Adblock Plus Alternativen für Android und Windows 8

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Adaway tut auf meinem gerooteten Note 2 sehr gute Dienste.

Sascha Pallenberg, ein von mir hochgeschätzter Bloggerkollege hat für ordentlichen Wirbel gesorgt mit seiner Analyse der wirtschaftlichen Verstrickungen rund um die Adblocker Software Adblock Plus, die ich bis vor kurzem auch noch auf Android wie auf Windows 8 im Einsatz hatte.

Nun ist es nicht nur wegen solcher Veröffentlichungen immer wieder gut, sich auch nach Alternativen für gängige Tools umzusehen, deshalb hier zwei Tipps für alternative Werbeblocker, die zudem beide deutlich besser arbeiten als Adblock Plus.

Für Windows 8 und den Chrome Browser empfehle ich Adblock, der nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie Adblock Plus, aber keine Ausnahmen für „gesponsorte Werbung“ erlaubt. Wahlweise lohnt auch Adblock Edge eine genauere Betrachtung, diesen gibt es auch für den Firefox. Für den IE gibt es leider bislang nur kommerzielle Lösungen (aber wer nutzt den IE schon freiwillig).

Und wer nach einem Adblocker für Android sucht, dem seien Adfree oder Adaway ans Herz gelegt, beides Adblocker die nach meinen Tests deutlich besser arbeiten als Adblock Plus, der durchaus noch Ingame Werbung und Werbung auf Webseiten durchlässt während diese beiden wirklich weitestgehend alles ausfiltern, aber dennoch sehr einfach zu installieren sind. Hier gilt allerdings, dass es sich um ein gerootetes Android Smartphone handeln muss.

Wer weiß, vielleicht haben die neuen Eigentümer das plus in Adblock Plus ja falsch verstanden. Wenn ich einen Adblocker einsetze, dann soll er ALLE Ads blocken und nicht die durchlassen, die sich freigekauft haben 😉

 

Werbung ist nicht tot, aber sie riecht komisch

In Zeiten von Social Media und Adblockern, in Zeiten von Video on Demand und Streaming Audio fragen mich manche, wieso ich gerade jetzt ins Marketing gewechselt habe. Ganz einfach, JETZT kommen die spannenden Herausforderungen.

Nie war klarer, dass klassische Werbung immer weniger beim Kunden ankommt. Der Nutzer im Netz ist deutlich anspruchsvoller, er will gut unterhalten werden und möglichst wenig durch plumpe „bitte, bitte kauf mich“ Werbung gestört.

Hier muß ein Umdenken stattfinden, denn das Netz und seine Nutzer akzeptieren Werbung nur widerwillig und meist nur dann, wenn sie damit auch einen direkten Mehrwert haben.

Und je weiter sich die Technologie entwickelt, um so mehr Möglichkeiten gibt es auch, Werbung auszublenden.

Weder auf meinem Notebook noch auf meinem Smartphone sehe ich Werbung, da beide mit Werbeblockern ausgestattet sind.

Und auch wenn der Twitterpost ironisch gemeint war, dass Google Glass als Killeapp einen Adblocker für die Realität haben könnte, ist so abwegig nicht. Wenn es Apps gibt, die in ein bestehendes Bild eine Übersetzung des dort stehenden Textes überblenden können, so ist es nicht mehr weit bis zum Ersetzen nervender Werbung durch Lieblingsfotos aus dem eigenen Album. Ich wage zu behaupten, Werbung wird in Zukunft indirekter, sie muss stets auch einen akuten Mehrwert bieten, sei es, dass sie als Sponsor für Apps auftritt oder einen Dienst anbietet. Produkte sind im Netz selbst austauschbar. Worin sich Unternehmen in Zukunft differenzieren sind die Dienstleistungen, die sie zusätzlich als kostenlosen Service für den Kunden bieten.

Denn: Sollte es tatsächlich mal so eine App für Google Glass geben, ich wäre der erste, der sie installieren würde.