Roterfaden Taschenbegleiter in A4 und A5

A5 und A4 nebeneinander
Links A5 in Leder mit 4 Klammern für die Planung, rechts A4 in Tanzboden mit drei Klammern für Notizen, Zeitschriften und sonstiges in A4, das nicht geknickt werden darf.

Jetzt ist die Ausstattung komplett. Neben meinem A5 Taschenbegleiter in Leder kam jetzt auch noch der A4 Taschenbegleiter aus Tanzbodenmaterial. Tanzboden ist ein Material, das speziell für den Belag von Balletträumen etnwickelt wurde und deshalb besonders strapazierfähig ist. Dennoch fühlt es sich erstaunlich gut an.

Zeitmagazin aber auch andere Zeitschriften passen perfekt. Ebenso ein Block und Klarsichtfolien (A3 mit Knick in der Mitte)

 

Die Verarbeitung ist wie auch schon beim A5 Exemplar tadellos. Ich habe auch diesen individuell zusammengestellt, diesmal innen mit Filz und einer an mich als

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Wie man sieht mit drei Innentaschen und für Linkshänder optimiert.

Linkshänder angepassten Aufteilung.

 

Er hat drei Klammern und eine große Tasche vorne für ein Klemmbrett oder einen Block.  Vorne deshalb, weil ich so als Linkshänder besser damit arbeiten kann!

Danke dem ganzen Roterfaden.de Team für die tolle Arbeit und den persönlichen Service.

 

Und auf das neue Klemmbrett bin ich schon gespannt!

Wer ein individuelles Geschenk sucht, oder wer sich intelligent organisieren möchte, ohne sich an starre Ringsysteme oder feste Bücher zu binden, dem kann ich Taschenbegleiter nur dringend empfehlen. Sie sind einfach etwas besonderes mit dem #hach Faktor.

Nie habe ich meine Zeitschriften so elegant transportiert wie jetzt. Zeitmagazin, Spektrum der Wissenschaft, Der Skeptiker, alle passen sie hervorragend in den Begleiter und werden durch die Klammer sicher gehalten, ohne dass sie irgendwie beschädigt würden.

 

 

 

 

 

Oben mit eigenen Lesezeichen, unten sieht man das Lesezeichen, das bei neueren Modellen mitgeliefert wird.
Auch die Zahl der Klammern lässt sich variieren. Oben mit 4 Klammerpaaren, unten mit drei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sascha Pallenberg und Gunter Dueck zur Zukunft der Arbeit

Sascha Pallenberg, den kennenzulernen ich die Freude auf der letzten re:publica hatte (remember St. Oberholz, Sascha) wurde auf der CeBit zu seiner Vision der Zukunft der Arbeit interviewt. Weitestgehend vertritt er die Thesen, die auch ich für relevant und wichtig halte. Es geht letztendlich in Zukunft um das Ergebnis, wir werden effektiver statt effizienter.

Und die wunderbare Anna Lena Schiller hat das ganze brilliant visualisiert:

Bildprotokoll von Anna Lena Schiller

Auch Gunter Dueck äußerte sich in ähnlicher Weise. Letztlich sehe ich die Zukunft sehr positiv, denn wie die beiden schon aufzeigen, es kann auch eine Befreiung sein, wenn wir mit Mut und Visionen daran arbeiten, anstatt dauernd nur die Angst vor der Zukunft herrschen zu lassen.
Es handelt sich um eine Kulturfrage und Vertrauen ist der Kern zu einer Zukunft in der wir glücklicher und freier arbeiten werden.
Die scharfe Trennung zwischen Beruf und Privat wird in der Zukunft verschwinden. Das Schlagwort dazu ist Work Life Integration und positiv gedacht, wird es viel mehr Lebensmodelle ergeben, da wir flexibler auch mit unserem privaten Umfeld werden umgehen können.
Speziell in der IT wird dieser Wandel früher beginnen. Die neuen Generationen der vernetzten Mitarbeiter fordern mehr Flexibilität, auch, weil ihr gesamtes Lebensumfeld viel flexibler und dynamischer werden wird, als wird das heute kennen.

Buchhülle reloaded, edel aus Filz

Etwas, das mich an Rucksäcken und Taschen, gerade als Fahrradfahrer schon immer störte. Selbst wenn man sein Buch dort tief und sicher verstaut, es wird doch herumgeschleudert und mit der Zeit sieht man Spuren.
Heute nun bei meinem Buchhändler entdeckte ich folgendes:

Buchfilz
Buchfilz, als Schutzumschlag für Bücher

Von außen eher unscheinbar, gearbeitet aus Filz bietet der Buchfilz durch die Grösse Platz für Bücher unterschiedlichster Dicke und Grösse.

Buchhülle
Buchhülle für Bücher verschiedenster Formate

Selbst grosse Bücher werden noch so sicher umfasst, dass ein Anstossen an den Buchrücken nicht passieren kann. Innen befindet sich eine Schlaufe, die man als Buchzeichen verwenden kann und ein Stifthalter mit beigefügtem Bleistift. Eine simple Idee, elegant umgesetzt und ein wie ich finde innovatives Weiterdenken des klassischen Schutzumschlags.

Was unsere Gadgets mit Fukushima zu tun haben

Seit den entsetzlichen Bildern geht mir ein Fakt nicht mehr aus dem Kopf. Wie weit ist Japan wirklich von uns entfernt. Wie viel Anteil haben wir an den Ereignissen?
Direkt möglicherweise recht wenig. Technologie ist ggf. in Fukushima verbaut, die von deutschen Ingenieuren bzw. Firmen stammt.

Aber es gibt auch noch den mittelbaren Anteil. Den, der sich durch unsere Lebensweise definiert. Wir werden immer mehr technologisiert. Gadgets durchziehen unseren Alltag. Und auch die Geschwindigkeit, mit der ein Gadget das andere ablöst, beschleunigt sich immer mehr. Wir leben mobil, wollen viel reisen und auch im Zielland auf unseren westlichen Lebensstil, inklusive allen technologischen Komforts nicht verzichten.

Das hat wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Viele derjenigen, die sich für nachhaltig halten, die ökologisch vernünftig leben wollen, kaufen dennoch Biogemüse, das um die halbe Welt gekarrt wurde. Oder sie pendeln jeden Tag von ihrem Niedrigenergiehaus auf dem Land 50km und mehr in die Stadt.

Aber auch diejenigen, die in der Stadt leben, leben deshalb nicht vernünftiger. Wie viele Autos sind eigentlich viel zu groß für den Bedarf des Stadtbewohners. Wer kann mir erklären, wofür ich in einer Großsstadt ein SUV brauche? Selbst jetzt sind die Schlaglöcher nicht so tief, dass man sie nur mit einem Geländewagen überwinden könnte.

Es ist sehr einfach, den Energiehunger der Welt zu beklagen. Aber wer ist schon so ehrlich, bei sich selbst anzufangen. Denn jedes Produkt, jeder Konsum geht einher mit Energieverbrauch. Und je mehr Luxus der Westen fordert, um so geringer ist die Chance, alleine mit erneuerbaren Energien kurzfristig die Atomkraft abzulösen.

Wir alle rufen laut nach dem Ende der Atomkraft. Aber der Lebensstil vieler Menschen sagt etwas anderes. Und auch der politische Wille ist beschränkt.
Jetzt tut die Bundesregierung so, als stelle sie alles auf den Prüfstand. Dabei weiss sie genau, in ein paar Monaten sind jedem die Kosten fürs Benzin und die Altersabsicherung, der Erhalt des eigenen Luxuslebens wieder wichtiger als die Hilfe für Arbeitssuchende Hartz IV Empfänger oder die Generation unserer Kinder, die mit unseren auch atomenergierelevanten Versäumnissen leben muß.

Sicher, wir brauchen eine Energiepolitik ohne Atomstrom.
Aber wir brauchen auch einen Lebensstil, der energieeffizienter ist und nachhaltiger. Und dazu gehört es auch, den Sinn des nächsten neuen Gadgets zu hinterfragen. Denn sicherlich ist ein Tablet PC eine tolle Sache oder das nächste, noch bessere Smartphone. Aber brauche ich es, oder will ich es?

Ich weiß wo von ich rede, auch ich gestehe, ich bin ein Gadgetfreak, der immer das neueste Gadget gerne hätte. Aber im Moment ist mir irgendwie die Neugier vergangen. Wenn ich nach Japan blicke werden die neuesten Meldungen zu Device XY ziemlich irrelevant.

Weltliteratur in 140 Zeichen

Nur 140, ein tweet, darin versteckt ein ganzes Werk. Ob das geht?

#twitteratur

Wers selbst versuchen will. Euer Lieblingsbuch twittern, in maximal 15 Tweets a 140 Zeichen und dem Hashtag #twitteratur.

Mehr dazu auf Welttwitteratur.de.

Meine Beiträge:

Vom Leben und Sterben, von Pestilenz und Feuersbrunst im London des 16. Jahrhunderts berichtet die Tagebücher von S. Pepys #twitteratur

Der Ring der knechtet geht auf Reise, verloren, gefunden und gestürzt ins lodernde Feuer werden kleine Hobbits grosse Helden #twitteratur

Das Internet als Gewissen und Protokollant der politischen Kaste

Was gerade sehr akut auffällt. Das Internet wird vermehrt als Ressource genutzt um der Politik den Spiegel vor zuhalten. Wahlkampfaussagen, Politikerreden, Recherchen von Fernsehmagazinen aus der Vergangenheit, all das wird wieder ausgegraben und belegt, dass vieles was heute im Angesicht der Fukushima Katastrophe plötzlich aus Angst vor der Wählerstimme vorgebracht wird, nichts als leere Worthülsen sind. Dass exakt diejenigen, die nun betroffen auf die Opposition zeigen und ihr Stimmungsmache vorwerfen genau das mit diesem scheinheiligen Moratorium tun. Wenn die drei Monate vorüber sind, UND die wichtigsten Wahlen, wird wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt, man will sich ja nicht die Atomlobby gegen sich aufbringen.

Die Politik ist durchschaubar geworden, und das auch durch das Crowdsourcing vieler, die alte Versprechen, alte Aussagen von Politikern wieder ausgraben und somit viele der aktuellen Betroffenheitsaussagen als das darstellen, was sie sind. Lügen und Fähnchen in den Wind drehen.

Von Lesebefehlen, Gutmenschendünkel und der Qualität von Twitter

Oh wie schnell kamen sie aus ihren Höhlen gekrochen. Diejenigen die scheinbar dauernd mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt laufen. Die immer an allem etwas auszusetzen haben.
Als das Beben in Japan begann und auch von einem Tsunami die Rede war ,ging ich sofort auf Twitter, um Informationen aus verschiedenen Quellen und aus erster Hand zu erhalten und auch weiterzugeben. Aber ach wie schnell waren jene da, gleich den Verdacht der Lust an der Katastrophe hatten. Die nur schlechtes bei denjenigen vermuten, die sich informieren wollen.
Klar, ich kann wegschauen, kann mir sagen, ist ja Japan, geht mich ja nichts an. Aber beklagen wir uns nicht dauernd gleichzeitig, dass wir wegsehen, wenn zum Beispiel in Afrika Menschen für ihre Rechte aufstehen?

Ich vertraue mittlerweile Twitter und den sozialen Medien mehr, wenn es um aktuelle Informationen geht, einfach, weil sie schneller sind, mehr Quellen verfügbar sind und gerade bei schnellen Ereignissen oft auch hilfreiche Informationen an die Beteiligten streuen.

Auch vor Twitter und Facebook haben wir uns schon vor den Fernseher gesetzt und fassungslos Unglücken zugesehen. Der Unterschied? Wir waren an wenige Quellen gebunden. Jetzt können wir selbst zur Verbreitung von Informationen beitragen, können uns aktiv informieren. Oder halt über andere meckern, und bei jedem gleich nur schlimmes vermuten.

Wir sollten uns vielleicht manchmal einfach das Gutmenschendenken schenken. Wer nicht über die Ereignisse in Japan informiert sein möchte, soll zur Zeit einfach die Medien nicht anschalten oder von mir aus mir nicht mehr folgen. Ich will wissen, was in Japan passiert. Zumal es direkte Auswirkungen auf die gesamte Welt haben kann.

Und nein, ich werde weder den polemisierenden AKW Befürwortern noch den AKW Gegnern im Moment folgen. Aber im Gegensatz zu Lesebefehlern und Gutmenschen will ich informiert sein.So objektiv wie möglich. Nur wer das Prinzip von Twitter noch nicht begriffen hat, kann das nicht verstehen. Aber offensichtlich gibt es sehr viele. Nur frage ich mich, was die dann überhaupt auf Twitter verloren haben.

Die Wiedergeburt des Journalismus

In seinem Artikel „Universalcode“ berichtet Wolfgang Michal über den Versuch von Christian Jakubetz, Ulrike Langer und Ralf Hohlfeld ein Buch „über den Journalismus im digitalen Zeitalter“ zu schreiben. Erste Leseproben sind bereits online verfügbar.

Die Ansätze klingen interessant und treffen recht genau das, was ich unter Berücksichtigung von neuen Medien, neuen Publikationswegen und den Chancen der neuen medialen Plattformen nicht als den Untergang sondern eine Wiederbelebung des Journalismus unter Einbezug des Lesers sehe. Verlage wie epidu oder epubli, Zeitungen wie „Der Freitag“ oder auch generell qualitativ hochwertige Blogs zeigen, dass der Journalismus nicht tot ist, sondern sich in einer Transformation befindet. Es wird neue Wege zum Journalismus geben, es wird neue Qualitätskriterien geben (Stichwort: Qualität gewinnt).

Wir beklagen den Abschied von einem Journalismus für den viele auf der anderen Seite schon lange nicht mehr zu zahlen bereit sind (die sinkenden Auflagen der Zeitungen zeigen das) andererseits haben Nischenmagazine, die mit Profil statt Populismus arbeiten (genannt sei hier nur „Landlust“, deren Auflagen im zweistelligen Prozentbereich wachsen) großen Erfolg. Und manch ein Journalist mutiert zwischendurch zum erfolgreichen Blogger (Herr Gutjahr sei hier nur genannt).

Was wir erleben ist eine Demokratisierung des Journalismus. Natürlich wird es hier auch negative Entwicklungen, schlechte Schreibe und populistische Artikel geben. Aber ebenso wie der Autor hier einfacher publizieren kann, kann auch der Leser einfacher, durch Wertung oder im härtesten Fall Ignoranz die Qualität bewerten.

Eine Vision, die ich für die Zukunft habe ist eine Plattform, die wie doyoo oder ähnliche Bewertungsplattformen eine Bewertungssystem für journalistische Beiträge und Autoren im Netz bietet. In Ansätzen entsteht das schon durch flattr. denn wer hier oft „geflattrt“ wird schreibt offensichtlich zumindest relevantes, evtl. sogar qualitativ gutes. Aber wir brauchen mehr Kriterien. Dann ist es denkbar, dass die Zeitung der Zukunft entsteht, die sich direkt aus journalistischen Beiträgen zusammensetzt unter Umgehung klassischer Strukturen.

Und nein, ich glaube nicht, dass der Beruf des klassischen Journalisten verschwinden wird. Aber es wird mit Sicherheit mehr ein Miteinander der „Community“ und der Journalisten entstehen. Nichts anderes passiert, wenn während der Revolution in Ägypten Handyvideos und Twitterbeiträge gleichberechtigt zu journalistischen Beiträgen in der Prime Time des Senders erscheinen. Nichts anderes passiert, wenn Leser in Zeitungen eine ganze Seite für eigene Beiträge erhalten oder eigene Artikel auf der Online Plattform erstellen können, (so zum Beispiel möglich bei der Wochenzeitung „Die ZEIT„)