Technikhasser schaden dem Klima

Ich weiss, eine gezielte Provokation. Aber mit mehr als einem Körnchen Wahrheit: Betrachten wir doch mal die Fakten:

Wie viele ökologisch engagierte Menschen kenne ich, die mit irgendwelchen die Umwelt verpestenden, Benzin fressenden Monstren durch die Weltgeschichte und auf ihre Demos zuckeln (SEHR VIELE!)

Warmweisse LED
LED

Wie viele Menschen kaufen unreflektiert auf dem Wochenmarkt, nur weil da die Produkte ja alle frischer sind und denken nicht drüber nach, dass reines Tiefkühlgemüse, das nicht vorverarbeitet wurde, mehr Vitamine hat, weil es direkt vom Acker eingefroren wurde.

Wie viele Menschen lästern über Navi Fahrer und gurken selbst, mit Karte bewaffnet und ständig den Weg suchend durch die Weltgeschichte, fahren zig Umwege und gefährden sich und andere durch das unsichere, suchende Fahren.

Wie viele behaupten immer noch, die alte Glühbirne sei das Non plus ultra, und wissen gar nicht, dass es warm leuchtende Energiesparlampen und LEDs gibt, die längst nicht mehr bläuliches Licht produzieren?

Wie viele Autofahrer schimpfen über die Spritpreise, haben aber keinen Spritsparkurs besucht, der den Verbrauch bei mir z.B: um bis zu 2 Liter auf 100 km gesenkt hat?

Wir hassen die Technik, weil wir uns ihr ausgeliefert fühlen. Dabei würde ein wenig Nachdenken oft dazu führen, dass wir feststellen würden: Es ist nicht alles so, wie wir meinen. Man sollte die Fakten kennen, und nich alles blind nachplappern, was der Freund, Kollege oder Nachbar behauptet. Auch in meinem Umfeld habe ich schon viele Diskussionen geführt mit einem Umfeld, das zwar mächtig ökologisch tut, aber in Wirklichkeit oft zu den grössten Dreckschleudern gehört, die man sich vorstellen kann. Wir haben dagegen sowohl den Verbrauch an Storm als auch an Heizenergie durch den Einsatz von modernster Technologie um fast 50 % gesenkt….. EAT THIS!

Und übrigens: Leider ist das ein Thema in dem verblüffenderweise die Städter den Landbewohnern oft um Jahre voraus sind. Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht: Das gilt besonder für technologischen Fortschritt. Ich lebe in einer solchen Diaspora und muss mich jeden verdammten Tag mit extrem dummen Vorurteilen oder mit geradezu übermächtiger Ignoranz rumschlagen. Das mögen die Landbewohner nicht gerne hören. Es ist aber leider Fakt! Jeder, der schon mal gefragt hat, wofür der Monstergeländewagen gut ist, oder warum es zwei Autos sein müssen, jeder, der schon mal nachgebohrt hat, ob denn neben den zum Geld verdienen installierten Photovoltaikanlagen auch an Energieeffizienz oder an Konsumverzicht gedacht wurde, wird verstehen, was ich meine. Wir schimpfen gerne auf andere, aber bei uns selbst fangen die wenigsten an. Und leider, auch wenn es vielen schwer fällt, das zu akteptieren, wir brauchen Technologie, ja oft sogar Hochtechnologie um in der heutigen Zeit wirklich umweltschonend zu leben. Der einfach ländliche Stil ist längst nicht mehr so ökologisch wie uns manch Hochglanzmagazin weis machen will.

Living the Future, mein Prinzip für die Gegenwart, heute schon das Morgen leben.

Hier mal ein kurzer Blick darauf, wie ich „Living the Future“ für mich persönlich und meine Familie realisiert habe.
Es beginnt im kleinen. ca 90 % unserer Beleuchtung basiert mittlerweile auf LEDs. Und ja, es gibt LEDs, die bereits einen Schreibtisch ausleuchten können.
Wir nutzen Induktion fürs Kochen, da diese nur Strom verbraucht, wenn auch wirklich erhitzt werden muss und die Geschwindigkeit, mit der eine Speise warm/heiß wird unglaublich schnell ist (tatsächlich verbrannte uns zu Beginn einiges, weil wir nicht mit diesem enormen Effekt gerechnet hatten.)

Ich betreibe eine eigene kleine Wetterstation mit Anbindung ans Internet, die mir per EMail die aktuellen Wetterprognose liefert und sie gleichzeitig an drei Wetterdienste und auf unsere HP stellt.
Unsere Einfahrt wird mit einer WLan Webcam überwacht, und wenn wir mal nicht da sind, und jemand betritt die Einfahrt, werde ich auf mein Smartphone via EMail informiert und es werden mir zwei Bilder zugesandt, die Kamera kann ich natürlich via Internet über mein Smartphone steuern.
All unsere Geräte im Haus sind via WLan vernetzt, so daß jeder unserer Rechner auf den Drucker und das Mediacenter zugreifen kann. Ebenso kann dies der TFT Fernseher, der gleichzeitig via WLan auch Zugang zum Internet hat und so auch Twitter und PutPat darstellen kann. All unsere Geräte laufen, sofern sie mobil sind mit Akkus, die via Solar aufgeladen werden, wir verbrauchen keine herkömmlichen Batterien.
Ich bin via Twitter, Facebook und Location based Services immer auf dem Laufenden und kann, wenn ich es selbst will, jedem mitteilen, wo man mich erreichen kann oder mit einer Berührung des Smartphones komplett unerreichbar sein (ja, auch das ist wichtig).
All unsere Rechner laufen unter Linux, was bei dem Rechner meines Sohnes den grossen Vorteil hat, dass ich mir keine Gedanken über Viren oder Trojaner machen muss.
Ich selbst arbeite weitestgehend digital, mache auch im Beruf meine Notizen, so es mir die irritierten Blicke der Kollegen erlauben nicht mehr mit Papier und Bleistift sondern mit Smartphone, Netbook oder Tablet.
Unsere Rechner und all die wichtigen Daten wie auch unsere Bilder und Musik sind digital gespeichert und in der Cloud als Backup verfügbar, auf das ich von jedem Platz der Erde zugreifen kann und sollte einer unserer Rechner ausfallen, sind alle Daten noch vorhanden in der Cloud.
Und das erstaunliche an all dem (mal die Solaranlage auf dem Dach ganz verschweigend) wir verbrauchen Jahr für Jahr WENIGER Strom, weil ich bei all diesen Devices auch stehts auf höchste Energieeffizienz achte.
Und über die ganzen Techniken halten mich diverse Webdienste automatisch auf dem Laufenden in dem sie mir z.B: jeden Morgen eine frisch erstellte Tageszeitung als PDF generieren, bzw. mir die neuesten Informationen als einen Stream auf allen verfügbaren Medien bereitstellen können. So brauche ich pro Tag max. 15-20 Minuten um über die neuesten Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein.
Und jetzt warte ich auf weitere Ideen, wie die Zukunft noch besser gelebt werden kann.
Einfach zu leben heisst nich zwangsweise auf Technik zu verzichten sondern vielmehr, neue Technologien wo sinnvoll so vernünftig einzusetzen, dass sie das Leben erleichtern. Woher ich die Zeit dafür nehme? Die brauch ich gar nicht, ein Gerät, für dessen Funktionieren ich Zeit aufwenden muss, ist pers se schon falsch designt.