In der Gewalt von Amazon. Kindle Account ohne Begründung gelöscht.

Wie der Blogger Martin Bekkelund berichtet, wurde der Kindle Account einer Amazon Kundin aus Norwegen ohne Vorwarnung plötzlich gelöscht und all Ihre Ebooks mit ihm. Auf Rückfrage der Nutzerin antwortete Amazon ausweichend, der Account wäre mit einem anderen Account in Verbindung gestanden, der zuvor geblockt worden war, was unglaubwürdig klingt, da die Nutzerin nur einen Account bei Amazon besitzt. Das ganze zeigt mir wieder ein Mal, warum ich von DRM überhaupt nichts halte und man immer daran denken sollte, dass man kein Buch, schon gar kein Kindle Buch wirklich besitzt, dass noch mit DRM verseucht ist.

Ich werde auf jeden Fall versuchen, eine Stellungnahme von Amazon zu diesem Fall zu bekommen. Schließlich nutze ich auch (noch) den Kindle. Aber wenn das so einfach und großmächtig von Amazon durchgezogen wird, ohne Begründung, ohne wirkliche Erklärung, werde ich wohl fürderhin auf andere Buchformate umsteigen müssen. Und auch die Entfernung des Löschfeatures steht dann für alle meine EBooks an. Wer so unverschämt und eigenmächtig handelt, muss mit Reaktionen der Nutzer rechnen.

 

update: Wie computerworlduk berichtet, wurde der Account der norwegischen Nutzerin Linn zwischenzeitlich wieder reaktiviert und es gibt eine knappe Stellungnahme vo Amazon. Bislang ist weiterhin unklar, warum der einzige Account der Nutzerin ohne Vorwarnung gelöscht wurde. Es scheint aber offensichtlich einen Zusammenhang mit den Problemen der Kundin mit ihrem Kindle zu geben, und der Tatsache, dass Amazon in Norwegen nicht geschäftlich aktiv ist und Kunden dort dazu gezwungen sind, auf die europäische Webseite zu gehen, wollen sie Produkte von Amazon erwerben. Zudem scheint Amazon einmal erworbene Kindle Endgeräte auch wenn sie weiterverkauft oder verschenkt werden, stets noch mit dem ursprünglichen Nutzer zu verknüpfen. Wir hoffen jetzt auf eine ausführliche klärende Stellungnahme von Amazon.

 

Medizinischer Shitstorm , ein windiger Pharmakonzern verklagt WordPress

Zitat gwup.de: Das rumänische Pharmaunternehmen “Zenyth” klagt gegen WordPress.com, weil ein anonymer skeptischer Blogger dort deren Produkt ColonHelp kritisiert.

„Das Mittelchen ist anscheinend für den Darm – im doppelten Wortsinn. Jedenfalls heißt es in dem inkriminierten Beitrag:

This is just one of the new forms of pseudoscience that have reached Romania so I considered it my duty to inform the public about the problems with the product. I have quoted expert gastroenterologists that agreed that there is no use for cleaning the colon. I have provided links to scientific studies and medical websites discussing the benefits, risks and side-effects of the ingredients of the product.

Nun ja, eine Firma, die noch nie etwas vom “Streisand-Effekt” gehört hat, hat ihren Zenit sowie überschritten.“

Tja, es ist immer wieder interessant, wie sehr doch die Unternehmen die Macht ihrer Rechtsabteilung über- und die Macht der Bloggercommunity unterschätzen. Ich bin kein Mensch, der leichtfertig dazu aufruft, aber Zenyth hat schon als Signal einen gehörigen Shitstorm verdient.

 

Wenn gelangweilte Beamte Kleiderhaken zu Waffen erklären

Die Kleiderhaken, die das BKA wohl als Waffe sieht. Haben wohl keine anderen Probleme…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt Geschichten, die sind so unglaublich, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.

So hatte der Gadget Versender  GetDigital bis vor kurzem einen Kleiderhaken in Schurikenform im Angebot.

Nun ist aber dummerweise eine Schurike, wenn nicht an einer Wand hängend auch ein Wurfstern.  Wers nicht glaubt, nebenstehend ist der Brief vom BKA abgebildet, den GetDigital erhalten hat.

Wieder mal stehe ich fassungslos vor so viel Ignoranz und Unverständnis. Das einzige, was für GetDigital daran gut sein könnte ist der virale Aspekt. So viel behördliche Dummheit wird hoffentlich im Netz weit gestreut werden.

Den Beamten muss es ja wirklich extrem langweilig sein, zudem scheinen sie völlig humorbefreit zu sein und sich nicht wirklich um wichtige Themen kümmern zu wollen.

Rechte Gewalttäter laufen lassen, aber sich über harmlose Schurikenkleiderhaken aufregen. Vermutlich muss ich demnächst dem BKA die Messergarnitur aus unserer Küche melden. Könnte ja auch als Waffen verwendet werden.

Wenn Dummheit weh tun könnte…..

 

Social Media ist kein 9:00-17:00 Uhr oder Mo-Fr Job. Und geht schon gar nicht nebenher

Vodafone erlebte das gerade. Da hat sich eine unzufriedene Kundin auf Facebook beschwert und, soweit gut gehandelt bekam auch ein erstes Feedback. Dann aber ging das Vodafone Social Media Team nach eigener Aussage ins Wochenende und niemand überwachte mehr, was auf Facebook geschah. Böser Fehler, denn genau zum Wochenende brach der Shitstorm los, der jetzt nur noch schwer einzudämmen ist.Bereits in meinem Blogbeitrag Social Media im Unternehmen: Holt euch die Szene für diesen Fulltime Job habe ich darauf hingewiesen, dass es eine gewisse Leidenschaft für Social Media benötigt, um einen guten Job zu machen. Social Media, ernst genommen ist nichts für so mal nebenher und schon gar nichts für einen 9-17 Uhr Bürojob. Es ist zu einem guten Teil auch eine Einstellungssache und es bedarf mehr Ernsthaftigkeit im Umgang mit Kunden auf Augenhöhe, als es so manchem lieb sein mag.

Deshalb, verabschiedet euch davon, Social Media so mal eben on top zu machen, wenn ihr euch ernsthaft in dem Umfeld bewegen wollt. Da braucht es mehr, und zwar in house, denn auch eine Agentur wird nicht die authentische Kommunikation schaffen, die die eigenen, engagierten und Social Media affinen Mitarbeiter schaffen.

Die Generation Y ist von zwei Dingen geprägt: Einem tiefen Misstrauen gegen Werbung, weil sie genug gebrochene Werbeversprechen erlebt hat und einem Wunsch nach Austausch, der sehr schnell dazu führt, dass aus einem kleinen Fehler eine große Lawine werden kann.

 

McDonalds Mitarbeiter bedrohen Träger einer digitalen Brille

Wie Dr. Steve Mann, der seit Jahren eine fest an seinen Kopf montierte digitale Brille trägt berichtet, wurde er während seines Urlaubs beim Besuch eines McDonalds Restaurants bedroht, es wurde versucht, die Brille gewaltsam zu entfernen und letztendlich wurde er mit physischer Gewalt aus dem Restaurant geworfen! Dabei benötigt Steve Mann die Brille auf Grund einer Sehbehinderung. Die ärztliche Bescheinigung für die Notwendigkeit der Brille wurde offensichtlich von einem der Mitarbeiter zerrissen.
Ungeklärt ist, warum der Angestellte von McDonalds so reagierte und ob die Burgerkette dem Geschädigten die Reparatur seiner digitalen Brille zahlt, auf die er angewiesen ist. Das gute daran. Die Angestellten, die ihn dergestalt bedrohten, wurden von der Brille automatisch aufgenommen und als sie kaputt ging, wurden die entsprechenden letzten Bilder gesichert, so dass es zumindest Aufnahmen der Attackierer gibt:

Die Angreifer aus dem Restaurant wurden durch die Brille fotografiert, und die Bilder gespeichert, als sie durch den Angriff kaputt ging.

Neunjährige Foodbloggerin muß ihren Blog schließen! Update: Sie darf weitermachen!!

Ich rufe ja nicht zu einem Shitstorm auf, aber ich hoffe doch schon irgendwie, dass aus dieser Nachricht ein Shitstorm entsteht. Die neunjährige Martha Payne und ihr Blog „Never Seconds“ die Qualität ihres Schulessens dokumentiert und damit international für Aufmerksamkeit und in ihrer Schule für besseres Essen gesorgt.
Nun hat sie einen Maulkorb bekommen und muß ihr Blog schließen, denn sie darf keine Fotos mehr in der Schule machen! Das geht ja wohl gar nicht. Ich hoffe, es gibt einen riesigen Aufschrei in der Community und wir alle sollten Martha dringenst helfen, auch in Zukunft weiter bloggen zu dürfen. So was nenne ich Zensur!
Heute hat sie ihren letzten Blogeintrag geschrieben. Von der Schule wurde ihr verboten, weitere Fotos zu machen und Die Anweisung kam direkt von den Behörden der Region Argyll and Brute in Schottland, also dem Bezirk von Marthas Schule.

Ich hoffe, das erzeugt einen riesigen Aufschrei, wer den Politikern dort die Meinung sagen will, kann dies via Twitter oder auch direkt bei den Behörden von Argyll tun!
Und falls der Blog wirklich ganz verschwinden sollte, hier noch mal ihr letztes Posting:
Bin ehrlich gesagt fassungslos über so ein Verhalten:

 

Thursday, 14 June 2012

Goodbye.

This morning in maths I got taken out of class by my head teacher and taken to her office. I was told that I could not take any more photos of my school dinners because of a headline in a newspaper today.I only write my blog not newspapers and I am sad I am no longer allowed to take photos. I will miss sharing and rating my school dinners and I’ll miss seeing the dinners you send me too. I don’t think I will be able to finish raising enough money for a kitchen for Mary’s Meals either.Goodbye,
VEGHi,
Veg’s Dad, Dave, here. I felt it’s important to add a few bits of info to the blog tonight. Martha’s school have been brilliant and supportive from the beginning and I’d like to thank them all. I contacted Argyll and Bute Council when Martha told me what happened at school today and they told me it was their decision to ban Martha’s photography.
It is a shame that a blog that today went through 2 million hits, which has inspired debates at home and abroad and raised nearly £2000 for charity is forced to end.Dave Payne
neverseconds@gmail.comUnter: http://www.argyll-bute.gov.uk/news/2012/jun/statement-school-meals-argyll-and-bute-council gibt es eine Stellungnahme des Argyll and Bute Council, das zeigt, dass sie offensichtlich nichts begreifen. Noch ein Grund mehr, Martha beizustehen.Update 2: Wer Marys Fund helfen will, kann dies unter http://www.justgiving.com/neverseconds tun. Seit diesem unsäglichen Verbot gehen die Spenden durch die Decke, Steigerung von über 250% ! 

Update 3: Nach dem großen öffentlichen Aufruf darf Mary nun doch weiter bloggen UND fotografieren! Ich freu mich sehr! http://www.bbc.co.uk/news/uk-scotland-glasgow-west-18454800#TWEET160058

Update 4: Und die Spendenaktion für Marys Fund hat mittlerweile über 500% mehr Spenden bekommen als geplant. So hat die Dummheit des School Council doch noch was gutes gehabt! Hier der Stand von 18:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 5: Ich glaube, das ganze werde ich noch etwas weiter begleiten und beobachten. Heute morgen ist der Spendenstand bereits auf unglaubliche 55,000 Pfund gestiegen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Update 6: Montag morgen und Martha hat mittlerweile mehr als das 1000 fache an Spenden bekommen, als eigentlich geplant war. Jetzt muss ich der Schulbehörde ja geradezu für diese Unwissenheit über den Streisandeffekt danken!

 

 

 

Der Vodafone HTC Desire Update Shitstorm: Jungs, da habt ihr Megamist gebaut

Tja, alles wartet auf den Froyo update für diverse Android Smartphones. Und alle mit einem gebrandeten Android Phone warten natürlich länger, weil die Provider immer meinen, sie müssten noch ein extra Süppchen kochen. Doch was sich Vodafone jetzt geleistet hat, ist nicht mehr schlechtes Timing, das ist Shitstormprovokation. Es wird ein Update verteilt, das scheinbar nichts weiter tut, als den Startscreen mit einem unglaublich hässlichen Logo zu verunstalten und einige speicherfressende und unnütze Vodafone Apps zu installieren. Die Szene tobt, das englische Vodafone Forum läuft zur Zeit über von Beschwerden erboster Kunden und in Deutschland wird der Shitstorm heute sicher auch noch losbrechen.
Da hat man doch mal ein Beispiel, wie mans garantiert nicht machen soll. Böses Foul Vodafone, mal sehen ,wie ihr da wieder rauskommt. Ich werde mir jetzt auf jeden Fall früher oder später ein ungebrandetes Image auf mein Desire spielen. Ungefragt ein Update einzuspielen, dass die Konfiguration des Gerätes ändert, es mit unnötigen Bookmarks versorgt und ansonsten absolut intransparent ist, da keinerlei Informationen geliefert wurden, warum ich dieses Update einspielen soll. So gewinnt man keine Kunden, so verliert man sie.