Rückfälle lassen sich vermeiden – so bleiben Sie nach der Therapie stabil

Dieser Artikel stammt nicht von mir. Aber das Angebot und die Idee hinter rückfallprävention.com finde ich so richtig und wichtig, dass ich eine der seltenen Ausnahmen mache, und hier einen Gastbeitrag zulasse. Weil ich finde, genau im Feld der Rückfallprävention, der Hilfe NACH den Kliniken oder der Therapie ist noch viel Bedarf. Und ich bin mir sicher, Online Angebote sind hier ein sehr guter Weg.

Das Berliner Start-up HealthMedo bietet mit Rückfallprävention.com ein kostenloses Angebot für ehemals an Depression Erkrankte.

„Ich dachte nach der Therapie, jetzt bin ich geheilt, aber als der erste Stress kam, hab ich nicht aufgepasst und schon ging es wieder los mit den Depressionen.“

Wer seine Krankheit einmal mithilfe einer Psychotherapie in den Griff bekommen hat, gewinnt seine Lebensqualität zurück. Gleichzeitig tragen Betroffene jetzt die Verantwortung, Veränderungen in ihrer Stimmung und in ihrem Wohlbefinden im Blick zu behalten, um Anzeichen für Rückfälle frühzeitig zu erkennen. Im Alltag geht der Blick für sich selbst jedoch schnell wieder verloren. Die hohen Rückfallraten bestätigen das: Fast jeder dritte Betroffene leidet im ersten Jahr nach der Behandlung an einer erneuten depressiven Episode. Erschwerend kommt hinzu, dass mit jeder neuen Episode das Risiko für eine Weitere steigt – gute Gründe, warum der Prävention von Rückfällen ein besonderer Stellenwert in der Behandlung von Depressionen zukommen sollte. Das hohe Rückfallrisiko bei Depressionen ist jedoch bislang kaum in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt. Spezielle Versorgungsangebote gibt es wenige.

Für ehemalige Patienten entstehen in der Zeit nach der Therapie viele zentrale Fragen: Wann ist der passende Zeitpunkt, um bei einer Stimmungsveränderung einzuschreiten? Welches Programm passt zu mir? Genügt eventuell tägliches Yogatraining zur Stressbewältigung oder brauche ich eine erneute Therapie?

Eines ist sicher: Bei den ersten Anzeichen einer Stimmungsverschlechterung muss nicht sofort die klassische Psychotherapie angezeigt sein. Doch die Recherche von Alternativ-Programmen und das Urteil, welche Intervention an diesem Punkt passend ist, lag bislang allein beim Patienten – ganz schön überfordernd.

Diese Lücke will das Berliner Start-up Psychologio mit der Entwicklung eines digitalen Frühwarnsystems schließen. Das Team von Psychologio hat durch seine Online-Plattform zur Vermittlung von Psychotherapieplätzen Erfahrung mit den Strukturen des Versorgungssystems und den Bedürfnissen der Patienten. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie richtet sich das ergänzende kostenlose Angebot Rückfallprävention.com explizit an ehemalige Depressionspatienten.

Wer kann teilnehmen?

Das Angebot Rückfallprävention.com richtet sich an Menschen, die an Depressionen erkrankt waren und innerhalb der letzten 12 Monate eine Therapie beendet haben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Team von Rückfallprävention unterstützt Sie gerne bei Ihrer nachhaltigen Gesundung. Alle Informationen erhalten Sie auf www.rückfallprävention.com. Für Fragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 030 602 75 778 und info@rückfallprävention.com zur Verfügung!

Ein ganz entspannter Urlaub. Und das gerade weil er online lief.

Es gibt ja dieses meiner Ansicht nach idiotische Bild vom Urlaub, das damit beginnt, dass alle davon schwärmen, in Funklöcher zu reisen, um nicht mehr erreichbar zu sein. Denkfehler, denn was passiert dann, wenn man zurück kommt. Erreichbar bin ich immer. Wenn ich es will.

Aber lassen wir das, berichten wir lieber von wundervollen 7 Tagen England, die gerade deshalb so gut liefen, weil wir eben nicht offline waren.

Schon die Anreise gestaltete sich dank „Waze“ sehr entspannt. Waze, das Social Sharing Navi sagte uns nämlich einige Staus und Hindernisse an, die selbst im Radio überhaupt nicht erwähnt wurden. Und was ich festgestellt habe. Auch diese Software funktioniert im Ausland nochmals weit besser. Kaum hatten wir das technophobe Deutschland verlassen, tauchten auf den Waze Karten plötzlich jede Menge andere Fahrer mit der Software auf und es gab jede Menge Infos die teils minutenaktuell waren.

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Unser Ibis Style Hotel war wirklich klasse

Dass ich sowohl den Urlaub, als auch unser Hotel für die Übernachtung in Calais online übers Tablet gebucht hatte, muss ich wohl nicht extra erwähnen, wohl aber, dass es dank Beurteilungsseiten auch tatsächlich ein sehr schönes und kinderfreundliches Hotel war, das dank Preisvergleichen und Tipps meiner Community auch noch extrem günstig im Preis und in der Lage (ein paar Minuten bis zum Fähranleger) war.

In Frankreich waren wir alle relativ unbedarft, was die Sprache angeht, dafür konnte uns Wordlens bei dem einen oder anderen Schild eine wörtliche Übersetzung liefern und Google im Restaurant den angebrachten Trinkgeldbetrag.

Auch einige interessante Sehenswürdigkeiten inklusive deren Geschichte und Lage fanden wir dank elektronischer brandaktueller Reiseführer, ebenso verschiedene Öffnungszeiten. Das Cottage in England war zudem nur dank Google Maps einfach zu finden. Im Standalone Navi fehlte die Einfahrt völlig. Ganz begeistert waren unsere Kinder, als wir dank Google und London Taxi noch die Straße fanden, in der die neue Sherlock Serie gedreht wird, denn die echte Bakerstreet kommt in der TV Serie nicht vor sondern die  North Gower Street.

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North Gower Street die Bakerstreet 221b der neuen Sherlock Serie

Auch in England diente uns das Smartphone als Reiseführer, der topaktuell war und zudem auch geschichtliche Hintergründe und spannendes Spezialwissen lieferte.

Ich kannte zum Beispiel die Wachen im Tower of London stets als „Beefeater“, in Wirklichkeit heißen diese aber „Yeoman Warders of Her Majesty’s Royal Palace and Fortress the Tower of London“ und spricht man von ihnen als Beefeater, ist das eine Beleidigung. Sehr gut war auch, dass wir alle Termine für Wachablösungen und die Öffnungszeiten der Londoner Sehenswürdigkeiten sowie zum Teil die Wartezeiten an den Schlangen dort online abrufen konnten. So kamen wir ohne jede Wartezeit in das London Eye und dank einiger Tipps auf Foursquare waren wir auch bei den Wachablösungen im Tower of London rechtzeitig und lange genug, denn die normalen Touristen verpassen beim Collecting the Word, also dem Abholen der Tagesparole für die Angestellten und Wachen des Tower nach dessen Schließung den zweiten Teil, wenn die Wachen wieder zurückkehren und dann noch nach und nach ausgetauscht werden.

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Ganz links Richard, dem wir ein echtes englische Frühstück und eine interessante Einführung in Englands Geschichte verdanken und mit dem wir jetzt eine Mail Freundschaft haben.

Ein weiteres Online Highlight war das Treffen mit einem sehr sympathischen Rotarier aus Battle, der seinen Enkel nach London in die Charing Cross Station brachte, damit dieser wieder zu seiner Mutter fahren konnte. Nicht nur, dass daraus eine EMail Freundschaft seines Enkels mit unserem Ältesten und seiner Enkelin mit unserer Tochter entstand, wir wurden auch für den Mittwoch von ihm eingeladen zu einem originalen englischen Frühstück, nachdem wir ihm erzählt hatten, das unsere Kinder das unbedingt probieren wollten (alle drei mochten es übrigens sehr). Und danach bekamen wir noch hochspannenden Geschichtsunterricht geboten, als er mit uns Battle Abbey besuchte, wo Wilhelms der Normanne 1066 das Ende des Angelsäschischen Englands einläutete durch die berühmte Schlacht von Hastings.

Nachdem wir die ersten Besuche geplant hatten, haben wir dann spontan noch Bodiam Castle besucht, das ich über eine Umkreissuche  nach schönen Objekten aus dem english heritage bzw. dem National Trust  gesucht hatten und das dabei hervorstach.

Und es hat sich wirklich gelohnt.

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Bodiam Castle

Oh, und natürlich machten wir viele Bilder und zwar nur mit den Smartphones, die wir dann, dank Auslandsflats bzw. britischer SIM Karten sofort online sicherten.

Was mir allgemein aufgefallen ist, ist die viel stärkere Nutzung  von Smartphones und Tablets durch alle englischen Bevölkerungsschichten. im Zug nach London lasen die meisten mit Tablet oder EBook Reader. Als ich mir ein kostenloses Exemplar einer Lokalzeitung sicherte, war ich fast der einzige im ganzen Zug, der das noch auf Papier las während um mich herum mindesten 3 Passagiere das Blatt online lasen.

Alles in allem war der Urlaub überaus entspannend, und das vor allem, weil wir immer und überall online Zugriff hatten und tagesaktuelle Nachrichten bei uns. Dabei half die gute Versorgung auch auf dem Land  mit LTE sowie die weite Verbreitung von freiem WLan auch in kleineren Städten. Meist waren die Telefonzellen gleichzeitig kostenlose WLan Hotspots.

Was außerdem ganz angenehm war, war die Ausrüstung unseres Zuhauses daheim in Deutschland als Smarthome. So konnten wir immer nachvollziehen, ob jemand versuchte, ins Haus zu gelangen, hatten dank Hue Lampen auch eine Anwesenheitssimulation am Laufen, die noch von unserem Haussitter ergänzt wurde und sahen via Live Streaming Webcams, wie es den Haustieren der Kinder geht und was am Haupteingang so vor sich ging. Und wir konnten nachverfolgen, wie viel Glück wir in England mit dem Wetter hatten. Nur beim Besuch von London hatten wir vormittags mit etwas „Drizzle“ zu kämpfen, ansonsten hatten wir bestes Sommerwetter.

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Das Haupthaus unserer Farm. Wir lebten wirklich mit den Farmleuten, hatten Schafe, Hühner, Hunde um uns und eine fantastische Zeit bei bestem Sonnenwetter.

 

 

 

 

 

 

 

Die abschließende Überraschung kam dann von Google, das eine wunderschöne „Story“ aus unserem Urlaub und den hochgeladenen Fotos erstellte.

Ein Beitrag zur digitalen Diplomatie

Immer wieder stossen Onliner und Offliner, technologisch affine und eher technikfeindliche Menschen aufeinander und es entzünden sich, ähnlich den Disputen zwischen Vegetarieren und Fleischessern Konflikte, die zu vermeiden wären. Deshalb hier ein paar nicht immer ganz ernst gemeinte Regeln für das bessere Zusammenleben aus der Sicht eines digital affinen Menschen.

Zunächst etwas grundsätzliches. Wirklich verstehen werden sich Onliner und Offliner nie. Es sind schlicht zwei komplett unterschiedliche Denkmodelle.

Das beginnt schon bei der irrigen Annahme, es gäbe so etwas wie eine virtuelle online und eine reale physische Welt. Welch ein Irrtum. Ich vernetze mich  mit Menschen, tausche reale Erfahrungen mit ihnen aus. Dies ist die große Fehlannahme der Offliner. Die reale Welt der Online lebenden Menschen ist schlicht um eine neue Komponente erweitert worden, die nahtlos in das eigene Leben integriert ist. Ich bin nicht „auf Facebook“ oder „auf Twitter“. Ich bin da, wo ich physisch gerade bin. Nur kann ich dies (mit-)teilen.

Irrtum Nummer zwei, der so alt ist, dass es traurig ist, ihn immer noch erwähnen zu müssen. Nicht wir sind immer online, sondern unser virtueller Avatar. Gehe ich von einer durchschnittlichen Nutzung von Social Media aus, so bin ich im Schnitt insgesamt pro Tag vielleicht eine oder 2 Stunden wirklich online. Den Rest der Zeit sind Softwareprogramme für mich online, bin ich durch meinen Messenger auf Facebook, Twitter, Google+ angemeldet. Das heißt aber keineswegs, dass ich als Person dann erreichbar bin. Hier greift der entscheidende Unterschied zwischen Telefon und online sein. Ich kann auf das, was online geschieht reagieren, wann es mir passt. Will jemand mit mir telefonieren, dann kann ich rangehen und kommunizieren, oder bin gar nicht erreichbar. Online bin ich zwar immer erreichbar, aber ich muss nicht immer auch reagieren. Man kann es vergleichen mit einem Anrufbeantworter, den ich auch abfrage, wenn es mir passt. Ebenso antworte ich auf Twitter oder Facebook, wenn es mir passt oder lasse gar Programme dort für mich arbeiten, veröffentliche zeitversetzt Artikel oder lasse mit Hilfe von Buffer in regelmässigen Abständen Postings erscheinen, obwohl ich überhaupt nicht erreichbar bin.

Wir dürfen als digital affine Menschen nicht annehmen, dass alle Welt Freude an Technik hat. Leider immer noch die Mehrheit findet Technik eher ein notwendiges Übel und in den Schulen wird auch nicht gerade viel dafür getan, die Medien- und Technikkompetenz bei modernen Technologien zu steigern. Wer glaubt, mit einer Einführung in Word habe man Technikkompetenz vermittelt, der glaubt sicher noch einige andere Märchen.

Und wir technisch affinen Menschen müssen uns mit dem Gedanken abfinden, dass es unabhängig von Generationen vor allem in Deutschland angesagt ist, jedwede Technologie erst einmal abzulehnen oder zumindest für eine Gefahr zu halten. Die ach so beliebten digitalen Auszeiten oder der stolze Bericht vom Urlaub ganz ohne Smartphone zeugen davon.

Hier ein paar Regeln, die ihr im Alltag stets bedenken sollten, vor allem wenn ihr wisst, dass ihr nicht unter euresgleichen seid.

1) Technologie ist böse, und das gilt für fast alles, was nicht überlebenswichtig ist.

2) Alles, was Strom braucht, ist eigentlich schädlich, alles was strahlt sowieso

3) Papier gut, Bildschirm böse

4) Social Media ist überflüssiges Spielzeug

5) Wer ein Smartphone nutzt, spielt

6) Wer ein Tablet nutzt, spielt

7) Wer Papier nutzt, arbeitet… IMMER

8) Ihr seid süchtig

9) und seid nicht bereit es zuzugeben

10) Es ist toll ohne Computer, Fernseher, Smartphone

11) Nichts in der heutigen Zeit ist von digitaler Technologie abhängig

12) Nein, ihr könnt nicht vom Gegenteil überzeugen

13) Ein Computer kann nichts in unserem Namen tun, wir hängen den ganzen Tag vor der Kiste

14) Onliner sind intolerant, Offliner tolerant

15) Online sein ist krankhaft, und nicht real

16) Wir Onliner gehen eh nie raus

17) Es gibt einen Unterschied zwischen der virtuell und real.

18) Ich schreibe das hier alles gerade live 😉

Fazit: Seid gnädig, versteckt eure Gadgets und wenn ihr ein EBook lest, dann holt euch wenigstens eine Schutzhülle, die wie ein Buch aussieht, das beruhigt die Offliner Seele.

Und übrigens sind Smartwatches eine geniale Erfindung, solange die Offliner diese nicht als solche erkennen 😉

 

 

Der Reality Check: 4 Wochen nur mit Acer Chromebook

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Das alleinige Arbeitsgerät für die nächsten vier Wochen. Bin gespannt, ob das Chromebook wirklich so gut als Arbeitsgerät ist, wie alle sagen.

Nachdem ich von so vielen Seiten Schwärmereien über Performanz und Schnelligkeit der Chromebooks gehört hatte, und da ich im Moment selbst einen Chromebook zum Test bei mir habe (genauer einen Acer C720) wird es jetzt den ultimativen Test geben. Die nächsten 4 Wochen werde ich ausschließlich über den Chromebook arbeiten. Für den Netzzugang wird dann das Note 3 mittels Hotspot Funktion dienen, dank LTE dürfte dann auch der Datendurchsatz kein Problem sein.

Der erste Tag hat sich angenehm unaufgeregt gestaltet. Auspacken, einschalten, WLan Knoten auswählen. Dann nur noch den Google Account eintragen und schon wurden alle Einstellungen des Chrome gezogen, inklusive Bookmarks und bereits installierter Apps. Zusätzlich gibt es zum Chromebook 2 Jahre 100GB Speicherplatz dazu, was für mich mehr als ausreichend ist. Da ich bislang bereits Google Drive als mein Cloud Laufwerk verwende, war kaum etwas umzustellen. Alleine die EMail Accounts, die nicht bei Google lagen habe ich auf GoogleMail zusammengefasst, so dass ich nun über den Google Mail Client auch die Mails der anderen Accounts abrufen und beantworten kann.

Der Acer Cromebook selbst ist angenehm leicht und flach, bietet aber mit zwei USB Ports, Audio in und out,Standard HDMI und SD Karten Slot alles, was man für das angehme Arbeiten mit Peripherie braucht. Erste Präsentationen habe ich auch bereits über den Chromebook geliefert, das ganze funktionierte problemlos und bei optimaler Auflösung.

Jetzt werden die nächsten Wochen zeigen, was das Chromebook zu leisten in der Lage ist und ob es für  mich wirklich als alleiniges Arbeitsgerät für mich als Autor ausreicht.

 

 

Gemeinsame Fotoalben erstellen mit Lirdy

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Ein klares, einfaches Interface zeichnet die App aus. Bilder bereitstellen ist selten so einfach gewesen.

Es gibt ja bereits einige Fotodienste, die es ermöglichen, Bilder online zu stellen. Bei den meisten hapert es aber an der sozialen Komponente, man kann einfach nicht gemeinsam ein Fotoalbum erstellen. Google+ bietet zwar mit seinen Events die Möglichkeit, Fotos zu einem Event zu sammeln, aber dafür müssen alle Beteiligten auch einen Google Account besitzen. Deshalb lohnt es sich, auch andere Dienste in Betracht zu ziehen.

Ein aktuelles Beispiel, das mir wegen der einfachen Oberfläche und der mobilen Clients sehr gut gefällt. Der Name des Dienstes ist Lirdy und was ihn auszeichnet und von anderen unterscheidet ist die extrem einfache Schnittstelle, um ein Album anzulegen bzw. Bilder hochzuladen.

Was Lirdy zudem auszeichnet ist der Datenschutz. So schreibt man selbst dazu: „Lirdy steht voll und ganz hinter dem Schutz der Privatsphäre und der Daten seiner Nutzer. Es werden auch keine persönlichen Profildaten gesammelt. So wird dem Nutzer ermöglicht, völlig anonym und nur mit seinem Nutzernamen bei Lirdy aufzutreten. Wir setzen stark auf den Serverstandort Deutschland, wodurch Lirdy den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen unterworfen ist.

Der Nutzer kann Fotoalben gezielt mit bestimmten Personen teilen. Man kann das Fotoalbum entweder komplett öffentlich der privat erstellen. Erstellt man ein privates Album, kann man dem Album nur durch Einladung, entweder per Link über Facebook oder E-Mail oder durch Scannen des Lirdy-Codes beitreten und selbst Fotos hochladen.

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QR-Code scannen und man hat Zugriff auf das Album, um Bilder hinzuzufügen. Dafür muss man keinerlei persönliche Daten preisgeben.

Diesen Worten müssen natürlich wie immer auch Daten folgen, aber da die Server in Deutschland stehen, und auch die Firma in Deutschland beheimatet ist, gilt hier zumindest deutsches Recht.

Das Prinzip hinter Lirdy funktioniert wie folgt. Derjenige, der die Bilder z.B. einer Veranstaltung sammeln möchte, legt auf Lirdy, nachdem er sich registriert hat ein Album an. Bei Lirdy kann man zu jedem Fotoalbum einen entsprechenden QR-Code, den sogenannten “Lirdy-Code”, aufrufen. Das macht es auch sehr großen Gruppen möglich, Fotos sehr schnell und unkompliziert in einem gemeinsamen Album auszutauschen.

 

Der Vorteil ist hierbei, dass außer demjenigen, der das Fotoalbum verwaltet niemand sich direkt anmelden und damit persönliche Daten hinterlegen muss. Dafür können aber alle Eingeladenen sei es über den PC oder über die für IOS und Android verfügbaren Apps Bilder auf den Dienst hochladen. Über die App geht das dank einfachen klaren Interfaces sehr gut, wer als weiterer Teilnehmer hochladen will, scannt einfach den QR Code und ist mit dabei.

Natürlich ist so ein Album nur so sicher wie die Teilnehmer vertrauenswürdig sind. Gibt jemand die Zugangsdaten weiter, haben natürlich auch andere Zugriff auf das Album. Aber dies ist weniger eine Lücke des Dienstes als eine Frage des Vertrauens derer, die gemeinsam ein Album erstellen.

Lirdy ist aber dank der extrem einfachen Handhabung und der effizienten Möglichkeit, Fotos von besonderen Events oder Lebensereignissen mit den Beteiligten zu teilen eine sehr schöne Alternative, die ich mit Sicherheit das eine oder andere Mal ausprobieren werde.

[appbox googleplay screenshots com.lirdy.mobile.android]

 

Lernen in und mit der Cloud: Examtime, ein spannendes Konzept fürs digitale Lernen

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Klare Struktur, nützliche Funktionalität und eine schnelle und gut strukturierte Oberfläche zeichnen Examtime aus. Der Schlüssel zum Erfolg ist aber die schön gemachte Gruppenfunktion.

Es gibt viele Varianten, wie man digital und online lernen kann. Neben Online Vorlesungen, ganzen Online Unis habe ich jetzt mit Examtime ein schönes Webtool entdeckt, mit dem man in Lerngruppen zusammenarbeiten kann. Dabei versteht sich Examtime als Werkzeug, dass die Kollaboration erleichtern soll.

Prinzipiell kann ich Examtime auch alleine nutzen,aber da man ja auch sonst meist in einer Lerngruppe besser voran kommt ist auch hier die Idee der Gruppe eines der Kern Features der Anwendung.

Das Design ist angenehm schlicht aber professionell und lenkt so wenig von den Inhalten ab. Die Struktur erinnert an andere Time Management und Verwaltungstools.

Sehr schön gelungen ist die Mindmapping Funktionalität, die gerade in der Zusammenarbeit mehrerer Nutzer sehr hilfreich sein kann.

Was ich wichtig und sehr gelungen finde ist der Fokus auf eine klare und einfach strukturierte Oberfläche sowie die durchdachte und nicht überbordende Menge an Features. Die Inhalte lassen sich dank diverser Importfunktionen dem jeweiligen Lernprojekt sehr gut anpassen. Neben Mindmap und Karteikarten bietet die Plattform auch eine Quizfunktion an und einen Kalender, mit dem sich zum Beispiel die Vorbereitung auf eine anstehende Prüfung sehr gut verwalten, aber auch Lerneinheiten planen lassen.

2013-09-09 09_56_07-ExamTime - Ein erster Test
Auch Mindmaps lassen sich erstellen und so gemeinsam Lerninhalte und Themengebiete gut strukturieren. DIe Anwendung läuft sehr flüssig und ist einfach zu bedienen.

Alles in allem halte ich Examtime für eine sehr gelungene Plattform für jedwede Art von Vorbereitung und Lerngruppenverwaltung. Durch das performante Webinterface lässt sich Examtime zudem auch gut auf Tablet bzw. Smartphone nutzen und bietet damit überall den mobilen Zugriff auf Lerninhalte und Lernerfolge.

 

Jedem, der ein gutes, schnelles und sinnvolles Werkzeug zur Examensvorbereitung oder für Lerngruppen sucht kann ich Examtime nur ans Herz legen.

Für mich präsentiert sich mit Examtime ein Trend, der sich in Zukunft noch verstärken wird. Die Vermischung aus klassischem Offline Lernen wird immer stärker durchsetzt durch Gruppenarbeiten, die über Klassen, Seminare und Jahrgänge hinweg Menschen zusammenführt, die ein gemeinsames Lerninteresse haben.

Eine Plattform wie Examtime kann ich mir auch sehr gut im Geschäftsumfeld vorstellen, wo sie inhouse Schulungen ebenso wie Kurse außer Haus hervorragend unterstützen und ggf. den Lernerfolg durch weiterführende Übungen, Recherchen oder Tests nach der eigentlichen Präsenzphase verstärken kann.

Letztlich lernen viele „Digital Natives“ ja heute schon vernetzt, dies aber mit Tools wie Facebook, die nicht wirklich auf die Anforderungen für vernetztes Lernen ausgerichtet sind. Examtime bietet hier genau den richtigen Mix aus „Gamification“ durch Gruppenarbeit und sinnvoller Struktur.

 

 

 

 

 

 

IBM macht sich Gedanken über die Verknüpfung von Online- und Offline Commerce

Nettes Video finde ich, Teil einer Reihe zum Thema Online- und Offline Commerce. Eine spannende Frage, denn meiner Ansicht nach muss Online- und Offline nicht zwangsweise ein entweder oder sein. Gerade für kleinere lokale Unternehmen sehe ich in einer klugen Online Strategie auch Chancen für den Offline Verkauf. Indem man zum Beispiel regionale Aktionen bewirbt, lokale Services bietet und generell die sprichwörtliche Nähe zum Kunden lebt.

Es geht halt wieder mehr um den Mehrwert, was wirklich die Qualität von Offline ausmacht. Wenn ich nur austauschbarer Verkäufer einer Ware bin, dann kann ich das genauso gut auch online machen. Bin ich aber auch noch Berater, Gesprächspartner oder gar „Plattform für das Zusammenkommen von Menschen“, dann macht es weiterhin Sinn, mich als Händler in meinem Ladengeschäft zu besuchen. Die Ware alleine ist schon länger kein Grund mehr, in ein Geschäft gehen zu müssen. Ich denke hier muss der Offline Handel ansetzen, will er auch längerfristig gegen den reinen Online Handel bestehen.

Vom Leben in zwei Kulturen: Online in der Offline Welt

In eigener Sache. Ich bin kein Digital Native.

Zumindest nicht, nach der landläufigen und wie so oft zum großen Teil falschen Definition, wie sie die Medien gerne heranziehen. Baujahr 1967 bin ich aber schon ab 1983 in intensivem Kontakt mit Computern geraten (VC 20, dann AMIGA). Habe mir, als es noch richtig teuer war einen Akkustikkoppler und einen Datex P Zugang besorgt, mich über Mailboxen ins Internet begeben, na ja, fast zumindest und habe so ziemlich jeden Schritt vom ersten Online Kreischen eines Modems bis hin zu den Google Anwendungen von heute durchgemacht.

Und von den Möglichkeiten und Chancen, die ich heute durch die neuen Technologien habe, wagte ich damals nur zu träumen.

Und dennoch fühle ich mich manchmal wie ein Alien auf einem anderen Stern. Immer wieder, wenn sich meine doch immer noch weitestgehende Offline Umwelt über meine Kenntnisse, mein Interesse oder meine Gadgets echauffiert oder amüsiert. Dabei muss ich sagen, es ist eigentlich traurig, wie wenig über die Möglichkeiten die Allgemeinheit und noch verstärkt die Allgemeinheit auf dem Lande weiß.

Denn jedes Mal, wenn ich einen Offliner dabei berate, der sich doch in das ach so gefährliche Umfeld des „Spielzeugs“ Smartphone wagt, stelle ich fest, wie überrascht und begeistert dieser von den Möglichkeiten ist. Die er dann aber nach einiger Zeit doch wieder nicht nutzt. Es ist wohl nicht tief genug im Hirn verankert, dass es da jetzt etwas besseres gibt als den unhandlichen Busfahrplan, etwas einfacheres als die Taxizentrale und etwas intelligenteres als das Fremdsprachenlexikon.

Nicht, dass ich von allen erwarte, sie sollten sich voller Begeisterung auf all die Technologien stürzen. Aber ich bin doch immer wieder verblüfft, dass sich Menschen über Dinge beklagen, die sie so längst nicht mehr erleiden müssten, würden sie sich auf die Veränderungen in ihrer Umwelt nur einlassen.

Online heißt für mich nämlich auch, schnell an neue Information zu kommen, überhaupt informiert zu sein, Dinge zu wissen, die andere erst lange recherchieren müssen. Das Suchfenster von Google, Wikipedia, Twitter. Es gibt so viele Quellen im Netz, die richtig angewendet zu einer ungeheuren Erleichterung werden.

Der Denkfehler der meisten Offliner ist immer noch, das koste ja alles so viel Zeit und da würde man ja das Denken verlernen.

Zum einen, es kostet meist deutlich mehr Zeit, offline Informationen zusammenzutragen, herumzutelefonieren oder die für mich schon fast in die Kategorie offline fallende EMail zu verwenden.

Und ich verlerne nicht das Denken, im Gegenteil, dank des Zugangs zu ganz verschiedenen Quellen, zu einem Füllhorn von intelligenten Köpfen, die eben nicht nur so wie ich denken werde ich jeden Tag aufs neue zum Denken, zum Nachdenken angeregt. Für mich bedeutet Online sein eine Bereicherung und eine große Vereinfachung meines Lebens. Und ich bin nicht nur Online in einer Offline Welt um mich herum, ich bin auch immer Beruf im Privaten und Privat im Beruf. Und halte das nicht für schlimm, sofern ich, und das ist eigentlich auch ohne die Online Welt wichtig, selbstbestimmt trenne, wann ich beruflich erreichbar bin, wann privat.

Die Technik wird uns die eigene Entscheidung darüber nie abnehmen können, wie stark wir uns im Beruf einbringen, wie sehr wir uns von außen steuern lassen. Jeder, der dieses Problem durch einen Verzicht auf moderne Technik bewerkstelligen will, sollte auch über die Abschaffung des Straßenverkehrs nachdenken, um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren.

Es geht nicht um die böse Technik sondern darum, selbst zu entscheiden, was wann gut und was schlecht ist.

Aber ich versuche nicht zu missionieren. Denn die nachfolgende Generation zeigt mir, auch durch meine eigenen Kinder, dass es bald natürlich und keines Gedankens mehr wert sein wird, dass wir wo immer und wann immer wir wollen online sein können. Es ermöglicht so viel neues, dass ich nicht mehr darauf verzichten möchte und wir vermutlich in einer immer komplexeren Gesellschaft gar nicht mehr darauf verzichten sollten, um die Probleme der Zukunft GEMEINSAM zu lösen. Denn das ist es, worum es eigentlich beim Online sein geht. Um das vernetzt sein, um den Austausch.