Sie ist da, die EBook Flatrate „Kindle Unlimited“ von Amazon startet in Deutschland

2014-10-07 09_28_48-Amazon.de_ Kindle Unlimited unbegrenzt LesenSie ist da, die erste EBook Flatrate, präsentiert von Amazon. Kindle Unlimited bietet für 9,99 Euro im Monat unbegrenzten Zugriff auf im Moment knapp 650.000 Titel. Das Abo kann einen Monat getestet werden und wird danach monatlich abgerechnet und kann ebenso monatlich gekündigt werden.

Wir dürfen gespannt sein, wie sich die deutschen Verlage positionieren und ob es hier eine Aboantwort gibt, oder erst mal wieder die Anwälte das Wort bekommen.

Tolino gegen Kindle, der neue gegen den Platzhirsch

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Der Tolino Shine. Seine Vorteile, offene Formate und die Telekom Cloud als virtueller Buchspeicher.

Es kommt Bewegung in die EBook Reader Szene. Nachdem die Verlage meiner Ansicht nach viel zu lange nur über Amazon und dessen Vertriebsmodell mit Kindle und einem proprietären EBook Format geklagt hatten, haben jetzt verschiedene Buchversender, wie z.B. auch Weltbild, die ja schon lange eigene EBook Reader anbieten mit dem Tolino die Herausforderung endlich angenommen. Und einiges spricht dafür, dass der Tolino durchaus konkurrenzfähig sein könnte. Technologisch spielt er in einer ähnlichen Liga wie der Kindle paperwhite aber das ist es gar nicht, was das Gerät für mich interessant macht.
Da ist zum einen das für mich schlagenste Argument. Ich kann verschiedene Formate auf das Gerät laden. So gehen epub, txt, pdf. Ich bin außerdem nicht an einen Händler gebunden und kann von diversen Anbietern eBooks auf das Gerät laden, ebenso von offenen Bibliotheken DRM freie Bücher. Im Gegensatz zum Kindle besitze ich also eine weitaus größere Wahlfreiheit.
Ein weiteres Argument, mit dem Tolino habe ich vergleichbar Amazons Whispersync über WLan oder auch und das ist neu über die Hotspots der Telekom kostenlosen Zugriff auf die Telekom Cloud, von der ich nicht nur meine Bücher herunterladen, sondern auch eigene hochladen kann. Damit präsentiert sich die Telekom quasi als Cloudstorage für Bücher. Ein interessantes Konzept allemal. Allerdings bleibt abzuwarten, inwieweit der Kunde überhaupt noch auf einen eInkReader anspringt. Mittlerweile scheint ein immer größerer Teil der EBooks auf Tablets gelesen zu werden, die sich als Universal-Entertainmentgeräte gerade einen großen Teil des Ebook Markts zu holen scheinen.

Möglicherweise müssen hier die entsprechenden Händler schnell nachlegen, so denkt man, aber auch dieser Trend ist durch entsprechende Leseapps für Android und iOS abgedeckt. Also auch hier weit mehr Offenheit als beim Kindle.
Vielleicht ist es jetzt gar nicht so wichtig, welches Gerät im Angebot ist. Vielmehr muss der Fokus darauf liegen, ein umfassendes Ebook Programm bereitzustellen und auch bei Verwaltung und Ablage in der Cloud den vergleichbaren einfachen Service zu bieten, wie dies Amazon schon tut.

Dann hat der deutsche Buchhandel durchaus eine Chance, sich als empfehlenswerte Konkurrenz zu Amazon zu etablieren. Zumindest im EBook Bereich. Und zwei Aspekte sollten hierbei im Vordergrund stehen. Die Wahlfreiheit was Formate und Händler angeht und das Angebot. Hier muss ein breitgefächertes Angebot an Büchern verfügbar sein. ALLE Neuerscheinungen und möglichst viel aus dem aktuellen Programm. Nur bei einer großen Abdeckung ist das Gerät konkurrenzfähig. Denn Preis und Leistung, so erste Testberichte, stimmen.

Amazon startet die Leihbibliothek in Deutschland

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Jetzt ist es soweit, man kann bei Amazon, so man denn eine Prime Mitgliedschaft hat nun auch auf die Leihbibliothek zugreifen und sich ein Buch pro Monat kostenlos ausleihen. Allerdings ist das Angebot an Leihliteratur im Moment noch extrem überschaulich, bekannte Bücher oder aktuelle Bestseller sind überhaupt nicht verfügbar und was bislang angeboten wird sieht mir sehr nach „Ramschliteratur“ aus bis auf ganz wenige Ausnahmen. Schauen wir mal, wie es sich weiter entwickelt! Was ich als Leihbuch empfehlen kann ist der erste Teil der „Legende der Weltentaucher“ von Hilke-Gesa Bußmann. Wirklich ein lesenswerter Start einer mehrteiligen Serie.

In der Gewalt von Amazon. Kindle Account ohne Begründung gelöscht.

Wie der Blogger Martin Bekkelund berichtet, wurde der Kindle Account einer Amazon Kundin aus Norwegen ohne Vorwarnung plötzlich gelöscht und all Ihre Ebooks mit ihm. Auf Rückfrage der Nutzerin antwortete Amazon ausweichend, der Account wäre mit einem anderen Account in Verbindung gestanden, der zuvor geblockt worden war, was unglaubwürdig klingt, da die Nutzerin nur einen Account bei Amazon besitzt. Das ganze zeigt mir wieder ein Mal, warum ich von DRM überhaupt nichts halte und man immer daran denken sollte, dass man kein Buch, schon gar kein Kindle Buch wirklich besitzt, dass noch mit DRM verseucht ist.

Ich werde auf jeden Fall versuchen, eine Stellungnahme von Amazon zu diesem Fall zu bekommen. Schließlich nutze ich auch (noch) den Kindle. Aber wenn das so einfach und großmächtig von Amazon durchgezogen wird, ohne Begründung, ohne wirkliche Erklärung, werde ich wohl fürderhin auf andere Buchformate umsteigen müssen. Und auch die Entfernung des Löschfeatures steht dann für alle meine EBooks an. Wer so unverschämt und eigenmächtig handelt, muss mit Reaktionen der Nutzer rechnen.

 

update: Wie computerworlduk berichtet, wurde der Account der norwegischen Nutzerin Linn zwischenzeitlich wieder reaktiviert und es gibt eine knappe Stellungnahme vo Amazon. Bislang ist weiterhin unklar, warum der einzige Account der Nutzerin ohne Vorwarnung gelöscht wurde. Es scheint aber offensichtlich einen Zusammenhang mit den Problemen der Kundin mit ihrem Kindle zu geben, und der Tatsache, dass Amazon in Norwegen nicht geschäftlich aktiv ist und Kunden dort dazu gezwungen sind, auf die europäische Webseite zu gehen, wollen sie Produkte von Amazon erwerben. Zudem scheint Amazon einmal erworbene Kindle Endgeräte auch wenn sie weiterverkauft oder verschenkt werden, stets noch mit dem ursprünglichen Nutzer zu verknüpfen. Wir hoffen jetzt auf eine ausführliche klärende Stellungnahme von Amazon.

 

Der neue Amazon Kindle Fire. Für mich eine Enttäuschung

Da ist er nun. Der gross gehypte Kindle Fire. Aber was soll das sein? Nicht Fisch nicht Fleisch.

Bildquelle: Gizmodo
Bildquelle: Gizmodo

 

Hier die Specs: Wifi, kein 3G, 7 Zoll, 8GB interner Speicher, kein Google Apps Store, keine Kamera , Auflösung 1024×600, Zugriff auf den Kindle Bookstore, Videodownloads und Musik. Updates laufen unsichtbar im Hintergrund.

Der Preis: 199$

So weit die nackten Zahlen. Für mich kein Produkt, das ich mir kaufen würde. Für etwas mehr gibt es Geräte wie die neuen Archos Tablets, die auch UMTS haben und mit Android 3.1 laufen.

Wenn das die Konkurrenz sein soll für das IPad, dann braucht sich Apple nicht zu fürchten. Aber vielleicht schicken sie ja dennoch ihre Anwälte los. Schliesslich hat der Kindle Fire ja RUNDE ECKEN!!!

 

Und hier noch das offizielle Präsentationsvideo:

 

Rezension: Karnivoren- Roald Dahl hätte seine Freude dran gehabt

EM Jungmann, eine Autorin, von der wir hoffentlich noch viel lesen werden.

Ich bin eigentlich nicht der typische Horrorleser. Aber ich wollte schon seit längerem meine Kindle App auf meinem (bösen) Galaxy Tab ausprobieren. Und eine Autorin, die mich schon mit ihrem Debütroman (bzw. der Leseprobe dazu, der Roman wird noch veröffentlicht bei epidu.de) begeistert hat, hat jetzt bei Amazon quasi im Eigenverlag ihre Sammlung von Kurzgeschichten veröffentlicht. EM Jungmann nennt sich die vielversprechende Neuentdeckung und Karnivoren ihre Horror-Anthologie.

KARNIVOREN – VOM GELEBTEN IRRSINN

Herausgeberin: E.M. Jungmann

KURZBESCHREIBUNG

Sieben Kurzgeschichten, die das Fürchten lehren

Wo die Grenzen der Erklärbaren aufgehoben sind, gelten keine Gesetze mehr. Doch auch in der Welt des Grotesken sucht sich der Mensch seinen Weg. Seine Werte wandeln sich, er ändert seine Moral, tut Dinge, die uns Wohlbehüteten unvorstellbar und ein Greuel sind … Er schreibt Geschichten vom gelebten Irrsinn.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 516 KB
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B005H82TIQ
  • Preis: 2,99 EUR

Vorerst nur als Kindle-E-Book erhältlich

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