Blogger schenken Lesefreude und auch mein Blog macht mit

blgger schenkenEine klasse Aktion die da im  mittlerweile über 980 Blogger versammelt hat, die am Welttag des Buches, dem 23. April ein Buch aus ihrem Bestand verlosen wollen. Und auch mein  Blog ist mit dabei, mit dem Buch „2052. Der neue Bericht an den Club of Rome„.randers Eine tolle Idee, um auf den Tag des Buches aufmerksam zu machen und wieder mehr Menschen zum Lesen anzuregen.Morgen dann mehr dazu.

Und was mich angeht. Ja, ich bin bekennende Leseratte, nicht nur für mein Blog, sondern auch zur Unterhaltung. Ich schätze alles von J.R.R. Tolkien und Douglas Adams. Aber auch philosophisches von den Klassikern wie Kant und Wittgenstein bis zur Moderne und hier besonders Gunter Dueck lese ich gerne und nutze es als Inspiration für eigene Artikel und Gedanken.

 

Zusätzlich begeistere ich mich für die Plattform „Blogg dein Buch“ eine Initiative des Verlages epidu.de, auf der Blogger und Verlage zusammenkommen. Blogger, um interessante neue Bücher zu rezensieren und Verlage, um geeignete Rezensenten für ihre Bücher zu finden. Das heißt aber nicht, dass nur positive Rezensionen gewünscht sind. Vielmehr ist hier ein ehrlicher Austausch am Laufen, der den Verlagen vorab auch schon ermöglicht einzuschätzen, wie erfolgreich ein Autor werden könnte.

Und letztlich finde ich, es gehört zum Handwerkszeug eines guten Bloggers einfach dazu, dass er gerne und viel liest, schon weil ein guter Blogbeitrag mit Wissen, mit Fakten unterlegt ist und je mehr dazu gelesen, recherchiert wird umso besser.

Blogparade: Mein liebstes Möbelstück

Mein liebstes Möbelstück, mein eigenes Lesepult

Wieder hat mein „Chef“ der @bausparfuchs zur Blogparade aufgerufen. Und wieder ist es ein Thema, bei dem ich, natürlich außer Konkurrenz gerne mitmache. Es geht ums liebste Möbelstück. Das ist bei mir ganz einfach. Es ist mein Stehpult. Als bekennender Bücherwurm haben mich schon sehr früh die Stehpulte fasziniert, die oft in Filmen auftauchten, wenn das Zimmer eines Studiosus oder eines Biblophilen gezeigt wurde.
So eins wollte ich auch. Aber, leider, leider, mit 1.96m Körpergröße war es schwer, etwas passendes zu finden. Da mein Vater aber Drechsler ist und auch sonst sehr gut mit Holz umgehen kann, war schnell klar, er baut mir eins. Das ist nun bereits über 25 Jahre her und das Stehpult hat schon diverse Umzüge mitgemacht. Aber ich habe es immer noch und bin sehr stolz darauf. Es ist nicht nur ein Pult sondern unter einer Klappe habe ich auch genug Stauraum für diverse Schreibutensilien und Papiere. Zunächst in schwarz gehalten habe ich es irgendwann weiß umlackiert, aber es ist immer noch mein treuer Begleiter bei meinen literarischen Reisen und ich nutze es mittlerweile sogar als Pult für diverse Videos, die ich für meinen Blog produziere.

Überhaupt gibt es so einige Gegenstände, die mein Vater mir aus Holz gezaubert hat. Seinen Drechsel- und Holzbearbeitungskünsten verdanke ich einen massiven, schönen Kleiderständer, diverse Schalen und Kerzenständer und als andere Kinder nur gekauftes Holzspielzeug bekamen, hat er mir meine Wunschflugzeuge aus Holz selbst gebastelt. Legendär der Doppeldecker mit funktionierendem Propeller und funktionierenden Rädern.
Danke Papa, für mein Lesepult, dieses wunderschöne Unikat, ich werde es für immer in Ehren halten.

Ach, und das mir das Pult etwas bedeutet, dürfte auch jedem aufgefallen sein, der den Header meines Blogs genauer betrachtet. Auch dort ist es verewigt….

EBook Reader mit E-Ink nur eine „Brückentechnologie“?

Auf dem Tablet ist die Zeitung nicht nur bunt, sondern mittlerweile auch multimedial.

Neueste Studien und neueste Zahlen zeigen es. Die Tablets gewinnen als Lesegeräte an Boden.  Und die Behauptung, EInk Displays wären augenschonend oder würden weniger anstrengen, wird auch von  Studien widerlegt.

Insofern behaupte ich, wir werden in ca. 10 Jahre keine EInk Reader mehr sehen. Bis dahin wird eine neue Form leichter Tablets mit langer Laufzeit und klassischen Displays den EInk Readern den Rang abgelaufen haben. Aus mehreren Gründen. Zum einen, weil wir erst am Anfang der EBook Entwicklung stehen.

Bislang sind die meisten EBooks reine 1zu1 Umsetzungen ihrer Printequivalente. Keine Animationen, keine Zusatzfunktionen. Die einzigen, die bislang mehr bieten, als das reine Lesevergnügen sind manche Zeitungen oder Zeitschriften, die Multimedia Content ergänzen. Das wird aber im Buch der Zukunft verstärkt auftreten. Wir werden eine Verschmelzung der verschiedenen Medien erleben, Bücher mit Filmsequenzen, Bücher, die mit Musik oder zoombaren Großformatbildern erweitert sind.

Und dafür sind die EInk Reader mit ihrer trägen Darstellung einfach nicht geeignet. Lediglich die lange Batterielaufzeit zeigt noch einen entscheidenden Vorteil. Aber erste Tablets stehen einen ganzen Tag durch und hier wird sich noch einiges tun.

Möglicherweise sind die EBook Reader mit EInk eine Art Transitionstechnologie. Sie führen die harten Verfechter des totholzgedruckten Wortes langsam an die digitale Welt heran. Ermöglichen ein bekanntes Leseempfinden („Das ist ja fast wie Papier“) und verzögern die strombedingten Pausen auf monatliche Ladezyklen. Aber früher oder später wächst eine Generation heran, die schon von Anfang an mit dem Tablet aufwächst. Die es gewohnt ist, Medien auf dem Tablet zu konsumieren. Und wenn die Hersteller endlich begreifen, dass viele Tablets nur deshalb als Lesegerät abgelehnt werden, weil ihre Displays erbärmlich spiegeln, dann ist es auch möglich, an einem sonnigen Tag draußen ein Buch auf dem Tablet zu lesen. Selbst probiert, mit antireflektierender Folie geht das wirklich gut.

Update: 11.12.2012 Offensichtlich sind jetzt auch die Marktforscher dieser Ansicht, wie ein Artikel bei Heise nahelegt:

Marktforscher: E-Book-Reader schon wieder am Ende

 

Wenn Blogger und Verlage sich finden: www.bloggdeinbuch.de

Ein Blogger, der gerne Bücher  liest (ja, das gibt es häufiger als weithin angenommen) und ein Verlag, der innovativ an die Tätigkeit des Verlegens herangeht.

Was kann daraus werden?

Nun, eine Plattform, auf der Verlage ihre Rezensionsexemplare in geringen Mengen zur Verfügung stellen und Blogger diese kostenlos rezensieren können.

 

Wie das funktioniert?

Ganz einfach. Der Verlag präsentiert sein Buch und stellt 10 Exemplare bereit. Die interessierten Blogger bewerben sich um die Rezension des Buches. Nach einer bestimmten Frist wird aus den bis dahin eingegangenen Rezensionen ausgewählt. Die Bloggerin oder der Blogger erhält das Buch und schreibt darüber eine ehrliche Rezension, nachdem sie oder er es gelesen hat.

Einfach? Richtig! Gekaufte Rezensionen? Falsch. Denn gerade die Ehrlichkeit des Bloggers nützt hier dem Verlag, so kann er frühzeitig einschätzen, ob ein neues Werk auch beim „normalen Publikum“ ankommt oder nicht.

 

 

Die Bibliothek eines bloggenden Bücherwurms

Und der Blogger erhält durch die Rezensionen und deren Verlinkung auf der Seite von Bloggdeinbuch ein bessere Verlinkung und damit mehr Traffic auf dem eigenen Blog.

Also die allseits so berühmte Win-Win Situation für Verlage wie für Blogger.

Oder noch einfacher: Blogg dein Buch bedeutet ehrliche Rezensionen von denen, die das Buch wirklich kaufen würden. Mehr Qualität geht nicht.

Der Aufstieg des Ebooks als Chance für das gedruckte Buch

Es gibt nicht nur die negativen Aspekte, beim Aufstieg des EBooks und seinem Konkurrenzkampf mit dem klassischen Buch.

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Das Paperback der Zukunft? Immer mehr Menschen lesen nicht auf Papier oder EInk sondern direkt auf dem Smartphone.

Blicken wir in die Vergangenheit, so gab es schon häufiger technische Neuerungen, die angeblich das Ende einer anderen „Kulturtechnik“ einläuten sollten.

Für mich ist der Aufstieg des EBooks auch eine Chance. Denn ich sehe das EBook vor allem in Konkurrenz zum billigen Taschenbuch, das nicht genossen, gelesen, erlebt sondern konsumiert wird. Für mich besteht die große Chance für das gedruckte Buch und speziell für das Hardcover, wenn es sich ein wenig aus dem Konsumzirkus zurückzieht und sich wieder zum Kulturgut stilisiert. Hochwertiger Druck, eleganter Einband. Das gedruckte Buch ist nicht tot, es sollte sich nur neu erfinden im Sinne eines Fokussierens auf die Qualität und weniger die Quantität. Will ich ein Buch lesen, weiß aber nicht, ob mir Autor oder Inhalt wirklich zusagen, griff ich bislang zum gedruckten Paperback. Mit der Ankunft des Ebooks landen solche Geschichten bei mir eher auf dem EBook Reader.

Aber es gibt auch Romane und Autoren, die sind mir ein weiteres Lesen wert. Und hier möchte ich (sicher eine spezielle Einstellung, die ich aber in Gesprächen mit anderen Literaturliebhabern so oder ähnlich wiederfinde) das wertige, das papierene Buch. Ich möchte es im Regal sehen, möchte schon durch seine visuelle Präsenz daran erinnert werden. Denn ein rein digitales Buch ist längst nicht so präsent in meinem Alltag.

Und geben wir Bücherwürmer es doch offen zu. Auch der Blick aufs gefüllte Regal mit all den gerne und wiederholt gelesenen Autoren fehlt. Und auch hier prophezeie ich einen Wandel. Weg vom billigen Hardcover zurück zu wertigen Büchern, mit eleganten Umschlägen, Golddruck und Lesebändchen. Das gedruckte Buch wird sicher Marktanteile verlieren. Aber es hat auch, wenn die Verlage das erkennen die Chance, als Kulturgut und als Objekt von Wert an Bedeutung zu gewinnen.

Ähnliches haben wir schon häufiger erlebt. Trotz der Ankunft des Kugelschreibers werden auch heute noch Füller verkauft. Trotz Keyboard und E-Piano findet sich in so manchem Haushalt das hochwertige Klavier. Ganze Kataloge leben vom Angebot wertiger, aber eigentlich „veralteter“ Produkte (Manufactum hat dies quasi zum Kult erhoben).

Für mich werden EBook und „klassisches Buch“ koexistieren. Das eine als Konsumgut, das andere als Kulturgut.

 

 

 

 

 

 

 

Buchhülle reloaded, edel aus Filz

Etwas, das mich an Rucksäcken und Taschen, gerade als Fahrradfahrer schon immer störte. Selbst wenn man sein Buch dort tief und sicher verstaut, es wird doch herumgeschleudert und mit der Zeit sieht man Spuren.
Heute nun bei meinem Buchhändler entdeckte ich folgendes:

Buchfilz
Buchfilz, als Schutzumschlag für Bücher

Von außen eher unscheinbar, gearbeitet aus Filz bietet der Buchfilz durch die Grösse Platz für Bücher unterschiedlichster Dicke und Grösse.

Buchhülle
Buchhülle für Bücher verschiedenster Formate

Selbst grosse Bücher werden noch so sicher umfasst, dass ein Anstossen an den Buchrücken nicht passieren kann. Innen befindet sich eine Schlaufe, die man als Buchzeichen verwenden kann und ein Stifthalter mit beigefügtem Bleistift. Eine simple Idee, elegant umgesetzt und ein wie ich finde innovatives Weiterdenken des klassischen Schutzumschlags.

Fundstück der Woche: Die „Büchermühle“

Da sag noch mal einer, man könnte Bücher nicht auf ästhetische, ungewöhnliche, kunstvolle und gleichzeitig attraktive Art präsentieren. Die Landesbibliothek von Tirol in Innsbruck nennt ein echtes Schmuckstück von einem Lesemöbel ihr eigen. Das Drehbare Lesepult, auch Büchermühle genannt. Aber seht selbst:

Das Literaturcafe über die Tagebücher des Samuel Pepys

Bin gerade krank im Bett, deshalb zur Zeit keine neuen Artikel: Daher in der Zwischenzeit ein Link zu einer Rezension meiner aktuellen Lieblingslektüre, den Tagebüchern des Samuel Pepys in der vollständigen Übersetzung von Haffmanns/Tolkemit,
mein Fazit vorneweg. Absolut gelungen, bin jetzt im Juni 1661 angekommen. Es ist, als wäre man direkt dabei, Charles der II würde gerade zum König von England gekrönt, Pepys beginnt, sich in seinem Leben einzurichten und auch der Lebemann blitzt langsam durch. Die Übersetzung ist sehr gut gelungen, das ganze lässt sich erstaunlich flüssig lesen und ist wie ich finde ein einmaliges literarisches Zeugnis der damaligen Zeit und einfach ein grosser Lesespaß für jeden, der sich auch nur ein wenig für authentische Geschichte aus erster Hand begeistern kann.