EBook Reader mit E-Ink nur eine „Brückentechnologie“?

Auf dem Tablet ist die Zeitung nicht nur bunt, sondern mittlerweile auch multimedial.

Neueste Studien und neueste Zahlen zeigen es. Die Tablets gewinnen als Lesegeräte an Boden.  Und die Behauptung, EInk Displays wären augenschonend oder würden weniger anstrengen, wird auch von  Studien widerlegt.

Insofern behaupte ich, wir werden in ca. 10 Jahre keine EInk Reader mehr sehen. Bis dahin wird eine neue Form leichter Tablets mit langer Laufzeit und klassischen Displays den EInk Readern den Rang abgelaufen haben. Aus mehreren Gründen. Zum einen, weil wir erst am Anfang der EBook Entwicklung stehen.

Bislang sind die meisten EBooks reine 1zu1 Umsetzungen ihrer Printequivalente. Keine Animationen, keine Zusatzfunktionen. Die einzigen, die bislang mehr bieten, als das reine Lesevergnügen sind manche Zeitungen oder Zeitschriften, die Multimedia Content ergänzen. Das wird aber im Buch der Zukunft verstärkt auftreten. Wir werden eine Verschmelzung der verschiedenen Medien erleben, Bücher mit Filmsequenzen, Bücher, die mit Musik oder zoombaren Großformatbildern erweitert sind.

Und dafür sind die EInk Reader mit ihrer trägen Darstellung einfach nicht geeignet. Lediglich die lange Batterielaufzeit zeigt noch einen entscheidenden Vorteil. Aber erste Tablets stehen einen ganzen Tag durch und hier wird sich noch einiges tun.

Möglicherweise sind die EBook Reader mit EInk eine Art Transitionstechnologie. Sie führen die harten Verfechter des totholzgedruckten Wortes langsam an die digitale Welt heran. Ermöglichen ein bekanntes Leseempfinden („Das ist ja fast wie Papier“) und verzögern die strombedingten Pausen auf monatliche Ladezyklen. Aber früher oder später wächst eine Generation heran, die schon von Anfang an mit dem Tablet aufwächst. Die es gewohnt ist, Medien auf dem Tablet zu konsumieren. Und wenn die Hersteller endlich begreifen, dass viele Tablets nur deshalb als Lesegerät abgelehnt werden, weil ihre Displays erbärmlich spiegeln, dann ist es auch möglich, an einem sonnigen Tag draußen ein Buch auf dem Tablet zu lesen. Selbst probiert, mit antireflektierender Folie geht das wirklich gut.

Update: 11.12.2012 Offensichtlich sind jetzt auch die Marktforscher dieser Ansicht, wie ein Artikel bei Heise nahelegt:

Marktforscher: E-Book-Reader schon wieder am Ende

 

Können wir überhaupt noch ohne Smartphone leben?

Wieder mal ne provokative Frage, die ich mir so nie stellen würde. Denn wenn mir etwas das Leben erleichtert, und auch wenn das manch einer bezweifeln mag, für mich persönlich tut das Smartphone genau das, dann werde ich einen Teufel tun, genau das abzuschaffen.

Aber nichts desto trotz lohnt es, einen Blick darauf zu werfen, wofür Menschen ihr Smartphone so einsetzen und was genau die wichtigsten Features sind.

Genau das hat Simyo mal wieder in einer ihrer berühmt/berüchtigten Infografiken gemacht, die ich ganz gelungen finde (außerdem weiß ich ja auch, dass ein Bild oft mehr als tausend.. aber lassen wir das..)

 

Wie Apps das Leben erleichtern!

Ich bin ein Enlightened und auf der Suche

 

Ingress, das neue Augmented Reality Spiel von Google, das mit viel Brimborium angekündigt wurde, startet

gerade mit ersten Invites. Heute kam meiner an und ich bin sehr gespannt, was mich erwartet. Zu viel Spoiler werde ich nicht liefern. Dann wäre ja der ganze mysteriöse Reiz verflogen. Nur so viel. Es geht wohl um einen Kampf um eine neue Substanz zwischen der Resistance und den Enlightened. Und es wird die gesamte Umgebung des Spielers in das Spiel mit einbezogen. Anbei ein paar Screenshots, ohne zu viel zu spoilern.

Wer als Enlightened nach mir sucht, ich bin Agent bicyclist (war ja logisch, oder). Noch darf ich keine anderen Agenten anwerben, aber wenn es so weit ist, erwartet die Ankunft einer Einladung.

Auf jeden Fall werde ich wohl das Wochenende mit Agententätigkeiten verbringen. Und mal sehen, welche …. aber nein, das würde jetzt zu weit führen.

Der Google Nexus Verkaufsstart und der Shitstorm, der nur ein Verdauungsproblem ist

Begehrt über alle Erwartungen hinaus. Die Nexus Geräte

Ja, es war mehr als unglücklich, wie der Verkaufsstart der neuen Nexus Geräte lief. Und ja, dass jetzt auch diejenigen, die eigentlich eine Bestellung aufgeben konnten, doch nicht zum Zug kommen ist ärgerlich.
Aber wie sich jetzt manche diesbezüglich verhalten, ist mehr als peinlich.
So muss zur Zeit Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland egal was er postet damit leben, dass die Kommentare von Beschwerden von Nutzern überlaufen.

Das ist aber mit Verlaub gesagt dämlich. Ich denke Stefan Keuchel weiß sehr genau, dass da einiges schief gelaufen ist und Kunden mehr als unglücklich sind. Aber er kann an der Sache jetzt auch nix ändern. Google wird mit Sicherheit versuchen, das ganze so schnell wie möglich zu bereinigen. Bis dahin wäre ein wenig mehr Gelassenheit dringend angeraten.

Gerade startet Google ein spannendes Augmented Reality Spiel Namens Ingress. Aber was auch immer Stefan dazu berichtet wird von Beschwerdekommentaren geflutet, die meist im Stile „böses Google“ mimimi haben will, wie könnt ihr nur sind. Das mag am Tag des Fiaskos noch berechtigt gewesen sein, jetzt hats was von enttäuschtem Geburtstagskind, das nicht alles kriegt, was es will.

Für die Fakten, wer bestellt hat, kriegt auch. Es wird sich verzögern, weil man offensichtlich mit dem Ansturm nicht gerechnet hat. Das mag ob der genialen Preise verwunderlich sein, ist aber nicht zum ersten Mal einem Hersteller passiert. Könnten wir jetzt einfach Google mal die Chance lassen, aus diesem Fehler zu lernen und die Bestellungen so schnell als möglich zu bearbeiten? Oder glaubt hier wirklich irgendwer, dass Stefan Keuchel hier einen „Magic Wand“ aus der Tasche ziehen kann und „Pling“ jetzt wird geliefert wie verrückt?

Just my two cents. Und nein, ich hab mir keins bestellt, bei mir kam letzte Woche als vorzeitiges Geburtstagsgeschenk ein Samsung Note 2 an. Aber als das erste Nexus 7 Tablet rauskam, hab ich eins für meinen Sohn erstanden, und das war am Folgetag da. Also ganz ruhig bleiben und einfach mal etwas länger warten. Etwas, das wir offensichtlich komplett verlernt haben.

Google startet weltweites Augmented Reality game ingress

Noch gibt es wenig genaue Informationen. Auf www.ingress.com kann man bereits einen Film über das Game sehen, das bislang nur mit einem Invite Code gestartet werden kann.
Es handelt sich allem Anschein nach um eine Art Agentengeschichte, die aber mit Augmented Reality Elementen arbeitet.
Ich habe mir bereits meinen Invite Code angefordert und werde genaueres berichten, sobald der Code angekommen ist.

Update: Der Invite Code ist da. Heute Abend beginnt mein erster Auftrag. Ich halte euch auf  dem Laufenden.

Mit Social Media verkauft ihr nichts.

Na ja, stimmt nicht ganz. Natürlich kann man via Social Media auch Produkte verkaufen. Aber das sollte nicht der primäre Blick sein. Wenn ich Social Media nur als Katalysator für meine Verkaufszahlen sehe, dann verkenne ich, dass ich in Social Media nicht mit potentiellen Kunden, sondern eben sehr oft mit bereits bestehenden Kunden kommuniziere, die eben nicht schon wieder ein neues Produkt wollen, sondern die man jetzt als bestehende Kunden weiterhin betreuen sollte.

Das ist auch das große Problem vieler großen Unternehmen. Sie bemühen sich händeringend um den potentiellen Neukunden, aber sobald man zum Bestandskunden wurde, muss man um jede Vergünstigung, die Neukunden nachgeworfen wird betteln.

Social Media heißt auch, Kunden helfen, ggf. auch mal bei Themen, die nicht originär zum Ziel des Bereichs gehören, der die Social Media Aktivitäten betreut. Es sollte der antworten, der antworten kann, und wenn es der erste Mitarbeiter ist, der eine Frage liest, dann eben dieser.

Wenn Antworten erst in die Fachabteilungen delegiert werden müssen um nach mehreren Stunden oder noch schlimmer Tagen eine Antwort zu liefern, kann es schon zu spät sein.

Wer aber hier offen und hilfsbereit kommuniziert, verkauft tatsächlich auf lange Sicht mehr. Denn er hat zufriedene Kunden, die gerne und positiv über ihn sprechen, die ihn aus Überzeugung empfehlen. Social Media hat viel mit Reputation, mit Image und Empfehlungsmarketing zu tun. Insofern kann man gutes Social Media Engagement quasi fast wie ein Teilprodukt sehen.

 

Ein Werbeproxy fürs Hausnetz

Hab gerade wieder mal ein meiner Ansicht nach längst überfälliges Konzept auf Kickstarter unterstützt. Einen Proxy, den man in jedes beliebige Netzwerk einklinken kann und der dann automatisch jegliche Art von Internet-Werbung filtert. Für mich ist die im Netz geschaltete Werbung schon seit langem eher eine Mischung aus Ärgernis und intellektueller Beleidigung und ich filtere sie nun schon seit mehreren Jahren auf jedem Endgerät. Nur musst ich dazu bislang auf jedem Gerät den Adblocker selbst einrichten bzw. auf den Smartphones diese sogar zuvor rooten. Das alles gehört mit Adtrap der Vergangenheit an.

Adtrap ist eine kleine Box, basierend auf Linux, die sich als Werbeproxy zwischen Internet und die Geräte im Hausnetz schaltet. Einmal eingebunden, werden für alle Endgeräte die Werbeschaltungen automatisch geblockt. Dafür muss keines der Endgeräte extra umkonfiguriert werden, da die Filterung quasi „out of the box“ funktioniert. Jedem, der an herkömmlicher Hinausschreiwerbung im Internet Geld verdient, wird das ganze ein Grauen sein, aber ich finde es eine sehr gute Sache, da ich schon seit längerem predige, dass wir das Ende der klassischen Marktschreierei zu Gunsten eines echten Dialogs auf Augenhöhe erleben.

Das Humble Bundle For Android 4 ist da! Und es lohnt sich!

 

Es gibt wieder eine neue Auflage des Humble Bundle für Android mit einigen wirklich guten Independent Spielen.

Unter anderem gibt es dieses Mal: Crayon Physics Deluxe; die „planzenbasierte“ Realtime Strategie Implementierung Eufloria; das Mikrobiologie-Puzzle Splice; das retro gestylte Spiel Superbrothers: Sword & Sworcery EP; den Weltraumsidescroller  Waking Mars. und für alle, die mehr als den Durchschnittsbetrag bezahlen das absolut brilliant gemachte Machinarium!

Wer also ein paar wirklich gute, besondere und sehr stilvoll produzierte Spiele möchte und zugleich noch ein gutes Werk tun für die Independent Entwicklerszene und für Hilfsorganisationen, der sollte wieder mal zuschlagen, so lange das Angebot noch gilt (meist 14 Tage lang).

Anbei noch ein paar Videos von den einzelnen Spielen:

Splice

 

Eufloria

Waking Mars

Crayon Physics Deluxe

Superbrothers: Sword & Sworcery EP

Machinarium