Ein Überblick über die aktuellen Smartwatches

Ein Überblick über aktuell verfügbare oder in der Entwicklung befindliche Smartwatches. Google und Apple sind bewußt nicht aufgeführt, da hier bislang nur Gerüchte existieren.

1) Pebble:
Mit ihr began der Hype aber auch der bittere Nachgeschmack, wenn man als Hersteller nicht über die Zollgesetze der einzelnen Länder bescheid weiß, ich warte heute noch als Backer auf meine Pebble.

2) Sony Smartwatch: Momentan mein Ersatz für die Pebble, funktioniert für mich hinreichend gut, ist aber weitaus weniger stylisch und durch das LCD Display auch nicht so ausdauernd. Zudem im direkten Sonnenlicht schwer bis gar nicht ablesbar

3) Sony Smartwatch 2: Angekündigt für den September soll sie einige Fehler der erste Smartwatch ausmerzen.

4) i’m watch: Ziemlich teuer und von der Laufzeit nicht wirklich überzeugend aber eine der ersten am Markt verfügbaren Smartwatches

5) Die Agent Smartwatch soll mehr Sensoren bieten als die Pebble und ist auch über Kickstarter finanziert

6) Die Kreyos Smartwatch, finanziert via Indiegogo soll sowohl Smartwatch als auch Fitness Tracker sein und somit zwei Devices ersetzen.

7) Die Omate Truesmart: Hier haben wir etwas besonderes, denn diese Uhr soll auch ganz ohne Smartphone funktionieren. Ob und wie gut das funktioniert, wird sich erst noch herausstellen, das Kickstarterprojekt wurde gerade erst gestartet.

8) Die Samsung Gear: Noch überschlagen sich die Blogs mit Mutmaßungen, was alles diese Uhr können soll, sie scheint auf jeden Fall ein Smartphone zu benötigen und nach neuesten Meldungen benötigt man ein Samsung Smartphone, um sie benutzen zu können.

9) Die Cookoo watch: Nicht wirklich eine sehr smarte Uhr, sie zeigt lediglich an, dass Nachrichten eingegangen sind, aber man braucht stets und auch nur für das Prüfen des Absenders ein Smartphone

10) Die Vachen Fashion Smart Watch: Vor kurzem erfolgreich bei Kickstarter finanziert, zeichnet sich die Vaachen vor allem durch ein stylisches Äußeres aus und durch ein integriertes W-Lan Modul

11) VEA Buddy wird gerade über Indiegogo gecrowdfunded und bietet die üblichen Features wie Benachrichtigungen und Steuerung des Smartphones z.B. für einen Anruf

12) WiMe NanoSmart: Auch hier keine Überraschungen, schlicht eine Erweiterung des Smartphones, aber warum die den Namen NanoSmart trägt, ist mir ein Rätsel (höchstens, weil sie halt ohne Smartphone nicht smart ist ;))

13) Die Meet Boddie: Eine weitere Smartwatch, die lediglich das Display des Smartphones erweitert, Crowdfunding läuft über Indiegogo.

14) Androidly: Ähnlich wie die Omate läuft die Androidly standalone, also ohne Smartphone, allerdings ist die Uhr sehr klobig und für meinen Geschmack schon viel zu groß.

15) Motoactv: Die Smartphone von Motorola hat den Fokus insbesondere auf Sportler und ermöglicht ein sehr umfangreiches Tracking sportlicher Aktivitäten. Von den im Moment bereits erwerbbaren Smartwatrches hat sie den größten Funktionsumfang.

16) Die Hot Watch: Hier ist das besondere eine spezielle Lautsprecherkonstruktion, die die Handfläche als Hörmuschel nutzt, um zu Telefonieren muss man also die Hand übers Ohr legen. Ob das wirklich ankommt? Sieht schon sehr merkwürdig aus!

17) Die Simvalley AW414: Ähnelt der Omate frappierend, kann auch eigenständig ohne Smartphone genutzt werden und bietet Telefoniefunktion sowie 3MP Kamera.

Wenn ihr noch weitere gerade laufende oder bereits verfügbare Smartwatches kennt, nur her damit, bin für jeden Hinweis dankbar und werde versuchen, diese Liste aktuell zu halten.
Auch bin ich immer an Testgeräten für Reviews und Blogartikel interessiert.

Samsung Gear, geht nur mit Samsung Geräten? Ein fatales Signal

Noch ist die Uhr nicht auf dem Markt, noch ist Samsungs vermeintlich Gear Smartwatch nicht erschienen. Aber schon kocht die Gerüchteküche und ein Gerücht will ich hier aufgreifen, das mich wohl wieder in die Arme von Google eigenen Smartphones treiben könnte, wenn es stimmt. Offenbar wird die Smartwatch von Samsung nur mit Samsung Smartphones funktionieren. Noch ein Mauer, die von einem Hersteller aufgebaut wird. Als hätten sie nichts von den Kritikern des Apple Universums gelernt. Ich möchte mich einfach nicht an einen Hersteller binden, schon gar nicht mit Erweiterungen bestehender Hardware, die nach dem, was bislang bekannt ist nur in Verbindung mit einem Smartphone wirklich sinnvoll funktionieren. Entweder, ich habe die Auswahl, welches Smartphone und welche Smartwatch ich kombinieren will, oder für mich ist die Smartwatch ein No Go.

Ich empfinde, so es denn wahr werden sollte dies als ein fatales Signal von Samsung die offensichtlich die gleiche geschlossene Samsung Welt aufbauen wollen, die Apple schon hat. Aber wie man momentan an den immer häufiger werdenden Wechselberichten einstiger Apple Jünger bemerkt. Der Bogen kann sehr schnell überspannt werden. Sollte sich dieses Gerücht bewahrheiten, werde ich wohl in Zukunft bei der Bitte um eine Kaufempfehlung von Samsung abraten. Ich kann niemandem guten Gewissens einen Hersteller empfehlen, der mich an seine Geräte zu binden versucht. Ich hoffe, dass hier das Gerücht auch nur ein Gerücht bleibt, kann mir aber leider nur zu gut vorstellen, dass das so kommen wird. Schon mit der angepassten Android Oberfläche und den unverhältnismäßig langen Update Zyklen haben sie mich sehr verärgert und dazu geführt, dass nun auf allen Samsung Devices Custom Roms laufen. Nicht falsch verstehen, die Hardware meiner Geräte, (Galaxy Tab 7, Note 2 und 2mal Galaxy S3 Mini bei den Kindern) finde ich sehr gut und ich halte das Note 2 auch jetzt noch für das beste Phablet am Markt.. Aber die Modifikationen stören mehr, als sie nützen. Und mit Paranoid Android empfinde ich mein Note 2 nochmal um einiges nützlicher und auch performanter.

Auch andere Hersteller haben schöne Töchter und ich werde insbesondere die weiteren Ankündigungen zum Nexus 5 mit großem Interesse beobachten. Das könnte sich zu meinem nächsten Smartphone entwickeln, das ich empfehlen kann. So ganz ohne Herstellerzaun drum rum. Und mit Updates, die wirklich auch zeitnah kommen.

Wie eine erfolgreiche Smartwatch aussehen muss.

Es scheint das nächste große Ding zu werden. Erst kürzlich wurde offiziell bestätigt, dass auch Samsung eine Smartwatch auf den Markt werfen will. Eigentlich paradox. Da schaffen immer mehr Menschen die Armbanduhr ganz ab, weil das Smartphone eigentlich alles, inklusive Uhr in sich trägt und nun plötzlich sollen wir alle wieder eine Uhr am Handgelenk tragen.

Das könnte klappen unter ganz bestimmten Bedingungen.

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Momentan am vielversprechendsten, aber mit eInk. Die Kreyos

1) Es darf nicht nur ein verlängerter Arm des Smartphones sein. Ich trage im Moment eine Smartwatch von Sony (ja, die 2. Generation also kein Liveview) . Die kann mir aber ohne Smartphone lediglich die Uhrzeit anzeigen, alle anderen Funktionen sind vom Smartphone abhängig. Aber gerade weil ich eben nicht immer zum Smartphone greifen will, habe ich doch eine Smartwatch. Zumindest einfache Funktionen sollten auch ohne Smartphone möglich sein, wie Adressabrufe, Terminkalender, Alarme etc.

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Schon sehr viel ästhetischer als der erste Versuch.

2) Es darf nicht „noch ein Gadget am Arm“ sein. Parallel zur Sony Smartwatch teste ich gerade das Jawbone UP Fitness Armband. Und genau das stört eigentlich schon. An jedem Arm ein Gadget. Wenn eine Smartwatch in meinen Augen Erfolg haben soll, sollte sie in Richtung eierlegende Wollmilchsau gehen, was die Funktionen angeht. Also zumindest müssten diverse Fitness Sensoren wie Schrittzähler, Pulsmesser, Höhenmesser etc. integriert sein. Denn warum soll ich mehrere Gadgets am Arm tragen bzw. die Smartwatch am Arm und das Smartphone in einer meist unangenehm zu tragenden Armbandtasche.

3) Sie sollte wasserdicht sein und robust. Ja, ich will sie auch zum Schwimmen tragen können und wenn ich mal etwas rustikaler unterwegs bin, darf sie nicht so empfindlich sein, dass ich sie eigentlich besser zu hause lassen sollte.

4) Sie muss sowohl beim Sport, als auch am Abend schick aussehen. Die ersten Entwürfe sahen ja eher wie eine unförmige quadratische Schachtel aus (selbst die eigentlich schicke Pebble ist eher klobig)

5) Nein, auch wenn viele das hören wollen, ich glaube nicht an monochrome Displays. Also entweder kommt die nächste Generation mit farbiger eInk oder doch, wie ja schon die Tendenz bei den EBook Readern zeigt, werden die lichtstarken Oleds die eInk Displays ablösen.

Soviel zu meinen Punkten für eine erfolgreiche Smartwatch. Wie seht ihr das?

Und was sind eure aktuell vielversprechendsten Favoriten?

2013 wird das Jahr der Smartphonemarkt-Konsolidierung

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Ist die Smartwatch das nächste große Ding?

Selten aber doch bei bestimmten Themen wage auch ich mal eine Prognose. So jetzt bezüglich des Smartphone Marktes.

Nachdem wir in den letzten Jahren immer neue Smartphones mit immer spannenderen Formfaktoren oder Features gesehen haben, wage ich die Prognose, dass wir 2013 eine Sättigung erleben werden. Warum ich das vermute? Das liegt vor allem daran, in welchen Bereichen im Moment Innovation beobachtet wird und passiert.

Immer dann, wenn eine neue Technik auftaucht, muss zwangsläufig eine andere „Federn“ lassen, was das Kundeninteresse angeht.

Gerade wenn man die aktuellen Smartphones betrachtet, sind sie zwar immer „besser“ als ihre Vorgänger, aber die Verbesserungen sind nicht mehr wirklich „erfahrbar“ . Das Brot und Butter Geschäft eines Smartphones, Kalender, Internet, Messenger, Social Media erfüllen auch die ein Jahr alten Geräte noch immer perfekt.

Dafür ranken sich die Diskussionen für die neuen Technologien um Google Glass und Smartwatches. Das muss nicht heißen, dass diese Techniken sich in naher Zukunft zum Massenmarkt entwickeln werden. Aber man sieht daran, dass die Aufmerksamkeit sich neuen potentiellen Märkten zuwendet.

Natürlich werden die Smartphones weiter verkauft werden. Aber wir sind bei einer Qualität aktueller Geräte angelangt, bei der es durchaus denkbar ist, eine Generation zu überspringen. Das alte tuts mittlerweile noch so gut, dass nicht immer gleich das nächste Gerät her muss. Aber andere Technologien geraten in den Fokus. Es bleibt spannend. Aber eher im Bezug darauf, was denn nun wirklich das „nächste große Ding“ wird.

Und die nächste Produktkategorie steht auch bereits vor einer Konsolidierung. Tablets werden meiner Ansicht nach in spätestens 1-2 Jahren eine ähnliche Konsolidierung erleben. Wachstum wird dann, wenn überhaupt hauptsächlich auf dem Markt der hybriden Tablets erreicht, die ab Werk ein Tastaturdock mitliefern.
Eine aktuelle nicht repräsentative Umfrage auf Facebook und Twitter ergab ein Durchschnittsalter der Smartphones meiner Follower von ca. 1 1/2 Jahren was ca. 6 Monate älter ist als bei meiner letzten Stichprobe.

Und noch eine Smartwatch, diesmal Kategorie eierlegende Wollmilchsau: Die Kreyos

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Die Kreyos. Wenn das stimmt, was die Macher auf den Seiten von Indiegogo darüber schreiben, könnte diese Uhr diverse Gadgets auf einmal überflüssig machen. Wasserdicht ist sie, nutzt eInk als Display, kann Puls messen und Schritte zählen, funktioniert auch ohne Smartphone.

Sie lässt sich durch Gesten ebenso steuern wie durch Spracheingabe.  Zudem lässt sie sich anklippen, mit einem Halsband tragen oder am Arm. Mittlerweile hat das Projekt den benötigten Betrag schon fast zweifach eingesammelt, die Uhr wird also mit Sicherheit produziert werden. Was mir daran gefällt, ist das all in one Konzept. Ich möchte mich nicht mit diversen Gadgets für diverse Anwendungsgebiete behängen. Zudem stört mich beim Joggen immer noch, dass ich das Smartphone (bei mir ein Note 2 also extra groß) mitschleppen muss, wo es mir doch reichen würde, den aktuellen Track zu sehen und aufzeichnen zu können.

Insofern halte ich die Kreyos sogar für der Pebble überlegen, da sie auch einige interessante Sensoren in sich vereint.

 

Das Video auf Indiegogo zeigt sehr schön, worum es geht.

KREYOS: The ONLY Smartwatch With Voice & Gesture Control from Kreyos on Vimeo.

Wieder ein spannender Player, den ich weiter beobachten werde.

Sony stellt neue Smartwatch vor. Diesmal könnte es was werden.

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Quelle: Androidcentral

Sony hat ganz aktuell den Nachfolger der wenig bekannten Smartwatch vorgestellt. Smartwatch 2 adressiert dabei einige dder größten Kritikpunkte des Vorgängers. So wird das Display jetzt auch im Freien gut zu lesen sein, man kann die Uhr mit einem Standard Micro USB Kabel auflagen (Ein Standard! Bei SONY!) und durch NFC gestaltet sich die Kopplung der Uhr noch einfacher.
Zudem ist die Uhr spritzwassergeschützt und bietet nach Angaben von Sony diverse Möglichkeiten, auch ohne Smartphone Funktionen zu nutzen. So kann man Mails auch offline lesen, wenn man sie zuvor auf der Uhr abgelegt hat, auch kann die Uhr ohne Smartphone arbeiten (Stichwort Uhrenanzeige) und es gibt neue Möglichkeiten zur Steuerung von z.B. Präsentationen.

 

 

 

Hier die Specs der Sony SmartWatch 2

Lesbar in der Sonne
ca 3 Tage Batterielaufzeit bei normalem Gebrauch
Spritzwassergeschützt
Einfache Installation durch NFC fürs Pairing und Verbinden
Uhr funktioniert auch ohne Smartphone
Laden mit Micro USB
Interface lehnt sich an die Optik von Android an
Größerer Bildschirm und höhere Auflösung (1.6 Inch, 220 x 176 Pixel)
Gehäuse aus Aluminium, Metallenes Armband
Kompatibel mit den meisten Android Smartphones

Die Uhr soll ab September 2013 verfügbar sein. Sobald möglich wird es hier einen Test der neuen Sony Smartwatch geben. Der Preis liegt voraussichtlich bei 199 Euro.

Sony öffnet seine Smartwatch für Entwickler

CameraZOOM-20130602141904012Bislang konnte man für die Smartwatch von Sony zwar schon kleine Applikationen entwickeln. Das war aber mehr das Add On zu den von Sony selbst bereit gestellten. An der Firmware der Uhr konnte nichts geändert werden. Wie Sony jetzt verlauten ließ, wird sich das ändern. Auch die Firmware steht jetzt für die Entwicklercommunity bereit und darf, ja soll modifiziert werden. Damit geht Sony einen konsequenten Schritt in Richtung Open Source Entwicklung. Denn bislang litt das Image der Uhr vor allem darunter, dass bis auf die Uhrzeit keine der Apps ohne Bluetooth Verbindung zum Smartphone funktionierte.

Wir dürfen also gespannt sein, was die Entwicklercommunity jetzt für Ideen entwickelt. Bei den Apps gibt es im Play Store von Google ja bereits diverse interessante, amüsante oder auch einfach nur geekige Anwendungen für die Smartwatch, die mit ihren knapp 90 Euro Verkaufspreis mittlerweile durchaus eine Alternative zu den viel teureren Modellen darstellt. Auch einen ersten Hackathon hat Sony in Schweden, genauer in Malmö gestartet, um die Entwicklung alternativer Firmwares zu fördern.

Wir dürfen gespannt sein, denn außer der schwachen Helligkeit des Displays im Freien ist an der Uhr eigentlich wenig zu meckern.