Crowdsourcing und Coworking. Vom Wandel der (Arbeits-)Welt

In einem sehr interessanten Artikel „Crowdsourcing und Coworking Arbeitsmodelle der Zukunft“ prognostiziert Claudia Pelzer einen grundlegenden Wandel der Arbeitswelt.

Dem kann ich nur zustimmen. In einer Zeit, in der immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse entstehen, und im Gegensatz einige wenige immense Summen verdienen, wird es Zeit für eine Neudefinition des Arbeitsbegriffs. Nur Lohnarbeit ist gute Arbeit gilt schon lange nicht mehr. Wir definieren uns zwar aus Arbeit, aber diese Arbeit muss auch zu uns passen, uns erfüllen, uns begeistern. Das ist heute nur noch einigen wenigen möglich. Hier entsteht für viele der Konflikt zwischen Engagement für die Arbeit und privaten Werten und Vorstellungen.

In Zukunft sehe ich wie auch einige andere Forscher einen Wandel hin zu einer Arbeitswelt in der der bezahlte Angestelltenjob nur noch einen geringen Teil des Alltags ausmacht.

Denn wir werden uns letztlich endlich mal von der Illusion der Vollbeschäftigung verabschieden müssen, in einer Zeit in der immer mehr Berufe wegrationalisiert werden, in der der Kunde immer mehr Tätigkeiten selbst erledigt und vieles über Online Dienste abgewickelt wird. Natürlich müssen sich dann auch die Lebensstile wandeln, weg von einem reinen Konsumleben hin zu mehr Nachhaltigkeit. Das muss nicht heißen, dass man neben seinem „eigentlichen Job“ nicht noch Geld verdient, aber wir werden meiner Ansicht nach immer mehr Menschen finden, die sich aus Interesse auch noch einer anderen Tätigkeit widmen. In vielen Bereichen sieht man das schon heute, vieles der Open Source Szene wäre ohne freiwilliges Engagement nie entstanden und auch Konzepte des Crowdsourcing gehen in die Richtung einer entweder nur gering bezahlten, sehr kleinen Arbeit oder einer kostenlosen Mitarbeit von der in letzter Konsequenz die Crowd profitiert.

Ich will hier keinesfalls der Lohnarbeit ein Grablied singen. Aber wir werden neue Formen, freiere Formen erleben, weg vom 9-17 Uhr Job, hin zu ergebnisorientierter Bezahlung, die durchaus auch andere Tätigkeiten oder eine Reduktion der Arbeit ermöglichen kann, ohne auf gewohnte Annehmlichkeiten zu verzichten. Alles, was es dazu braucht ist Wille zu Experimenten, Mut zur Zukunft und das Bewußtsein, dass Arbeit nicht immer gleichbedeutend sein muss mit „das, wofür ich bezahlt werde“.

Wir erleben schon heute das Heranwachsen einer Generation, (wobei diese Generation eigentlich schon immer existierte, aber durch wirtschaftliche Zwänge oft „offiziell“ anders agiert hat, als sie innerlich wollten) die nicht mehr so karrierefixiert ist, wie noch ihre Eltern. Die neben dem Beruf auch das Familien- und Privatleben für wichtig hält. Die nach einer Balance zwischen Beruf und Privat strebt (was zudem auch den Krankenkassen zu Gute kommen würde, denn wie eine aktuelle Studie zeigt, hängen solche Erkrankungen wie Burn Out auch eng mit der Arbeitszeit zusammen. Bei einer 40 Stunden Woche ist das Burn Out Risiko sechs Mal so hoch wie bei einer 35 Stunden Woche !). Es bleibt spannend, wie sich die Arbeitswelt weiter entwickeln wird.

Rezension zu „Das Social Media Marketing Buch“ aus dem O’Reilly Verlag

O’Reilly Verlag, 248 Seiten
ISBN: 9783897216570

Autor: Dan Zarella

Deutsche Bearbeitung: Karen Heidl

 

 

 

 

 

Dank bloggdeinbuch.de und dem O’Reilly Verlag kann ich das Social Media Marketing Buch rezensieren.

Der erste Eindruck, der ins Auge fällt: Ungewohntes Format. Das Buch ist breiter als Hoch, Softcover und mit knapp 240  Seiten noch in die Kategorie „angenehmer Leseumfang“ einzuordnen.

Zielsetzung des Buches ist, dem Leser einen Überblick über die unter dem Oberbegriff „Social Media“ verfügbaren Plattformen mit den jeweiligen Zielgruppen, Umgangsformen und Möglichkeiten für das Marketing zu bieten. Die einzelnen Kapitel folgen einem ähnlichen Aufbau. Zunächst wird die Plattform beschrieben, dann aufgezeigt, wie man selbst auf der Plattform Content bereitstellen bzw. sich im Medium bewegen kann und schließlich werden noch ein paar Fallstricke und Besonderheiten erwähnt. Das ganze wird abgeschlossen durch eine Aufzählung der wichtigsten Tipps auf einen Blick, die es sehr schnell ermöglicht, nochmal zu reflektieren, was bei der entsprechenden Plattform zu berücksichtigen ist.

Als beschriebene Plattformen werden vorgestellt:

  • Bloggen
  • Twitter und Microblogging
  • Social Networking
  • Mediasharing
  • Social News und Bookmarking
  • Verbraucherportale
  • Foren

und zum Abschluss finden sich noch ein Kapitel über Strategien für den Social Media Auftritt und ein Kapitel über die Möglichkeiten der Erfolgskontrolle.

Der Autor Dan Zarella ist hauptberuflich Inbound-Marketing Manager bei dem US-Unternehmen HubSpot, was sich in den Hauptbeispielen, die im Buch aufgeführt werden niederschlägt. Nichts desto trotz ist es Karen Heidl, die für die deutsche Übersetzung verantwortlich zeichnet gelungen, das Buch an die Bedürfnisse der deutschen Leser anzupassen, sei es durch „eindeutschen“ der Beispiele oder ergänzende Informationen zu den deutschen Plattformen wie Xing oder der VZ Gruppe.

Dan Zarrella schreibt in einem flüssigen, nicht zu technischen Stil und Karen Heidl ist es gelungen, auch in der deutschen Übersetzung den Text flüssig und verständlich umzusetzen.

„Das Social Media Marketing Buch“ versteht sich nicht als allumfassendes Fachbuch, sondern eher als Einführung in die Thematik, mit der Zielsetzung, den Leser an die verschiedenen Plattformen und Möglichkeiten heranzuführen. Sehr schön sind hier die jedes Kapitel abschließenden „Wichtigsten Tipps auf einen Blick“, die einen schnellen Überblick vermitteln.

Insgesamt finde ich das Buch sehr gelungen, alleine mir fehlt, auch im Hinblick auf die doch recht sicherheitskritische deutsche Klientel ein Abschnitt über Datenschutz und Sicherheitsrisiken. Das wäre ein gelungener Abschluss des Buches gewesen, das sonst die Themengebiete gut abdeckt. Die Aspekte des Datenschutzes und der Sicherheitsproblematiken verschiedener Netzwerke tauchen zwar gelegentlich innerhalb der einzelnen Kapitel zu den Plattformen auf, werden aber nicht ausführlicher erklärt.

Nett wäre auch ein Kapitel über die mobilen Aspekte der sozialen Netze gewesen. Gerade solche Dienste wie Foursquare, Gowalla oder Google Latitude geben der ganzen Thematik Social Media nochmals ein anderes Gewicht, da sie und die dafür eingesetzten mobilen Endgeräte quasi jeden Nutzer permanent online erscheinen lassen und damit auch für das Marketing noch einige weitere ortsbezogene Aspekte mit ins Spiel bringen.

 

Mein Fazit: Für alle, die in die Thematik Social Media entweder aus beruflichen oder privaten Gründen einsteigen wollen ein sehr gelungenes Starterbuch. Wer sich schon aktiv in den sozialen Medien bewegt wird wenig neues finden.

Allerdings lohnt sich auch für den versierten Social Media Nutzer ein Blick ins Verlagsprogramm von O’Reilly, da es dort auch weiterführende Literatur zu den verschiedenen Teilaspekten gibt. Als Einstieg ist Das Social Media Marketing Buch aber durchaus geeignet.

Daher 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für den Social Media Neuling.
[xrr rating=3/5]

 

Und nochmals mein Dank an den  O’Reilly Verlag und bloggdeinbuch.de für die Möglichkeit, dieses Buch zu rezensieren.

 

 



Archos kündigt neue Tablets an und diese sind nicht nur preislich attraktiv

Wie Taschen-PC.de berichtet, kündigt Archos für September diesen Jahres zwei neue Tablets an, die nicht nur durch eine herausragende Ausstattung mit Android Honeycomb 3.1 brillieren. So werden die Tablets mit einem UMTS Stick geliefert, der komplett im Gehäuse verschwindet, parallel aber auch an einem Netbook oder Notebook betrieben werden kann. Wie ich finde ein sehr gutes Konzept und wenn es jetzt noch um eine Dockingstation mit Tastatur ergänzt wird, dürfte ASUS mit seinem Transfomer Pad einen grossen Konkurrenten haben, zumal die Preise mit 249 Euro für das 8 Zoll und 299 für das 10 Zoll Tablet mit 16GB SD Speicher unschlagbar günstig sind, vor allem wenn man bedenkt, das modernste Dual Core Prozessoren verbaut werden. (Wobei man natürlich noch beachten sollte, dass die Tablets ca. 50 Euro teurer werden, wenn man den UMTS Zugang nutzen will, da der Stick als Zubehör extra anzuschaffen ist!)

Es wird aber definitiv spannend. Sollten die Tablets tatsächlich halten, was unten angehängte Pressemitteilung in Bezug auf die Hardware verspricht, dürfte sich nicht nur bei den hochpreisigen Tablets vom Kaliber eines Xoom oder Transformer einiges tun. Mit dieser Ausstattung sehe ich sie auch als wirklich gelungene niedrigpreisige Alternative für alle, die bislang die Anschaffung eines IPads wegen des Preises scheuten.

 

Anbei die Pressemitteilung von Archos:

 

ARCHOS präsentiert mit der neuen “G9″-Range sehr schnelle Tablets

Die Highlights der ARCHOS “G9″ Tablet Features:
derzeit schnellster 1.5 GHz Dual Core Prozessor, Honeycomb 3.1, Zugriff auf
den Android MarketTM, 1080p HD-Video, 3G-Unterstützung, mit 250 GB Seagate
Festplatten die größte Speicherkapazität bei Tablets.

ARCHOS, vielfach ausgezeichnet für seine technologischen Innovationen und
Pionier im Tablet-Markt, präsentiert mit der neuen Tablet-Range eine
konkurrenzlose Kombination aus Rechenleistung und Speicherkapazität: Die
neuen ARCHOS Tablets verfügen über OMAP 4 Prozessoren mit ARM Cortex
Dual-Core A9 Technologie und 1.5 GHz Taktung sowie Seagate-Festplatten mit
einer Speicherkapazität von 250 GB.

Die beiden Tablets “ARCHOS 80 G9″ mit 8 Zoll Display und “ARCHOS 101 G9″ mit
10,1 Zoll Display sind mit AndroidTM 3.1 Honeycomb*, der aktuellsten
Android-Version ausgestattet. Die ARCHOS “G9″ Tablets bieten, neben der
Google Suite für mobile Apps, auch einen Zugang zum Android MarketTM mit
über 200.000 Applikationen – darunter Spiele, Bücher, Social Media und
Nachrichten. Mit Honeycomb ermöglichen die “G9″ Tablets mobiles Surfen im
Internet, sowie uneingeschränkte Kommunikation und Nutzung von
Applikationen.

Darüber hinaus bietet ARCHOS mit einem Stick eine einzigartige 3G-Lösung für
die “G9″ Tablets: Der ARCHOS 3G-Stick ist ein, auf die “G9″ Tablets
angepasster, Standard-Stick für Laptops. In allen “G9″ Tablets ist
serienmäßig ein Einschubschacht für den Stick vorhanden. Einfach die
Abdeckung auf der Geräterückseite des Tablets entfernen und den “G9″ Stick
hineinschieben. Der Stick fügt sich nahtlos in das Gehäuse ein und wird
sofort vom “G9″ Tablet erkannt.

Zudem liefert die “G9″ Tablet-Range folgende Innovationen:

Die schnellsten Tablets
Die “G9″ AndroidTM Tablets von ARCHOS sind dank ihres 1.5 GHz Dual Core
OMAP4 Prozessors rasend schnell: Aktuell gängige Android Tablets basieren
zumeist auf einem langsameren 1 GHz Dual Core nVidiaTM Tegra 2TM Prozessor.

Dank des 1.5 GHz Dual Core Prozessors verfügen ARCHOS “G9″ Tablets über 50%
mehr Rechenleistung.

Multimedia in HD auf dem Tablet oder dem TV
Für bestmöglichen Multimedia-Genuss beherrschen die ARCHOS “G9″ Tablets die
1080p H264 High Profile Videodecodierung bei 60 Fps, ein Vorteil gegenüber
den aktuellen Standard-Tablets mit 720p H264 High Profile Videodecodierung.

Außerdem setzt ARCHOS eine eigene Multimedia App Suite für die breite
Unterstützung von Codecs, Formaten und Untertiteln ein.

Metadaten von Filmen und Fernsehserien werden automatisch heruntergeladen,
sogar Videodateien werden automatisch nach Titel, Schauspieler, Regisseur,
Serien und Episoden geordnet für optimales HD-Entertainment.
Die ARCHOS “G9″ Tablets verfügen über einen Mini HDMI-Ausgang, so wächst
dank Bildschirmsynchronisation das Android-Tablet auf TV-Größe und auf dem
Fernseher werden sogar Filme mit 1080p dargestellt.
3G bei Bedarf – mit dem patentierten 3G-Stick von ARCHOS

ARCHOS bietet mit dem patentierten 3G-Stick eine einzigartige 3G-Lösung für
die “G9″ Tablets: Der ARCHOS 3G-Stick ist ein, auf die “G9″ Tablets
angepasster, Standard-Stick für Laptops. In allen “G9″ Tablets ist
serienmäßig ein Einschubschacht für den Stick vorgesehen. Der Vorteil dieser
Lösung ist, dass der ARCHOS-Stick nicht nur für das Tablet, sondern auch für
jedes Laptop oder Netbook genutzt werden kann.

Video zum 3G-Stick unter:

http://www.archos.com/products/gen9/feat_3g_ready.html?country=de&lang=de

Mit diesem innovativen, optionalen USB 3G-Stick entfällt die Entscheidung
zwischen WiFi- und 3G-Tablet. Für unter 50 Euro kann der Nutzer sein Tablet
oder Notebook bei Bedarf mit dem ARCHOS “G9″ 3G-Stick aufrüsten, während ein
Upgrade auf 3G für die meisten Tablets durchschnittlich mit mehr als 100
Euro zu Buche schlägt.

In den ARCHOS “G9 3G-Stick” passt jede Standard-SIM-Karte. Geliefert wird
der ARCHOS “G9 3G-Stick” mit der optionalen ´ARCHOS Connect SIM Karte´.
Diese Karte ermöglicht bezahlbares, flexibles Surfen – ab Aktivierung kann
der Nutzer kostenlos für einen begrenzten Zeitraum testsurfen. Guthaben für
diese Karte kann einfach online vom “G9″ Tablet oder vom Notebook aus
gekauft werden. Alternativ kann der ARCHOS “G9″ 3G-Stick mit einer
beliebigen – bereits vorhandenen SIM-Karte – mit bestehendem Datenvertrag1
genutzt werden.

Top Leistung, bester Preis

Während die Einstiegskosten beim Mitbewerb bei 499 Euro liegen, ist ein
ARCHOS 8 Zoll Tablet bereits ab günstigen 249 Euro und ein 10 Zoll Tablet ab
299 Euro zu haben.
Die “G9″ Tablets von ARCHOS sind herausragend innovativ mit
leistungsstarken, schnellen Prozessoren, der einzigartigen 3G-Lösung, einem
Optimum an Multimedia-Genuss und maximaler Speicherkapazität für
Festplattenmodelle mit 250 GB Seagate HDD.

So bietet ARCHOS mit den “G9″ Tablets extrem leistungsfähige Geräte und
große Speicherkapazitäten zu günstigen Preisen – ein großer Vorteil der
ARCHOS Internet Tablets.

Die beiden Tablets “ARCHOS 80 G9″ und “ARCHOS 101 G9″ sind ab Ende September
2011 im Handel verfügbar und werden auf der IFA in Berlin erstmalig in
Deutschland zu sehen sein.

Zwei Tablets für den digitalen Lifestyle: “ARCHOS 80 G9″ and “ARCHOS 101 G9″
Das “ARCHOS 80 G9″ – das portable Tablet mit 8 Zoll Display im 4:3 Format.
Perfekt für unterwegs: Surfen im Web und die Darstellung von eBooks mit
einer Auflösung von 1024×768.

Das “ARCHOS 101 G9″ – das große Tablet für komfortablen Honeycomb-Genuss.
250 GB Speicherkapazität bieten genügend Platz für 50 Stunden Full HD mit
1080p auf dem 10.1 Zoll 1280×800 Display im 16:10 Format.

1 Verfügbarkeiten variieren je Land
*Certification in process, pending final approval by Google

 

Der Testmonat mit dem @1und1 LG Optimus Black im Rückblick

Einen Monat teste ich nun das LG Optimus Black, das 1und1 mir zur  Verfügung gestellt hatte.

Hier meine abschließenden Erfahrungen und was ich insgesamt davon halte.

Das LG Optimus Black, ein Arbeitstier im edlen Design

Zunächst hat sich die Akkulaufzeit noch mal deutlich verbessert. Bei durchschnittlicher Benutzung hält der Akku einen Arbeitstag durch. Ergänzt habe ich hierzu das Tool Juice Defender, das die Laufzeit nochmals um den Faktor 2 erhöht.

Die Ausstattung mit Speicher ist hervorragend, endlich lassen sich auch grössere Apps installieren z.B. Google Earth. Froyo tut gute Dienste und nach meinen Upgrade Erfahrungen mit dem Samsung Galaxy Tab erhoffe ich mir mit dem angekündigten Update des Optimus Black nochmals einen deutlichen Geschwindigkeitsschub.

GPS funktioniert bei mir zumindest sehr gut (für den ersten Fix der Satelliten sollte man sich generell etwas Zeit lassen). Alle installierten Apps laufen angenehm flüssig und auch das eine oder andere Spielchen lässt sich ohne Ruckeln spielen.

Den Starter habe ich durch GO Launcher Ex ersetzt, der mit schönen 3d Effekten auf dem Optimus Black angenehm flüssig läuft.

Sicher werden das eine oder andere 3D Spiel nicht laufen, aber mein Smartphone ist für mich in erster Linie Infozentrale, Mail System und Netzzugang und diese Aufgaben erfüllt es hervorragend.

Der Nova Bildschirm ist wirklich sehr hell und mit kleinen Einschränkungen lässt sich das Display tatsächlich auch im Sonnenlicht noch ablesen.

Das Gewicht mit nur knapp 100 Gramm ist ausgesprochen angenehm, ich musste schon das eine oder andere Mal in die Tasche fassen um sicher zu sein, dass ich das Smartphone tatsächlich eingepackt hatte.

Das Optimus Black (im Bild rechts) gewinnt nicht nur wegen des Gewichts gegen das HTC Desire

Das Gehäuse ist zwar aus Plastik aber bislang hat es sich als sehr robust erwiesen. Die Frontkamera erlaubt vor allem mit meinem Samsung Galaxy Tab sehr gute Videotelefonie und ist ein extrem angenehmes Add On.

Insgesamt erhält man mit dem LG Optimus Black ein sehr leistungsfähiges Arbeitstier, das sowohl mit seiner durchaus akzeptablen Akkulaufzeit glänzt (vor allem, wenn man den schlanken leichten Formfaktor mit bedenkt). Auch die installierte Software und die Gesamtperformance liegt im guten Bereich, hier würde lediglich ein Dualcore Prozessor noch herausstechen. Allerdings wird man diesen bei den meisten Standardanwendungen auch in der jetzigen Systemkonfiguration nicht vermissen.

Fazit: Das LG Optimus Black hat mein HTC Desire komplett verdrängt. Gerade der grosse Speicher, das Gewicht und das helle Display gestalten für mich das Arbeiten mit dem Optimus Black sehr angenehm.

Auch im Kollegenkreis war das Optimus Black ein Hingucker und so mancher war über die Brillianz des Displays oder das Gewicht überrascht.

Wer Auf der Suche nach einem guten Allrounder mit Fokus auf Gewicht ist, der sollte sich das LG Optimus Black definitiv genauer ansehen. Wer den Fokus mehr auf 3d Gaming unterwegs legt, der sollte ggf. auf eines der neuen Dual Core Smartphones ausweichen, muss dann aber auch ggf. mit dem höheren Gewicht oder größerem Batteriehunger leben.

Danke an 1und1 für die Gelegenheit, das Optimus Black zu testen. So habe ich ein Smartphone kennen- und schätzen gelernt, das zuvor nicht im Fokus meiner Auswahl gewesen wäre.

Offliner gegen Onliner, Dueck gegen Lobo? Oder wo Sascha Lobo irrt.

Offliner gegen Onliner ein Artikel von Sascha Lobo gegen die angebliche Arroganz der Online Community gegenüber den Offlinern schlägt im Netz hohe Wellen. Dabei sind die Aussagen so alt wie die Entwicklung des Fortschritts selbst.
Sicher gibt es den einen oder anderen Onliner, der sich arrogant gegenüber nicht so technik affinen Menschen gibt. In meinem Umfeld muss ich aber danach sehr intensiv suchen. Die meisten angeblichen Digital Natives oder auch einfach nur Technik affinen Menschen bemühen sich sogar sehr intensiv um einen Dialog mit denjenigen, die noch nicht online sind.

Arrogant ist, wer sich arrogant gibt. Und das findet sich ebenso bei den Offlinern, in diversen Artikeln der sogenannten Leitmedien, die sich mit einer gewissen Genugtuung über die angeblich so arroganten Digital Natives echauffieren oder Politiker, die zwar nicht in der Lage sind zu erklären, was ein Browser ist, voller Stolz berichten, dass sie es nicht nötig hätten ins Netz zu gehen aber gleichzeitig gegen die angeblich so tendenziell gesetzesfeindlichen urheberrechtsverletzenden Internet Aktivisten wettern, die nach der Ansicht der uninformierten Politiker im Internet als rechtsfreiem Raum agieren. Moderate Töne hört man von den Wortführern beider Lager selten.
Manchmal versteigen sich die Medienvertreter gar in geradezu irre Gedankengänge wie die angeblichen faschistoiden Tendenzen der re:publica

Wie es ein Blogger so schön formuliert: Niveau sieht nur von unten wie Arroganz aus.

Ich halte mich nicht für Teil einer Elite und ebensowenig für einen minderwertigen technophilen Faschisten. Aber ich halte auch nichts davon, wenn ihn den Medien ganze Gruppen der Bevölkerung verpauschalisiert in eine Ecke gestellt werden. Nicht diejenigen sind arrogant und selbstverliebt, die für ihre Ideale eintreten, sondern diejenigen, die sich für die Vertreter der Kultur und ihrer Ideale halten.

Etwas mehr Gelassenheit bitte, auf beiden Seiten. Dafür sind aber leider Artikel wie der von Sascha Lobo im Spiegel nicht hilfreich. Denn selbst die Darstellung der angeblichen Arroganz der Onliner ist in sich ja eigentlich schon wieder eine Überhöhung einer sehr divergenten Gruppe von Menschen, unter der die meisten einfach nur Freude an Kommunikation haben und das auch teilen. Und zwar Online UND Offline.
Und für mich ist es auch ein Gutteil Arroganz zu glauben, man könne die Internet Szene definieren und sie wäre homogen. Das ist falsch. Homogen ist möglicherweise die Szene, die sich auf bestimmten Feldern engagiert. Aber es gibt viele Blogs, viele Bloggerinnen, viele, denen die Ansichten der oft selbstdeklarierten Meinungsführer kräftig gegen den Strich gehen.

Und noch was: Wer bei Duecks Vortrag die Ironie, die satirische Überhöhung nicht versteht, der muss dessen Vortrag für arrogant halten und wer sich zu solchen Aussagen herablässt wie Zitat: „…Abgesehen von der asozialen Komponente und der grotesken Verhöhnung von Ausbildung, Professionalität und Wissenschaft kann man Günter Dueck nur bedingt einen Vorwurf machen: …“ der hat nicht wirklich zugehört und vermutlich auch keines der Bücher von Gunter Dueck gelesen. Es geht letztlich darum, gerade das Wissen die Bildung und die Professionalität in Arbeitswelt und Wissenschaft wertzuschätzen.Also das genaue Gegenteil dessen, was Sascha Lobo angeblich aus dem Vortrag herausgehört haben will. Insofern, setzen, sechs.
Lobo empfehle ich dringend sich auch mit Duecks Büchern wie „Aufbrechen„, „Topothesie“ oder „E-Man“ zu befassen.
Denn spätestens mit obigem Zitat zeigt sich. Man hat nicht zugehört und schon gar nicht nachgedacht oder sich überhaupt informiert, welche Ansichten, welche Philosophie der Vortragende vertritt…. DAS ist Arroganz.

Update: Scheinbar sind noch andere nicht der Meinung des Königs und wagen es, Kritik zu üben. Oh wir bösen Untertanen, die wir anders denken, oder soll ich sagen, besser zuhören können?

Hey Freund, wo bist du?

Die Firma Navizon bietet einen interessanten Dienst an, mit dem es auf der Basis eines Peer to Peer Netzwerkes möglich ist, die Position von Freunden zu ermitteln, wenn diese sie freigegeben haben. Anwendungen finden sich hierfür durchaus einige, so z.B. wenn man sich irgendwo treffen will, und ggf. einer der Beteiligten zu spät kommt. Aber auch in Erfahrung bringen, wer von den Freunden gerade in  der Nähe ist, ohne dies im ganzen Netz publik zu machen z.B. durch einen Check In bei Facebook oder Foursquare ist möglich.

Am interessantesten dürfte aber für einige sein, dass man für die Checkins, die bei Wlans oder auch Mobilfunkzellen geschehen etwas verdienen kann.

Für jeden Checkin an einem bislang unbekannten Mobilfunkmast erhält man 15 Punkte, bei einem unbekanntem Wifi Hotspot 3 Punkte (bzw. 2 Punkte bei einem bekannten Mobilfunkmast und 1 Punkt bei einem bekannten Mobilfunkhotspot). All das geschieht automatisch und  erreicht man in Summe 10000 Punkte, so bekommt man das via Paypal mit 15 $ in bar vergütet.

Man wird also quasi dafür bezahlt, dass man die Datenbasis des Dienstes mithilft zu verbessern. Was haltet ihr davon? Ich finde das eine ganz interessante neue Möglichkeit für einen Dienst, der beiden Parteien von Nutzen ist. Und auch hier gilt, ich gebe meine Lokation bekannt, wenn ich es will, nicht einfach immer.

Die Zeit der reinen Business Smartphones ist vorbei

RIM baut Stellen ab“ meldet die Tagesschau. Das war meiner Ansicht nach zu erwarten. Zu lange hat man sich auf eine Nische, nämlich die Business User fokusiert. Das mag bei den Desktop PCs noch Sinn gemacht haben. Aber spätestens bei Smartphones und Tablets hat RIM nicht gemerkt, dass die meisten User keine zwei Smartphone rumtragen wollen, eines um privat zu telefonieren, Apps zu laden UND Spiele zu spielen und ein zumindest vom Aussehen (und manchmal auch vom Preis ) Geschäftssmartphone.

Mobile Endgeräte mit Internet Zugang lassen die Trennung von Privat und Beruf immer mehr verschwimmen

Wir erleben eine zunehmende „Gamification“ des Alltags, Telefone sind nicht mehr reine Geschäftswerkzeuge und spätestens seit dem IPhone und IPad auch Stilobjekte. Da gab es immer weniger Businesskunden, die noch so seriös wirken wollten, dass es unbedingt ein technologisch eher veralteter Blackberry mit eingeschränktem Softwareangebot und sehr trockenen, geschäftlichem Habitus sein musste.

Das Playbook ist durchaus ein gelungener Wurf, aber leider viel zu spät, denn längst hat sich der Konsument auf Android und Apple gestürzt. Wer in Zukunft im Smartphone und Tablet Bereich noch Fuss fassen will, muss es ermöglichen, mit einem Gerät beides zu tun.Privat zu surfen, seine EMails abzufragen und auch mal das eine oder andere Spiel zu spielen und gleichzeitig seine Businessaccounts zu verwalten. Das mag manchen sich viel zu wichtig nehmenden Manager nicht gefallen, aber mal ehrlich, technophile Menschen wird das herzlich wenig stören. Und auch wenn es manche Vorgesetzten stören mag. Der Nutzer emanzipiert sich von der Überwachung seiner Online Aktivitäten im Büro. Ich wage die Prognose, dass spätestens in ca 5 Jahren über 70 Prozent der Menschen dank Smartphone und/oder Tablet immer online sein werden. Das mag den Vorgesetzten nicht gefallen, die einen Teil ihrer Bedeutung auch durch die Kontrolle über das Verhalten ihrer Untergebenen definieren. Aber auch die Zeit des 9-17 Uhr Jobs nähert sich ihrem Ende und die Vermischung von Privat und Beruf schreitet voran. Das mag man mögen oder nicht. Aber dank der neuen Technologien werden diejenigen, die so leben wollen es einfach tun.

Und Hersteller wie RIM sind die ersten, die das zu spüren bekommen.

Mein digitaler Tag, wohlorganisiert und entspannt.

Wie sieht ein Tag bei mir aus, was mache ich anders als andere? Oft musste ich schon die Frage beantworten, wie ich das alles schaffe, meine Familie, die Arbeit, das Bloggen.

Deshalb hier mal ein typischer Tag in meinem digitalen und analogen Leben. Und der geneigte Leser wird sehen, Technik kann das Leben auch erleichtern, wenn auch viele in meinem Umfeld über das ach so komplexe Leben klagen. Es beginnt schon am Vorabend. Auf einem kleinen Netbook, der zugleich Server für unsere Wetterstation ist, läuft Calibre, eine EBook Verwaltung, die automatisch aus von mir gewählten Seiten Ebooks zusammenstellt.

Abends ist dann der EBook Reader angedockt und Calibre läd automatisch die aktuellen Nachrichten von „Die Zeit“, „Spektrum der Wissenschaft“, „Tagesspiegel“ und einigen anderen Nachrichtenquellen herunter, erzeugt ePub Files und läd diese auf den Reader (automatisch, ohne mein Zutun). Parallel dazu aktualisieren sich Smartphone und Tablet automatisch mit den neuesten Nachrichten über Google Reader und  Pulse, sowie einen Podcast catcher. Zeitaufwand für mich bis dahin <1 Minute für den Anschluss der Geräte.

Bevor ich zur Arbeit fahre, lese ich dann ein paar interessante Artikel und schaue bei Facebook und Twitter vorbei und poste Artikel, die ich für interessant halte oder reihe sie bei Hootsuite oder Buffer zum späteren Posten auf Twitter und oder Facebook ein. So entsteht oft auch der Eindruck, ich wäre den ganzen Tag online, was nur bedingt stimmt, da die Postings dann von meinen Devices, die mir ja das Leben erleichtern und mich nicht ans Netz fesseln sollen in meinem Namen erledigt werden.

Aufwand bis jetzt ca 15 -20 Minuten.

Im Lauf des Tages nutze ich Smartphone und/oder Tablet dann, wenn mir eine neue persönliche Nachricht angekündigt wird bzw. in den Kaffeepausen zum Kurznachrichten lesen. Das summiert sich am Tag dann so auf ca. 20-30 Minuten. Meist leite ich interessante Texte direkt auf Facebook, wo ich sie dann abends lese.

Zusätzlich dient mir mein Tablet am Tag noch als Terminplaner, Adressbuch und Chat Client, falls von zu hause eine wichtige Nachricht kommt, denn mit der Familie telefoniere ich nicht oder schicke teure SMS sondern kommuniziere mit Trillian, was mir und meinen Lieben die Kommunikation vereinfacht, da wir so immer erreichbar sind, aber dann, wenn wir Zeit dazu haben.

Die Checkins bei Foursquare, Facebook, Gowalla und Google erledigt gesammelt Footfeed für mich, was meist mit zwei drei Tastendrücken erledigt ist und so ebenfalls max. knapp 5-10 Min pro Tag benötigt.

Man kann hier die selbstaktualisierenden Newstreams auf beiden Devices sehen. Die Inhalte werden synchron gehalten.

 

Aufwand bislang max. ca 45 Minuten.

Abends schaue ich in der Regel nicht fern, bis auf wenige gute Ausnahmen und lese dafür die Fundstücke des Tages auf Facebook nach, twittere mit Freunden oder lese in meinem Google Reader und schreib ein meinem Blog. Das ist der grösste Aufwand des Tages, findet meist zwischen 20 und 22 Uhr statt, nachdem die Kinder im Bett sind (natürlich meist noch mit einer vorgelesenen Geschichte oder der halben Stunde Fernsehen, die ihnen pro Tag erlaubt ist).  Dann sind EBook Reader und Smartphone/Tablet längst wieder angedockt oder automatisch ins WLan eingeklinkt und aktualisieren sich für den nächsten Morgen.

Das heißt also, ich benötige für die üblichen Aktionen im Netz am Tag ca. 45 Minuten und nutze die Zeit am Abend, zu der die meisten sich der stumpfsinnigen Glotze hingeben für meine Aktivitäten als Autor und Blogger.  In Summe also maximal 3 Stunden pro Tag, etwa die Zeit, die der Durchschnittsbürger vor der Flimmerkiste verbringt.

Ebook Reader
Der Reader ist auf dem Schreibtisch stets am Calibre Server angedockt, und erhält automatisch die neu generierten dynamischen News-Ebooks ein Mal pro Tag.

Ist das jetzt viel Zeit? Ich glaube nicht. Und deshalb gönne ich mir gelegentlich, vor allem bei schlechtem Wetter und wenn die Kinder gerade ausgeflogen  und meine Frau ebenfalls mit anderen Dingen beschäftigt ist ein zwei Stündchen mehr fürs Chatten und Twittern mit Freunden. Aber in Summe bleibt es dabei. 3 Stunden pro Tag, aber kein Fernsehen.

 

Nicht wirklich viel oder?

Update: Weil die Frage auftauchte: Meine Frau hat da gar nix dagegen, da wir die  Abendstunden gemeinsam auf der Couch im Wohnzimmer verbringen und entweder beide lesen (ich im Web, sie ein eBook oder ein klassisches Buch) oder sie etwas Fernsehen schaut, ich blogge und/oder lese. Ist kein grosser Unterschiede, ob man gemeinsam Fernsehen schaut, oder der eine surft, der andere TV sieht….