Still und heimlich hat Google jetzt auch in Deutschland die Möglichkeit freigeschaltet, sich Videos auszuleihen.
Noch halte ich die Preise für ziemlich happig, gerade für ältere Filme finde ich knapp 4 Euro schon etwas teuer aber sicher wird sich hier auch mit der Zeit eine Aktionskultur mit Sonderangeboten etablieren. Man darf also gespannt sein!
Das soziale Web ist der natürliche Feind des Vertuschens.
Sehr gut erkannt hat die „ZEIT“ mal wieder ein Phänomen der sozialen Netze: Unter dem Titel „Vertuschen schwer gemacht“ wird aufgezeigt, dass durch die sozialen Netze und deren virale Verbreitungswege es für die Unternehmen deutlich schwerer geworden ist, Fehlverhalten und (Umwelt-)vergehen zu vertuschen. Vor dem Internet konnten Konzerne Nachrichten über sich und Informationen zu negativen Ereignissen recht gut steuern. In Zeiten des Netzes und von kritischen Bloggern ist das deutlich schwerer geworden.
Ich wage hier die Frage zu stellen: Warum bedarf es erst einer sozialen Infrastruktur, um Skandale schneller aufzudecken, die Öffentlichkeit umfassender zu informieren und auch nachhaltig bei Themen zu bleiben, die in der Tagespresse spätestens nach ein oder zwei Wochen verschwinden.

Für mich greifen hier vor allem zwei Aspekte, die von der Mehrheit der Unternehmen und Medienkonzerne meiner Ansicht nach völlig falsch eingeschätzt wurden.
a) Der Durchschnittsbürger will nicht informiert, sondern unterhalten werden. Das mag so lange stimmen, so lange der Bürger den grundlegenden Eindruck hat, die große Mehrheit in Wirtschaft und Politik arbeitet zu seinem Wohle. Das ist aber schon seit einiger Zeit ein Eindruck, den wohl nur noch die Manager in den Konzernen haben.
b) Das Netz und seine Potentiale werden nicht wirklich für ernsthafte Recherche durch Blogger genutzt. Hier ist man dem Irrtum, nur ein Profi kann handfest recherchieren aufgesessen. Längst herrscht in vielen Redaktionen weniger der Anspruch nach fundiertem Qualtitätsjournalismus als vielmehr die ewige Frage, was bringt Auflage. Und da zieht der kritische Bericht eben nur kurz, nachgehaltene Recherche langweilt den Leser (oder so meinen zumindest die Verlagsmanager).
Deshalb darf es keinen Manager eines Medienkonzerns wundern,wenn die Umsätze sinken. Sorry ihr da oben, wir haben längst begriffen, dass ihr uns nicht umfassend, sondern wirtschaftlich rentabel informiert. In früheren Zeiten pflegte ich Nachrichten aus dem Netz durch Lektüre von Zeitung oder durch Schauen von Nachrichten zu verifizieren. Nach all den Skandalen und vertuschten Katastrophen und Entscheidungen in Politik und Wirtschaft hat sich das für mich mittlerweile umgekehrt, ich validiere die Aussagen aus TV und Zeitung durch Recherche im Netz.
Wie bei so vielen Dienstleistungen hat man leider auch bei den Medien irgendwann die Aufgabe, den „Kunden“ zu informieren dem „den Shareholdervalue steigern“ geopfert.
Die Strafe dafür kassiert man jetzt durch sinkende Zuschauerzahlen oder Auflagen.
Und der eigentliche Dorn im Auge von Konzernen dürfte sein, dass sich eine vernetzte und aktive Bloggerszene nicht so leicht beeinflußen und kontrollieren lässt. Das Vertuschen fällt ungemein schwerer und der nächste Shitstorm oder Streisand-Effekt ist oft nur ein Posting entfernt. Da hilft dann meist nur noch gnadenlose Ehrlichkeit. Ein Handeln, das mit Sicherheit einigen Unternehmen extrem schwer fallen dürfte.
Das Jahr der Blogs. Warum ein Blog ein mächtiges Instrument sein kann.

Vermutlich dürften viele meiner Leser die Geschichte des neunjährigen Mädchens mitbekommen haben, die dadurch, dass sie ihr (offensichtlich sehr oft schlechtes) Schulessen dokumentierte nicht nur internationales Aufsehen erhielt, sondern auch dafür sorgte, das unter anderem Jamie Oliver auf sie aufmerksam wurde und letztenendes tatsächlich auch ihr Schulessen sich verbesserte, nachdem sich selbst örtliche Behörden eingeschaltet hatten.
Was mir das zeigt? Zum einen, dass die Relevanz der Blogs nicht durch Dienste wie Facebook oder Twitter verwässert wird sondern im Gegenteil eher noch steigt. Denn nur im Blog kann ich frei nach meinem Gusto, in meinem Stil meine Inhalte publizieren. Zum anderen sollten wir nicht die journalistische Kraft des Mediums Blog unterschätzen. Sicher, wenn es um komplexe Zusammenhänge geht, die nicht nur tiefe Recherche sondern auch die Möglichkeit, überhaupt Zugriff auf bestimmte Informationen zu erhalten bedingen, dann mag der „klassische Journalist“ noch im Vorteil sein. Aber über die Fakten, Tatsachen und auch Missstände im eigenen Umfeld kann niemand so gut berichten, wie ein Betroffener mit einem Hang zum Schreiben. Denn der Amateur ist, wie der Name schon sagt, oft derjenige, der sein Thema „amare“ also liebt. Und damit jenseits von Leserzwängen und Auflagen darüber schreibt, was ihm am Herzen liegt. Und wenn er Glück hat oder hinreichende Relevanz, dann streut die Geschichte oft viel dynamischer als sie das in den klassischen Medien tun würde.
Das Blog ist nicht tot, ganz im Gegenteil, es wird erwachsen, die Themengebiete etablieren sich, die auch längerfristig noch Leser finden und es bildet sich nach und nach eine mediale Symbiose aus klassischem Journalismus, Journalisten, die sich sowohl im klassischen Print wiederfinden als auch in der Bloggerszene und „reinen“ Bloggern.
Betrachtet man nur wie sich z.B: die ZEIT mittlerweile im Netz etabliert hat, so sieht man: Es geht auch beides, man muß nur aufhören zu klagen und handeln. Dann kann man sogar mit neun Jahren wirklich was bewegen!
Heineken und die UEFA Champions League, jetzt wird Fussball interaktiv
Bin zwar selbst kein Fussballfan, aber dieses interaktive Konzept während eines Fussballspiels aktiv mitzufiebern und mitzuwetten klingt doch ausgesprochen interessant als Verschmelzung von Online und Offline Welt.
Sollten sich unter meinen Lesern Fussballfans befinden, wäre ich für einen Erfahrungsbericht zum Player dankbar und veröffentliche gerne einen Gastbeitrag dazu.
Aus der Pressemitteilung:
Für alle Fußballfans wird die UEFA Champions League ab sofort noch spannender: Am 22. November startet auch in Deutschland der „Heineken StarPlayer“, das weltweit prämierte Online-Echtzeit-Fußballspiel. Für alle Freunde des runden Leders bietet sich damit auf www.heineken.de/ucl ein völlig neues digitales und interaktives Live-Erlebnis mit der Chance auf attraktive Gewinne.
Was zählt, ist auf dem Platz: Kaum kommt der Ball in Strafraumnähe, steigt die Spannung. Geht der nächste Pass ins Leere oder gelingt nach einem genialen Dribbling das Tor? Wird der nächste Eckstoß zum Erfolg führen oder kann die Abwehr klären?
Der Heineken StarPlayer macht das Mitfiebern jetzt noch spannender und interaktiver. Denn was hier zählt, sind die Punkte. Im „Dual Screen“-Modus wird er parallel zu den TV-Übertragungen der ‚UEFA Champions League‘-Begegnungen auf www.heineken.de/ucl gespielt. Fans beweisen ihren Fußballinstinkt, indem sie in Echtzeit auf dem Computer die Ausgänge von Spielzügen, die sich live auf dem Spielfeld ereignen, vorhersehen. Was geschieht in den entscheidenden nächsten Spielsituationen, etwa bei Ecken oder Freistößen und fällt in den nächsten 30 Sekunden ein Tor? Die richtigen Vorhersagen der Ereignisse auf dem Platz und echte Fußballkompetenz sind entscheidend, um im Highscore-Ranking an seinen Mitspielern vorbeizuziehen. Echtes Insiderwissen zur UEFA Champions League wird über Bonusfragen abgefragt und mit zusätzlichen Punkten belohnt. Dabei winken attraktive Gewinne, denn die jeweils bestplatzierten Spieler der fünf Spielabschnitte (Gruppenspiele, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale, Finale) gewinnen Tickets für das Finale am 19. Mai 2012 in München, ein SKY-Abo oder einen Heineken-Kicker. Gespielt werden kann an jedem Spieltag der UEFA Champions League. Wer auch von unterwegs nicht auf den Heineken StarPlayer verzichten möchte, kann ebenso auf dem iPhone oder iPad um Ruhm und Ehre in der internationalen Liga mitspielen.
Zum siebten Mal in Folge schon sponsert Heineken, die internationalste Biermarke der Welt, die renommierte UEFA Champions League.
Carsten Schemmer, Head of Marketing Heineken, erklärte dazu: „Der StarPlayer wird die Art und Weise, wie Fußballfans mit der UEFA Champions League interagieren, entscheidend verändern und das Zuschauen der Spiele zu einem starken gemeinsamen Ereignis machen. Heineken bringt die Spannung und den Wettbewerb mit der innovativen ‚Dual Screen‘-Technologie des StarPlayers effektiv in die Fingerspitzen der Fans und bietet Ihnen dadurch ein wirklich erstklassiges und innovatives Fußball-Erlebnis mit Heineken.”
Zusätzliche Informationen rund um den StarPlayer und die Marke Heineken gibt es auf www.heineken.de.
Der MTV Shitstorm ist symptomatisch, sterbt doch an eurer Gier
Es ist erstaunlich, dass offensichtlich in manchen Managementetagen immer noch nicht das wahre Wesen des Internets verstanden wird. Und das das ganze jetzt sogar in die „klassischen“ Medien abstrahlt, macht das ganze noch bemerkenswerter (wobei bei einem Musiksender von einem klassischen Medium zu sprechen nicht einer gewissen Ironie entbehrt). Seit Jahren wird nun versucht, mit stets nur geringem Erfolg, PayTV in Deutschland zu etablieren. Wenn man sich die Reaktionen auf den Facebook Seiten von MTV Deutschland ansieht, zeigt sich aber, daß dieser Schritt nicht wirklich so wohl überlegt zu sein scheint, wie angenommen. Oder man könnte auch sagen: Da haben Manager mal wieder entschieden, was ihrer Ansicht nach das Beste für den Kunden ist, ohne den Kunden zu fragen. Ich finde es ausgesprochen erhellend, wie sehr im Moment klassische Medien, sei es Print oder TV auf das Internet bashen, gleichzeitig aber immer wieder mit ihren verquasten Geschäftsmodellversuchen scheitern, die in den Elfenbeintürmen der Chefetagen offensichtlich von einem Management ersonnen wurden, das sein eigenes Medium nicht mal so konsumiert wie die aktuelle Kundschaft. Bzw. das so weit entfernt von Kunden und deren Wünschen in den Sphären reinen Profitdenkens lebt, dass es die Kunden auf der Strecke zurücklässt.
Die Printmedien schaffen es nicht, die neuen digitalen Verkaufspfade zu beschreiten, die öffentlich rechtlichen vergessen ihren Auftrag und daß sie eigentlich schon staatliches PayTV sind (was anderes ist die GEZ Gebühr als eine staatlich verordnete PayTV Gebühr) und die Privaten, die ja eigentlich durch Werbung finanziert sein sollten, wandern in Bezahlangebote ab, die keiner will, schon gar nicht, so lange man verpflichtend GEZ und ggf. auch Kabelgrundgebühren zahlen muß. Hallo ihr da oben. Es gibt Menschen, die können sich keine 50 Euro monatlich leisten (GEZ monatlich knapp 18 Euro, Kabel alleine etwa 17 Euro +- abhängig vom Anbieter sind schon alleine knapp 35 Euro!!, dazu z.B. das Sky Basispaket wieder 17 Euro), nur um trashiges Unterschichten TV und Endlosschleifen von Filmkanälen anzuschauen. Es gibt Menschen, die arbeiten hart für ihr Geld und deren Lohn ist nicht 5 oder 6 stellig im MONAT!
Also kommt runter von eurem hohen Ross und macht wieder Produkte für Kunden, nicht für profitgierige Anteilseigner und Aktionäre.
Wir brauchen Medienkompetenz statt Medienignoranz!
Der Spiegel berichtet: Deutsche Jugendliche hinken in Europa hinterher. Das wundert mich nicht.
In Deutschland, dem scheinbaren Land der Dichter und Denker wird über die Medien noch viel zu negativ nachgedacht. Wo die Presse lieber über Cyberbullying und Egoshooter berichtet als über die Bildungsmöglichkeiten und die Demokratisierungspotentiale des Internets kann ich den Jugendlichen keinen Vorwurf machen, wenn sie nicht so kompetent sind wie ihre Altersgenossen in aufgeschlosseneren Ländern.
So lange Rektoren noch solchen Schwachsinn verzapfen wie „Der Computer verdummt unsere Schüler“ und „keinen Computer bis zur achten Klasse“ da wundert mich nix.(und ich habe das live erlebt und war fassungslos ob solch mittelalterlicher Gedankenwelten) Wir müssen endlich begreifen, dass auch Computersachverstand wichtig ist. Dass wir Medienkompetenz brauchen. Und zwar und gerade bei den Eltern. Die lassen ihre Kinder meist entweder unkontrolliert auf den Rechner los oder verbieten ihn ganz. Beides zeugt von entsetzlicher Ignoranz und ist gefährlich.
Wir dürfen die Kinder nicht mit dem Netz alleine lassen. So weit richtig. Aber das Netz ist nicht gefährlich und nicht schädlich, wenn es kompetent genutzt wird.
So lange aber Lehrer, Politiker und die Medien noch solchen Blödsinn verzapfen und das Internet und Computer als verdummende Technologien verdammen, denen man angeblich nur mit dem Lesen von Büchern und dem Denken in Gedankenwelten von Vorgestern begegnen kann, werden wir noch weiter zurückfallen. Nicht die Computer, das Internet und Computerspiele sind am schlechten Abschneiden bei PISA schuld. Es liegt an einer nur am Sparen orientierten Bildungspolitik, an überforderten Lehrern und einer Presse, die lieber spektakuläre Halbwahrheiten verbreitet, anstelle richtig nachzurecherchieren.
Wir brauchen eine neue Erziehung, die wieder bildet, anstatt nur auszubilden. Auch wenn das solche Herren wie ein Herr Hundt nicht gerne hören. Die Unternehmen kommen erst an zweiter Stelle. Wir müssen den MENSCHEN bilden, nicht den Arbeitnehmer. Wir haben schon zu viele dumpfe Abnicker und Karrieristen in den Unternehmen. Auch die Finanzkrise war mit ein Resultat eines Denkens, das nur noch auf den Profit und nicht mehr auf den Menschen schaut. Ein bisschen mehr humanistische Bildung, etwas mehr Ethik und Moral wäre manchen „da oben“ nicht abkömmlich!
Deutschland heute, das ist vor allem eins: Ein bildungsfernes Ausbildungsland mit akuter Technophobie.
Blogparade: Wie konsumierst du Medien?
notebooksbilliger.de veranstaltet eine Blogparade darüber, wie wir Blogger so Medien konsumieren. Nun, da kann ich was erzählen und mache deshalb gerne mit:
Zum ersten. Zwar schaut meine Frau noch ab und an fern, aber bei mir ist Fernsehen fast völlig in den Hintergrund getreten. Meine Nachrichten hole ich mir aus verschiedenen RSS Feeds und lasse sie mir mit Tools wie Tabbloid oder Feedly zusammenfassen. Radio höre ich fast ausschliesslich über das Internet, bevorzugt ByteFM, einen genialen Radiosender aus Hamburg, bei dem noch Musik gespielt wird, die den Moderatoren gefällt, nicht nur Mainstream.
Unser Musik zu hause wird über eine Fritzbox 7270 und daran angehängte Festplatte gestreamt, so daß die Internetradios (derer 3 Stück) alle auf die MP3 Sammlung zugreifen können. Dort sind auch die Lieblingsfilme abgelegt, so daß auch diese über den Samsung Flatscreen geschaut werden können (ja, ich habe die Filme gekauft, nicht gezogen). Der Fernseher kann auf die Filme via WLan zugreifen. Zusätzlich hängt am Fernseher noch eine Festplatte, so daß auch dort noch Musik, Fotos und Filme abgelegt werden. Das ganze ist fernsteuerbar via VNC und Fernzugriff auf die Fritzbox.
Als neuestes Experiment habe ich noch einen älteren Netbook mit SSD zum Mediaserver umgebaut, mit dem ich dann experimentiere, und der unter anderem auch als Wiki und Internetfestplatte fungiert.
Das ist so mein Setup, man sieht, bin schon lange weg von den „herkömmlichen Medienwegen“.
Ach ja, und ab und an lese ich noch ein Buch (na ja, eigentlich sogar sehr viel). Aber wenns geht meist als EBook auf meinem Sony EBookReader, den ich mit Adobe Digital Editions und Calibre verwalte.
Cognitive Surplus visualized
Cognitive Surplus visualized bietet eine interessante Grafik, die ich all jenen nur ans Herz legen kann, die mich immer wieder fragen, woher ich die Zeit fürs Bloggen und meine ganzen Gadgets und Forschungsprojekte nehme..
Die Quintessenz: Einfach mal den Fernseher ausschalten.



