Mein Kandidat für den „besten Vortrag“ der re:publica 2011, Gunter Dueck

Der Vortrag stellte das Konzept des Gesellschaftsbetriebssystems vor. Und er war wieder ein Highlight der Thumbs up big time Kategorie. Dueck habe ich noch kennengelernt, als ich als Gastwissenschaftler der IBM in der KI Forschung tätig war. Schon dort war er der Mann mit den querdenkenden Ideen. Und seitdem ist er einer der wenigen Vortragenden, dem ich quasi regelmässig lausche, wenn sich die Möglichkeit ergibt. Und auch seine Bücher sind empfehlenswert. Besides, ja, ich habe seine Tests gemacht. Bin INFJ mit leichtem Hand zu Asperger. Informatiker halt, wie er sagen würde.

Und eines habe ich gelernt: Es gibt eine ganz bestimmte Bezeichnung für die Form von Beratung, die man heute am häufigsten bekommt: „Flachbildschirmrückseitenberatung“

Einfach ansehen, und mal intensiv über ein paar seiner Thesen nachdenken. Er will nämlich genau dazu anregen. Wieder selbst zu denken.

re:publica Tag 3: Informationsfreiheit, Sonne und eine Bootsfahrt

Heute der dritte Tag der re:publica, eher ein Tag, an dem das Socializing mit meinen Followern und der Blogosphäre mein Thema ist, aber die Podiumsdiskussion zum Informationsfreiheitsgesetz finde ich dann doch spannend.
Nach dem Panel dann eine ausgiebige und sehr spannende Diskussion mit @e13kiki . Toll, dich getroffen zu haben und danke für extrem viele neue Impulse und Gedanken. Da werden sicher wieder einige neue Blogbeiträg entstehen. Du hast bereits leicht gärende Ideen in meinem Kopf an die Oberfläche gebracht.

Hier erst mal meine Live Blogging Notizen:

Tag 3: Diskussion 5 Jahre Informationsfreiheit

Das Gesetz bedingt nicht zwangsweise Informationsfreiheit. Aber durch das Gesetz muss jetzt nicht mehr die Herausgabe, sondern vielmehr die Nichtherausgabe gut begründet werden.

Aber Deutschland hinkt der Entwicklung sehr hinterher. 5 Bundesländer haben aber immer noch kein Gesetz, denn das aktuelle Gesetz gilt nur für den Bund…..

Hauptkritikpunkte: Ministerien verweigen den Zugang zu Unterlagen mit der Begründung „Regierungstätigkeit“ dieser Begriff kommt aber eigentlich im Gesetz nicht vor.

Zweites Schlupfloch Betriebs- und Geschäftsgeheimnis, denn kann immer angewendet werden, wenn Firmen beteiligt. Aber es ist sehr interessant, diese Infos z.B. bei Vergabeverfahren zu bekommen.

Wir lauschen im Friedrichstadtpalast einer Session

Ausnahmetatbestand zum Schutz fiskalischer Interessen

Sponsoring von Bundesministerien. Sommerfest des Verteidigungsministeriums z.B. von EADS gesponsort. Recherchiert von einem Stern Redakteur und eine wichtige Information, die es vom Pressesprecher nicht gegeben hätte. Er forderte Akteneinsicht nach Gesetz.

Spitzenempfänger von Agrarsubventionen Cateringabnehmer der deutschen Lufthansa, wenn sie an Bord Hähnchen essen, exportieren sie Agrarprodukte, ebenso bei Kaffesahne. Solche Dinge wurden erst dank Infomationsfreiheitsgesetz bekannt. Wichtig für politische Diskussionen.
Aber die Veröffentlichung wurde erst durch eine Klage realisiert.

Ein zentrales Problem ist die lange Verfahrensdauer, es muss erst nach 1 Monat geantwortet werden. Zentrales Problem ist auch das Prozessrecht, das die ganze Informationsbeschaffung sehr verzögern kann.

Wichtig ist auch, dass die Bekanntheit des Gesetz erhöht wird, gerade in der Bürgerschaft. Es könnte auch für regionale Projekte relevant werden.

Was auch geändert werden muss sind die juristischen Hürden für Körperschaften und Personen, die nicht die finanziellen und zeitlichen Ressourcen für einen langen Klageprozess haben.

Es ist auch eine gewisse Verantwortung für Institutionen und Medien, die es sich leisten können Musterprozesse zu führen, um die Auslegung des Gesetzes zu klären und ggf. den Prozess für die Mehrheit zu vereinfachen.

Open Data ist zumindest im Bereich der einfach verarbeitbaren Daten sehr wichtig. Ein Dokument im TIF Format ist sehr schwer auszuarbeiten.
Schaar fordert sogar, dass bestimmte Realtime Werte sofort im Netz bereitgestellt werden. Auch so kann nämlich Open Data aussehen. Es ist wichtig, die Dokumente remixen zu können um ggf. auf Unregelmässigkeiten zu stossen.

Es gibt kein offensives Bekenntnis der Bundesregierung zum transparenten Umgang mit Information. Portale für Daten wäre relevant. Es muss eine zentrale Stelle geben, die Daten einfach und für alle automatisiert bereit stellt.

Open Data muss nicht zwangsläufig dem Datenschutz widersprechen.

Spannend wird sein, wie lange die grüne Regierung in BW braucht, um das Gesetz zu etablieren…

Wir brauchen ein Bürgerportal für Daten des Bundes.

Vortrag 3: Erfolgversprechende Geschäftsmodelle im Filesharing-Zeitalter

Veränderungen des technologischen Marktumfelds
Träger immaterieller Güter nicht mehr physisch.

Wirtschaft ist Management knapper Güter

Z.B. Konzerte, Lesungen
Zugang zu kreativem

Auch künftig wird sich nicht alles kopieren lasen

protection is in the business modell , not in the technology

Kevin Kelly sagt, folgende Dinge werden immer knapp sein

Auffindbarkeit
Authentizität
Geschwindigkeit
Interpretation
Patronage
Personalisierung
Verkörperung
Zugang

Beispiele:
Crowdfunding Musopen

Pay what you want

Zugang und Verkörperung: PaperC Books out of the cloud

Ein grosser Mehrwert ist Personalisierung

Dann noch die Schifffahrt auf der Spree (fff overload), die auch Dank der Mädels und Jungs der ZDF Onliner Fraktion ausgesprochen lustig war. Ein brillianter Vortrag beendete dann die re:publica 2011 und ich kann nur sagen. DANKE, danke für eine tolle Orga, nette und freundliche Helfer und dafür, daß meine Bloggerbatterien wieder kräftig für die digitale Diaspora aufgeladen wurden. Bis zur re:publica 2011, i will re:turn .

Zum Abschluss noch mit meinen wirklich genialen, brillianten, liebenswerten und einfach super Kollegen einen schönen Abend beim Italiener verbracht. Dann noch Partytime und jetzt falle ich dann gleich erschöpft, ausgebloggt, müde aber sehr sehr glücklich ins Bett. Re:publica rulez… Bloggercontent #ausgruenden

Mein Tool der re:publica 2011 – myTaxi und der Taxizentralen Shitstorm ist im Anmarsch

Die MyTaxi app ist für mich die im Moment brillianteste Taxiruf App für IPhone und Android

UPDATE Januar 2012: Jetzt scheint den Taxizentralen bewußt zu werden, dass MyTaxi eine echte und gute Konkurrenz ist. Prompt schiessen sie mit unfairen Mitteln gegen MyTaxi: netzwertig.com hat recherchiert und festgestellt, dass die in letzter Zeit (Ende 2011) auftretenden vermehrten negativen Kommentare oft von derselben IP kommen und sich in den Texten selbst ähneln. Sollte das wirklich stimmen, wäre das einen Taxizentralenshitstorm wert. Denn ich bin auch nach mehrfachem Einsatz von MyTaxi immer noch hochzufrieden.

Manchen Tools bekommt man just in time.
Als Abendprogramm des zweiten re:publica Tages hatte mich Sascha Pallenberg zum INVITE only: Netshelterhaus tech influencer event eingeladen. Eigentlich hätte er quasi ums Eck vom Friedrichsstadtpalast stattgefunden, wenn, ja wenn nicht die Außenministerkonferenz ein Verkehrschaos in der gesamten Innenstadt ausgelöst hätte. Also mussten wir aufs Sage Restaurant in Berlin Kreuzberg ausweichen. Ich hatte zwar schon eine Taxi App, die aber gerade nicht installiert war.

Also flux danach gesucht und hoppala, stieß ich auf MyTaxi. Die Bewertungen klangen sehr vielversprechend, doch was ich dann fand, ist einfach genial. Man kann wirklich von einer Social Media Taxiruf App im besten Sinne des Wortes sprechen. Taxifahrer können sich bei dem Dienst registrieren ebenso wie Kunden jeweils mit Name und Smartphone Nummer.

Im Taxiradar sieht man in realtime die Taxis in der Nähe.

Suche ich nun ein Taxi, werfe ich die App an,lasse mich lokalisieren und rufe ein Taxi. Jetzt geschieht das eigentlich geniale. Die App sucht registrierte Fahrer in der Nähe, nennt mir Name des Taxifahrers und immer aktuell die noch verbleibende Zeit, bis das Taxi bei mir ist. Die Buchung erfolgt direkt zwischen Taxifahrer und mir, keine Taxizentrale dazwischen. Somit bezahle ich NUR Den Taxifahrer, damit ist sein Gewinn größer und ich bezahle wirklich nur denjenigen, der mich fährt und nicht noch eine Telefonzentrale mit 😉
Auf einer Landkarte (anschaubar unter :http://map.mytaxi.net/map.php?city=berlin)
kann ich alle Taxis in Berlin sehen, die diesen Dienst nutzen und die ich im Prinzip rufen kann.

Nach Abschluß der Fahrt kann man Fahrer und Fahrzeug bewerten.

Sollte beim Taxi etwas dazwischenkommen, kann der Fahrer mich anrufen, gleiches gilt für mich. Und nach der Fahrt kann ich sowohl Fahrer als auch Taxi auch noch bewerten. Eine absolut brilliante Lösung und wirklich sehr empfehlenswert.
myTaxi gibt es in Hamburg, Köln, Bonn und München. Ab April in Berlin und ab Mai in Frankfurt und Stuttgart.

Mehr unter http://www.mytaxi.net/

 

re:publica Tag 2, Bloggers Notes

Heute morgen #webicity Frühstück unter mit vielen anderen Social Media Geeks, Experten, Usern, Technikleuten zum Thema Social Media im Unternehmen. Viele neue Erkenntnisse und gute neue Kontakte. Dann wieder rein in die Sessions, beginnend mit Social Media Measuring, was allerdings komplett überlaufen war, dafür aber umso kontroverser. Hier die ersten Notizen. Auch für Tag 2 gilt. Erst findet ihr hier meine „Raw notes“ die ihr verwenden dürft, wie auch immer ihr wollt. Ich werde selbst nach der re:publica dann nochmal zusammenfassend meine Erkenntnisse und Kommentare zu einzelnen Sessions posten.

Also los, here is the raw stream of information:

Vortrag 1: Social Media Measurements – AG Social Media

Social Media wird mit Indikatoren gemessen (noch), die gar nicht zum Medium passen.
Werbung in Social Media ist eigentlich keine Werbung, oder darf keine sein.
Menschen sind auf Produktforen, weil das Produkt sie interessiert.

Währung des Social Media, entwickelt durch Social Media AG sm-ag.de
Kontakt wird in Deutschland anders gemessen als im Rest der Welt. Zählpixel der IVW… Grundlage der Währung aber komplett kontraproduktiv für Social Media.
Telefoninterviews helfen noch gerade so für grobe Measurements aber heruntergebrochen auf Content wird es sehr problematisch. Social Media ist in dieser Beziehung zu granular, es interessiert z.B. die Reichweite eines einzelnen Posts.
Panels als Weg für Measurements.
Reichweite der Seite durch Pixels. Danach aber, Reichweite in der Konversation. Wird gepostet und geantwortet? reichweite zweiter Ordnung….
Das wichtige ist die Beobachtung der Kommunikation, nicht des Postings an sich.
Messung des Wertes der Person in Social Media.. Bin ich ein Influencer???

Jetzt heisse Diskussion wie zum Beispiel viel negativer Zugriff noch sinnvoll bewertet werden kann.

Vortrag 2: Wir sind Urheber Till Kreutzer

Die Mehrheit im Saal hält das aktuelle Urheberrecht nicht mehr für geeignet, der Referent auch. Die Digitalisierung und das Internet haben die Anforderungen grundlegend verändert.

Kreativität verändert sich in Richtung einer Remix Culture

Kreativität entsteht heute mehr und mehr auf Grundlage schon existierender Schöpfung

Fremde Werke als Basis für etwas neues.

Alle kreativen Inhalte ständig und überall verfügbar.

Es entstehen völlig neue kreative Techniken und alte werden weiterentwickelt

All rights reserved widerspricht dem Remixing Prinzip

Wir verändern Kreativität weg von der individuellen hin zur kollektiven Kreativität. Das Schaffen eines Werkes wandelt sich vom one to many zu einem many to many. Alle machen mit…

Die neue Generation nutzt, was verfügbar, dass es rechliche Konventionen gibt, wird nicht verstanden und/oder nicht akzeptiert, dadurch massenhafte Verstöße. Nicht befolgte Rechte sind aber kontraproduktiv und insofern überholt.

Nach Kreutzer steht das Urheberrecht vor einem Kollaps und muss eu gedacht werden. Anstelle grosser Reform nur kleine Kosmetik

Im Prinzip stehen wir im Moment an der Position „Urheber sind Verbrecher“ nicht Raubkopierer sind Verbrecher“

Wer kreativ tätig wird, begeht meist Urheberrechtsverletzungen, wenn er veröffentlichn will.

Beispiele:

Campbell Dosen von Andy Warhol….
Ebenson Mickey Mouse

Bunnies do Scream von Misterlingo

Sampling von Musik verschwand wegen einer Urheberrechtsklage…

Das geltende Urheberrecht trägt den gesellschaftlichen Wandlungen nicht ausreichend Rechnung

Das Recht ist zu kompliziert, setzt zu viele Hürden.

Das widerspricht den Interessen der Allgemeinheit, der Infovermittler und der Urheber selbst.

Das Gros der Urheber profitiert überhaupt nicht von einer Ausweitung des Urheberrechts. Die meisten Urheber übertragen ihre Rechte sowieso an einen Verwerter.

Die einzigen, die vom aktuellen Urheberrecht profitieren, sind die Verwerter NICHT die Urheber!!!!!!

Wir brauchen ein Urhebervertragsrecht um die echten Urheber zu schützen und den Zwang zur Abtretung der Urheberschaft abzumildern.

Behauptung, Urheberrecht schafft Anreiz zum kreativen Schaffen ist widerlegt. Sie Open Source, Social Media, Web 2.0

Der Schutz von Geschäftsmodellen ist NICHT Aufgabe des Urheberrechts!!

Wir brauche endlich eine Debatte um ein gänzlich neues Urheberrecht. Wir alle sind Urheber und daher eine Anpassung

Handlungsempfehlungen:

Legalisierung von digitalen Kulturpraktiken der remix Culture durch neue Richtlinie auf eu Ebene

Orientierung an der amerikanischen „Fair Use Doctrin“

Perspektivisch. Die Fehler sind systemimanent, wir brauchen einen ganz neuen Ansatz!

Schaffung eines regulatorischen Rahmens, der alle Interessen gleichwertig berücksichtigt.

Verwerter UND Urheber müssen gleichberechtig sein!

Vortrag 3: Daniel Domscheit Berg: Openleaks

(Wikileaks reloaded)

Whistleblowing has great social potential, and it is needed more than ever cause many things happen in secrecy but we need to know.
But it is more than just cablegate. Its not only about big releases but even more the small ones. Corruption in small towns, small cooperations are as important as the big ones…

It is a very responsible topic to deal with

Cause you have raw information without an editorial process so you have to make sure it is authentic AND true.

This dictates the rules…..

Thus it requires a lot of ressources with ethics, standards, expertise and scalability

The important thing, the ressources are available now!!

We have to use them efficient, not reinvent the wheel.

Basic Lessons:
Leaks require context!
Its not our community it is the normal tv watcher that needs to know.
We need projects to join in and spread the word. But they face the exclusivity dilemma, they only publish if they do it exclusive.

The distribution of leaks is just a service. No political agenda no target to reach. Just a delivery service.

The service must be neutral as much as possible.

Power corrupts so we need standards, clear roles and responsibilities.

Such an endeavour requires basic funding…..

OpenLeaks offers something similar to a digital dropbox, you can an anonymously deliver data.

It must provide security for the source as well as the partners

NGOs, media and alike entities must have access to it unrelated to the financial ressources they have.

The problem is about the operational costs

So the idea is shifting part of the costs to the cooperating partners.

Openleaks creates a community of entities with sometimes conflicting interests.

The idea is providing basic security but also synergy effects

The toolbox provided consists of

secure document submission system
flexibly adaptible to the needs of partners
Synergy by sharing documents within the system
as decided by source

Tools for secure document screening, verification and analysis
and collaboration

read/write for partners to receive and publish
read only for some more to publish

OpenLeaks will enable anonymous sources to submit info secuerly to about 100 different orgas.

50:50 split of partners and ngos.
Document flow and distribution can be defined by the source.

The alpha will be launched with our first set of six partners

The public will have a say in the final partners compilation Openleaks wants to work with partners the community trusts.

Vortrag 4:
Some news about flattr
Flattr in different languages
you will be able to flattr anything in may

You can directly flattr but it will stay anonymous

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Nachmittag
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Vortrag 5 Gunter Dueck Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Der Vortrag ist eigentlich fast nicht notierbar, da eine amüsante Tour de Force durch diverse Themen.

Aber er beginnt mit Themen rund um Copyright, als „Opfer“ allerdings nicht ernsthaft

Das wertvolle könnte im Internet stecken und nicht in unserem Kopf (Wissen ausgelagert)

In Sackbahnhöfen gibts wenigstens Internet

Die Wohngebiete ohne Internet werden unattraktiv, ebenso die Wohngebiete

Wir brauchen nicht MBit sondern jetzt schon #GBit damit die neuen Techniken überhaupt implementiert werden können.

Infrastrukturen des Staates

Bankberater: Ich will diesen Aktienfond…. Aber wir haben nen hauseigenen

Industrialisierung der Berufe
„IQ“ ist im Internet!

Wissen wir mehr als ein „frisch Gesurfter“?

Industrialisierung der Dienstleistungen kostet gute Jobs

Wanted: Professionals mit EQ, Energie, Verkaufstalent, Sinn für Sinn und Attraktivität, Liebe zum Kunden

Flachbildschirmrückseitenberatung

Die Welt scheidet sich in Professioals und Unprofessionals

Lehrer müssen in Zukunft nicht mehr Kästchenrechnen sondern Pädagogik können…

Wir brauchen keine normale „Amateuerintelligenz“ mehr.
Die neuen Intelligenzen werden wichtiger.

Maximal 1/3 ist professionell. Es liegt daran, dass sie sich „komisch benehmen“.

Das nächste Zeitalter geht nicht mehr um Wissen sondern um andere Skills.
Professionalisierung bedeutet „Persoenlichkeitserziehung!!“

Wir sind der neue „Durchschnitt“ wir müssen die Führung übernehmen!!

Vortrag 6: Panel Medienkompetenz

Lernen für die Gesellschaft der Zukunft

Gute Diskussion aber eigentlich waren nur moderne Lehrer da und nicht diejenigen, die eigentlich gehört hätten werden müssen.

Vortrag 7: Übermorgen.tv

Der Sixtus präsentiert die neue Konzepte des ZDF wie der Elektrische Reporter reloaded.

Der elektrische Reporter war ein Konzept, um aus der Unterhaltung mit intelligenten Menschen einen Beruf zu machen.

der Reporter ist unter der creative commons license… Remixing wenn nicht kommerziell ist erlaubt.

Netzpolitik, Kultur etc. wird eingehen in den elektrischen Reporter

Hyperland und elektrischer Reporter bestehen weiter. Hyperland als Blog der Heute Seite.

Elektrischer Reporter auf ZDF Info, im Blog, im Netz, auf YouTube

Der elektrische Reporter / ZDF Kulturkanal wird ihn in „Marker“ einbauen.

Das kleine Fernsehspiel, neues Projekt: Wer rettet Dina Foxx als crossmediales Format über alle Medienkanäle hinweg.

Leider viel Werbung, wenig Diskussion eher Werbung zu den neuen Formaten.

Abends dann noch mit dem Taxi zur Invite only : NetSchelterhaus Tech Influencer Party ins Sage Restaurant. Ausgesprochen delikates Essen, sehr gute Gespräche und neue Kontakte. Danke Sascha für das Soziale der Media 😉 Für die Hin- und Rückfahrt nutzte ich Taxis, die ich mit der neu für Berlin verfügbaren App MyTaxi buchte, einer App, über die ich morgen nochmals getrennt bloggen werde.

OpenLeaks will enable anonymous sources to submit info secuerly to about 100 different orgas.

50:50 split of partners and ngos.
Document flow and distribution can be defined by the source.

The alpha will be launched with our first set of six partners

The public will have a say in the final partners compilation Openleaks wants to work with partners the community trusts.

Vortrag 4:
Some news about flattr
Flattr in different languages
you will be able to flattr anything in may

You can directly flattr but it will stay anonymous

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Nachmittag
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Vortrag 5 Gunter Dueck Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem

Der Vortrag ist eigentlich fast nicht notierbar, da eine amüsante Tour de Force durch diverse Themen.

Aber er beginnt mit Themen rund um Copyright, als „Opfer“ allerdings nicht ernsthaft

Das wertvolle könnte im Internet stecken und nicht in unserem Kopf (Wissen ausgelagert)

In Sackbahnhöfen gibts wenigstens Internet

Die Wohngebiete ohne Internet werden unattraktiv, ebenso die Wohngebiete

Wir brauchen nicht MBit sondern jetzt schon #GBit damit die neuen Techniken überhaupt implementiert werden können.

Infrastrukturen des Staates

Bankberater: Ich will diesen Aktienfond…. Aber wir haben nen hauseigenen

Industrialisierung der Berufe
„IQ“ ist im Internet!

Wissen wir mehr als ein „frisch Gesurfter“?

Industrialisierung der Dienstleistungen kostet gute Jobs

Wanted: Professionals mit EQ, Energie, Verkaufstalent, Sinn für Sinn und Attraktivität, Liebe zum Kunden

Flachbildschirmrückseitenberatung

Die Welt scheidet sich in Professioals und Unprofessionals

Lehrer müssen in Zukunft nicht mehr Kästchenrechnen sondern Pädagogik können…

Wir brauchen keine normale „Amateuerintelligenz“ mehr.
Die neuen Intelligenzen werden wichtiger.

Maximal 1/3 ist professionell. Es liegt daran, dass sie sich „komisch benehmen“.

Das nächste Zeitalter geht nicht mehr um Wissen sondern um andere Skills.
Professionalisierung bedeutet „Persoenlichkeitserziehung!!“

Wir sind der neue „Durchschnitt“ wir müssen die Führung übernehmen!!

Vortrag 6: Panel Medienkompetenz

Lernen für die Gesellschaft der Zukunft

Gute Diskussion aber eigentlich waren nur moderne Lehrer da und nicht diejenigen, die eigentlich gehört hätten werden müssen.

Vortrag 7: Übermorgen.tv

Der Sixtus präsentiert die neue Konzepte des ZDF wie der Elektrische Reporter reloaded.

Der elektrische Reporter war ein Konzept, um aus der Unterhaltung mit intelligenten Menschen einen Beruf zu machen.

der Reporter ist unter der creative commons license… Remixing wenn nicht kommerziell ist erlaubt.

Netzpolitik, Kultur etc. wird eingehen in den elektrischen Reporter

Hyperland und elektrischer Reporter bestehen weiter. Hyperland als Blog der Heute Seite.

Elektrischer Reporter auf ZDF Info, im Blog, im Netz, auf YouTube

Der elektrische Reporter / ZDF Kulturkanal wird ihn in „Marker“ einbauen.

Das kleine Fernsehspiel, neues Projekt: Wer rettet Dina Foxx als crossmediales Format über alle Medienkanäle hinweg.

Leider viel Werbung, wenig Diskussion eher Werbung zu den neuen Formaten.

Abends dann noch mit dem Taxi zur Invite only : NetSchelterhaus Tech Influencer Party ins Sage Restaurant. Ausgesprochen delikates Essen, sehr gute Gespräche und neue Kontakte. Danke Sascha für das Soziale der Media 😉 Für die Hin- und Rückfahrt nutzte ich Taxis, die ich mit der neu für Berlin verfügbaren App MyTaxi buchte, einer App, über die ich morgen nochmals getrennt bloggen werde.

re:publica Tag 1: Von der „Digitalen Gesellschaft“ und was bisher geschah

12. 04. 2011 Ankunft bereits am Mittwoch, nach einer amüsanten Zugfahrt mit @mahrko und @alipasha. Das Hotel ist gut, allerdings geheizt, als wolle man daraus eine Sauna machen. Erst mal einchecken und dann auf zum St. Oberholz zum Vorglühen und einer Diskussionsrunde darüber, wie die Netzpolitik im Ausland gesehen wird. Es entwickeln sich sehr spannende Diskussionen über Netzneutralität, die Zensurbestrebungen der EU und von Frankreich, die mit Hadopi ein ziemlich zwielichtiges Gesetz inthronisiert haben. Einen ganz großen Dank an Jérémie Zimmermann, der uns einen sehr guten Überblick über die momentane Situation in der EU gab, was Themen wie Netzneutralität, Zensur und Copyright angeht. Meine Quintessenz, ich muss mich sehr viel stärker mit ACTA beschäftigen, da dort etwas instanziiert werden soll, das in dieser Form hochgradig problematisch ist.

13.04.2011: Aufstehen, Rucksack packen (3fach Steckdose ja nicht vergessen) und dann los zu Tag 1 der re:publica. Die Tore öffnen um 09:00 Uhr für den Checkin

Ab hier meine Live-Notizen aus den Vorträgen, sie werden später noch um eigene Gedanken und Erkenntnisse aus Gesprächen am Rande der re:publica ergänzt.

Live blogging Notes:

Vortrag 1: Design Thinking

Design will auch Dinge verbessern…
Hackfwd – Plattform für die Firmengründung
Design muss sich stets am Menschen orientieren, Design das der Mensch nicht anwendet, weil es besser ist ist sinnloses Design.
Hyperbewusstsein über Probleme dieser Welt.
reset (Plattform)
innocentive.com Innovationsplattformen

openideo als Innovationsplattform für soziale und Umweltthemen
Integration von Ideen ist nicht crowdsourcingtauglich, aber die Bewertung funktioniert.

Geld ist nicht der richtige Motivator
„Buchtitel->DRIVE“
Das Incentive beeinflusst die Motivation

Design Quotient

Vortrag 2: Anonymous

Sources are Trolling sort of crowd sourced distribuded trolling and hacking
Two main targets, Scientology and Wikileaks defence. (starting with pirate bay before wikileaks but shifting
Auch in Tunesien war Anonymous aktiv, um den Menschen zu helfen, sich zu schützen!
„Ebenfalls in Ägypten aktiv. If the government shuts down the internet, shut down your government.

„Some rise by sin and some by firtue fall.“ Shakespeare
Look for the lulz
Annonet and AnonOps
Even Anonymous has certain fundamental ethics regarding violence.
Anti leader, anti celebrity attitude of anonymous. The problem is with concentration of power. Its sort of an ethic of anonymous
There is no leader, there is no one famous

Anonymous is a good example on how to build a political gateway to take action other than the traditional way, anyone can do a part in the process, according to the talents they have.
But it is a very non buerocractic way to take action and anyone can join.

We need sort of a code a lingua franca that even connects the generations.

Vortrag 3: Schwärme und Web2.0
Schwärme von Internetnutzern können neue Orientierung bieten.
Schwarmstrom.
Lichtblick seit 13 Jahren.

Märkte sind Gespräche
Aber viele Unternehmen lassen nicht mit sich reden

Blog bei Lichtblick, ist frei für die Mitarbeiter und Kommentare werden ungefiltert freigeschaltet.

Kunden definieren Marken und zwar im Web-Gespräch (Urteil der Kunden prägt die Marke stärker als die Werbung)

Wirtschaftlicher Erfolg basiert auf Glaubwürdigkeit

Aber nur wer Ökonomie und Nachhaltigkeit glaubwürdig konsequent verbindet ist es auch.

Parallel zur Demokratisierung durch Web 2.0 demokratisiert sich die Energieerzeugung

Intelligentes Energiemanagement ist entscheidend für die Energiewende

Aber „Smart Energy“ ist heute oft nur ein Marketing-Gag

Lichtblick hat mit SchwarmStrom aus ZuhauseKraftwerken intelligente Energie etabliert

Und:Das Konzept funktioniert schon heute.

2 Atomkraftewerke = 100000 Zuhause Kraftwerke. Dabei sehr hohe Energieeffizienz

Web 2.0 kann die Energiewende kritsch begleiten
Und vor allem: beschleunigen

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Nachmittag
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Vortag 4: Modern revolutions are digital revolutions
Africa: Tunisia, Egypt and Libya – A signal for the whole of Africa?

Social Media is something, governments do not really understand, cause it publishes without censorship and reaches to the whole world.

The power is there cause those are normal people, thus a mass movement.

A movement needs a way of free communication, and those plattform made communicating very easy.
Self organizing in the real world can be organized informally by social media through different people from all walks of life.
Social media can also be used to spread hat and bad informations.

They are just a medium for the transport. Its the people that make the difference.

The role of AlJazzera varies from country to country. It depends on what the people can see?.
Mobile internet is a very important factor expecially in developing country.

Its a new way of getting in touch with people far away which would never been possible without mobile internet

Environmentalist view, look at civil societies as the source of revolutions, the power to use the tools is just a part of it.

Governments are often out of touch with the reality of the „normal people“, the citizens.

It is the interconnection with people all over the world that makes the difference. People all over the world supported the revolutions way before their governments did.

It is also about the link between the revolutions taking place and the „outside“ countries spreading the word.
It was also a revolution of the young, turning of the internet was like a signal for even worse to come.

Censorship is very dangerous
After the revolution the most important is to keep „things“ running to make sure, there is money to actually realize the change to have the finanical ressources to pay for the transition.

It is also important to recognize the educational issue of informing the „western world“ about what is going on in the countries under dictatorship and to create a web of support.

(Check the blogger from lybia who won the blog award)

Best of Blog Website

Vortrag 5 Collaborative consumtion

We all hyperconsume
and we design for the dump, isn’t that stupid

All our gadgets are destined to be dumped
BUT this is unsustainable
and we have a rise of self-storage… nooo, i maybe can use it one day.

Germans are not as ill as americans are but we are getting better/worse.

The things we own in the end own us.

Collaborative consumption is about sharing the tools we own. Do you really need all the gadgets every day?
Reduce, reuse, recycle…we all know the recycling sign.
re:duce
re:use
re:cycle
100 items or less??

I will eliminate a large part of stress in my life and I will truly cherish the few things that i own.
Kelly Sutton, Cult of less.

We have to rethink our relationship to material posessions.

Just enough is more.

For many tools its not about owning but using.

Access is often better than ownership.

Do you really need your OWN printer?

There are several services as NeighboorGoods Zipcar CouchSurfing Velib mitfahrgelegenheit.de

Only the few things you use every day should be valuable high quality, the rest, do you really need it?

What do you own which has „idle capacity“ meaning big times of not using it.

If you have two couches couldn’t you share one (couchsurfing)

Design Challenges!!!

Multiple sim cards…can we personalize other objects?? Sharing something personalized??

Diversify Libraries

Open layers: give the raw data and create open Layers. Objects that are easily remixable.

Modular objects, you can take parts away and replace them.

Reconfigurable spaces. A room that can be a bedroom, a kitchen a living room?

Create things that become better through usage. Value trough use?

Get excited and make things.

Vortrag 6: Global Voices

Its a platform to spread information from different blogs in different countries and different languages.
Its what is happening in the world through the eyes of bloggers and Twitterers.

It is about the real story of what mass media show us. Inside jokes, topics that are not always serious but helpful.
The KFC Story shows that a single Blogger can make a change in the way we view another culture.

Twitter can change the view on politicians. The Twitter commentaries on Ghaddafis insane speeches where humorous but also a relief and a way of bonding with each other.

Global Voices focuses on the topics the blogosphere in a special country regards as important. Global Voices is more about translating and spreading than about reporting.

Sometimes its the media that does not care about what bloggers are reporting from the area where bad things happen.

My own opinion: Journalists should not only bash the social media as long as they themselves do only care about the top stories. Bloggers inform about stuff, we in some cases do not report at all.

We need to read about the world, not only about our little area of interest. Bloggers have also the possibility to share in between countries to spread inportant information first hand, unfiltered realistic.

Another issue for a blogging article: What is also important in Japan. Do not forget the people left homeless without a real future after the quake!

Rising Voices is another website to assist new blogging projects.

It is not about the amount of bloggers in a country. Even one Blogger can spread the word to the world and help a movement grow

Important support also takes place to citizen information projects that inform for example about corruption.

Threatened Voices is about crowd sourced information collection on threads and arrests of bloggers…

Global Voices Advocacy follows sentenced bloggers in different countries. We have the luck speak free. Others can’t. We need to help them…

Vortrag 7: Sharing vs Copyright

Ergänzend zu den Notizen vom Vortag.

Wir müssen uns ernsthaft die Frage stellen, ob wir das Internet evtl. ein zweites Mal „entwickeln“ müssen, da im Moment die Infrastruktur des Internets in den (kommerziellen) Händen der großen Internet Provider liegt. Wir haben das Netz bereits ein Mal gebaut. Wir können es auch ein zweites Mal bauen (Freifunk etc.)

Sind junge Informatiker Weicheier? Ich sage NEIN! Aber menschlicher.

IT-Nachwuchs taugt nicht für Führungsjobs: Titelt die Computerwoche und zitiert eine eine Langzeitstudie der Eligo GmbH.
Angeblich wären die Informatiker eher extrinsisch motiviert durch ein gutes Gehalt und scheuten Macht oder Konflikte.

Das kann sein, ich vermute aber eher, dass die jungen Informatiker einfach die Schnauze voll davon haben, Familie und Freunde für eine unsichere Karriere zu opfern, die weniger auf fachlichem Wissen als auf Küngeleien und Grabenkämpfen zwischen Managern beruht. Könnte es nicht auch einfach sein, dass die junge Generation erkannt hat, dass das Management der Vergangenheit viele zu opportunistischen Karrieristen gemacht hat, die ihre Freizeit und ihr Familienleben für die Karriere opfern um dann doch irgendwann durch einen neidischen oder konkurrierenden Managementkollegen rausintrigiert zu werden?

Wir haben doch alle gesehen, wohin uns die bisherigen Managements gebracht haben: In eine große Finanz- und Wirtschaftskrise, die uns alle fast ruiniert hätte. Und da sollen die jungen Hochschulabsolventen bereit sein, gerade so weiterzumachen wie bisher? Schlau sind sie sage ich, dass sie Familie vor Karriere, soziales Verhalten vor Konkurrenzkampf stellen. Nicht die jungen Informatiker sind das Problem sondern die alten Betonköpfe in den oberen Etagen, die auf ihresgleichen warten, obwohl gerade ihr System gnadenlos versagt hat!

Ich wage zu behaupten, dass wir endlich wieder eine Generation haben, die nicht ein Leben auf Kosten anderer führen will, der soziales Verhalten wieder wichtiger ist als Karriere um jeden Preis. Sie haben schliesslich selbst erlebt, welchen Mist die Generation vor ihnen gebaut hat. Selbst die Computerwoche vermutet anderes, als die Studie suggerieren will: Zitat “ Dazu gehört, dass Macht als Anreiz immer unwichtiger wird. Vor allem junge IT-Frauen legen darauf kaum Wert (33 Prozent), während Familie immer wichtiger wird (64 Prozent). Auch unter IT-Männern rangiert die Familie vor der Macht.“ Jap, genau, denn die Familie IST wichtiger. Und das eigene Leben, und zwar hier und heute, nicht erst wenn die Karriere abgeschlossen und die Gesundheit ruiniert ist.

Ich merke das bei mir bei meinem Arbeitgeber sehr gut. Dank flexibler Arbeitszeitmodelle, Pflegezeit für pflegebedürftige Angehörige, einer zielorientierten Vergütung, die aber über alle Arbeitnehmer errechnet wird herrscht bei uns eine hohe Zufriedenheit und eine geringe Fluktuation. Gerade im angeblich kommenden „War for Talents“ kann auch so etwas der entscheidende Faktor werden.

Was motiviert die Crowd? 5 Punkte, die eine Crowd erfolgreich machen.

Gerade hat wieder eine TV Sendung über „Die Macht der Crowd“ berichtet. Dabei ging auch „Neues“ der Frage nach, warum nehmen Menschen an einer Crowd teil.
Leider wurde auch hier nur die Motivation der „Crowd“ betrachtet. Ich denke aber, es geht vielmehr darum, warum eine Teilnahme durch ein Individuum stattfindet. Das kann nicht alleine durch die Anziehungskraft der Masse erklärt werden. Vielmehr denke ich, es gibt einige wichtige Faktoren, die dazu beitragen, ob ein Crowdprojekt interessant wird, oder warum es verschwindet:

1) Das Thema:
Es muss sich um etwas handeln, das auch viele Menschen anspricht: Die Hilfe in einer Notlage (Haiti), die wertvolle Hilfe im Kampf gegen Krankheiten (malaria@home) oder den Klimawandel (climateprediction@home)

2) Die Wertschätzung des Einzelnen:
Auch wenn ich Teil einer Crowd bin, will ich das Gefühl haben, nicht einfach nur ein unbedeutender Teil einer Masse zu sein. Das kann eine Wertung meiner Teilnahme durch ein Punktesystem sein, verschiedene Auszeichnungen (z.B: das Erreichen eines bestimmten Levels in einem Spiel) oder auch besondere Belohnungen wie z.B. bei Kickstarter, wo man evtl. ein Produkt sehr früh oder mit persönlicher Widmung bekommt. Übrigens ist es ein großer Irrtum anzunehmen, nur durch einen monetären Gewinn liesse sich zu einer Teilnahme motivieren. Gerade Crowdprojekte mit einem gewissen ethischen oder wissenschaftlichen Anspruch könnten sogar darunter leiden, da hier dann der Gewinn des Einzelnen wieder über der Idee der Gemeinschaft stünde und somit nicht das Erreichen des gemeinsamen Ziels im Vordergrund stünde.

3) Die „Aufwertung“ des Einzelnen:
Teilnahme an wichtiger Forschung bedeutet auch, Teil eines bedeutsamen Ganzen zu sein. In einer Zeit, in der viele in ihrer Arbeit gar keine Erfüllung mehr finden, sucht man die Bedeutung in Bereichen, die einem selbst wichtig sind. Zudem ist die Teilnahme an einer bestimmten Crowd auch ein Alleinstellungsmerkmal. Speziell wissenschaftliche Projekte profitieren von dem Interesse der Crowd, an etwas wichtigem teilzuhaben oder auch neues zu erschaffen. So leben Projekte wie Galaxy Zoo oder Einstein@home gerade auch vom Interesse der Crowd an Wissenschaft, und an der Suche nach neuen Erkenntnissen und spannenden Antworten auf bislang unbeantwortete wissenschaftliche Fragen.

4) Die Teilnahme muss einfach und auch unterbrechbar sein:
Eine Crowd, die mich Zeit kostet und diese Zeit auch regelmässig einfordert, wird auf Dauer leiden. Nur wenn ich die Teilnahme unterbrechen kann oder noch besser, die Teilnahme still und unaufällig im Hintergrund läuft (Boinc, Seti@home etc.), wird die Teilnahme auch längerfristig sicher sein.

5) Regelmäßiges spannendes Feedback:
Oft reicht es, wenn dabei interessante grafische Darstellungen den Fortschritt visualisieren, man in einem gemeinsamen Ranking besser werden kann oder durch die Teilnahme auch selbst Hilfe erlangt (openstreetmap). Wenn ich still mitarbeite und keine Transparenz über meine Teilhabe existiert, wird die Crowd bald zu transparenteren Projekten abwandern. Einzige Ausnahme: Crowds, bei denen die Teilnahme teil der Dienstleistung ist. Die Stauprognosesysteme von TomTom und Navigon basieren auf dem Aspekt des Teilens der eigenen Bewegungsinformationen um daraus evtl. Staus zu extrapolieren. Hier verschwindet aber die Crowd für den Nutzer, insofern kann man hier auch von einer „Secret Crowd“ sprechen. bei der die Frage der Motivation bereits durch den angebotenen Dienst abgedeckt wird.

Cybermobbing und warum Seitenindizierung keine Lösung ist.

Wieder ein populistisches Thema. Jetzt will die Regierung „Lästerseiten“ sperren oder indizieren lassen. Als ob das, was schon bei Kinderpornographie nicht hilft bei Cybermobbing funktionieren würde. Sicher, die liebe Frau Guttenberg und mit Sicherheit auch der Kinderschutzbund werden auf das Thema wieder anfliegen wie die Schmeissfliege auf die Fliegenfalle. Aber es hilft den Opfern keinen Millimeter. Denn zum einen sind die Seiten nicht weg, sondern immer noch im Netz.

Was aber viel schwerer wiegt. Wer glaubt, Cybermobbing wäre nur virtuell, der irrt gewaltig. Cybergemobbte Kinder werden oft auch real gemobbt, denn nur Cybermobbing würde keinen Sinn machen, wenn das Mobbingopfer nicht im persönlichen Umfeld angesiedelt wäre und somit das Mobbing auch real stattfinden kann. Aber wie bei Kinderpornographie ist hier der Politik nicht an wirklichen Lösungen gelegen, die wieder mehr Personal, höhere Kosten, mehr Engagement gegen Mobbing und für die Opfer bedeutet. Nein, schon wieder wird der Sichtschutz hervorgeholt, der vemeintlich hilft, in Wirklichkeit aber nur die Täter schützt, die nun nicht verfolgt werden, sondern deren Opfer nur wieder für die Allgemeinheit aus dem Blickfeld geraten.

Man meint, es läge Kinderschutzorganisationen etwas am Wohl der Kinder. Bis man sieht, mit welch hilflosen und zum Teil opferschädigenden Methoden hier Populismus betrieben wird.

Helft den Opfern, fast die Mobbingtäter anstelle wieder nur an die Wählerstimme und den Spendenfluß zu denken!

Update: Ein interessanter Artikel zu dem Thema mit einem ähnlichen Tenor wie ich ihn vertrete findet sich bei ZEIT-Online:CYBERMOBBING
Die Schmähungen sind wie ein Tattoo