Der Windows 8 Launch Event: Technophobiker kriegen, was Technophobiker wollen

Netbooknews berichtete vom Microsoft Launch Event anlässlich der Einführung von Windows 8 und dem seltsamen Umgang mit den Vertretern von Blogs und Presse.

(Bitte beachten, bitte lesen, bitte nachdenken und wer trollt fliegt raus. Ich hoffe, das war jetzt klar und JEDER hat das Ironietag begriffen…..)

Nun. ganz so verwundert bin ich da nicht. Wenn ich mir die deutsche „Hochkultur“ so ansehe mit ihrer inhärenten Aversion gegen alles technische, dann ist das nur konsequent. (Ok, vielleicht nicht gerade umsatzfördernd für den deutschen Markt, aber das steht auf einem anderen Blatt)

Hier verstecken sich um des Technophobiker Friedens Willen ein EBook Reader und ein Tablet. Man will ja in Ruhe arbeiten dürfen.

Sobald auch nur ein technischer Begriff in irgendwelchen Unterlagen auftaucht, die nicht für die IT Abteilung bestimmt sind, kriegt die Hälfte derer, die den Text korrekturlesen alles mögliche zwischen Hautausschlag und Pickeln. Auch der Umgang mit neuer Technik ist eher von Angst, Haß und Ablehnung geprägt (Neumodisches Zeug,Spielzeug, Kinderkram, früher haben wir das auch ohne gemacht).

So lange wir uns immer wieder auf vergangene Zeiten zurückziehen und jeder neuen Technologie zunächst nur schlechtes unterstellen, werden wir eben von internationalen Konzernen auch so behandelt. Wie ein Entwicklungsland, dem man erst mal langsam und schonend beibringen muß, dass die nächste Technologie nicht den Weltuntergang heraufbeschwört (was das CERN erst per Gerichtsverfahren bestätigt bekommen musste).

Ich lache immer innerlich über die Phobiker, die nicht ein Jota bereit sind, sich auf eine Technik einzulassen und GENAU DESHALB dann mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Und dann werde ich ernsthaft gefragt, wie ich es schaffe, mit all den neuen Dingen fertigzuwerden. Aehem, hallo, jemand zu hause McFly ? Genau dafür NUTZE ich ja Technik, um mir das Leben zu vereinfachen.

Aber  was will ich von einem Volk erwarten, bei dem die Mehrheit esoterischen Scharlatanen glaubt und die Schulmedizin für gefährlich hält? In der Impfgegner ungestraft Kinder in Lebensgefahr bringen dürfen und Hochschulen mit vollem Ernst Pseudowissenschaften lehren. Ich habe manchmal das Gefühl, während der Rest der Welt sich in die Zukunft bewegt, orientieren sich die meisten Deutschen eher zurück in Richtung Mittelalter.

Aber man hat da ja so seine Möglichkeiten. Nicht umsonst gibt es eine wirklich kreative Industrie, die neue Techniken wie Smartphones oder Tablets so verpackt, dass auch der durchschnittliche Fortschrittshasser nicht bemerkt, mit was er da konfrontiert wird. Und offen nutze ich schon lange keine UMTS Sticks mehr, könnte ja sein, dass man von irgendwelchen durchgeknallten Elektrosensiblen gelyncht wird, während sie unter der Strahlung diverser WLans, Strommasten etc. stehen, die sie aber nicht spüren, weil sie ja nicht wissen, dass sie da sind. Und meist hilft es schon, falls man erwischt wurde, glaubhaft so zu tun, als schalte man das Netzwerk ab. Selbst getestet, funktioniert prima, auch wenn man genau so weiter „strahlt“ wie zuvor. 😉

Oh, und übrigens, von Social Media brauch ich ja gar nicht erst anzufangen. Das ist ja alles eh nur ein Hype von Leuten, denen langweilig ist. Und nützlich ist das auch nicht. Braucht kein Mensch… Ich geh dann mal in den Keller, wieder mein Viereck rausholen. Das mit dem Rad war ja auch so ein Irrtum.

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Die Generation Y pfeift auf Hierarchien. Aber nicht nur die!

Die Computerwoche titelt: „Die Generation Y: Weg mit den Hierarchien„. Und ich muss sagen, nicht nur die Generation Y, also die nach 1980 Geborenen pfeifen darauf. Wenn ich mir ansehe, wie hoch das Durchschnittsalter der Nutzer von Plattformen wie Facebook und Twitter ist (jenseits der 30) dann kann ich nur sagen, wir sind bereits mitten im Wandel und es gibt bereits eine immer grösser werdende Zahl von Arbeitnehmern, die schon lange jenseits der Hierarchien arbeiten.

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Die Frage: „Oh, hast du ein neues Spielzeug“ ist nicht witzig, sondern dumm.

Denn wer sie mir stellt, zeigt mir mehreres. Zum einen, er hat sich nicht informiert, denn ein Spielzeug ist etwas, das nur zum Spass genutzt wird, und obwohl ich sicher mehr Gadget als der Durchschnittsmichel habe, besitze ich nur Geräte, die mir auch aktiv helfen, die ich wirklich verwende. Zum anderen, er ist intolerant, denn meist muss ich deren Fussbalgefasele, Gespräche über deren eigene, meist stümperhafte Handwerkerversuche ertragen und beschwere mich darüber keineswegs, zum anderen akzeptieren diese Menschen offensichtlich nicht , das es Personen gibt, die Technik nicht nur beherrschen, sondern auch positiv nutzen können.
Und sie sind oft einfach dumm. Da sie weder darüber nachdenken, dass ihre Ignoranz jemanden verletzen könnte, zum anderen, weil sie mir damit vor Augen führen, wie uninformiert und technophob sie sind.
Lieber suchen sie stundenlang den Weg zu einem unbekannten Ort, als sich von einem Navi helfen zu lassen. Das extremste, was ich vor kurzem erlebt hatte: Ein Mitarbeiter einer IT Technik Abteilung, der mir während der Reparatur eines PCs erklärte, er möge dieses ganze neumodische Zeug gar nicht, zu Hause brauche er das alles nicht. Gut, mag ja sein, aber was machst du dann in deinem Beruf. Aber da ich nicht auf dieselbe Art bashen will, hab ich nix gesagt. Ist nur bedenklich, dass so jemand als „Experte für IT“ gilt…