Apple muß in England „Samsung hat das IPad nicht kopiert“ Anzeigen schalten

Wie die BBC berichtet, hat der Richter, der schon die Klage von Apple gegen Samsung zurückgewiesen hatte, dass das Galaxy Tab das Design des IPads gestohlen habe jetzt angeordnet, dass Apple in englischen Zeitungen Anzeigen schalten muß, in denen das Unternehmen aussagt: „Samsung hat das Design des IPads nicht kopiert“. Das hat was von der Intro von Die Simpsons, wo Bart an die Tafel immer wieder Sätze schreiben soll, weil er etwas verbrochen hat.

Der Richter hatte die Klage von Apple mit den Worten zurückgewiesen, das Galaxy Tab sei nicht so „cool“ wie das IPad. Nun, dann gebt mir mehr uncoole Geräte 😉

Apple verliert in England gegen Samsung wegen „Prior Art“. Das IPad ist nicht neu

Engländer können offensichtlich das Galaxy Tab 10.1 vom IPad besser unterscheiden als Amerikaner und Deutsche 😉

„Samsung had requested this voluntary trial in September 2011, in order to oppose Apple’s ongoing efforts to reduce consumer choice and innovation in the tablet market through their excessive legal claims and arguments. Apple has insisted that the three Samsung tablet products infringe several features of Apple’s design right, such as ’slightly rounded corners,‘ ‚a flat transparent surface without any ornamentation,‘ and ‚a thin profile.‘ However, the High Court dismissed Apple’s arguments by referring to approximately 50 examples of prior art, or designs that were previously created or patented, from before 2004. These include the Knight Ridder (1994), the Ozolin (2004), and HP’s TC1000 (2003). The court found numerous Apple design features to lack originality, and numerous identical design features to have been visible in a wide range of earlier tablet designs from before 2004.“

so lautet die Aussage eines englischen Gerichts in Bezug auf die Patentklagen Apples gegen Samsung, die behaupteten, das Galaxy Tab kopiere geschützte Muster, die Apple gehören. Im kurzen besagt obiger Text, dass bereits vor 2004 Geräte in der Form des IPads existierten, namentlich Knight Ridder (1994), Ozolin (2004), und HP’s TC1000 (2003). Damit hat nach Ansicht des englischen Gerichts Apple kein Recht an den Geschmacksmustern, da die Form des IPads schon früher existierte.

Insbesondere stellte das Gericht fest, dass das Design aller Samsung Tablets hinreichend unterschiedlich zum IPad sei und es vor dem IPad bereits Tablets einer sehr ähnlichen Form (also „Prior Art“) gegeben habe, wodurch der Schutz der Form des IPads nicht mehr gegeben sei.

 

2 Wochen mit dem Galaxy SIII im Praxiseinsatz

Überzeugend in Ausstattung und Leistung. Das SIII von Samsung

Nun nutze ich das Samsung Galaxy SIII schon über zwei Wochen. Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.

Was zuallererst auffällt. Es hakelt wirklich nichts mehr. Sei es die Oberfläche, die Widgets oder auch die Apps. Alles läuft flüssig und reagiert sehr schnell. Ausgesprochen angenehm, wenn man das Smartphone zückt und binnen Sekunden die App auf dem Schirm und die Infos hat. Jetzt ist wirklich nur noch das Netz der Verzögerer, und zumindest für den Raum Hall kann ich für Simyo eine durchaus gute Bilanz ziehen. Im Vergleich zum O2 Netz, das ich auch nutze ist das EPlus Netz, das von Simyo genutzt wird gleichwertig, mal hat der eine besseren Empfang, mal der andere. Wie schon bei den Tests mit dem IPad im ersten Teil meiner Simyotour bin ich auch mit dem SIII in Kombination mit dem Simyo Paket vollauf zufrieden. Klar ist aber auch, dass es wirklich lohnt, eine 1GByte Flatrate zu buchen, denn das Smartphone verführt dank Grösse und Leistungsfähigkeit doch deutlich häufiger zum schnellen nachlesen im Netz.

Sowohl an die Farbe als auch an die Haptik des Gehäuses habe ich mich mittlerweile gewöhnt, lediglich wenn ich es auf schrägen Untergrund legen will, muss ich dran denken, dass es im Gegensatz zum Nexus leichter ins Rutschen gerät.

Da ich, auch durch die Smartphones meiner beiden „Großen“ einen direkten Vergleich habe. Man gewöhnt sich verdammt schnell an die Bildschirmauflösung. Ein kleineres Display hat mittlerweile bei mir keine Chance mehr, und auch wenn Google sich dabei sicher was gedacht hat, ich hätte jetzt auch gerne beim Nexus diese Hardware-Buttons, die dafür sorgen, dass auf dem Bildschirm doch deutlich mehr Platz ist.

Ansonsten mein Eindruck: Wer bereits ein Galaxy Nexus oder ein SII besitzt, sollte sich überlegen, ob er wirklich wechseln will, denn so enorm sind die Unterschiede nicht. Allen anderen kann ich das Galaxy SIII nur intensivst ans Herz legen, selten habe ich ein so ausgereiftes Smartphone in der Hand gehalten, das eher zu viele, als zu wenige interessante Features bietet.

Update: Weil ich direkt auf Twitter danach gefragt wurde. Bei normaler Nutzung hält der Akku einen ganzen Tag durch und ist abends bei ca 10-20%. Wenn ich das Smartphone im Standbymodus lasse, habe ich nach 2 Tagen noch einen halbvollen Akku. Insofern respektable Werte. Wenn ich natürlich intensiv surfe und rechenintensive Apps starte, dann ist der Akku auch beim SIII spätestens nach 6-8 Stunden leer.

 

Da fehlt schon etwas Platz beim Nexus

 

Die Software des Galaxy SIII

Der zweite Tag mit dem Samsung Galaxy SIII, das mir dankenswerterweise von Simyo im Rahmen der Simyotour bereitgestellt wurde. Heute gehts ans „eingemachte“ oder besser  „installierte“, denn ich betrachte die verfügbare Software.

Beim Nexus sind die Buttons nur auf dem Display
Das SIII hat noch echte Hardware Buttons

Neben den von Android Icecream Sandwich bekannten Änderungen im Vergleich zu Gingerbread bzw. Honeycomb hat Samsung beim Galaxy SIII natürlich auch wieder eigene Anpassungen durchgeführt. Persönlich finde ich solche Modifikationen eher schlecht, da sie das Update auf neue Android Versionen verzögern und ich so beim SIII im Gegensatz zum Galaxy Nexus oft einige Monate länger warten muß, bis eine neue Android Version auf dem Smartphone erscheint.

Aber betrachten wir zunächst ein Mal, was Samsung alles an Modifikationen zum Standard Icecream Sandwich ergänzt hat.

Zuallererst fällt auf, dass das SIII einen Hardwarebutton mittig unterhalb des Displays hat. Den Homebutton und rechts und links Buttons, die nur sichtbar werden, wenn das Gerät benutzt wird und die die Funktion Menü (links) und zurück (rechts) haben. Der Vorteil? Man hat mehr Bildschirm zur Verfügung, da diese Buttons bei Icecream Sandwich normalerweise im Display unten eingeblendet sind und somit einen Teil des Displays dauerhaft besetzen.

Weiter hat Samsung eine Reihe von S-„NAME“ Anwendungen ergänzt, darunter S Memo, S Planner, S Suggest und S Voice.

S Memo bietet eine Notizfunktion, die sowohl mit Tastatur, als auch per passendem Stift funktioniert.

S Planner ist ein von Samsung entwickelter Kalender, der im Gegensatz zum Android Originalkalender einige zusätzliche Optionen und vor allem mehr Informationen in den Übersichtsansichten bietet.

S Suggest wiederum schlägt dem Nutzer interessante neue Apps vor (was ich zwar für eine Spielerei halte, aber es kann für den einen oder anderen bei der Flut neuer Anwendungen sicher von Nutzen sein)

 

S Voice in Aktion. Es kann offensichtlich ähnlich Siri auch Präsuppositionen auflösen, hier die Annahme, dass ich eine Wettervorhersage möchte und nicht nur ein Ja oder Nein.

Sehr gespannt war ich auf SVoice, das ja eine direkte Konkurrenz zu Siri beim IPhone darstellen soll und von Samsung in Zusammenarbeit mit VLingo entwickelt wurde. Tatsächlich ist die Erkennung recht hoch, auch verschiedene Präsuppositionen werden erkannt, so z.B. wie bei Siri, dass ich, wenn ich frage: „Brauche ich morgen einen Regenmantel?“ als Antwort Wetterinformationen haben will. Auch Kalendereinträge lassen sich so erstellen oder Abfragen. Aber natürlich sind, wie bei Siri auch dem ganzen noch Grenzen gesetzt, und wer einen allgemeinen und freien Dialog erwartet, der dürfte enttäuscht sein. Man sollte spätestens jetzt drüber nachdenken, sich von seinem Provider eine nicht zu kleine Internet Flatrate zu kaufen, wie die All Net Flat oder die 100 oder 200 Pakete von Simyo, denn man muß wissen, jede Anfrage an S Voice führt dazu, dass das Smartphone auch Zugriff aufs Internet braucht um die Fragen zu beantworten. Ebenso leben viele der installierten Anwendungen davon, Daten aus dem Netz ziehen zu können (MyTaxi z.B. Google Maps) und deshalb kann bei zu geringem Datenvolumen bald Schluß mit schnellen Antworten sein. Im folgenden Noch ein netter Vergleich von „Ritchiesroom“ zwischen der Spracherkennung von Siri und von S Voice:

Eine nette Lösung ist S Sleep, der intelligente Schlafmodus, der bevor der Bildschirm abgedunkelt oder abgeschaltet wird via Kamera prüft, ob er ein Gesicht vor sich erkennt und das Display dann angeschaltet läßt. Das ganze funktioniert erstaunlich gut, und vermutlich um so besser, je mehr der Nutzer die Gesichtserkennung von Android Icecream Sandwich zuvor trainiert hat.

Bei den zusätzlich installierten Anwendungen wunderte ich mich etwas darüber, dass gerade die „BILD“ App mit installiert ist, was vielleicht nicht unbedingt der Zielgruppe für ein so hochpreisiges Smartphone entspricht. Ansonsten finde ich die Auswahl gelungen, mit MyTaxi, KaufDa, HRS Hotels und Lieferheld scheint man sich wirklich Gedanken über die Zielgruppe gemacht zu haben. Es ist auf dem Smartphone auch angenehm wenig unnötige Software zu finden, die Zusatzprogramme machen Sinn.

Die Monatssicht auf den Kalender
S Note, der „Notizblock“
Ein Tag, mit den Reitern für die weiteren Sichten am rechten Rand

Auch bei den Gesten hat Samsung nicht an innovativen Ideen gespart. Einen Screenshot z.B. macht man, in dem man mit der Handfläche über das Display wischt, Desktop Icons kann man wie schon beim SII durch berühren des Icons und Kippen des Geräts verschieben und noch viele weitere Funktionen lassen sich auch durch Gesten steuern oder werden intelligent unterstützt.

So ruft das Smartphone z.B. die Nummer an, wenn man im Laufe des Schreibens einer SMS plötzlich das Telefon ans Ohr hält.

 

Was die Batterie des Geräts angeht kann ich auch schon erste Ergebnisse vermelden, nachdem das Gerät heute morgen um 6:00 Uhr vom Netzteil getrennt wurde und ich den Tag über das SIII anstatt meines Nexus genutzt habe um gelegentlich EMails zu prüfen, Twitter abzufragen bzw. mit neuen Nachrichten beliefert zu werden, lag die Akku Kapazität um 12:30 noch bei 44%. Gegen 16:30 musste das SIII dann bei einem Akku Stand von nur noch 8% endgültig ans Netzteil. Ich denke, nach einigen Ladezyklen dürfte das noch besser werden.

Abschließend noch ein Screenshot vom Quadrant Standard Benchmark, direkt nach Auspacken des Geräts also bevor ich viel an eigener Konfiguration beigesteuert hatte, die das Ergebnis verfälschen könnte.

Ich bin nicht mehr überzeugt: Kopiert Samsung doch aktiv von Apple?

Ein aktueller Artikel auf Techfokus lässt mich doch so langsam zweifeln, ob da nicht bewusstes Kopieren am Werk ist. Anbei das Bild aus dem Artikel, das mich zum Nachdenken bringt. Hier ist wirklich meiner Ansicht nach zu viel ähnlich um von einem Zufall zu sprechen. Was meint ihr?

Bei der Sache mit den Tablets konnte ich das ganze ja noch nachvollziehen, da es doch recht schwer ist, hier wirklich etwas „unterschiedliches“ zu machen, die Grenzen sind da doch recht eng gesteckt, aber bei Notebooks/Ultrabooks gibts durchaus Unterscheidungsmerkmale.

 

Quelle: techfokus.de

 

Ein weiterer Teilerfolg für Samsung. Das modifizierte Samsung Galaxy 10.1 n darf weiter verkauft werden

Das neue Galaxy Tab 10.1 n sieht wohl hinreichend "anders" aus.

Auch hier hatte Apple geklagt, aber heute , so berichtet derWesten.de hat das Düsseldorfer Landgericht entschieden, dass Samsung das neue Galaxy Tab hinreichend stark modifiziert habe, um weit genug von Apples IPad Design entfernt zu sein.
Weiterhin merkte die Richterin laut derwesten.de an daß Zitat: „Auch aus wettbewerbsrechtlicher Sicht neige die Kammer bislang eher dazu, den Anspruch von Apple auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zu verneinen, sagte die Richterin. So könne etwa von einer Herkunftstäuschung wohl nicht die Rede sein. „Die Kammer ist sicher, dass Apple und Samsung besser bekannt sind als der Bundespräsident oder die Bundeskanzlerin.“
Damit dürfte es im Prozess am Januar deutlich schwerer für Apple werden, sich noch mit seiner Geschmacksmusterklage durchzusetzen.

Man darf gespannt sein. (Und der Vergleich der Richterin mit der Bekanntheit des Bundespräsidenten entbehrt nicht einer gewissen Ironie!)

Samsung gewinnt gegen Apple in Australien

Ähnlichkeit bedeutet zumindest in Australien kein Kaufverbot mehr.

Wie „Android Central“ vermeldet hat Samsung in Australien gegen Apple endgültig gewonnen. Nach Aussage des Gerichts ist Apples Klage unbegründet und Samsung darf somit ab jetzt ganz offiziell das Galaxy Tab 10.1 in Australien verkaufen. Das ist nun bereits die zweite Niederlage, nachdem auch in Amerika eine Klage von Apple gegen Samsung abgelehnt wurde.

Nach den eher peinlichen Aussagen der Apple Anwälte in Australien war dieses Urteil zu erwarten. Samsung verführe die Apple Kunden, sich Android zuzuwenden als Grund für eine Klage lässt sich durchaus als „lächerlich“ bezeichnen.

Apple unterliegt Samsung in Australien, das GT 10.1 ist dort wieder zu haben.

Endlich mal eine positive Nachricht für uns Galaxy Tab / Android Nutzer.

Na, wo ist das Galaxy Tab, diese böse Konkurrenz. Such, Apple Anwalt, such.

 

Laut unter anderem TAZ ist das Verkaufsverbot in Australien nun aufgehoben worden. Apple kann jetzt bei der nächst höheren Instanz in Berufung gehen, deren Ausgang ist aber ungewiss. Jetzt bin ich gespannt, wie das deutsche Gericht entscheiden wird, zumal Apple gerade erst auch gegen das neue Galaxy Tab 10.1n vorgehen will und ebenso die 7.7 und 8.9 Version verbieten lassen will. Schauen wir mal, ob hier in Deutschland anderes Recht gilt, als in Australien.

Wirklich spannend wird es aber, sollte Apple auch in Deutschland scheitern. Denn dann könnte Samsung auf Schadenersatz für entgangene Einnahmen klagen. Hoffen wir mal, dass hier irgendwann die Vernunft wieder einkehrt und man sich auf anderem Wege einigt. Denn zumindest in Australien hatte Apple ja offen zugegeben, dass das Galaxy Tab die grösste Konkurrenz ist. Und selbst die Stiftung Warentest platzierte das Galaxy Tab 10.1 jüngst in einem Test VOR dem IPad2.