Die Battroborgs, boxende Roboter. Klingt komisch, ist aber ein riesen Spaß

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Ausgepackt war das ganze schnell, die Testcrew konnte es kaum erwarten.
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Eine Kampfarena, Begrenzungsmaterial, Übungsroboter, zwei Controller und die eigentlichen Roboter beinhaltet das Starterset. Lediglich AA Batterien sollte man bereit halten für die Controller.

Ich gebe zu, vom realen Boxen halte ich herzlich wenig. Um so neugieriger aber auch kritisch eingestellt war ich, als man mir anbot, ob ich nicht ein neues Produkt des Herstellers Tomy antesten wolle, die sogenannten Battroborgs, boxende Kampfroboter.

Da ich ja nun bekanntermaßen eine gewissen Affinität (man könnte auch Obsession) zu allen Spielarten von Robotern für den Hausgebrauch habe, konnte ich hier einfach nicht wiederstehen. Und als dann noch meine drei Kinder davon erfuhren wusste ich, das wird ein harter Kampf, auf mehreren Ebenen. Letztlich habe ich dann meine drei Junggeeks einfach als Mittester mit eingebunden.

Was sind die Battroborgs nun. Eigentlich nichts weiter als Roboter, deren Fäuste man mit einem Controller steuern kann. Dabei erinnert der Controller doch recht stark an das Prinzip, das man z.B, von der Wii kennt. Mittels eines großen Controllers, der gleichzeitig auch als Ladegerät für den Roboter dient, kann man eine Faust, mit einem kleineren, über Kabel verbundenen die andere Faust steuern. Der Roboter hat am Kopf einen Sensor, der Treffer misst und via einer LED am Rücken die Treffer mitzählt, bis er letztlich K.O. geht.

Das Prinzip ist so simpel wie unterhaltsam. Im Starterset ist neben zwei Robotern auch noch eine Kampfarena und einige Dummies enthalten, die man zum Trainieren nutzen kann.

Durch ein simples aber wirkungsvolles Prinzip lässt sich die Arena dabei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden zuordnen, indem man die Seile, die die Umrandung der Arena darstellen enger oder weiter spannt.

Das ganze macht, auch wegen des guten Designs des Gesamtpakets einen Riesenspaß. Ihr glaubt mir nicht? Nun, ich glaube, der folgende kurze Film kann ganz gut vermitteln, wie viel Spaß wir schon direkt nach den ersten paar Runden mit den zwei Robotern hatten.

Aufgebaut ist das ganze sehr schnell, lediglich die Stützen für die umrandenden Gummischnüre sind etwas schwer einzustecken (auch der Stabilität des ganzen geschuldet) und benötigen evtl. etwas Unterstützung von Elternseite.
Die Spieler haben drei Gewinnmöglichkeiten: Knock-out, Knock-down und Ring-out. Für ein K.o. muss der Gegner fünf Mal am Visier getroffen werden. Jeder Roboter hat eine LED-Anzeige, die den aktuellen Trefferstatus anzeigt. Nach dem fünften Schlag ertönt ein Alarm und der Battroborg steht still. Für eine neue Runde drückt der Spieler auf das Visier des Roboters und der Kampf beginnt von
neuem.
Die Anleitung ist etwas sehr klein gedruckt aber auch über die Homepage findet man schnell ins Spiel, dort wird das ganze mittels kurzer Videos erklärt. Sehr schön auch, dass es für Android und IPhone eine App gibt, mit der man virtuelle Boxkämpfe führen kann, und damit das ganze sowohl real als auch virtuell fortführen kann. Zudem kann auch die App quasi als virtuelle Anleitung für die realen Kämpfe dienen.

[appbox googleplay screenshots com.realise.battroborgs]

 

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Den Aufbau überließ ich den Jungtestern, die damit auch keine Probleme hatten.

Obwohl aus Plastik wirken die Roboter ebenso wie die Arena recht robust, so dass man auch länger seinen Spaß mit den kleinen Kämpfern haben kann. Da jeder Roboter einzeln an einen Controller gebunden wird, sind sogar Kämpfe mit mehr als zwei Robotern denkbar, so dass man sich zum Beispiel Freunde mit Robotern einladen kann um größere Kämpfe auszufechten.
Die Preise für die Battroborgs liegen dabei für das Einzelpack bei ca. 49,99 Euro und für das Zweierpack mit Kampfarena bei ca. 89,99 Euro.

Der Preis ist für den Funfaktor und die Ausführung des ganzen durchaus gerechtfertigt, zudem wird hier sicher noch je nach Anbieter ein wenig Spielraum sein. Ich kann das ganze nur wärmstens empfehlen, so hat selbst mir Boxen Spaß gemacht und dass die Kinder ihre Freude dran hatten und haben, hört man ja hoffentlich hinreichend im Video.

 

Schmeiss das Tablet weg, hol dir ein Notizbuch

Ok, ist etwas provokant, dieser Titel. Aber er hat einen sehr interessanten und sehr wichtigen Hintergrund.
Menschen, die jeden Tag in der IT arbeiten, vergessen oft, daß Technologie und speziell Computersysteme für die Mehrheit der Menschen immer noch etwas ist, was man nutzen muss, was einem eher Zeit raubt, als es bringt und für viele eher Spielzeug, wenn es sich nicht um den Bürocomputer auf dem Schreibtisch handelt.

Sofern man also nicht direkt in einem IT Unternehmen arbeitet, das sich mit der Herstellung neuer IT Hardware oder Software für den Verkauf an Kunden befasst, sondern in einem IT Dienstleister eines Konzerns, dessen Kernkompetenz nichts mit EDV zu tun hat gilt: Weg mit der IT im Alltag mit dem Kunden!
Auch wenn dadurch das eigene Arbeiten ineffizienter wird, gilt es zu beachten, welchen Eindruck man mit seinem Arbeitsmittel macht.

Sitze ich in einer Besprechung mit Fachbereichen und nicht Informatikern, erwecke ich mit einem Tablet PC oder bereits mit einem elektronischen Kalender im Smartphone den Eindruck „der will ja nur spielen“.
Hier empfehle ich, auch wenn es zum Teil nur Tarnung ist, einen eleganten, durchaus moderenen aber rein papierenen Notizblock oder noch besser, ein Sammelsystem, das auch die beliebten losen Zettel aufnimmt, die gerne auf Meetings verteilt werden. (Sehr elegant und mit einer gut getarnten aber gewitzten Lösung bieten sich z.B. die Taschenbegleiter von Roterfaden an, oder für den, der es noch schlichter mag, ein Notizbuch von moleskine). Und wenn ich die Notizen wirklich digitalisieren will, dann empfiehlt sich ein Blick auf die Seite von Livescribe. Dort gibt es den Smartpen Echo, der das, was geschrieben wird, auch noch akustisch aufzeichnet und den Text der geschrieben wird erfasst.
Man kann so geschriebene Texte sehr einfach in PDF umwandeln und mit dem neuen Modell sogar per Schrifterkennung voll zu digitalisieren.
Wichtig ist aber stehts: Die IT muss unsichtbar sein, so lange nicht die grosse Mehrheit der Mitarbeiter eines Unternehmens sehr IT affin ist.

Es gibt immer noch eine grosse Diskrepanz zwischen den Möglichkeiten zum effektiveren Arbeiten, die die neue Technik bietet und der Rezeption meiner Person im täglichen Büroumfeld. Will ich mich nicht wirklich zum Geek und Technikfreak stilisieren, so bin ich gut beraten, meine Arbeitsmittel zu „verstecken“ bzw. Medienbrüche hinzunehmen, um die Akzeptanz beim Kunden zu erhöhen.
Insofern mache ich oft mit einem eleganten klassischen Notizbuch und einem hochwertigen Kugelschreiber oder Füller einen besseren Eindruck, als mit der neuesten und extrem effizienzsteigernsten IT wenn sie von der Mehrheit der Menschen in meinem Umfeld nicht verstanden und deshalb als Spielzeug abgetan wird.

Und nicht den gleichen Fehler beim papiernen klassischen Notizwerkzeug machen, wie bei den technisch fortschrittlicheren „Artgenossen“. Nicht bunt und modern sondern klassisch und schlicht im Design. Wie auch bei technischen Geräten gilt hier: Funktionalität und Eleganz vor Design und protzen mit Features.

Das soll aber nicht heissen, dass ich neue Technologien ablehne. Im Gegenteil, nur muss man halt gerade als zukunftsorientierter, technologieaffiner Mensch oftmals doppelt drüber nachdenken, ob das eigene Umfeld bereits intellektuell so weit ist, die Chancen und den Nutzen einer neuen Technologie zu erkennen.