Buchhülle reloaded, edel aus Filz

Etwas, das mich an Rucksäcken und Taschen, gerade als Fahrradfahrer schon immer störte. Selbst wenn man sein Buch dort tief und sicher verstaut, es wird doch herumgeschleudert und mit der Zeit sieht man Spuren.
Heute nun bei meinem Buchhändler entdeckte ich folgendes:

Buchfilz
Buchfilz, als Schutzumschlag für Bücher

Von außen eher unscheinbar, gearbeitet aus Filz bietet der Buchfilz durch die Grösse Platz für Bücher unterschiedlichster Dicke und Grösse.

Buchhülle
Buchhülle für Bücher verschiedenster Formate

Selbst grosse Bücher werden noch so sicher umfasst, dass ein Anstossen an den Buchrücken nicht passieren kann. Innen befindet sich eine Schlaufe, die man als Buchzeichen verwenden kann und ein Stifthalter mit beigefügtem Bleistift. Eine simple Idee, elegant umgesetzt und ein wie ich finde innovatives Weiterdenken des klassischen Schutzumschlags.

Wir sollten Innovation auch nach ihrer Nachhaltigkeit bewerten

Ein biologisch 98% abbaubarer Stift. DAS nenne ich eine zukunftsorientierte Innovation.

DBA 98 Biodegradable Pen from DBA on Vimeo.

Wir sollten hier in Zukunft genauer hinsehen und uns bei allen technologischen Neuerungen stehts fragen, ist diese Innovation auch nachhaltig? Und hier muß gerade ich mir vorhalten lassen, daß ich so manches Gadget besitze, das nicht wirklich nötig wäre. Wie innovativ sind elektronische Equivalente zu nicht elektronischen Werkzeugen wirklich? Wie viel Ressourcen werden verbraucht. Oft glauben wir nur, daß etwas die Umwelt schont, in Wirklichkeit ist der ökologische Fußabdruck, betrachtet man auch die Produktion und den Transport so schlecht, daß es nicht zu rechtfertigen ist, das Produkt zu kaufen.
Ich würde mir neben der Nahrungsmittelampel wünschen, daß bei allen Produkten, die produziert werden auch auf der Verpackung mit einem einfachen Symbol dargestellt wird, wie groß der ökologische Fußabdruck des Produkts ist. Und vor allem sollten wir uns alle endlich von dieser irrigen Ansicht verabschieden, nur durch Wachstum kann die Wirtschaft weiter funktionieren. Wachstum sorgt vor allem für Probleme. Nachhaltigkeit sollte das Todschlagargument Wachstum ersetzen.

Social QRCode kombiniert die virtuelle und die reale Welt

Eine erste meiner Prognosen für die Trends 2011 scheint tatsächlich an Dynamik zu gewinnen.

Meine Visitenkarte: Der QR Code beinhaltet meine vollständigen Adressdaten, deshalb ist er auch etwas "verhackstückt" in diesem Bild

Nachdem ich entdeckt hatte, dass auch die Volksbank Bühl sich Gedanken um die Verwendung von QR Codes macht, bin ich in deren Innovationsblog auf die SocialQRCodes gestossen, eine wie ich finde sehr gute Idee, die reale Welt mit meinen eigenen virtuellen Projekten zu verknüpfen.

Im Prinzip ermöglichen die QRCodes es jedem, seine digitalen Welten und Projekte durch ausdruckbare „Aufkleber“ mit der realen Welt zu verbinden. Etwas ähnliches habe ich für mich auch bereits realisiert, ich nutze eine echte Visitenkarte mit QRCode, damit jeder, der die Technik dafür besitzt, meine Adresse quasi direkt von meiner Visitenkarte in sein Smartphone einlesen kann.

Ich bleibe bei  meiner Prognose: in 2011 werden wir die Ankunft der QRCodes im breiten Markt erleben.
QR Codes können auf Unternehmensseiten leiten, schnellen Austausch relevanter Kontaktdaten ermöglichen, Bewertungsportale aufrufen bzw. auf dem Smartphone des Nutzers zu spezifischen Apps des Unternehmens leiten. So kann ich gewährleisten, dass ich den Kunden auf meine Unternehmenspräsenz ziehe und mich gleichzeitig innovativ und modern darstellen.
Weitere denkbare Anwendungen z.B. QRCodes auf Litfaßsäulen, In Werbeplakaten, auf Briefzusendungen, in Prospekten, eigentlich überall wo das gedruckte Wort oder Bild zum Einsatz kommt, kann dieses durch einen QRCode ergänzt und der dort präsentierte Inhalt virtuell erweitert werden.

Innovation braucht Querdenker

Update 29.08.2011 : Das Thema bleibt spannend, aktuell in der ZEIT: Stellt Menschen ein, und nicht Mutanten.

Die Zeit schreibt in ihrer neuen Ausgabe „Querdenker machen Karriere„.

Recht hat sie, aber es ist nicht leicht, dieses Bewußtsein in Chefetagen und Personalabteilungen zu verankern.
Zu einfach ist es, die Kopie des bisherigen zu suchen, für die Softwareentwicklung den reinen Informatiker, fürs Marketing einer Bank den Banker mit Marketingausbildung.
Was aber macht den Quereinsteiger so attraktiv? Vor allem der andere Blickwinkel, die Lust am Hinterfragen. Viele neue Mitarbeiter mit dem passenden Background sind leider auch betriebsblind. Da werden zwar Versuche unternommen, neue Technologien und Vorgehensweisen einzuführen, aber der Mensch ist ein Gewohnheitstier und mag tendenziell keine Veränderung. Aber gerade hier ist es nützlich, auch die anders Denkenden mit zu integrieren, diejenigen, die schon per definitionem neben dem Tellerrand stehen, über den der eingefahrene Mitarbeiter gar nicht mehr blickt.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, es ist oft ein Kampf als Quereinsteiger. Ich bin zwar als Softwareentwickler tätig und habe auch Informatik studiert, aber eben auch Sprachwissenschaften, Künstliche Intelligenz und Computerlinguistik. Vieles aus diesem Fundus kann ich zwar insgeheim bei der täglichen Arbeit anwenden, aber ich tue das stillschweigend, weil ich damit bei dem einen oder anderen den Tellerrand überschreite, über den dieser einfach nicht blicken will.
In einem Markt, in dem sich die Produkte, egal welche Branche immer mehr nur noch marginal unterscheiden, kommt es auf die innovativen Ideen, die kreativen Lösungen an. Dafür aber ist Querdenken, sich in unterschiedlichsten Wissensgebieten bewegen elementar. Und gerade der Querdenker hat dies von Grund auf gelernt, weil er flexibel sein muss, will er in neuen Feldern bestehen.

Und auch die Psychologievorlesungen meines Studiums haben mir schon häufig im Umgang mit Auftraggebern oder Kollegen genützt.

Querdenken mag manchmal für die „Das haben wir immer schon so gemacht“ Menschen anstrengend sein. Aber wenn immer nur das Bestehende weiterentwickelt wird, droht irgendwann Stillstand. Nichts ist so alt wie die Idee von gestern.
Und sollte ein Unternehmen sich entschließen, Innovation als eigene Aufgabe zu verankern tut es gut daran, sich gerade die Querdenker zu suchen. Dort ist die Innovation zu hause. Und dann bitte nicht erwarten, dass die Querdenker als erste vorgeschlagen werden. Meist sind sie für die Führungsetagen eher die unbequemen, weil sie hinterfragen, weil sie auch nicht einfach hinnehmen, was halt immer schon so gemacht wurde. Aber sie sind diejenigen mit den Impulsen, mit dem so wichtigen Blick über den Tellerrand hinaus. Es lohnt sich, die Querdenker, die Quereinsteiger ins Unternehmen zu holen bzw. diejenigen zu finden, die bereits im Unternehmen sind. Sie könnten einen gewichtigen Beitrag zum Vorsprung vor der Konkurrenz leisten.

Der Verbund kann auch Barcamp! Von Füchsen, Volksbanken und einem twitternden CEO

Sowohl electrouncle als auch der Bausparfuchs berichten aktuell vom ersten Barcamp im Verbund bei der Volksbank Bühl.

Leider war ich nicht „eingeladen“, sofern man das bei nem Barcamp überhaupt sagen kann, aber nach allem, was ich über die Volksbank Bühl via Twitter und Facebook mitbekommen und durch die beiden Berichte gelesen habe, stelle ich fest, beim Verbund, und bei dessen Bausparkasse arbeite ich ja, wächst das Interesse und das Engagement für Social Media stetig. Die Zeichen der Zeit wurden erkannt. ABER: Auch die Hürden sind natürlich gross aber nicht unüberwindlich. Letztlich geht es viel mehr um einen Kulturwandel als um eine Technologie.

Es verlangt eher ein anderes Denken im Umgang mit Information, mit dem Kunden und mit dem Netz als neue Technologien. Und entscheidend ist die Begeisterung und der „versteckte“ Skill der Mitarbeiter, die sich bereits in ihrer Freizeit mit Social Media befassen. Insofern freuts mich sehr, dass ich meine Kenntnisse bei uns im Unternehmen einbringen darf und soll.

Social Media is here to stay und auch mein Arbeitgeber ist da aktiv! Gell Fuchs?