Wer alte Gemüsesorten anpflanzt, soll sich strafbar machen. Die EU und ihre Lobbyzahlungen

Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Laut Informationen des Portals  „Deutsche Wirtschafts Nachrichten“  will die EU den Anbau von alten und nicht standardisierten Pflanzenarten vollständig verbieten. Nicht mal mehr der Tausch von Privatgartenbesitzern soll erlaubt sein. Natürlich stecken da keine Großkonzerne dahinter, die Bauern und auch dem Endkunden ihre patentierten Sorten andrehen wollen. Und natürlich geht es hier nicht um den Profit. Hallo EU? Gehts noch? Wenn diese Verordnung wirklich realisiert wird, dann mach ich doch am besten jetzt schon mal eine Selbstanzeige, weil ich mir auf gar keinen Fall vorschreiben lasse, irgendwelchen Monsato Dreck bei uns im Garten anzupflanzen. Da wird es weiterhin alte Kartoffelsorten wie Bamberger Hörnchen geben oder seltene Tomatenarten.

 

Man merkt wirklich, wer hier Politik macht, und wo die Kompetenz sitzt. Mit Sicherheit nicht im Europäischen Parlament. Das lässt sich offensichtlich wunderbar von den Lobbyverbänden beeinflussen.

Ich bin wütend und fassungslos. So zwingt man die Landwirte in die Abhängigkeit von Großkonzernen, die ihnen dann verkrüppeltes Saatgut andrehen, das nur für eine Aussaat taugt und bei dem die Samen der Pflanze nicht wieder sähbar sind. Das Ziel ist klar. Man möchte den Umsatz mit Saatgut steigern, möchte möglichst verhindern, dass irgendwer noch etwas jenseits der Großkonzerne produziert.

Ich hoffe, diese Information verbreitet sich möglichst weit, denn nur mit einer großen Öffentlichkeit lässt sich dieser Wahnsinn noch verhindern.

Update: mittlerweile wurde auch eine Petition gestartet, um ein Signal gegen die Dominanz durch Großkonzerne zu setzen.

Update 2: Die EU hat jetzt ein Statement abgegeben, nachdem wohl hauptsächlich professionelle Großbetriebe betroffen sind. Das ist aber noch schlimm genug, denn so machen wir unsere Lebensmittelproduktion von Großkonzernen abhängig und diese Vorstellung ist immer noch sehr schlimm.

Medizinischer Shitstorm , ein windiger Pharmakonzern verklagt WordPress

Zitat gwup.de: Das rumänische Pharmaunternehmen “Zenyth” klagt gegen WordPress.com, weil ein anonymer skeptischer Blogger dort deren Produkt ColonHelp kritisiert.

„Das Mittelchen ist anscheinend für den Darm – im doppelten Wortsinn. Jedenfalls heißt es in dem inkriminierten Beitrag:

This is just one of the new forms of pseudoscience that have reached Romania so I considered it my duty to inform the public about the problems with the product. I have quoted expert gastroenterologists that agreed that there is no use for cleaning the colon. I have provided links to scientific studies and medical websites discussing the benefits, risks and side-effects of the ingredients of the product.

Nun ja, eine Firma, die noch nie etwas vom “Streisand-Effekt” gehört hat, hat ihren Zenit sowie überschritten.“

Tja, es ist immer wieder interessant, wie sehr doch die Unternehmen die Macht ihrer Rechtsabteilung über- und die Macht der Bloggercommunity unterschätzen. Ich bin kein Mensch, der leichtfertig dazu aufruft, aber Zenyth hat schon als Signal einen gehörigen Shitstorm verdient.