich die etwas „abwegigeren“ Möglichkeiten. Player, die ich in der nahen Zukunft als Anwender für VR sehe sind Banken, Baufinanzierer, Baumärkte, Möbelhäuser, schlicht all jene, die direkt oder indirekt mit dem Verkaufen, Vermitteln, Verschönern von Räumen zu tun haben.
Die Bank oder der Baufinanzierer kann z.B. in Kooperation mit Fertighausherstellern oder Architekten seinen Kunden nicht nur das Traumhaus finanzieren sondern direkt virtuell ein Modell des geplanten Hauses erstellen, Veränderungen vornehmen, die dann sofort in die Finanzierungsrechnung eingearbeitet werden können. Baumärkte und Möbelhäuser sind die darauf folgenden Instanzen, die bei der Einrichtung der ersten eigenen Wohnung virtuell helfen können oder bei Umbaumaßnahmen virtuell darstellen, wie sich diese oder jene Holzsorte als Bodenbelag darstellt.
Der nächste große Sektor ist Tourismus.
Mein Sohn bei ersten Tests, die die Brille mit Bravour bestanden hat.
Aber auch Regionen können ihre Attraktionen virtualisieren. Ich lebe in einer wunderschönen Fachwerkstadt. Was liegt da näher als davon einen 3d Film zu drehen, der dem potentiellen Besucher einen virtuellen ersten Eindruck bietet. Vergnügungsparks, es gibt bereits einige Videos von Achterbahnfahrten. Wenn ich das erst mal virtuell erlebt habe und Fan von Achterbahnen bin, ist das Interesse weitaus größer, das ganze auch real zu erleben.
Auch in der Medizin erkenne ich Potential für VR. Zum einen bei der Behandlung von Phobien. Samsung bietet mit der Gear VR eine Software an, die unter anderem die Fahrt in einem Glasaufzug sehr realistisch darstellt, ebenso eine Fahrt an einem Abhang und einen Helikopterflug. Ich habe Höhenangst und tatsächlich wirkte die Gear VR Darstellung so real, dass ich dort auch Höhenangst bekam.
Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass zum Beispiel längere Zeit kranke Kinder mittels VR Brille am Unterricht in der eigenen Schule teilnehmen können. Kombinieren wir das mit einem Telepräsenzroboter und es kann auch während der Erkrankung der soziale Kontakt gehalten und Schule geboten werden.
Natürlich sind die aktuellen Brillen noch sehr klobig. Allerdings beobachte ich das Thema seit ca. 1994 und die damaligen VR Brillen waren Monster und die Darstellung gruselig.
Warten wir noch 2-3 Jahre und wir werden sehr handliche Brillen erleben, die neben VR auch AR also Augmented Reality ermöglichen.
Ich bin sicher: VR bleibt, schon, weil es bereits jetzt Anwendungsgebiete dafür gibt.
Auf der Webseite von Oculus VR teilt man mit, dass Facebook das Unternehmen, das für seine innovative und aus einer Kickstarter Kampagne hervorgegangene VR Brille Oculus Rift bekannt ist, für schlappe 2 Milliarden Dollar gekauft hat.
Bleibt abzuwarten, inwieweit die Entwicklung normal weiter laufen wird, und was facebook mit diesem Kauf bezweckt.
Die Oculus Rift hatte bei Kickstarter über eine Million Dollar erzielt und war als Achtungserfolg aus der Finanzierung gegangen.
Erste Reaktionen aus der Entwickler Community gibt es schon. So hat der Erfinder hinter Minecraft Pläne für eine Oculus Rift Version gestoppt, nachdem er von der Akquisition durch Facebook erfuhr.
Nach Aussage von Facebook soll die Oculus Rift weiterentwickelt werden und der Firmensitz von Oculus VR weiterhin im kalifornischen Irvine verbleiben.
Die Reaktion es Minecraft Entwicklers auf die Übernahme von Oculus VR durch Facebook
Mittlerweile hat Markus Persson, der Kopf hinter Minecraft sich in seinem Blog auch nochmals ausführlich zu den Gründen geäußert:
Kurz gesagt Zitat:“ But I don’t want to work with social, I want to work with games.“
Dem ist glaube ich nichts hinzuzufügen.
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