Der 1und1 Smartphone LG Optimus Black Test Teil 2: Der Praxistest

Nach dem Unboxing und ersten Eindruck jetzt der zweite Teil des Testberichts zum LG Optimus Black, das  mir 1und1 freundlicherweise als Testgerät zur Verfügung gestellt hat. Danke nochmals dafür. Wir waren heute in einem Social Media Workshop und da bot sich natürlich hervorragend die Gelegenheit, das gesamte Leistungsspektrum des LG zu testen.

Der Homescreen des LG Optimus Black, bereits etwas angepasst.

Über Nacht den Akku voll geladen und mit 100% Kapazität zum Workshop. Testsituation, alle Dienste sind an, also UMTS, WLan, GPS. Die Helligkeit war auf Automatik. Auf der Fahrt zum Workshoport gleich mal das Radio ausprobiert. Die Empfangsqualität ist gut, was mir aber vor allem positiv auffiel war der angenehme volle Klang der Kopfhörer. Am Tagungsort wurde das Smartphone immer wieder für das Sichten des Twitterfeeds, Instant Messaging und Facebook Abfragen genutzt. Zusätzlich wurde regelmässig ca alle 30 Minuten der Mail Server abgefragt. Fazit: Nach dem ersten Laden des Akkus hielt dieser knapp 6 Stunden durch, was ich für ein sehr akzeptables Ergebnis halte, geht man von einer Anpassung nach ein paar weiteren Ladevorgängen aus, so schafft das LG Optimus Black einen kompletten Arbeitstag mit einer Akkuladung. Endlich, wie ich hier mal sagen will, denn das war für mich immer der grösste Kritikpunkt aller anderen Smartphones, die oft schon um die Mittagszeit schlapp machten.

Hier sieht man die Apps für die Einbindung der speziellen 1und1 Dienste wie web.de oder GMX

Das Display ist angenehm hell, deutlich heller als zum Beispiel das Galaxy Tab oder auch das HTC Desire. Der Touchscreen reagiert sehr zügig, nur ganz selten merkt man ein kleines Ruckeln. Es sind schon einige Apps vorinstalliert , der grosszügig bemessene interne Speicher erlaubt aber auf jeden Fall das Nachinstallieren vieler weitere Apps aus dem Android Market. Zusätzlich sind noch der LG Store und der 1und1 Store eingebunden, über die man weitere interessante Apps laden kann.

Im direkten Helligkeitsvergleich: Das LG Optimus Black und das Samsung Galaxy Tab. Beide auf maximaler Helligkeit. Man sieht deutlich, dass das LG heller ist.

Dann doch gleich mal geschaut, ob LG für das Android ein Update auf 2.3 Gingerbread anbietet. Hier der erste Kritikpunkt. Der Versuch, über die Android eigene Update Funktion nach einem Update zu suchen, schlägt wegen eines angeblichen Authentifizierungsfehlers fehl. Kurze Recherche im Internet klärt mich auf, ebenso wie Samsung nutzt auch LG nicht die OTA Möglichkeit, sondern benötigt die Desktop Applikation für den Sync und das Update, die man sich von der LG Seite herunterladen kann/muss. Mir unverständlich, warum man sich nicht auf die meiner Ansicht nach gut funktionierende OTA Funktionalität verlässt, sondern da einen Sonderweg geht.

Abends dann noch ein paar Tests der Kamera, die Testbilder findet ihr unten. Fazit, qualitativ sehr gute Bilder, der Blitz leuchtet sehr gut aus allerdings dauert für meinen Geschmack die Speicherung der Bilder einen Tick zu lange, was für Schnappschüsse nicht ideal ist. Wie viele Android Geräte hat auch das LG Optimus Black keinen echten Auslöseknopf, sondern wird über den Bildschirm ausgelöst. Das ist sicher Geschmackssache, mich stört es eher weniger.

Ein nettes Add On ist der Action Button an der linken Seite des LG Optimus Black. Drückt man diesen Knopf, kann man verschiedene Steuerungsfunktionen wie z.B. die Wechsel der Screens oder die Annahme oder Ablehnung eines Anrufs auf spezielle Gesten wie das Schütteln des Smartphones oder Ein Kippen nach unten oder nach oben legen. Das kann in manchen Situationen, wo man schnell z.B. auf ein störendes Klingeln reagieren möchte ganz nützlich sein.

Mein Gesamteindruck: Das LG Optimus Black ist ein wirklich durchdachtes Android Smartphone, das sowohl was den Speicher (intern), als auch die Bildschirmauflösung und die Farbbrillianz angeht keine Wünsche offen lässt. Gestört hat mich lediglich die etwas träge Speicherung der Bilder und der Sonderweg bei den Updates des OS.

Der Gesten Button: Drückt man ihn und bewegt das Smartphone auf festgelegte Weise können Funktionen wie die Rufannahme ausgelöst werden.

Ansonsten ein sehr empfehlenswertes Smartphone, das sich durch geringes Gewicht und einen sehr schlanken Body auszeichnet. Momentan sicher eines der empfehlenswerten Smartphones auf dem Markt und für mich auf jeden Fall ein Gerät, das zu nutzen sehr viel Freude macht.

Mein Dank gilt 1und1 für die Möglichkeit, diese Gerät zu testen und generell dafür, dass sie solche Aktionen möglich machen.

Soweit mein Testbericht Teil 2. Ich kann das Smartphone auf jeden Fall empfehlen und mit der AllNetFlaterate von 1und1 hat man ein wirklich gutes Smartphone und eine interessante Flatrate für Mobilfunk und Daten in Kombination.

Ein Tipp von mir, um die Laufzeit des LG Optimus Black noch weiter zu verlängern: Ladet euch das App Timeriffic herunter, damit könnt ihr Uhrzeitabhängig bestimmte Funktionen des Smartphones abschalten und so nochmals deutlich Energie sparen. Ich stelle z.B. für die Zeit im Büro immer die Abschaltung des WLans und des GPS ein.

Solltet ihr noch Fragen zum Smartphone haben, meldet euch einfach hier in den Kommentaren, ich versuche alle Fragen so weit ich kann zu beantworten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Testbilder der Kamera:

Der 1und1 Smartphone LG Optimus Black Test Teil 1: Unboxing und erster Eindruck

Dank einer Aktion von 1und1 habe ich die Möglichkeit, das neue LG Optimus Black mit dem Nova Display zu testen und darüber zu bloggen.

Heute also Teil eins meines Berichts über dieses Smartphone.

Beginnen will ich mit einem kleinen Unboxing Video:

Nun zu den harten Fakten:

Was mir zu allererst sehr positiv auffällt ist, da ich das Smartphone vor dem Test natürlich erst mal aufladen möchte ist, daß der Micro USB Anschluß für Datenübertragung und Aufladen des LG durch einen kleinen Schieber geschützt ist. Das Smartphone an sich macht einen sehr wertigen Eindruck, Es ist nur  122 x 64 x 9.2mm gross und damit deutlich schlanker als das iPhone bei einem Gewicht von knapp 109 g.

Das Optimus Black (im Bild rechts) ist deutlich dünner als das HTC Desire

Es besitzt eine 5Megapixel Kamera mit  Autofocus und LED Blitz sowie eine Frontkamera mit 2Megapixeln für Videotelefonie. Die 5 Megapixel Kamera bietet zusätzlich eine Gesichts- und Lächelerkennung und Geo-Tagging via eingebautem GPS Modul. Der Bildschirm ist ein kapazitiver Touchscreen mit 480×800 Pixeln und einer Größe von 101.6mm. Eingebaut sind selbstverständlich ein Beschleunigungssensor sowie ein Annäherungssensor für die automatische Bildschirmabschaltung. Der Audio Anschluß für Kopfhörer ist ein 3.5mm Anschluss. Intern hat das Smartphone eine Speicherkapazität von 2GB und 512MB Ram, zusätzlich durch einen MicroSD Slot mit Karten bis zu 32GB erweiterbar.

Neben HSDPA, 7.2 Mbps; HSUPA, 5.76 Mbps als maximale Durchsatzraten bietet das Optimus Black auch Wi-Fi 802.11 b/g/n sowie DLNA, Wi-Fi Direct, Wi-Fi Hotspot an.
Zusätzlich eingebaut ist Bluetooth 2.1 mit A2DP und EDR.

Als Betriebssystem kommt Android OS 2.2 (Froyo) zum Einsatz wobei ein Upgrade auf 2.3 möglich ist.
Ferner ist ein Stereo UKW Radio mit RDS eingebaut.

Links das HTC Desire, rechts das Optimus Black, am markantesten, das Optimus Black ist etwas höher und besitzt keine "echten Tasten"

Was die Stromversorgung betrifft, beigelegt ist ein Li-Ion 1500 mAh Akku, dessen Laufzeit ich in einem weiteren ausführlichen Bericht aus der direkten Nutzung des Smartphones ausgiebig testen werde.

Bezüglich der Ausstattung und der Haptik bleiben hier wirklich keine Wünsche offen, das ganze Smartphone fühlt sich wertig an und durch die schlanke Bauform liegt es sehr gut in der Hand. Der SAR Wert des Smartphones liegt bei 1.27 W/kg.

Was mir nach dieser kurzen Sichtung und ersten kleinen Schritten mit dem Gerät bislang auffällt: Im Vergleich zum HTC Desire wirkt der Bildschirm des Optimus Black deutlich brillianter und vor allem heller.

Da das Gerät von 1und1 zur Verfügung gestellt wird, sind auch einige spezielle Apps installiert, die unter anderem einen schnellen Zugriff auf die Maildienste GMX und auch das Portal von 1und1 ermöglichen. Beim Booten fällt auf, dass als Bootscreen ein von 1und1 gebrandeter Screen erscheint, sonst konnte ich aber außer den bereits installierten Apps kein direktes Branding erkennen.

Weiter gehts mit dem Praxistest

Hut ab vor vor Daimler, man nimmt Social Media dort offensichtlich ernst:

Nach dem ganze Medienhype um die angebliche Zensur bei einer Facebook Gruppe hat sich jetzt   Uwe Knaus mit dem Blogbeitrag

Es hat was mit Anstand und Haltung zu tun…

zu den jüngsten Presseartikeln geäußert. Ich hatte schon zuvor den Verdacht, dass hier einseitig gegen Daimler berichtet wurde aber wie jetzt Uwe Knaus reagiert ist im Blick auf Social Media vorbildlich. Offene Kommunikation ohne zu beschönigen. Bravo dafür.

Und an alle Kritiker, die behaupten, Daimler hätte zensiert. Es gibt Social Media Guidelines auch bei Daimler. Und wie immer im Leben, wenn dagegen verstossen wird, muss dagegen vorgegangen werden. Man beachte, die Mitarbeiter wurden weder abgemahnt noch sonst irgendwie bestraft, aber mit einem Mitarbeiter, der gegen eine Guideline verstösst muss man mal drüber reden dürfen. Und dass Facebook eine Gruppe, in der gegen die Regeln der Facebook Geschäftsbedingungen verstossen wird sperrt, steht so in den Nutzerbedingungen von Facebook und liegt in deren Ermessen, nicht im Ermessen von Daimler. Also bitte, lassen wir die Kirche im Dorf. Daimler hat hier völlig korrekt gehandelt, aber die Medien mögen offensichtlich im Moment jeden scheinbaren Social Media Skandal.

1und1 suchte und ich bin dabei und darf das LG Optimus black testen

1und1 hatte Blogger gesucht, die das LG Optimus Black testen wollten und ich hatte mich mit dem folgenden Kommentar beworben:

Das LG Optimus Black, der Test folgt bald.
„Hallo, ich würde das Gerät schon deshalb gerne testen, weil ich bereits seit einiger Zeit mit einer mobilen Surfflatrate von euch und einem HTC Desire unterwegs bin. Zudem befasse ich mich in meinem Blog mit neuesten Technologien und speziell auch mit solchen Themen wie “Mobile Workplace” und “Mobile Computing” (und ich gestehe, ich bin auch als Gadget Freak verschrien, der jede neue Technologie selbst ausprobieren will/muss)“.

Und ich wollts ja kaum glauben, ich bin unter den fünf ausgewählten Blogs. Also dürft ihr hier bald auf einen ausführlichen Test des LG Optimus Black gespannt sein. Danke 1und1 für die Möglichkeit, das Gerät zu testen. Speziell wie gut der Nova Screen im Vergleich zum Desire und zum Samsung Galaxy Tab ist, werde ich mit Spannung analysieren.

 

Towel day: Coole Froods haben am Mittwoch ihr Handtuch dabei

Mein Equipment für den 25.;)

Der 25. Mai. Ein wichtiges Datum für alle Fans der Romane von Douglas Adams. Der Towel day wird jedes Jahr gefeiert in Erinnerung an den viel zu früh verstorbenen genialen Autor Douglas Adams.  An diesem Tag trägt jeder echte Douglas Adams Fan ein Handtuch GUT SICHTBAR bei sich. Warum Handtuchtag? Nun, in seiner wohl bekanntesten Romantrilogie in fünf Teilen erklärt uns Douglas Adams:

„Ein Handtuch ist so ungefähr das Nützlichste, was der interstellare Anhalter besitzen kann. Einmal ist es von großem praktischem Wert – man kann sich zum Wärmen darin einwickeln, wenn man über die kalten Monde von Jaglan Beta hüpft; man kann an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V darauf liegen, wenn man die berauschenden Dämpfe des Meeres einatmet; man kann unter den so rot glühenden Sternen in den Wüsten von Kakrafoon darunter schlafen; man kann es als Segel an einem Minifloß verwenden, wenn man den trägen, bedächtig strömenden Moth-Fluss hinuntersegelt, und nass ist es eine ausgezeichnete Nahkampfwaffe; man kann es sich vors Gesicht binden, um sich gegen schädliche Gase zu schützen oder dem Blick des Gefräßigen Plapperkäfers von Traal zu entgehen (ein zum Verrücktwerden dämliches Vieh, es nimmt an, wenn du es nicht siehst, kann es dich auch nicht sehen – bescheuert wie eine Bürste, aber sehr, sehr gefräßig); bei Gefahr kann man sein Handtuch als Notsignal schwenken und sich natürlich damit abtrocknen, wenn es dann noch sauber genug ist.
Was jedoch noch wichtiger ist: ein Handtuch hat einen immensen psychologischen Wert. Wenn zum Beispiel ein Strag (Strag = Nicht-Anhalter) dahinter kommt, dass ein Anhalter sein Handtuch bei sich hat, wird er automatisch annehmen. er besäße auch Zahnbürste, Waschlappen, Seife, Keksdose, Trinkflasche, Kompass, Landkarte, Bindfadenrolle, Insektenspray, Regenausrüstung, Raumanzug usw, usw. Und der Strag wird dann dem Anhalter diese oder ein Dutzend andere Dinge bereitwilligst leihen, die der Anhalter zufällig gerade „verloren“ hat. Der Strag denkt natürlich, dass ein Mann, der kreuz und quer durch die Galaxis trampt, ein hartes Leben führt, in die dreckigsten Winkel kommt, gegen schreckliche Übermächte kämpft, sich schließlich an sein Ziel durchschlägt und trotzdem noch weiß, wo sein Handtuch ist, eben ein Mann sein muss, auf den man sich verlassen kann.

– Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

Und für alle, die noch mehr darüber wissen wollen, hier ein paar interessante Links:

 

 

Wer keine Zeit hat, plant vielleicht nicht genug?

Bin wieder auf einen interessanten Artikel gestossen:

10 Ways to Find More Time in Your Schedule .

Da tauchen einige wirklich gute Punkte auf. Am wichtigsten finde ich:

1. Meetings ablehnen. Mag schwer fallen, aber ist auch richtig und wichtig. Wenn ich in einem Meeting nur dabei bin, ohne dass ich etwas beitragen kann oder es für mich wichtige Infos gibt, dann sollte ich erst gar nicht hingehen.

4. Plane Erholung: Wichtig deshalb, weil es oft gar nicht mehr zur Erholung kommt, da für diese am Schluss des Tagesplanes keine Zeit mehr bleibt. Mittlerweile plane ich Erholungsphasen zu allererst, damit kein Tag mehr gänzlich randvoll ist.

9. Fernsehen ausschalten: Wenn ich überlege, wie viel Zeit ich fürs Lesen, fürs Bloggen für die Familie habe, seitdem ich das Fernsehen nur noch ganz selten anschalte für bestimmte Sendungen, die mich interessieren kann ich nur sagen, wer mich fragt, woher ich die Zeit für meine Webaktivitäten nehme, der verbringt vermutlich jeden Tag mehrere Stunden vor dem Fernseher.

10. Zeit für sich selbst blockieren. Das muss ja gar nicht viel sein, aber etwas Zeit zu haben, über den Tag zu reflektieren, seine Ziele neu zu bewerten, einfach mal die Gedanken fliegen zu lassen tut auch gut.

 

 

Social Media Spionage oder: Netz bööööse, Menschen guuuuuut ? FUD reloaded.

Manchmal wundere ich mich über Artikel in der ZEIT. Meist schätze ich die Wochenzeitung für ihre dezidierte und gut recherchierte journalistische Arbeit, die auch mal konträre Standpunkte präsentiert. Aber im Artikel: „Falsche Freunde“ hat man doch gehörig danebengegriffen. Dort wird behauptet, die sozialen Netze eigneten sich hervorragend zur Spionage und Unternehmen sperrten diese Dienste genau aus dieser Angst vor Spionage. Das ist extrem kurzsichtig gedacht.

Machen wir doch zunächst mal das technologische Fass auf: Tablets, Netbooks und Smartphones finden immer weitere Verbreitung. Selbst ganz einfache Mobiltelefone besitzen bereits einen Internet Zugang. Wollte ein Unternehmen hier konsequent sein, müsste es jegliche privaten Kommunikationsgeräte am Eingang abnehmen. Und am besten auch noch Aktentaschen, persönliche Kleidung. Leibesvisitationen wären dann auch angebracht. So bekäme  man völlig sichere und <ironie> hochmotivierte </ironie> Mitarbeiter.

Zum anderen. Was ist mit dem privaten Internetzugang zu hause? Wird dort dann ein Firmenscanner einegerichtet, damit ja niemand privat dort etwas über die Firma sagt? Was ist mit Telefon privat, was mit der Kneipe?  Ich denke, nach ein zwei Bierchen oder Glas Wein ist manche  Zunge gelöster als im Büro, wo man in einem professionellen Umfeld professionell arbeitet.

Es ist doch schlichtweg so: Wer etwas ausspionieren will, der schafft das, wer etwas verraten will, ebenso. Statt zu versuchen durch immer mehr Kontrolle mehr Sicherheit aber immer weniger Motivation zu produzieren (wer glaubt, er wird überwacht, arbeitet auch nur noch so. Überwachung ist ein idealer Weg, Mitarbeiter zum Dienst nach Vorschrift zu bringen).

Wichtiger wäre es, eine Unternehmenskultur zu schaffen,  in der sich Mitarbeiter dem Unternehmen verbunden fühlen, in dem sie gerne arbeiten und loyal sind. Das hat aber mit weichen Faktoren zu tun, die sich weder mit Geld erkaufen lassen, noch direkt eine Rendite abwerfen. Dazu gehören eine wirklich ernst gemeinte Work Life Balance (echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf), ein Umfeld, das den Mitarbeitern auch das Gefühl gibt, als Mensch gesehen zu werden, sich einbringen zu können und etwas wichtiges zu leisten. Ja, auch eine gute Vergütung, die dem Mitarbeiter eine gewisse finanzielle Sicherheit gibt, denn oft ist auch hier ein Ansatzpunkt. Jemand, der permanent in Angst vor Kündigung und/oder sozialem Abstieg lebt, wird jede scheinbare weitere Absicherung dankend annehmen. Und letzlich, eine Form der Spionage darf auch nicht vergessen werden. Fluktuation. Jeder Mitarbeiter, den ich verliere, nimmt sein Wissen mit und setzt es willentlich oder unbewußt bei seinem neuen Arbeitgeber mit ein.

Tut mir leid lieber Autor des Artikels in der ZEIT. Mag  ja sein, dass auch Social Media für Spionage genutzt werden. Aber daraus ein Bedrohungsszenario zu konstruieren und die Sperren der Konzerne zu rechtfertigen ist extrem kurzsichtig gedacht.  Dann sollte man am besten dieses ganze böse Internet abschaffen. Und jedem Mitarbeiter den Rat geben „Sprich ja nicht mit fremden Menschen“.

Oder in einen Satz zusammengefasst: Man kann Spionage nicht verhindern, aber man kann die Motivation herunterschrauben.