Mein Jahresrückblick 2015: Beinahe Tot und wieder am Leben

Dieses Jahr wird mir ewig in Erinnerung bleiben. Es war eines meiner schlimmsten Jahre und zum Ende doch  noch eines meiner besten.

Es begann mit einigen unguten „Ereignissen“ die zu meinem Suizidversuch führten, meiner Depression und generellen Angststörungen und einigen unsensiblen Menschen geschuldet. Dank der unglaublichen Intuition meiner Frau und der schnellen Reaktion von Kollegen verdanke ich es, dass ich noch lebe (danke Sibylle, danke Bettina, ich stehe tief in eurer Schuld). Ich verschwand physisch für insgesamt 25 Wochen in der Psychiatrie, und tauchte virtuell wieder auf, weil Twitter und meine Follower so unglaublich viel Verständnis, Interesse und Unterstützung zeigten.

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Ich wurde interviewt zu meiner Geschichte und #ausderklapse, schrieb Gastbeiträge, entdeckte meine Liebe zur Schriftstellerei neu (Danke Erik) und habe in diesem Jahr das Erlebte auch zu einem Roman verarbeitet, der Ende nächsten Jahres von Bastei Lübbe verlegt wird. Insbesondere darauf bin ich sehr stolz und sehr froh über meine tolle und sehr sympathische Lektorin. Und wer weiß, vielleicht seht ihr mich nächstes Jahr sogar im TV. Mittlerweile halte ich alles für möglich.

Dennoch, ein solches Jahr noch einmal? Auf keinen Fall.

Ich habe weder meine Angststörung noch meine Depression ganz los. Dazu trage ich sie heimlich viel zu lange in mir. Aber ich weiß jetzt, wie ich sie so gut es geht an der kurzen Leine halten kann.

Und ich habe gelernt, dass das Netz im Gegensatz dazu, was mir so manche einreden wollten ein Ort mit vielen verständnisvollen, warmherzigen, neugierigen und liebenswerten Menschen ist. Deshalb werde ich weiter laut und auf so vielen Kanälen wie möglich dafür kämpfen, dass weder Depressionen noch ein Suizidversuch etwas sind, über das man besser schweigt. Ich habe gelernt, dass für mich das darüber sprechen die allerbeste Heilung war.

Ich hoffe, viele von euch treffe ich nächstes Jahr auf der re:publica. Denn ich möchte euch danke sagen. Aus tiefstem Herzen und persönlich.

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Was bringt das Jahr 2015 technologisch?

2014 war ein Jahr, in dem sich zumindest zwei Dinge etabliert haben. Wearables und Smartwatches. Dagegen mussten die Tablets Marktanteile abgeben und oh Wunder, die Notebooks konnten zum Schluss wieder bei den Verkaufszahlen dazugewinnen.

Dieser Trend wird sich vermutlich in 2015 fortsetzen, wobei ich das grösste Potential bei etwas leistungsstärkeren Chromebooks sehe. Dort werden wir den Einzug stärkerer Prozessoren und 4GB RAM als neuen Standard erleben.

Bei den Smartphones ist 2015 5,5 Zoll der neue Standard für die Bildschirmgrösse, die Auflösung wird bei 2560×1440 Pixeln (Quad-HD-Auflösung) als Standard liegen und auch bei Android wird jetzt auf mehr Hardware 64bit laufen.

Die Wearables werden an Funktionsumfang zunehmen oder verschwinden. Vermutlich werden wir in 2015 bei den Smartwatches eine Marktbereinigung erleben. Entweder, die Uhren werden im Funktionsumfang deutlich ausgeweitet und bieten weit mehr Stand alone Features an (Schrittzähler, GPS, MP3 Player, Navigation ggf.auch 3g) oder sie werden vom Markt verschwinden. Insgesamt rechne ich mit einer Konsolidierung beim Wearables Markt, die beiden Kategorien Fitnesstracker und Smartwatches werden auf Dauer verschmelzen.

Bei den Tablets wird sich der Markt weiter bereinigen und ein Großteil der neu verkauften Geräte wird von Hybriden abgedeckt, die sowohl Note/Netbook als auch Tablet sind und eine Dockingstation mit Tastatur gleich mitliefern.

Und zu guter Letzt gehe ich davon aus, dass 2015 das Jahr sein wird, in dem sich entscheidet, ob der neueste Anlauf zum Smart Home gelingen wird. Dabei wird nicht die Verfügbarkeit der Hardware der entscheidende Faktor sein, sondern die Zusammenarbeit unterschiedlicher Systeme. Abosysteme werden meiner Ansicht nach keinen Erfolg haben, denn warum soll ich für eine Hardware und für einen Netzdienst parallel zahlen? Hingegen werden immer intelligentere Basisstationen auf den Markt kommen, die in ihrem Funktionsumfang bald in die Nähe von Homeservern rücken werden.

So viel zu meinem Ausblick für 2015. Mal sehen, was am Ende des Jahres davon wirklich eintrat.