Bist du als Kunde wichtig? Achte auf die Kleinigkeiten!

Produkte verkaufen viele. Aber ob neben den Produkten auch ich als Person wichtig bin, das erkennt man oft an den Details.

Oft sind es Kleinigkeiten wie zum Beispiel kostenloser Sprudel an heißen Tagen, der irgendwo im Laden steht.
Oder wie gepflegt der Wartebereich aussieht, ob man sich für die billigsten Möbel für den Kunden entschieden hat und ob das ganze nur funktional oder auch ästhetisch eingerichtet ist. Und das kann man vom Arzt über die Bank bis hin zum Einzelhändler beobachten.

Und auch der Umgang ist entscheidend. Mein liebstes Beispiel dazu ist die Verkäuferin im Supermarkt, die, wenn der Kunde wirklich im Mittelpunkt steht und er gerade ein Produkt nicht findet, weil nicht auf Lager auch mal sagt: „Im Moment ist das bei uns ausverkauft, aber das Geschäft drei Straßen weiter (ja, Konkurrenz) könnte es noch haben.“

DAS ist Kundenfokus, und ganz ehrlich, solch ein Geschäft würde ich sicher häufiger aufsuchen und auch weiterempfehlen, weil ich dort als Kunde auch wertgeschätzt werde, wenn man mit mir nicht gleich Geld machen kann.

Ein anderes schönes und aktuelles Beispiel sind die Zimmer in Hotels. Ich achte immer darauf, wie viele Steckdosen es gibt, wie teuer das W-Lan ist (es darf eigentlich heutzutage gar nichts mehr kosten in Zeiten von UMTS und LTE) und vor allem auch, wie schnell und wie verfügbar.

Ebenso ist es spannend zu sehen, ob der Frühstücksbereich liebevoll ausgestattet ist, oder eher funktional. Macht man sich Gedanken über verschiedene Essgewohnheiten (Englisches Frühstück, Kontinental, Vegetarisch)?

Ist das Bad eine weiße Kachelwüste oder gibt es schöne Akzente?

Es sind einfach die kleinen Dinge, auf die ich mittlerweile achte, und die für mich den Unterschied machen zwischen zufriedener Kunde und glücklicher Kunde, der auch wieder kommt.

Warum ePayment erst in ein paar Jahren ein Erfolg werden könnte.. vielleicht

Alle sind begeistert von Apple Pay und das Konzept mit NFC an sich ist ja auch gut.
Aber alles blickt wieder aus der Sicht der Unternehmen auf die Geschichte. Der Kunde möchte aber anderes und der Händler auch.
Zunächst, ich will ein elektronisches Zahlungssystem, mit dem ich garantiert überall zahlen kann, in jedem Laden und auch auf dem Land. Das kann bislang NUR die EC-Karte weitestgehend abdecken. Selbst Kreditkarten werden bereits wieder von vielen Geschäften abgelehnt, die sie mal anboten.

Und der Handel will nicht NOCH ein System. Große Unternehmen mögen sich ja 6 oder 7 unterschiedliche Bezahlsysteme in ihre Filialen stellen, aber der normale Einzelhandel kann sich so etwas gar nicht leisten.

Ich bin gespannt, ob Apple es schafft, NFC als Bezahltechnologie zu etablieren, bei der Minderheit, die mit IPhones unterwegs ist und der noch viel größeren Minderheit, die überhaupt IPhones mit NFC, nämlich die neueste Generation hat, wage ich dies aber sehr zu bezweifeln. Würde mich freuen, wenn ich falsch liege, da ich schon lange auf Bargeld verzichten möchte. In Deutschland, in England, In Frankreich, sorry dort überall sehe ich aber noch einen großen Hang der Mehrheit zum Bargeld.

Lässt sich Social Media kommerzialisieren? Nein, aber ernst nehmen!

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Social Media ist keine Technologie, sondern eine Geisteshaltung

Oft werde ich mit der Frage konfrontiert, ob man mit diesem Social Media Krams überhaupt als Unternehmen Geld verdienen kann. Die Antwort ist bei weitem nicht so einfach, wie viele glauben. Zum einen ist Social Media ein schwieriges Medium (schön wird das in einem brillianten Artikel von Mirko Lange in der Huffington Post), das sich nicht so einfach mit den „klassischen Marketingmethoden“ aus den Lehrbüchern bearbeiten lässt. Zum anderen sehend as viele Entscheider zwar als etwas, das man mal tun sollte, setzen sich dann aber nicht wirklich damit auseinander, was dies bedeutet. Resultat oft, es gibt zwar ein Social Media Budget aber kein Konzept. Oder ein Social Media Budget, ein Konzept, aber niemanden, der das zu 100% umsetzen kann.

Und hier gleich mal die schlechte Nachricht. Auch wenn viele Social Media immer noch für eine Spielerei halten, es ist ein schwieriges Geschäft.
Denn im Gegensatz zu allen anderen Kanälen ist Social Media interaktiv. Ja, das mag so manchen befremden, aber es reicht nicht, in die Social Media Kanäle seine Verkaufsbotschaften hinauszublasen, die will schon kaum jemand in Fernsehen und Print ernsthaft sehen, in Social Media können zu platte Werbemaßnahmen aber völlig nach hinten los gehen.

Vergleichen wir doch mal eine beliebige Social Media Plattform mit einer großen privaten Party. So abwegig ist das gar nicht, denn die primäre Funktion von Social Media Diensten wie Facebook und Twitter FÜR DEN KUNDEN ist nicht, darüber Werbung zu bekommen, sondern mit Freunden und Bekannten Bilder, Nachrichten, Botschaften auszutauschen.

Man stelle sich vor, ein in den Farben des Unternehmens verkleideter Marketingfuzzi würde auf einer privaten Feier herumtänzeln, jedem, der es sehen will oder auch nicht seine Werbeflyer aufdrängen und immer mal wieder zum Xten Mal ein IPad verlosen. Denn würden wir doch alle achtkant rauswerfen? Ja, und das machen wir alle halt auch in den Social Media Plattformen. Wir blockend die Werbebanner, „unliken“ die Firmenseite, wenn außer Marketinglügen, die immer alles schön und toll und viel besser als die Konkurrenz und unschlagbar anpreisen. (Eine Keynote eines beliebigen Herstellers zu einem neuen Produkt und man kann für zig Runden Buzzword Bingo leere Werbeworthülsen wie „fantastic“, „gorgeous“, „gamechanging“ aufschnappen)

Bestand hat in Social Media nur ein Unternehmen, das sich ernsthaft mit den Belangen der Kunden auseinandersetzt. Das Kritik annimmt, auf Augenhöhe kommuniziert und mit den Kunden ehrlich umgeht.

Allen anderen kann ich nur sagen: Blast ruhig weiterhin euer Werbebudget in Print Anzeigen und verblödende TV Werbung. Die wollen wir zwar auch nicht sehen, aber da bekommt ihr das wenigstens nicht so direkt mit 😉

Wer sich weiterhin beklagt, dass die Kunden diese bösen Adblocker nutzen soll bitte nur einen ganzen Tag durchs Netz surfen und mir dann sagen, ob ihn die Flut an dummer Werbung annervt, die zum Teil genauso hirnverbrannt daherkommt wie die Printwerbung.

Sich in Social Media zu bewegen bedingt, dass man die Mechanismen versteht, dass man sich vernetzt, sich kümmert, aktiv ist, Blogger und Twitterer ernst nimmt, sie mit einbezieht und zu Fürsprechern fürs Unternehmen macht. Nicht durch plumpes Kaufen, sondern dadurch, das man sie ernsthaft vom Produkt ÜBERZEUGT! Was ich hier im Blog teste, habe ich wirklich in Händen gehalten, ausprobiert, getestet und meine Bewertungen dazu sind objektiv. Das ist Bedingung, das vergessen aber leider manche bei der Anfrage. Denn ich kann als Blogger nicht ernst genommen werden wollen, wenn ich mich von Unternehmen für positive Urteile bezahlen lasse. Meine erste Frage bei jeder Kooperationsanfrage ist deshalb auch: Darf ich auch darüber schreiben, wenn mir das Produkt nicht gefällt?

Das ist der Lakmustest für die Unternehmensanfrage. Nur, wer hier souverän genug ist, dieses Risiko einzugehen, hat bei mir eine Chance im Blog besprochen zu werden. Und, Achtung, das überrascht jetzt manche Unternehmen vielleicht, das ist bei JEDEM guten Blogger so. Also wenn euch jemand freudestrahlend sein Blog anbietet für eine geschönte Werbemaßnahme, tja, dann könnt ihr das Geld auch gleich verbrennen. Viel wert ist so ein Beitrag nicht.

Wenn man aber auch mit Bloggern auf Augenhöhe kommuniziert, dann hat man einen Marketinggewinn, der mit nichts sonst zu vergleichen ist. Ehrlich, offene und vor allem mit Reichweite gesegnete Mitglieder der Community. Ich kenne einige Firmen, die das begriffen haben. Aber viele stehen noch vor einem langen Weg.

Man kann wirklich sagen. Social Media ist in der Gesellschaft angekommen. In den Unternehmen bis auf ganz wenige Ausnahmen noch lange nicht.

Social Media und Marketing. Es muss anders werden.

Marketing in sozialen Netzwerken lohnt nicht, so vermeldet CIO über den Eindruck den der Handel vom Marketing Engagement in sozialen Netzwerken hat.

Und ja, wenn damit das übliche Top-Down Marketing gemeint ist, das vorstellen der eigenen Produkte und Dienste als „Alleine glücklich machend, das beste vom besten, unschlagbar etc.“ dann ja. Das wollen viele schon im Fernsehen nicht mehr hören und in den sozialen Medien, die ja auch eine Plattform für privaten Austausch sind erst recht nicht.

Es bedarf hier einer komplett anderen Denke. Einer Kommunikation auf Augenhöhe. Erst, wenn ich nicht mehr Produkte vermarkte, sondern Bedürfnisse meiner Kunden befriedigen möchte, ihnen helfen möchte jenseits von Waren und Umsatz, dann fühlen sich Kunden im Netz auch ernst genommen. Weil sie dann nicht mehr als Kunden sondern als Menschen behandelt werden. Der große Irrtum vieler ist, dass sie Social Media nur als Verlängerung der „normalen Marketing Maßnahmen“ sehen.

Als einen weiteren zu bespielenden Kanal und dabei vergessen, dass es dort auch ums zuhören geht. Nur wer auf Augenhöhe kommuniziert, wird dort auch ernst genommen. Und dazu gehört es auch, Fehler zuzugeben, Hilfe ohne direkten dahinterliegenden Lead zu bieten, einfach auf den Menschen einzugehen. Dann werden Kunden zu Menschen und Menschen zu Markenbotschaftern.

Wer aber klassische Werbung raushaut, ja der investiert besser woanders.

Baum gegen Beitrag. Werbegag für die Umwelt

Manchmal kommen Blogs auf die merkwürdigsten Ideen, um sich prominenter zu machen. Manchmal sind die Ideen aber nicht nur merkwürdig, sondern auch würdig, verbreitet zu werden. So wie Aktion der Firma ITSTH, die auf Ihrer Seite 1000 Bäume pflanzen will, aber nur, wenn für den zu pflanzenden Baum im eigenen Blog ein Beitrag geschrieben wird. Und damit dürfte jetzt auch klar sein, warum ich das hier schreibe. So was muss ich natürlich im Feldversuch testen.

Wer auch mitmachen will, findet weitere Infos unter: http://www.easy2sync.de/de/ueber/ablogatree.php

Über die Diskrepanz zwischen Technologe und Nutzer

Das neue Google Nexus 4 kommt auf den Markt. Für mich, der im Moment nach einem neuen Smartphone sucht zunächst ein Grund, sofort zuzuschlagen. Reines Android 4.2, schnelle OS Updates. Aber da ist ja noch das Samsung Note 2, der Nachfolger des legendären Note, das ich mir durchaus auch angeschafft hätte, hätte ich mich damals nicht, Vertreter der reinen Lehre für das Galaxy Nexus entschieden.

Nun denn, was solls denn sein. Ich schwanke, bin mir nicht mehr so sicher. Dann die Entscheidung. Aufhören mit dem Blick eines Technologen, anfangen damit, was ich mit dem Gerät TUN will.

Und dabei fällt mir auf, dass viele meiner bisherigen Technikentscheidungen vom Technologenstandpunkt aus richtig, aber oft in der täglichen Nutzung eher unglücklich waren.

So meine Entscheidung, ein 10.1 Tablet nutzen zu wollen. Eigentlich schöner Formfaktor. Aber auf Dauer stellte ich fest. Fürs Arbeiten zu wenig, fürs reine „Spielgerät“ zu viel. Also Gebrauchtmarkt in Anspruch genommen, abgestossen und weniger technologisch, mehr pragmatisch ein Asus Transformer angeschafft. Auch 10.1 Zoll aber mit Tastatur, die als Dock das ganze zum Subnotebook werden lässt. Jetzt zwar nicht unbedingt das Gerät, dass die  Technologenseele als das seligmachende empfiehlt, aber der reine Nutzer ist hochzufrieden.

Der Gedanke, der sich mir hier aufdrängt. Wie oft entscheiden wir nicht danach, was wir brauchen, sondern wovon wir meinen, dass wir damit in unserem Sozialisationsumfeld möglichst gut dastehen. Das Phänomen kennt wohl jeder zumindest beim Kauf eines PKW, so er oder sie sich nicht gänzlich von den einschlägigen Diskussionen abzukoppeln in der Lage ist.

Bestimmtes Produkt, bestimmtes Signal. Das ist ja auch das, worauf ein Großteil des Marketing basiert, bei Produkten, die sich oft in der reinen Ausstattung nur unwesentlich unterscheiden. Dennoch lohnt es sich bei so manch einer Anschaffung mal aus dem eigenen Sozialisationsumfeld hinauszutreten und mit dem Blick von außen auf den eigenen Bedart zu schauen.

Das kann Nerven und Zeit sparen. Auf jeden Fall bringt es einen in der Kaufentscheidung näher an das, was man später auch wirklich nutzt weil es nützlich für einen ist.

Meine Kaufentscheidung zumindest steht, und wird vermutlich einige überraschen. Aber das macht nix. Wieder eine Schublade gesprengt 😉 Und nein, es wird kein IPhone. So viel Sprengkraft hat die Entscheidung denn doch nicht.

 

Der Kunde hängt die Unternehmen ab. Wenn Marketing auf falsche Kanäle setzt

(Quelle: PewResearchCenter)

Interessante Studie, die ich da beim Android Magazin gefunden habe: Während der Nachrichtenkonsum über TV und Internet stagniert, wächst er über mobile Endgeräte rasant. Aber mein Eindruck, die Unternehmen haben diese Plattformen noch nicht im Visier, oder wenn, dann nur als Fesseln für ihre Manager, die sie mit Crackberries gefügig machen.

Dabei wird hier eine ganz neue Form von Kundenansprache benötigt. Auf kleinen Bildschirmen dürfte auch das kleinste Werberbanner eher nerven, als das eigene Produkt ins rechte Licht zu rücken. Hier sind neue Konzepte gefragt, wie in App Ads oder sponsort Apps.

Aber mein Eindruck ist, dass viele Werber immer noch glauben, der beste Kanal wäre das Fernsehen und dieses Internet nur auf eigener Homepage oder bestenfalls auf Facebook. Derweil verabschiedet sich der Kunde, vielleicht auch genervt von einem weiteren mit Werbemüll überfluteten Kanal und sucht sich neue Plattformen.

Wer weiterhin mit seiner Werbung ankommen will, sollte dringend darüber nachdenken, sie anders zu präsentieren, das kann durch neue inhaltliche Formen sein, aber auch durchaus durch andere Strategien, die weniger auf das plumpe Anpreisen des Produkts zielen, sondern vielmehr das eigene Unternehmen auch unter anderen Gesichtspunkten positiv darstellen. Dank Social Media und mobilen Endgeräten wird für mich der Faktor „Reputationsmanagement“ und Mehrwert jenseits des Produkts wichtiger. Denn eine Vision habe ich bereits für Google Glass. Den Werbefilter für die Realität. Quasi Adblock Plus für Litfaßsäulen, Bandenwerbung und alles, was so auf Bildschirmen erscheinen kann. Dann wirds wirklich hart, noch eine Werbebotschaft zu platzieren, ohne damit zu nerven.

Denn im Netz noch viel mehr als in der „realen Welt“ sind Produkte immer austauschbarer da immer ähnlicher. Nur der Mehrwert jenseits des Produkts eignet sich noch zur  Diversifikation.