Wie viele Mitarbeiter benötigt ein Unternehmensblog?

Eine wichtige Frage, die sich immer dann stellt, wenn ein Unternehmen die ersten Schritte in Richtung Social Media geht.

Und sie ist insofern elementar, da nur ein Blog, das auch regelmässig mit neuen Beiträgen bestückt wird, für den Kunden interessant wird.

Am Anfang steht allerdings die Klärung einer Frage: Was soll mein Blog präsentieren?

Es gibt hier verschiedene Ansätze:

1) Das Produktinformationsblog

Hier kann ggf. ein bereits vorhandener Bereich innerhalb des Marketings diesen Part mit übernehmen bzw. das Thema kann dann ggf. sogar outgesourct werden. Da es hier im faktische Produktinformationen geht, benotigt das Blog kein weiteres Staffing.

2) Der „Blick ins Unternehmen“

Hier sollten zumindest ausgewählte Mitarbeiter aus dem täglichen Business bloggen dürfen, denn es wäre unglaubwürdig, würden hier nur Artikel aus einer Quelle erscheinen. Man muss immer bedenken, ein Blog ist kein herkömmliches Printmedium. Es geht um Authentizität und Inhalte.

3) Der Mitarbeiterblog

Hier hängt alles davon ab, wie gross die erlaubte „Gemeinde“ von Bloggern ist. Und um es gleich vorab zu erwähnen: Zuvor benötigt es Social Media Guidelines, um die Beiträge der Mitarbeiter nicht permanent kontrollieren zu müssen, ob darin ggf. Betriebsgeheimnisse verraten werden oder rechtlich bedenkliches gebloggt wird.

Das ist nur ein kleiner Überblick in drei Granularitätsstufen aber allen dreien gemeinsam ist:

Es werden auf jeden Fall neben den eigentlichen Autoren mind. 4 Mitarbeiter benötigt. warum gerade 4? Nun zwei Mitarbeiter (auch aus Gründen der Urlaubs- Krankheitsvertretung), die sich um die Technik kümmern, Updates einspielen, Designs anpassen etc. und zwei Mitarbeiter, die quasi die Redaktion darstellen und dafür Sorge tragen, dass auf jeden Fall in regelmässigen Abständen Artikel erscheinen, ggf. proaktiv auch selbst mal einen Artikel einstellen und sich um die Verbreitung innerhalb z.B. Facebook und Twitter kümmern.

Und diese Mitarbeiter benötigen vor allem auch entsprechende Schulungen in Fragen des Umgangs mit Social Media. Plattes Marketing funktioniert dort nicht. Und die Reaktionszeiten, die dort eingefordert werden, bedingen, dass Mitarbeiter in diesem Bereich relativ autonom posten dürfen, um zum Beispiel auf negative Kommentare reagieren zu können. Wobei das um Gottes Willen nicht heißt, Kommentare unüberlegt zu löschen. Rechtsverstösse dürfen natürlich entfernt werden aber offene Kritik muß auch mit offenem Visier begegnet werden. Im Blog und im Social Web ist der Kunde auf dem gleichen Niveau wie das Unternehmen. Und damit ist das Unternehmen auch viel schneller Kritik ausgesetzt. Auch hierfür muss Personal bereitstehen, um zeitnah und adäquat zu reagieren. Und bitte beachten, ich spreche nicht von Posten, sondern von Personen, die sich mit dem Thema befassen. Natürlich wird das nicht beständig eine Aufgabe mit 100% Auslastung sein. Aber es sollten die beiden „Rollen“ jeweils mit zwei Personen gesetzt sein, damit auch bei Krankheit das Thema Social Media nicht unbeobachtet bleibt.

Blogparade:Mein Schlüsselbund

Ostwestfale hat aufgerufen zur Blogparade. Sein Motto: Mein Schlüsselbund und was ich damit verbinde.

Hier also mein Schlüsselbund mit ein paar Informationen zu dem wenigen, was dran hängt.
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Zunächst fällt sicher auf, dass da auch ne Tasche dran hängt. Das liegt daran, dass der Autoschlüssel unseres Hyundai H1 Busses den Knopf für die Zentralverriegelung und Alarmanlage an der Seite hat, wo ich ihn schon des öfteren aus Versehen in der Hosentasche ausgelöst hatte. In diesem Täschchen passiert das nicht und ich hab zusätzlich in einer kleinen Innentasche noch ein paar Notgroschen dabei. Den Fuchs muss ich wohl kaum vorstellen, das ist der Bausparfuchs, das Maskottchen meines Arbeitgebers und auch in anderen Grössen ist er bei mir im Haus verteilt (zwangsläufig, bei drei Kindern). Neben dem schwarzen Autoschlüssel seht ihr einen Einkaufswagenchip, den ich mal im Center Parcs erstanden habe, weil wir ein kleines Mitbringsel für eine gute Freundin der Familie suchten und ich doch prompt einen mit der Aufschrift „Computerfreak“ fand.

Passt ja, dacht ich mir und hab ihn mitgenommen. Daneben unser Haustürschlüssel. Das wars auch schon, ich bin ein Freund der einfachen Dinge, deshalb nur das dran, was ich wirklich brauche. Das ganze hängt dann noch an einem Lanyard, meinem Erinnerungsstück von der re:publica 2010. Vorteil eines solchen Lanyards, wenn man ihn sich durch den Gürtel einfädelt kann so ein Schlüsselbund auch bei „Heavy Action“ nicht verloren gehen und glaubt mir: Mit drei Kids hat man viel davon.

Workshop zum Fuchsblog. Warum es nicht einfach ist, einen Firmenblog zu betreiben

Heute war der Bausparfuchs im „Fuchsbau“ und hat mit uns drüber nachgedacht, wie man den Fuchsblog weiterführen kann, nachdem die Reise des Bausparfuchses zu Ende ist. Gar nicht so einfach die Fragestellung. Schliesslich wollen wir das ja nicht als reine Werbeplattform haben sondern auch einen Mehrwert für die Leser bieten.
Und da ist es halt wichtig, was der Leser eines Businessblogs überhaupt erwartet. Einige interessante Vorschläge sind schon zusammengekommen, aber was ich festgestellt habe. Es ist schwer, gleichzeitig glaubwürdig zu sein, das Image einer Marke zu vermitteln und auch noch interessante Themen zu liefern.
Da gibts dann so elastische Begriffe wie Relevanz und Authentizität.

Aber einige interessante Ideen sind bereits im Entstehen und dank der Unterstützung von Namics, vertreten durch Tina Schwarze denk ich, wir werden da bald einiges umsetzen. Mit Tina bin ich auch über Twitter in regem Austausch, alldieweil wir auch in unserer „Rolle“ als Nerds ähnlich Interessen und eine grosse Affinität zu Social Media Themen haben, gleichzeitig schätze ich an ihr, daß sie im Gegensatz zu so manchem selbsternannten „Social Media Experten“ das Thema nicht rosarot darstellt, sondern eine sehr realistische Sicht auf die Möglichkeiten des Social Web hat.
Freut mich auf jeden Fall speziell in meiner Rolle als Blogger, daß auch mein Arbeitgeber sich weiterhin mit Social Media befasst und auch in weiterer Zukunft noch da mitmischen will.

Was mich besonders gefreut hat: Ich habe endlich Marco kennengelernt. Er ist Blogger, Twitterer und hat als erster über den Bausparfuchsblog berichtet. Da lag es nahe, ihn auch in diesen Kreis einzuladen, um auch die Meinung eines unabhängigen Bloggers zu so einem Businessblog kennenzulernen. Letztlich bringt es ja nix, wenn man so vor sich hin bloggt und die Meinung der (Blogger)community gänzlich ignoriert.
Sag noch mal einer, die Bausparkasse Schwäbisch Hall wäre nicht innovativ! Wobei da mit Beate Schmitz auch ein sehr kreativer Kopf dahinter steckt, die das ganze federführend vorantreibt. Schliesslich ist sie nicht nur beruflich sozial medial sondern betreibt auch nen eigenen Blog.
Und nicht zu vergessen den Schorsch, Geek par excellence was Webtechnologien angeht und der IT-Kopf dahinter! So gesehen, wir sind schon ein verdammt cooler Haufen!

Was schreibt man denn nun in Firmenblogs?

Ich will hier mal eine Diskussion anregen, da ich mir zu dem Thema grade auch so meine Gedanken mache. Denn letztlich und da sollten wir ganz ehrlich sein, will jedes Firmenblog auch Werbung für das Unternehmen machen.
Also was sind Themen, die da hinein gehören? Was ist glaubwürdig?
Ich habe eine interessante Zusammenstellung einiger Ideen gefunden, würde mich aber freuen, wenn hier eine rege Kommentardiskussion beginnen würde.

Für mich ist stets wichtig, dass ein Firmenblog das Medium auch ernst nimmt, insofern sollte Basis aller Blogging Aktivitäten sein, daß Kommentierung erwünscht ist und das Blog keine reine Werbeplattform ist, sondern z.B. auch aus dem Alltag der Mitarbeiter berichtet, ggf. auch mal Tipps gibt, die nichts direkt mit den Produkten der Firma zu tun haben und auch die Region einbeziehen. Man muss sich letztlich immer fragen: Was würde ich als Besucher auch lesen, wenn mich aktuell keines der Produkte interessiert, sei es, weil ich sie nicht brauche, nicht will oder schon habe. Denn den Interessenten für ein Produkt bekomme ich sehr einfach auf meine Seiten, aber wie halte ich eine echte Community aufrecht?

Zum Start das Fundstück aus dem Netz:31 Artikel-Ideen für Firmenblogs der Seite: selbstaendigimnetz.de, dort findet sich wie ich finde schon eine sehr gelungene Zusammenstellung möglicher Themen.

Der Bausparfuchs bloggt

Lang hab ich drüber nachgedacht, ob ich als Blogger, der ja auch bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, genauer gesagt, bei der Tochter VR Kreditwerk AG beschäftigt ist, darüber berichten soll/darf, wenn mein Arbeitgeber seinen Sympathieträger bloggen lässt. Ich hab mich dafür entschieden, aus mehreren Gründen. Zum einen, ja ich arbeite gerne hier, die Rahmenbedingungen könnten nicht besser sein, und damit mein ich nicht nur das Betriebsrestaurant (Kantine würde der Qualität nicht gerecht, vieles schmeckt so gut wie im Restaurant). Viel wichtiger ist mir, ich möchte auch die Inititative, die Idee, unseren Fuchs bloggen zu lassen, unterstützen. Auch deshalb, weil dies das Thema Social Media auch bei uns voranbringt. Und ich kann alle beruhigen, die jetzt fürchten, der Fuchs würde nur vom nächsten Bauspartarif berichten. Was ich bislang gelesen habe, find ich ist ne richtig flotte Schreibe und auch die Interaktion mit der Blogosphäre hat schon erste zarte Wurzeln gebildet.

Bausparfuchs-Reiseblog © by Bausparkasse Schwäbisch Hall

Und wer ihm unter Twitter folgen mag @bausparfuchs.

Geben wir dem Fuchs eine Chance, sich auch in der Blogosphäre und auf Twitter zu etablieren. Er ist nämlich ein Netter… und er hilft mir indirekt, meine Ideen rund um Social Media im Unternehmen und neue Formen der Arbeit weiterzuentwickeln. Denn nur wenn man sich aktiv beteiligt, wird man im Netz auch wahrgenommen. Also folgt dem Fuchs, er hat noch eine spannende Reise vor sich.

Lotus JamCamp Smarter Work auf der re:publica, da war ich auch dabei.

Cool, der Workshop wurde ja doch aufgezeichnet und unsere coole Orga für den Linux Desktop Workshop wird auch als Beispiel erwähnt ab Minute 57 kommt unser Beispiel, wie wir über Twitter einen Vortrag auf der re:publica binnen 2 Tagen organisiert haben. Wer also immer noch glaubt, Twitter und co. seien lediglich Spielzeug, der hat das Prinzip des Networkings, des gleichberechtigten Austauschs von Gedanken und Ideen noch nicht verstanden. Es gilt die Potentiale des Mediums zu nutzen, ohne die Gefahren aus den Augen zu verlieren. Wir müssen das ewige Bedenkenträgertum ablegen und gelegentlich auch den Schritt nach vorne wagen und etwas einfach mal „nur“ ausprobieren. Wenn es nicht sinnvoll ist, kann man es ja immer noch lassen. Aber zumindest weiss man dann, worüber man redet. Die meisten Kollegen, mit denen ich im Büro über Twitter, Facebook und co. rede schimpfen zwar drüber, haben es sich aber weder richtig angesehen, noch wissen sie wirklich, wovon sie sprechen.

Das war unser Beispiel für Twitter und den Nutzen für die Arbeit….