Apple, was ist bloß los bei dir?

Über 20 Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal ein Apple Produkt verwendet habe. Und dieses Jahr, nach diversem andauernden Ärger mit Window und Android entschloss ich mich, es wieder mit Apple zu versuchen. Damals hatte mich Steve Jobs mit dem Killen des Apple Newton verärgert, einem Device, für das ich mit Leidenschaft Programme entwickelte.

Touchscreen, Convertible, Virtuelle Tastatur, Zeichenbrett mit Papierübertragung auf digital. Mehr Innovation auf ein Mal als im Lenovo Yoga Book geht fast nicht mehr. Und sehr leicht und handlich ist es noch dazu.

Aber jetzt, wo ich mit MacBook Pro, IPad Pro, IPhone 7plus (das X ist für den Preis einfach lächerlich uninnovativ) und sogar Apple Watch 3 LTE unterwegs bin, frage ich mich nicht das erste Mal. War das eine gute Entscheidung? Die vielen Softwarefehler der jüngsten Zeit. Mangelnde Innovation (ein MacBook Pro mit Touchbar? Seriously? Als habe man händeringend versucht, irgendwas mit Touch zu machen, ohne sich auf Touchscreen festzulegen.

Ja, auch das IPad Pro mit Stift ist ein schönes Arbeitsgerät. Aber es hechelt den Technologien der Konkurrenz relativ kraftlos hinterher und mit der selbst nach Aussage von Apple Evangelisten nachlassenden Softwarequalität verliert es seine Alleinstellungsmerkmale mehr und mehr.

Apple, du machst es mir nicht wirklich leicht, dich wieder zu mögen. Gut, „It just works“ gilt nach wie vor. Aber gerade mein letztes Smartphone, das Huawei Mate 9 hat diesen Slogan auch verdient. Schnell, fast randloses Display und und und. Mit Jobs war Apple eine Company, die sich bestimmten Qualitätskriterien und einem Geist der Innovation verschrieben hat. Wenn ich aber heute IPhone 7plus und 8plus vergleiche, ist es schon fast beschämend, wie wenig sich da geändert hat. Und über 1000 Euro für ein Gerät, das mein Gesicht zum entsperren nimmt, was nachweislich schon so einige Probleme machte und das so zerbrechlich ist, wie kein Gerät davor. Ne danke. Bei uns kam dafür lieber ein neuer WLAN Router und eine Alexa Show ins Haus. Reichte dann immer noch für ein etwas älteres aber kaum schlechteres IPhone 7plus.

Zuhause steht noch ein Yogabook von Lenovo. Da steckt mehr Innovation drin als in allen  Apple Produkten zusammen. Und dann die alten Geräte drosseln und das nicht kommunizieren? Sagt mal, haltet ihr eure Kunden für Kinder?

Ich möchte dich wieder mögen wie damals, Apple. Aber dafür solltest du mich als Kunden bedienen, nicht verarschen.

Der neue Apple Boss scheint BWL und Gewinne über Innovation und den Geist von Apple zu stellen. Das kann aber sehr schnell schief gehen. Erste Nachrichten zu den Verkaufszahlen des IPhone X klangen vielversprechend. Mittlerweile stellt sich heraus, auch das war wohl mehr heiße Luft. Denn mal ehrlich. 1300 Euro für ein SMARTPHONE? Da muss man ja schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein, um da einen vernünftigen Grund für diesen Irrsinnspreis zu finden. Zumal es  für weniger Geld weit innovativere Geräte auf dem Markt gibt.

Ja, ich bleibe vorerst bei Apple. Aber glücklich über die Hardware sein, oder über die Firmenpolitik geht anders. Apple muss dringend wieder den alten Spirit zurückbekommen. Sonst laufen noch mehr Kunden weg und noch mehr Influencer wenden sich den ehemaligen Erzfeinden Android und Windows zu. Bitte nicht falsch verstehen. Ich mag meine Apple Devices. Aber da finde ich nix, was sie besser macht, als den Rest des Marktes. Das Besondere, der Flair, das „just works“ scheint Apple mit jeder neuen Hiobsbotschaft verspielen zu wollen. Was Steve dazu gesagt hätte, mag ich mir gar nicht ausmalen. Aber laut wäre er sicherlich geworden.

Belvedere Museums-App, Kunst auf Tablet oder Smartphone

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Eine App, die Lust auf Kunst macht.

Ich mag Kunst, und ich bin ein Geek. Wie könnte man das besser vereinen als mit der neuen App des Museums Belvedere in Wien. Schon deshalb, weil ich wohl in nächster Zeit dort nicht in real hinkommen werde, finde ich es genial, schon mal quasi von Ferne einen Einblick in die Ausstellung und die Räumlichkeiten dort zu geben.

Die Highlights der umfangreichen Sammlung des Belvedere lassen sich in einem Streifzug durch die Epochen erkunden, ausgehend vom Mittelalter mit dem Meister von Großgmain über den Historismus, vertreten durch Hans Markart, den Jugendstil mit Gustav Klimt als Repräsentant bis hin zur zeitgenössischen Kunst von Elke Krystufek.
Darüber hinaus bietet die App sämtliche Besucherinformationen zu den einzelnen Standorten sowie Details zu aktuellen Sonderausstellungen.

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Infos zu Gebäude, der Sammlung und sonstige wichtige Informationen in einer App.

Und sage mir niemand, so eine App verhindere den Museumsbesuch. Ich sehe das eher genau anders herum. Wer erst mal in der App die Kunstwerke virtuell sehen konnte, der dürfte deutlich mehr Interesse daran haben, was er dort gesehen hat auch in real zu erleben.

Die Belvedere Museums-App ist ab sofort für Apple iOS im Apple App Store und für Android im Google Play Store in den Sprachen Deutsch und Englisch erhältlich. Der Download ist kostenlos.

 

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Das Handgelenk, Technologien und die Frage nach dem Sinn

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Pebble und Galaxy Gear, zwei unterschiedliche Ansätze, nur einer ist wirklich sinnvoll und es gewinnt für manche überraschend die Pebble.

Als die Pebble auf Kickstarter begann, Geld einzusammeln um ein marktreifes Produkt zu werden, hätte sich wohl niemand wirklich träumen lassen, welchen Hype das auslösen würde.

Seitdem sind einige Smartwatches angekündigt (laut meiner eigenen Liste mittlerweile 26, von denen zumindest erste Vorproduktionsmodelle existieren) und auch die Big Player, allen voran Samsung aber wohl auch Apple und Google springen auf den Hype auf.

Aber macht das alles wirklich Sinn? Was muss eine Smartwatch haben, um erfolgreich zu sein bzw. wird sie jemals zum Erfolg werden?

Ich denke, es wird bei einer wenn auch attraktiven Nische bleiben.

Denn was erwarte ich eigentlich wirklich von einer Smartwatch?

Zum einen, sie  muss mir alle für mich interessanten Informationen auf ihrem Display bieten. Dadurch fällt zum Beispiel bereits die Galaxy Gear durch, die mir oft nur mitteilt, dass ich eine Information bekommen habe, aber nicht welche.

Soll sie das Smartphone komplett ersetzen? Nachdem ich in einem früheren Artikel für ein vollwertiges Smartphone im Uhrenformat plädiert habe, sehe ich die Sache mittlerweile etwas differenzierter. So lange eine Smartwatch das Smartphone nicht in jedem Belang ersetzen kann, muss ich ja immer noch ein Smartphone mit mir führen.

Schliesslich ist das auch mit ein Grund für den Trend der immer größeren Smartphones, mit größerem Display kann ich nämlich immer mehr Dinge direkt am Smartphone erledigen, für die ich früher Tablet oder Notebook verwendet hätte.

Dann brauche ich aber eigentlich nicht ein zweites Smartphone am Handgelenk, sondern vielmehr eine intelligente Ergänzung. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, mit der Smartwatch am Ohr oder vor dem Gesicht zu telefonieren. Sieht schon bei Freisprecheinrichtungen albern aus und wird damit nicht besser. Was ich mir durchaus für eine Smartwatch wünsche sind Fitnesssensoren, die unabhängig vom Smartphone funktionieren, denn hier ist der Bereich, der die eigentlich interessante Domäne einer Smartwatch werden dürfte. Fitnesstracking, Quantified Self.

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Vielversprechend was das Gesamtkonzept und den Preis angeht, die Kreyos

Und was ebenfalls wichtig sein dürfte ist eine extrem einfache Bedienung sowie ein vernünftiger Preis. (mal wieder abgesehen von Apple, die sich sicher eine Uhr für das 3 bis vierfache des vernünftigen Smartwatch Preises abkaufen lassen) .

Für mich liegt hier die Schmerzgrenze bei 200 Euro, wobei ein realistischer Preis für eine Massenprodukt, gerade mit Blick auf die zusätzlich Anschaffung eines Smartphones knapp über 100 – 150 Euro liegen dürfte.

Und bei der Bedienung müssen wir nur einmal auf die Taschenrechner blicken, die eine Zeit lang als intelligente Uhren verkauft wurden. Für kurze Zeit ein Hype verschwanden sie doch sehr schnell wieder, weil man sie einfach nicht praktikabel nutzen konnte.

Im Moment schätze ich die Kreyos Smartwatch als beste Annäherung an ein sinnvolles Smartwatch Konzept ein, und die Pebble als die Version, die von Preis Leistung und Batterielebensdauer am optimalsten ist. Denn ganz ehrlich, es nervt mich schon, mein Smartphone täglich laden zu müssen. Eine Smartwatch muss da deutlich länger halten. Da muss eine Laufzeit von mindestens mehreren Tagen drin sein, insofern sehe ich den größten Erfolg im Moment immer noch bei Modellen mit eInk, da diese bedingt durch die Technologie mit ordentlichen Laufzeiten UND einer optimalen Lesbarkeit auch im Freien auftrumpfen können.

 

 

Live Berichterstattung vom Apple Event via Gotlatte ab 18:15 Uhr hier

Ab 18:15 Uhr werde ich hier live vom nächsten Apple Event dieses Jahr berichten. Was uns erwartet? Vermutlich zwei neue IPads, ich denke, beide mit Fingerprint Sensor und diversen Hardware Updates (Stichwort neuer Hauptprozessor und neuer Motion Prozessor). Ob wir etwas über eine Apple Smartwatch erfahren, steht in den Sternen. ACHTUNG: Da ich hier auch internationale Leser erwarte, wird die Live Berichterstattung in Englisch erfolgen:

To all my english readers. Beginning 18:30 i will comment live on Apples next Event in San Franciso using Buzztales great Tool gotlatte. Stay tuned and be with me beginning 18:30 GMT.

Apple beantragte Patent für ein Device, das die IWatch sein dürfte

Nachdem die Gerüchteküche ja schon lange brodelte ist jetzt ein Patentantrag von Apple aufgetaucht, der doch sehr stark nach einer IWatch klingt. Aber lest selbst:BI-STABLE SPRING WITH FLEXIBLE DISPLAY .

Zumindest die Beschreibung klingt sehr nach einer Uhr mit Touchdisplay und gebogenem Glas. Und das Patent ist datiert auf 2011, es könnte also zumindest in naher Zukunft daraus wirklich ein Produkt erwachsen.

 

Apple plant Übernahme von waze für 500 Millionen Dollar

Wie das israelische Portal newsgeek ebenso wie Techcrunch meldet, will Apple den Navigationsanbieter waze aus Israel für knapp 500 Millionen Dollar übernehmen. Bislang fordern die Eigentümer aber mindestens 750 Millionen Dollar. Im Gegensatz zu anderen Karten- und Navigationsanbietern liefern bei waze die Nutzer selbst die Daten und könnnen im Sinne von Social Gaming Punkte für das Abfahren von Strecken oder bestimmte Knotenpunkte erreichen.

Ob der Kaufversuch in Zusammenhang mit dem missglückten Start von Apple Maps zusammenhängt, kann nur spekuliert werden, zumal auch waze nicht weltweit in der gleichen hohen Qualität arbeitet. So haben eigene Tests ergeben, dass es zwar in manchen Regionen recht aktuell, aber bundesweit doch noch sehr lückenhaft ist.
Es bleibt abzuwarten, ob waze auch nach der Übernahme, so sie denn stattfindet für IOS UND Android zur Verfügung stehen wird.

Das große BYOD Missverständnis

So viel Auswahl brauchts im Büro nicht, aber schon eine Umgebung, die das eigene Arbeitsprinzip unterstützt.

Ich werde in Diskussionen und bei meinen Workshops immer wieder gefragt, ob das Thema BYOD nicht ein immenses Sicherheitsrisiko bedeute. Natürlich tut es das, wenn man davon ausgeht, dass jeder Mitarbeiter einfach sein eigenes privates Endgerät nutzt. Aber wer sagt, dass es so überhaupt sein muss. Für mich kann und sollte eigentlich BYOD auch bedeuten, dass der Mitarbeiter schlicht die Auswahl hat, welches Endgerät er für die REIN BERUFLICHE Nutzung anschaffen will.

Denn lasse ich jedes x-beliebige Endgerät zu und vermische darauf die private mit der beruflichen Nutzung, dann entstehen natürlich Sicherheitsrisiken. Man kann hier zwar mit virtuellen Maschinen gegenwirken, aber für mich stellt sich hier die Frage: Warum überhaupt. Wir alle reden von Work-Life Integration. Doch meist würde es ja genügen, ein paar ganz dezidierte Schnittstellen anzubieten, um zum Beispiel von unterwegs auf EMails zuzugreifen. Alles andere kann dann durchaus weiterhin gesperrt sein. Oder eben gleich richtig gemacht, mit einem Firmenrechner, den sich der Mitarbeiter aber selbst auswählen kann. Denn die Grundidee von Bring Your Own Device ist nicht nur reines Kostensparen, auch wenn das in den Köpfen vieler IT Entscheider wohl der Hauptfaktor ist, sondern auch, dem Mitarbeiter ein an seine Bedürftnisse angepasstes Arbeiten zu ermöglichen. Jemand, der Apple affin ist, wird sich mit einem Windows Rechner immer schwer tun. Jemand, der ein IPad nutzt, wird kein Android Tablet wollen, und jemand, der ein Android Smartphone nutzt, hat kein Interesse an einem Blackberry.

Wohlgemerkt, es kann durchaus auch denkbar sein, wirklich sein privates Endgerät zu nutzen. Aber dann müssen die Grenzen sehr klar gezogen sein, was damit funktioniert und was nicht.