Wenn Blogger und Verlage sich finden: www.bloggdeinbuch.de

Ein Blogger, der gerne Bücher  liest (ja, das gibt es häufiger als weithin angenommen) und ein Verlag, der innovativ an die Tätigkeit des Verlegens herangeht.

Was kann daraus werden?

Nun, eine Plattform, auf der Verlage ihre Rezensionsexemplare in geringen Mengen zur Verfügung stellen und Blogger diese kostenlos rezensieren können.

 

Wie das funktioniert?

Ganz einfach. Der Verlag präsentiert sein Buch und stellt 10 Exemplare bereit. Die interessierten Blogger bewerben sich um die Rezension des Buches. Nach einer bestimmten Frist wird aus den bis dahin eingegangenen Rezensionen ausgewählt. Die Bloggerin oder der Blogger erhält das Buch und schreibt darüber eine ehrliche Rezension, nachdem sie oder er es gelesen hat.

Einfach? Richtig! Gekaufte Rezensionen? Falsch. Denn gerade die Ehrlichkeit des Bloggers nützt hier dem Verlag, so kann er frühzeitig einschätzen, ob ein neues Werk auch beim „normalen Publikum“ ankommt oder nicht.

 

 

Die Bibliothek eines bloggenden Bücherwurms

Und der Blogger erhält durch die Rezensionen und deren Verlinkung auf der Seite von Bloggdeinbuch ein bessere Verlinkung und damit mehr Traffic auf dem eigenen Blog.

Also die allseits so berühmte Win-Win Situation für Verlage wie für Blogger.

Oder noch einfacher: Blogg dein Buch bedeutet ehrliche Rezensionen von denen, die das Buch wirklich kaufen würden. Mehr Qualität geht nicht.

Das Tablet ist NICHT die Lösung liebe Verleger

In der Süddeutschen war heute zu lesen: Die iPad-Illusion „Tablet-Computer sollen die Zeitungsbranche retten, weil Nutzer Geld für Nachrichten zahlen. Doch eine Zwischenbilanz zeigt: Der Traum könnte sich als Chimäre entpuppen. “

Damit meint die Süddeutsche, daß die erwarteten glorreichen Umsätze mit Zeitungsapps offensichtlich doch nicht so eintreffen wie erwartet. Nun denn. Analysieren wir die Gesamtsituation doch mal ganz ehrlich. Zum einen. Im Gegensatz zum EBook Reader ist ein IPad ein MULTIMEDIA Device. Mit herkömmlichen reinen Print- und Bildapps kommen die Verlage da nicht weit, denn es gibt ja auch noch Video, Audio UND Spiele. Und ich wage zu behaupten, daß für die meisten Käufer des IPads und ähnlicher Devices das Gerät definitiv kein Arbeitsgerät ist. (Es sei denn, es gehört hauptsächlich Konsumption zur Arbeit des Besitzers). Sobald ich selbst Texte verfassen oder aktiver auf Twitter oder Facebook unterwegs sein will, brauche ich eine Tastatur oder zumindest eine schnelle und effiziente Eingabemethode.

Zum anderen wird der Markt in diesem Jahr meiner Ansicht nach nicht so explodieren, wie manche das erwarten. Denn der erste Hype ist durch, ich kenne bereits einige Nutzer, die desillusioniert von ihren Tablets wieder zu Notebooks und Smartphones umschwenken, denn ein Tablet ist nun mal kein Arbeitsgerät, mal ein paar Nischen ausgenommen.

Außerdem, sooo günstig ist eine Zeitung auf dem App auch nicht, selbst wenn sie günstiger angeboten wird. Denn das Lesegerät ist inital sehr teuer. Und da es sich um ein technisches Gerät handelt ist die Lebenszeit begrenzt und durch den Hypefaktor limitiert, so daß in mind. 2-3 Jahren das Nachfolgegerät kommen muss. Nun hat der typische Tablet Nutzer aber auch noch Smartphone und Notebook, die auch in regelmäßigen Rhythmen ersetzt werden müssen. Alles in allem, je mehr Gadgets man besitzt ein um so teurerer Spaß.

Und einer der schönen Seiteneffekte des Webs ist ja, daß ich mir meine Nachrichten aus verschiedenen Quellen zusammenstellen kann. So lange die Verleger immer noch ganze Zeitungen im Abo anbieten, werde ich mich hüten, mich digital nur an eine Zeitung zu binden. Dann doch lieber der breiter gestreute Dienst, den ich über einen RSS Feed beziehe.

Sicher, Tablets werden weiterhin am Markt bestehen. Aber auch hier ist der Hype bald vorbei, und dann werden wir alle merken, daß ein Tablet weder ein Smartphone, noch einen Notebook ersetzt und somit als weiterer Ausgabeposten wohlüberlegt sein will. Ich nutze zur Zeit „noch“ einen gebrauchten Tablet PC, der aber bei weitem häufiger mit Tastatur, als nur als reines Tablet genutzt wird. Und er wird mit Sicherheit nicht durch einen weiteren oder gar ein Tablet ersetzt werden. Wohlgemerkt, es geht mir NICHT um die Sinnhaftigkeit von Touchscreens. Aber als alleinige Eingabemöglichkeit finde ich sie schon bei Smartphones gerade noch tolerierbar, da ich auf einem Smartphone eher keine längeren Texte schreiben werde.

Letztlich empfand und empfinde ich günstige (also ca. 50 Euro teure) EBook Reader immer noch als die bessere Alternative, da hier das Leseerlebnis angenehmer und das Budget bei weitem nicht so strapaziert ist!

Digital Rights Management als Ärgernis und Behinderer neuer Technologien. Der Misserfolg der eBooks dank DRM.

Auch ich habe einen Account bei Bookworm . Damit kann ich meine eBooks online verwalten, sie auch online lesen, oder auf jedes beliebige Device downloaden, das einen Internet Zugang besitzt. Alle? Nein, leider sind DRM geschützte Bücher davon ausgenommen. Und es gibt noch andere Probleme. Vor kurzem wollte ich neben meinem Notebook und dem Netbook noch ein weiteres Device freischalten. Da bockte Digital Editions, das DRM Management Programm für meine eBooks. Denn diese Bücher lassen sich auch nur mit einem DRM Programm der selben Art öffnen. So habe ich keine Möglichkeit Bücher, die ich in Amazons Format für den Kindle kaufe, auf andere Devices ohne Kindle Unterstützung zu laden.
DRM ist für mich das gleiche Problem für eBooks, das es schon bei MP3 war. Es ist ein grosses Hindernis und solange die Verlage auf dem dummen Konzept bestehen, so lange wird sich das eBook nicht durchsetzen. Denn zumindes ich habe den Anspruch: Wenn ich für etwas bezahlt habe, will ich damit machen können was ich will. Sonst will ich das Produkt über kurz oder lang nicht mehr. „Die Zeit“ hat da, ganz ihrem Namen verpflichtet, die Zeichen der Zeit erkannt und bietet ihre elektronische eBook Ausgabe für Abonnenten, wie überigens auch schon das PDF ohne DRM an. Das nenne ich fortschrittliches Denken und vor allem erzeugt „Die Zeit“ bei mir damit ein Vertrauensverhältnis. Klar werde ich das eBook nicht weitergeben. Aber ich habe auch guten Grund, weiterhin begeisterter „Zeit“ Leser zu sein. Denn offensichtlich nimmt man mich im Verlag ernst, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Verlagen, die mich mit DRM nerven.

Selbst oReilly hat erkannt, dass der Leser auch ein denkendes Wesen ist und bietet seine Bücher ebenfalls ohne überflüssigen weil nervenden DRM Schutz an. Damit kann ich auch diese Bücher professionelle verwalten und auf all meinen Devices bei mir haben. Denn manchmal ist nur mein Smartphone bei mir und auch darauf lese ich ab und zu gerne mal.
Von der idiotischen Buchpreisbindung will ich hier gar nicht erst ausführlicher anfangen. So lange das eBook genau so viel kostet wie die gedruckte Ausgabe überlege ich mir schwer, ob mir die nur noch digitale durch DRM verkrüppelte Version des Buches so viel wert ist. Was, wenn ich den eBook Reader wechsle? Was, wenn sogar das Format meiner EBooks? Dann muss ich sie ja nochmal kaufen, falls das DRM sie sogar an mein Device bindet. ich sage nur #epicfail Verlage. So gehts nun nicht. Eine ganze Branche macht die gleichen Fehler nochmal, die schon der Musikindustrie mehr Feinde bei den Konsumenten eingebracht haben und die letztendlich doch dazu geführt haben, dass DRM wieder entfernt wurde. Aber wir reden hier ja hier von proftorientierten Managern, die offensichtlich glauben, sie wären Pipi Langstrumpf und sich die Welt widewidewit machen, wie sie ihnen gefällt. Dabei vergessen sie aber, dass der Kunde für jeden profitgeil…aeh profitorientierten Manager immer noch der König sein sollte.