Alternativen zum Google Reader: Es geht auch ohne

Ich bekenne, ich bin immer noch begeisterter Google Reader Nutzer. Er ist für mich die zentrale Anlaufstelle für meine tägliche Informationsdosis, dort sammle ich Ideen für Blogbeiträge, sei es für das „berufliche Blog“ meines Arbeitgebers oder mein eigenes Blog.

Aber auch wenn jetzt eine Petition gestartet ist, die versuchen will, das Weiterleben des Google Readers zu sichern ist es nicht verkehrt, sich mal nach Alternativen umzuschauen.

Ich kann die folgenden auch wegen eigener Verwendung bzw. Tests auf jeden Fall empfehlen:

 

1) Feedly: Ist und bleibt mein Favorit und die Feedly Leute haben schon angekündigt, dass sie einen eigenen Service aufbauen werden, so daß alle, die Google Reader via Feedly bislang nutzen nahtlos migriert werden können.

 

2) Flipboard: Ähnlich Feedly ist auch bei Flipboard das Prinzip, nimm die Feeds und bau daraus so etwas wie eine digitale Zeitung. Welchen der beiden man nutzt ist letztendlich Geschmackssache.

 

3) Google Currents: Funktioniert ebenfalls als Aggregator sehr gut, und bindet zum Beispiel auch 500px sehr schön in den Stream ein.

 

Natürlich gibt es noch diverse anderer Reader. Was ich empfehle ist, einen Reader zu suchen, der in der Cloud synchronisiert, so daß man sich die neue Einrichtung bei Verwendung auf einem neuen Gerät spart.

 

 

Übrigens, die abonnierten Streams kann man sehr gut via Google Takeout exportieren.

Dazu einfach unter Import/export Daten exportieren auswählen und sich dann vom Google Reader die Zip Datei erstellen lassen. Darin ist unter anderem eine XML Datei enthalten, die alle Abos auflistet und die sich in viele gängige alternative RSS Reader importieren lässt.

 

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Mein Lieblingssatz in letzter Zeit: Das gibt es schon längst: Oder auch „Flipboard“ ist ein alter Hut

Die TAZ titelt: Social Magazine statt Zeitschriften aber was ist so neu daran? Ich nutze mit Feedly, Twittertim.es und relevANTS schon längst Dienste, die mir einen aufbereiteten, zusammengefassten Blick auf meine Streams und News liefern. Wieder mal wird die Implementierung einer Idee auf einem neuen Device mit einem neuen Konzept verwechselt. Sicher, Flipboard hat einige neue Features oder ein anderes Look and Feel. Aber das Konzept an sich ist durchaus schon älter.
Was ich viel spannender fände wären Aggregatoren, die mir immer wieder auch NEUE News aus nicht abonnierten Feeds und nicht gefollowten Tweets liefern, die aber zu meinem aktuell abonnierten Nachrichtenstream passen. Denn sonst verhindere ich, was ich in jeder guten Zeitschrift habe. Ich stolpere nicht mehr über Artikel und Infos, die ich nie in dieser Zeitschrift vermutet hätte, die mich aber auf neue Gedanken, neue Ideen bringen.
Wieder mal gilt, es ist nicht die Technologie, sondern die Philosophie dahinter, die das ganze spannend macht. Man darf den Hype um eine Device nicht mit wirklich neuen Ideen verwechseln.