Die erste Woche mit dem Chromebook, besser als gedacht.

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Chromebook bei der Arbeit

Nun ist knapp eine Woche rum, in der ich das Chromebook C720 von Acer als mein Arbeitsgerät nutze. Was ist mein Fazit bislang?

Ein Chromebook ist durchaus als Arbeitsgerät nutzbar, kommt allerdings stark darauf an, welche Arbeit ich damit meine. Ein Softwareentwickler wird mit einem Chromebook als alleinigem Arbeitsgerät sicher nicht glücklich. Die meisten seiner bekannten Entwicklerwerkzeuge wird er darauf nicht finden. ChromeOS ist eben ein Online OS. Sicher, es gibt EntwicklerIDEs im Netz, aber das ist dann doch eher eine Notlösung.

Auch Gamer werden mit dem Chromebook nur zum Teil glücklich, wenn sie sich auf die verfügbaren APPs aus dem Chromestore beschränken (wobei es da schon das eine oder andere Schätzchen gibt) oder bevorzugt Browsergames spielen. Immerhin unterstützt ChromeOS Flash Spiele im Netz, was schon mal einiges an Unterhaltung anbietet.

Wer ein Notebook sucht, um unterwegs Im Netz zu recherchieren, seine Social Media Plattformen abzufragen, Mails zu beantworten und ja, auch Texte online wie Offline zu verfassen, der wird allerdings mit dem Chromebook einen wirklich guten und schnellen Begleiter finden.

Aufklappen, läuft, zuklappen Ruhezustand. Ich brauche mir keine Gedanken mehr um mitgenommene Dateien zu machen, wenn ich alles in Google Drive oder wahlweise einem anderen Online Laufwerk ablege.

Chromebooks sind für das Online  und in der Cloud arbeiten ausgelegt. Als Blogger und Autor kann ich bislang keinen Makel am Chromebook feststellen. Entwickeln will ich sowieso nicht darauf, insofern fällt dieser Faktor für mich flach. Und wenn ich mal ein Spiel spielen will, bietet mir der ChromeStore genug Zerstreuung.

Bevor man sich die Anschaffung eines Chromebook überlegt, sollte man mal ganz ehrlich mit sich sein. Wofür nutzt man seinen Notebook zuhause?  Die Mehrheit wird hier sicher mit „Briefe schreiben, im Internet Recherchen, mal ein Spielchen zur Ablenkung“ antworten. All das kann ein Chromebook und noch einige schicke Sachen mehr.

Insofern, wer für kleines Geld ein sehr transportables „Internet Device“ sucht, der sollte sich ein Chromebook auf jeden Fall ansehen. Wer besondere Hardware nutzen will oder besondere Softwareprodukte braucht, der sollte wohl besser auf vollwertiges Notebook oder zumindest einen Tablet Hybriden wie das Acer Switch 10 ein Auge werfen.

Aber für mich erfüllt das Chromebook all das, was ich von einem ultramobilen Notebook erwarte zur vollsten Zufriedenheit. Und ist zudem sicher und schnell bei den Updates.

Damit ergänzt es mein mobiles Büro und mit Note 3 und Acer Chromebook habe ich alles dabei, was ich als Blogger und Autor unterwegs brauche.

Javaforum Stuttgart 2011 #jfs2011 Live Blogging Vortrag 2

Vortrag 2:

Funktionieren agile und dynamische Entwicklungsprozesse nur in dynamischen und agilen Unternehmen?

Entwicklungsprozess funktionieren, wenn die Ziele erreicht werden, das berühmte Dreieck Qualität, Kosten und Termin wird präsentiert.

Der Prozess bei Gebit ist iterativ, inkrementell, mehrfach paralleler Entwicklungsprozess, also Modell-Driven
Interpreter Framework, kein Generatorenframework, also interpretieren des Modells zur Laufzeit.

Gebit setzt agile Methoden wie
Parrprogrammierung, Testgetriebene Entwicklung und Refactoring

Auch hier fällt das Stichwort Continous Integration wieder.

Erstes Fallbeispiel: Projekt Entwicklung Kassensystem, Ablösung von Standardsoftware mit zahlreichen Schnittstellen zu Backend Systemen.
Bei GEBIT lag auch die Testverantwortung.
Die Beauftragung erfolgte immer in Monatssteps->Gefiel das Ergebnis bis dann->Nächster Step.
Die Entwicklung erfolgte alleine durch GEBIT.
Insgesamt 15 Monate bis zu ersten produktiven Implementierung.
Schlüssel zum Erfolg:
-Paarweise Spezifikation
-Volle Konzentration von Auftraggeber und Nehmer auf das Projekt
-Eskalierte Themen wurden ernst genommen
-Betroffene zu Beteiligten machen.

Zweites Fallbeispiel: Sachbearbeiteranwendung in einer Behörde.
Ablösung von 2 Altverfahren, 12,3kg Specs von mehr als 50 Autoren (Projekt lief bereits lange)

Testautomatisierung in hohem Mß durch MA des Kunden

Problem bei diesem Projekt, keine wirklichen ITler in der IT Abteilung der Behörde

Keine Projektleitung beim Kunden, da Mitarbeiter maximal 20-30% der Zeit für Projektleitung
Projekt für Einführung und Betrieb fehlte aber völlig.
Keiner der beteiligten Mitarbeiter war Vollzeit im Projekt, maximale Zuordnung war 50% im Projekt.
D.h. Oft laufen IT Projekte in IT fernen Unternehmen, ohne das Bewußtsein für die Bedürfnisse eines IT-Projektes.

Herausforderungen: Agile Methoden waren gesetzt
Es wurde sich am V-Modell orientiert
Umfangreiche Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers wegen Budget

Hoher Headcount auf Kundenseite
aber Teilzeitkräfte, Tagesgeschäft, Altverfahren

Projektteams ohne Projekterfahrung. Das ist oft ein grosse Problem. Order by Mufti funktioniert hier nicht.

Die IT Affinität fehlte bei 90% des Projektteams, auch keine Seltenheit, leider oft sogar eine gewisse versteckte Aversion.

Es gab oft Spannungen zwischen den Linientätigkeiten und dem Projekt, oder wie ich immer sage, ENTWEDER Projekt ODER Linie, beides GEHT NICHT!
(Sorry, hier muss ich schreien)

Es wurde nur verwaltet, nicht proaktiv gesteuert. Auch dies kein seltenes Phänomen, meist wird mehr Wert auf Excel Schlachten und Statusberichte gelegt, als auf die aktive in Angriff Nahme der Entwicklungsherausforderungen. Der Entwickler ist meist das kleinste Rädchen, das das ganze einfache Programmierzeugs macht. Hierarchische Strukturen fressen gerade in grossen IT Projekten oft wichtige PT und Ressourcen.
Hier wurde die Agilität „ausgelagert“ zu den GEBIT Entwicklern.
Das Kernteam war mit dem Projektverlauf sehr zufrieden, aber die Mitwirkungsleistungen waren nicht in time. Es gibt immer noch Aufgaben, obwohl das Projekt zu Ende ist.

Kein Vorgehensmodell kann einen Erfolg erzwingen. Auch das Umfeld muss stimmen. Und da krankt es meist. IT Projekte ohne Mitarbeiter mit „Lust an der IT“ werden grausam!

Lessons learned:
Veränderung der Kommunikationskultur schwierig
Prozesse in Behörde dauern länger als lange.
Steuerung des Projektes notwendig
Spezifikationsänderungen nachvollziehbar dokumentieren
Stimmige Chemie kompensiert vieles
Betroffene zu Beteiligten machen
Spannungsfeld Fakten und Zahlen < -> Zweckoptimismus