Meine Prognose für 2012: Wir erleben das Jahr der Konsolidierung Sozialer Netzwerke

Path, PInterest, 500px, es drängen wieder neue Player auf den Markt und alte verschwinden. Gowalla wurde gekauft, den VZ Netzwerken laufen die User weg.

All das deutet für mich auf einen schon lange zu erwartenden und wichtigen Reinigungsprozess in der Branche hin. Ich möchte mich nicht auf Dauer in mehr als maximal 2 oder 3 sozialen Netzwerken bewegen müssen.
Sicher gibt es Werkzeuge, die mir ein Crossposting in verschiedene Dienste erlauben, aber spätestens, wenn ich Inhalte lesen will, und mich im Netzwerk beteiligen, muss ich in die native Oberfläche. Deshalb erwarte ich für 2012 noch weitere Aufkäufe von Diensten. So sehe ich Foursquare als Kandidaten und Apple oder Google als mögliche Käufer. Auch Path und PInterest als Neulinge bieten Funktionen an, die sich sicher in die Oberflächen der etablierten Plattformen integrieren lassen. Eins ist für mich aber klar. Auf Dauer werden wir 2-3 grosse Player haben, um die sich Zusatzdienste scharen, die aber in die Hauptplattformen integriert sind. Schon der Schwund bei den VZ Netzwerken zeigt, wie sehr eine Konsolidierung auch von den Nutzern gewünscht wird.

Der Link zum Abend: Worktoolstudy zum mobilen Büro

Heute mal eine kleine aber feine Linkempfehlung zu einer kleinen Umfrage, die Daniel Rehn in seinem Blog thematisiert und die mir die Zahlen und den Eindruck bestätigt, den ich schon länger von der Arbeitswelt der Zukunft habe. Wir werden immer mobiler werden. Und das Thema Notebook, Tablet, PC wird verschmelzen in ein Gerät, das mehreres zugleich sein kann.
Der Autor der Umfrage ist Jörn Hendrik, dessen eigene Gedanken zum Thema zumindest genauso lesenswert sind.

Wenn Verkäufer lieber verkaufen, als zu beraten. Rausschmiss aus einem Telekom Laden

Der Vergleich hinkt. Aber nur, wenn man Bescheid weiß.

Kamal Nicholas berichtet auf Android Pit von seinem Rausschmiß aus einem T-Mobile Laden, weil er es gewagt hatte, Aussagen einer Verkäuferin zur Überlegenheit des IPhones vor Android Geräten zu hinterfragen.

Ich will hier keinen Rant überIOs versus Android beginnen. Beide Betriebssysteme und die darauf aufbauenden Geräte sind gut, haben ihre Berechtigung und ihre Klientel. Was mir diese Geschichte zeigt ist. Man kann sehr schnell einen Kunden verlieren, wenn dieser den Eindruck gewinnt, man wolle ihm partout ein bestimmtes Produkt andrehen.

Und außerdem ist es offensichtlich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen man annehmen konnte, daß 2/3 der Kunden nicht Bescheid wissen. Auch heute mögen nicht alle Käufer alle Fachbegriffe verstehen, aber es gibt mittlerweile dank der Vernetzung in den sozialen Medien manigfaltige Möglichkeiten, sich so weit zu informieren, um nicht mehr auf Standardverkaufsfloskeln hereinzufallen.

Was ich damit sagen will? Nun, dass wir hier exemplarisch sehen, wie sehr sich das Verhältnis Anbieter zu Kunde geändert hat. Der heutige Kunde ist informiert, kennt sich oft aus, auch wenn er kein Geek oder Techie ist und will beraten werden, nicht verkauft. Hätte die Verkäuferin hier professioneller reagiert und erst recht der Filialleiter, wäre der Freund möglicherweise doch noch mit einem IPhone aus dem T-Mobile Laden gegangen. So haben die beiden nicht nur einen IPhone sondern auch einen T-Mobile Kunden verloren. Und aus dem, was ich beim Begleiten von Bekannten zu diversen Hardwarekäufen schon so alles erlebt habe kann ich bestätigen. Das ist kein Einzelfall.

Oder wie Pretty Woman Julia Roberts so schön sagt: Blöder Fehler, blöd. Hier kauf ich nicht!

Integration auf die Spitze getrieben: Notebook, Tablet und Smartphone in einem Gerät

Smartphone und Notebook integriert.

Eine wie ich finde interessante Studie hat Fujitsu vorgestellt, so berichtet Netbooknews. Es handelt sich um ein Device, das sowohl Notebook, als auch Tablet, als auch Smartphone ist. Dabei fungiert das Tablet als Tastatur fürs Notebook.

Hier würde ich sagen, gute Idee, aber einen Schritt zu weit gegangen. Ich würde bevorzugen, das Display abnehmen zu können und es damit zum Tablet zu machen.

Andererseits finde ich diese Idee an sich gut, da ich schon lange den Wunsch hege, die Zahl der Gadgets auf ein sinnvolles Maß zu reduzieren. Im Kern nutze ich drei Geräte: a) ein Smartphone fürs Always On und immer erreichbar sein (wenn ich es will natürlich), b) ein Tablet, fürs angenehme mobile Surfen im Web und dann noch ein Notebook fürs Arbeiten an längeren Texten und angenehmes Bloggen (sicher, das geht auch mit dem Tablet, aber mit Zehnfingersystem empfinde ich ein Notebook immer noch als angenehmer).

Die Lösung für das Smartphone finde ich aber durchaus interessant! Aber seht selbst:

Drei Geräte in einem.

Quelle: Yanko Design via Inside Digital und Netbooknews

Halbwissen und Pseudowissenschaft. Die Macht, die gefährlich ist

Das beste Vitaminpräparat und garantiert ohne Nebenwirkungen

Immer wieder wundere ich, mit welchem Halbwissen manche Menschen gesegnet sind. Da wird klassische Schulmedizin für gefährlich erklärt und irgendwelchen Scharlatanen geglaubt, die behaupten, mit Placebomedikamenten (auch Homöopathie genannt) schwere Krankheiten wie Krebs zu heilen. Da wird jede mögliche Erkrankung beschworen, die man von Mobilfunkstrahlung bekommen kann, auch wenn der Mobilfunkmast, der gerade errichtet wurde, noch nicht mal in Betrieb ist, bekommen ganze Gemeinden plötzlich eine Verdopplung der Krebsrate.

Leute BITTE: Informiert euch nach wissenschaftlichen Kriterien, klärt die Fakten, lasst euch nicht von jemandem einlullen, der behauptet, das wäre so. In der Wissenschaft gilt der NACHVOLLZIEHBARE Beweis und es gibt immer Blindstudien, mit Placebo und echtem Medikament. Auch die Frage nach der Gefahr von Mobilfunkstrahlung ist hinreichend und immer wieder untersucht worden, und es gibt BIS HEUTE KEINE Studie, die einen direkten Zusammenhang herstellt. Klar, alles kann in einer Überdosis schädlich sein, aber selbst Acrylamid ist nicht so gefährlich, wie die Medien es uns einreden wollten. Und nur, weil etwas in der Zeitung steht, muss das noch lange nicht stimmen.

Jedem, der etwas mehr selbst nachdenken will, kann ich nur folgende Links empfehlen:

 

http://www.gwup.org/

http://www.euleev.de/

 

und zu meinem Lieblingshassthema: Technophobikerpanik vor STTTTRAAAAHLEN!!

http://esowatch.com/ge/index.php?title=Elektrosmog#F.C3.A4lle_Ulrich_Weiner.2C_Wimplinger.2C_Altenweger_und_in_der_Landwirtschaft Zusammenfassung aller Irrtümer und Propaganda der Mobilfunkgegner

http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Handy.pdf Das Skript zur Sendung

und die Sendung selbst: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0619/000_handy.jsp

Es wird immer Risiken und Gefahren geben, ABER man sollte die Fakten kennen und nicht auf irgendwelche Schlagzeilen hereinfallen oder alles glauben, was irgendwelche alternativ angehauchten Technikgegner absondern, ohne einen eigenen Faktencheck.

Immer wird mir mein Erlebnis mit dem Lehrer für Bio in Erinnerung bleiben, der von mir forderte, meinen UMTS Stick auszustecken, der würde im Kopfweh bereiten. Ich habe den ausgesteckt. So lange er neben mir stand. Dann wieder eingesteckt, und mich wie 90% der anderen Anwesenden wieder ins UMTS Netz eingeklinkt, in dem Raum, in dem auch drei WLANs aktiv waren. Aber als ich nach der Veranstaltung fragte, schwor unser Sandalenträger Stein und Bein, es wäre ihm nach dem Ausstecken meines UMTS Sticks besser gegangen, kein Kopfweh mehr. Neeh, is klar. Denken ist halt anstrengend. Kritisch denken um so mehr. Da kann man schon mal Kopfweh kriegen.

Aber im Ernst. Ich bin Wissenschaftler, ich bevorzuge wissenschaftliches Denken. Aber das ist bei all diesen Placebo, Strahlung alles böse Diskussionen nicht gefragt. Da heißt es, glauben ist besser als wissen.

Darauf ein ironisches OOOOhhhhmmm.

 

Der Mehrheitskunde will es einfach. Recht hat er!

Auf diesem Bild sind beim normalen Verbraucher zwei Geräte überflüssig 😉

Spannend finde ich die momentane Diskussion um die neue Klasse der Ultrabooks ja schon. Aber eher aus der Sicht eines Informatikers. Für den Kunden ist das nur mehr eine weitere Gerätekategorie, die man hätte getrost auch die „Macbook Air Clone“ Kategorie nennen können.
Zuerst belächelt, hat Apple wieder mal gezeigt, worin seine grosse Stärke liegt. Darüber nachzudenken, was der Kunde will und worüber zu entscheiden er bereit ist. Und das ist zu Recht nicht sehr viel.

Welchen normalen Menschen interessiert es denn, ob in dem neuen Notebook ein I3 ein I5 ein I7 steckt oder ein AMD Prozessor (und wer der das liest wusste gleich, wovon ich rede?).

Der Kunde hat vernünftigerweise ganz andere Motivationen zum Kauf eines Produkts.

Die rationalen sind: Kann ich damit das tun, wofür ich es kaufe? Ist es einfach zu bedienen? Ist das Preis- Leistungsverhältnis ok?

Die eher emotionalen: Bin ich damit trendy? Sieht es „cool“ aus? Kann ich damit Spass haben, „Gefällt“ es mir?

So, aber das wars dann auch schon.

Insofern, sorry Branche, aber ihr verzettelt euch schon wieder in einer viel zu grossen Vielfalt. SSD versus Festplatte, 2Gb, 4Gb, 8Gb you name it. Das interessiert den Durchschnittsverbraucher überhaupt nicht. Will er sich wirklich informieren, kramt er sich ein Testmagazin heraus und liest darin. Aber die meisten Käufe gehen meiner Ansicht nach nach dem Prinzip:

Kunde betritt Laden, Kunde fragt Verkäufer, was er ihm empfiehlt, (guter) Verkäufer fragt Verwendungszweck ab und zeigt im 3-5 Geräte. Käufer schaut sie sich an, probiert Tastatur, beachtet, ob sie stylisch sind und nimmt dann das Gerät, das ihm VISUELL am besten gefällt.

Also wie wäre es zur Abwechslung mal mit einer etwas geringeren Palette an Geräten, die dafür in sich durchdachter, günstiger und vor allem schicker sind. Und das nicht gleich wieder zu Mondpreisen, denn der normale Kunde kauft sich einen Notebook nicht, weil er grad mal zu viel Geld hat, sondern weil er ihn für irgendwas spezifisches braucht. Und mal ganz ehrlich, wer in der Branche glaubt denn wirklich, dass viele Kunden sich ein Smartphone, ein Tablet, einen Ultrabook, einen Notebook, einen Desktop PC, einen Internet Fernseher leisten? Die meisten werden und das wird auch in Zukunft so sein, EINEN Rechner zu hause stehen haben. Und der muss dann ALLES können.

Und wie Lenovo auf der CES gezeigt hat, ist dieses Konzept nicht sehr weit entfernt. Das Lenovo Ultrabook Yoga ist ein solcher Hybride, der sowohl Tablet als auch Ultrabook darstellt und für mich quasi eine neue Produktklasse eröffnet, die mehrere andere ersetzen wird. Gut, die Idee ist nicht neu, bislang haperte es am Multitouch, einem geeigneten OS (die damaligen Windows Versionen waren denkbar ungeeignet, als Microsoft die Kategorie der Tablets einführte; ja Microsoft, nicht Apple hat diese Kategorie mit den Convertibles ursprünglich eingeführt!) als auch bei Laufzeit und Gewicht. Aber was Lenovo da vorgestellt hat, sieht extrem vielversprechend aus: Deshalb hier nochmal das Video von dem, was ich für die interessanteste Neuvorstellung der CES halte: