Nicht auf dem Fernseher, sondern auf meinem Tablet habe ich mir vor kurzem Inglorious Bastards angesehen.
„Loewe liegt am Boden“ vermeldet vor kurzem die Wirtschaftswoche. Und das verwundert mich nicht. Wurde immer gebetsmühlenartig propagiert, der Arbeitnehmer der Zukunft müsse mobil sein, hat sich das nicht bewahrheitet.
Wohl aber eine andere Form der Mobilität. Die der Dinge um uns herum. Nachdem wir bislang stets den großen Fernseher im Wohnzimmer nutzten, wechselt nun ein letztes statisches Stück digitaler Einrichtung in den mobilen Bereich. Warum sollte das Smartphone Second Screen sein? Schon vor einiger Zeit habe ich darauf hingewiesen, dass für die junge Generation, so überhaupt noch relevant der Fernseher der Second Screen ist. Und warum brauche ich überhaupt noch einen statischen, großen, im Wohnzimmer fixierten Bildschirm, wenn ich doch alles auch auf Smartphone, Tablet oder Computer sehen kann. Und zwar wann und wo ich will.
Insofern nur eine konsequente Entwicklung, die nach Musik und Büchern nun das bewegte Bild und dessen Konsum grundlegend verändert.
Und wieder mal hat eine Branche das ganze Thema schlichtweg verschlafen, kommt jetzt mit Smart TV an den Markt, wo der typische Zuschauer mittlerweile viel mehr auf Smart Phone setzt.
Die App Couchfunk ist momentan einer der bekannteren Vertreter der Secondscreen Idee.
Gerade geistert ein neues Buzzword durch die Branche, das bei manchen Medienverantwortlichen Angstschweiß, bei anderen glänzende Augen erzeugt.
Es geht um Second screen, den neuesten Ansatz zur Verschmelzung von Fernsehen und Internet.
Second Screen bietet zum laufenden Fernsehprogramm verschiedene Angebote, von begleitenden Gewinnspielen, über Chats zum Inhalt des Fernsehprogramms bis hin zu Zusatzinformationen zu Inhalten des gezeigten Features.
Waren die meisten bisherigen Versuche zum Scheitern verurteilt, zum einen, weil die Fernsehauflösungen zu gering waren, zum anderen man immer nur die Wahl hatte zwischen entweder Internet oder TV so sieht der neueste Ansatz vielversprechender aus.
Man hat erkannt, dass die meisten Nutzer nicht ein entweder oder wünschen, sondern beides parallel nutzen. Gerade mit dem Einzug der Tablets hat sich die Nutzung des Internets im Wohnzimmer und vor allem beim Fernsehen extrem vereinfacht.
Und durch Fernsehgeräte mit höheren Auflösungen lassen sich gar auf dem Fernseher ohne Probleme begleitend auch Internetseiten darstellen.
Ich denke, hier werden zwei Plattformen parallel genutzt werden und es wird auch weiterhin so sein, dass das TV Gerät primär dem Konsumieren dient. Aber ergänzt wird durch Anwendungen wie Couchfunk, die dann in real time Kommentare liefern. Aber hier muss noch weiter gedacht werden. Ich empfände es zum Beispiel als hochgradig spannend könnte man das laufende Fernsehprogramm auch auf dem Tablet sehen aber mit dem Zusatz, dass in den Fernsehbildern Hotspots integriert sind, deren Berührung Zusatzinformationen zum Beispiel zu Schauspielern, Texten oder gar zu Werbeeinblendungen bietet. Quasi eine Webseite mit Hyperlinks, deren Inhalt das laufende Fernsehbild ist.
Denn eigentlich spannend ist für mich ein interaktives Fernsehen, dass mir für die auf dem Touchscreen sichtbaren Bilder Zusatzinfos liefert. So ließen sich zum Beispiel Dokumentationen mit Mehrwert füllen, man könnte bei Wildtieren mit einem Tipp auf das Tier entsprechende Daten aus Wikipedia oder anderen Datenbanken bekommen, das Tippen auf einen Schauspieler könnte eine Filmographie und eine Biographie bieten und ähnliches. Das wäre wahre Interaktion und sollte prinzipiell technisch keine zu große Hürde sein.
Couchfunk mit dem bislang interessantesten all in one Angebot zum Second Screen Prinzip
Secondscreen, ein neues Buzzword, das nicht erst seit der re:publica in aller Munde ist. Was versteht man darunter? Im Prinzip ist es ganz einfach, es ist die Verknüpfung von Fernsehen und Social Media. Mit die ersten Nutzer waren Twitterer, die mit Leidenschaft und Verve TV Ereignisse kommentierten und kommentieren. So hat sich am Sonntag abend zum Beispiel eine regelmäßige Gemeinde etabliert, die über den neuesten Tatort diskutiert oder konnte man, selbst wenn man nicht zusah, den European Song Contest indirekt mitverfolgen.
Aber mittlerweile weitet sich das ganze auf spezielle Dienste aus. So bieten getglue.com oder gomiso.com via Webseite oder mobile App die Möglichkeit, sich zu bestimmten TV oder Filmevents einzuchecken und damit ähnlich Foursquare Badges zu sammeln.
Ganz neu auch Couchfunk, das neben dem Einchecken auch noch die Kommentare zur Sendung aus verschiedenen Social Media Kanälen aggregiert und zentral bereitstellt.
Die Rundshow vom Bayrischen Rundfunk
Mittlerweile planen auch die großen TV Sender eigene Second Screen Anwendungen, so startete erst vor kurzem mit der Rundshow von Daniel Fiene und Richard Gutjahr eine Sendung, bei der der Zuschauer via Google Hangout bereits aktiv teilnehmen kann.
Wir sehen, selbst das klassische EinwegTV wandelt sich in Zeiten von Social Media zu einem interaktiven Kanal. Und wenn erst einmal jedes neu verkaufte TV Gerät auch Internet integriert hat, wird der Kanal zurück zum Sender noch an Bedeutung gewinnen. So wird langsam aber sicher aus einem Konsumentenprodukt ein Interaktionsprodukt. Und ich finde, dadurch können wir alle nur gewinnen.
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