IBM macht sich Gedanken über die Verknüpfung von Online- und Offline Commerce

Nettes Video finde ich, Teil einer Reihe zum Thema Online- und Offline Commerce. Eine spannende Frage, denn meiner Ansicht nach muss Online- und Offline nicht zwangsweise ein entweder oder sein. Gerade für kleinere lokale Unternehmen sehe ich in einer klugen Online Strategie auch Chancen für den Offline Verkauf. Indem man zum Beispiel regionale Aktionen bewirbt, lokale Services bietet und generell die sprichwörtliche Nähe zum Kunden lebt.

Es geht halt wieder mehr um den Mehrwert, was wirklich die Qualität von Offline ausmacht. Wenn ich nur austauschbarer Verkäufer einer Ware bin, dann kann ich das genauso gut auch online machen. Bin ich aber auch noch Berater, Gesprächspartner oder gar „Plattform für das Zusammenkommen von Menschen“, dann macht es weiterhin Sinn, mich als Händler in meinem Ladengeschäft zu besuchen. Die Ware alleine ist schon länger kein Grund mehr, in ein Geschäft gehen zu müssen. Ich denke hier muss der Offline Handel ansetzen, will er auch längerfristig gegen den reinen Online Handel bestehen.

Eine nette Überraschung von Ovomaltine und @markho

schatz
Mein Schhhhaaaatz…….

Da denkt man an nix schlimmes und plötzlich klingelt der Postbote und hat ein großes Paket für einen. Und von wem? Und was ist drin? Ich erwarte doch eigentlich gar nix.

Und dann die Überraschung. Da hat doch der @mahrko wohl Ovomaltine mich als Blogger und dreifachen Vater (so stehts im Anschreiben, also schon Standard aber personalisiert. So mag ich das) empfohlen für ein „Carepaket“ eine Produktprobe, oder wie man es auch immer nennen will.

Und auch wenn es natürlich Werbung ist. Sie hat den richtigen Nerv im richtigen Stil getroffen. Das Anschreiben ist als Dankesschreiben für mich als Blogger gestaltet, schon mal keine dumme Idee, denn positives Feedback kriegt man nicht nur als Blogger viel zu selten. Und dann noch die geniale Zusammenstellung. Ovomaltine kenne ich noch aus meiner Jugend, insofern hatte ich da schon nen Bezug dazu, wie weit deren Produktsortiment mittlerweile aber geht, wusste ich noch nicht. Das wird heute abend erst mal ne ordentliche Verkostung geben, aber erst mal muss ich das alles vor meinen Kids verstecken, sonst kriegt der Bloggerpapa ja gar nix mehr ab.

Hab ich nicht vor kurzem noch gebloggt, dass die normale „unsere Produkte sind die besten“ Werbung so nicht mehr zieht? Genau das hab ich damit gemeint, wie man es besser machen kann. Direkt die Produkte für sich sprechen lassen, die Community einbeziehen, denn selbst wenn hier der eine oder andere sicher über „blöde Werbung“ meckern wird. Ich finde die Aktion extrem sympathisch und habe mich auch weil ich gerade noch etwas kränklich bin sehr darüber gefreut.

Danke nochmal Ovomaltine und @mahrko für die tolle Überraschung!

 

Selbstbild, Fremdbild und Werbebild. Warum wir nicht mal mehr dem Guten vertrauen

Dove hat eine etwas andere Art von Werbekampagne gestartet. Im Vordergrund steht nicht das Produkt, sondern die Sicht, die Frauen selbst auf sich haben, was ihre Schönheit angeht, und die Sicht anderer.

Vorab, ich finde die Kampagne toll, gerade eben, weil man nicht wieder mit den plumpen „unser Produkt ist ja so toll, es gibt nur unser Produkt, kauft unser Produkt“ Botschaften kommt, sondern mal eine Aussage trifft, die jenseits der Produkte steht.

Und genau hier greift das Netz mit Misstrauen an. Schade finde ich eigentlich. Denn die Botschaft ist es wert, überdacht zu werden. Natürlich kann man hinterfragen, was bei Frauen mit Schönheitsfehlern passiert wäre.

Aber darum geht es nicht, es geht darum, die Botschaft zu transportieren, dass Werbung uns nicht unbedingt immer schlecht machen muss, um uns danach zu verkaufen, dass wir mit Hilfe des angepriesenen Produkts ein besserer Mensch werden. Zumal das ja eh nur noch die Werbetreibenden selber glauben, dass die Mehrheit auf diesen Bullshit reinfällt.

Was mir die Werbung von Dove zeigt ist, dass es offensichtlich wenige, aber immerhin ein paar Menschen gibt, die begreifen, dass die Zeit platter Werbebotschaften langsam zu Ende geht. Dass wir alle lange genug pseudogesunde Produkte konsumiert haben, dennoch dick oder krank geworden sind. Dass viele sich lange genug irgendwelches Zeug in die Haare oder auf die Haut geklatscht haben, ohne schöner, attraktiver oder endlich in einer Beziehung zu sein.

Die Werbelügen sind langsam ermüdend und langweilig. Hier ist Dove zuallermindest eines zu Gute zu halten. Sie arbeiten mit erfrischend anderen Botschaften. Und sie regen zum Nachdenken an. Eine Sache, die die Werbung bislang eher vermieden hat. Lachen? Ja. Nachdenken? Um Gottes Willen.
Das heißt jetzt nicht, dass ich deshalb gleich in den nächsten Laden renne und deren Produkte kaufe. Aber sie sind mir damit deutlich sympathischer als all die anderen, die immer noch auf der alten Marktschreierschiene fahren und uns NUR für dumm verkaufen.

Und wer die Werbung noch nicht gesehen haben sollte: Anbei:

 

 

Ganz schön zynisch, liebe Telekom. Erst mal überhaupt liefern

Tja, da meldet die Telekom, dass sie bei Neuverträgen ab Mai die Flatrate abschaffen wird. Natürlich sagt sie es nicht so, sondern spricht von einer Drosselung auf 384 Kbit/s.  Laut Telekom nutzen die Kunden heute in etwas 15 bis 20 Gigabyte (GB). Gehe ich jetzt mal davon aus, dass ich als Familienvater mit drei Kindern die günstigste „Flatrate“ kaufe, die also 75GB hat ergibt sich folgende Rechnung: Pro Person ca 15 GB x 3 Kinder + 2 Erwachsene ) bedeute also, dass wir schon mit einem durchschnittlichen Verbrauch bereits über die Grenze kommen.

Nun  leben wir aber auf dem Land, eigentlich nicht weit vom Zentrum der nächstgrößeren Stadt entfernt. Dennoch war die Telekom nicht in der Lage, mehr als 1500 KBit zu liefern. Und das ausgesprochen instabil. Schon der Wechsel zu 1und1 steigerte unsere Datenrate auf 3000KBit (wohlgemerkt über die gleichen Leitungen aber über einen anderen DSLAM) und auch die Verbindungen brachen nicht mehr täglich mehrmals ab. Aber letztlich war uns auch diese Rate auf die Dauer zu gering. Auftritt Kabel BW, die es dank offensichtlich besserer Infrastruktur schaffen, eine hochstabile 50MBit Leitung zu unserem Haus zu liefern.

Also liebe Telekom. Bevor ihr hier so klagt über steigende Datenvolumen. Ihr schafft es ja noch nicht mal, die Nutzer jenseits der Ballungszentren mit vernünftigen Leitungen zu versorgen. Und dann beklagt ihr euch ernsthaft über immer größere Datenaufkommen? Not really. Oh, und übrigens. Kabel BW hat direkt als Antwort auf euren Rückschritt in die 90er verlauten lassen, dass sie ihre Flatrates weiterhin als Flatrates ohne Drosselung anbieten werden. Aber sie werden die Kapazität noch weiter erhöhen.

Tja die einen bauen aus, die anderen sacken ein. Gut, dass wir gewechselt haben. Und ich wage zu behaupten, das werden noch viele andere tun. Und vor allem, erst mal überhaupt an der Infrastruktur arbeiten, bevor man sich über steigendes Aufkommen beklagt.

Für alle, die genau wissen wollen, worauf sie sich in Zukunft mit dem rosa Riesen einstellen müssen, hier die Tarife und die Drosselungen im Überblick:

Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 16 Mbit/s:        75 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 50 Mbit/s:    200 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s: 300 GB
Tarife mit Geschwindigkeiten bis zu 200 Mbit/s: 400 GB

 

Verlosung zum Tag des Buches: 2052, der neue Bericht an den Club of Rome

blgger schenken

randersBei mir gibt es das Sachbuch 2052, der neue Bericht an den Club of Rome zu gewinnen.

Wie ihr teilnehmt? Ganz einfach: schickt mir eine Nachricht über das Kontaktformular mit eurem Namen und eurer Adresse. Und wenn ihr Lust habt, könnt ihr noch ergänzen, welches gerade euer liebstes Sachbuch ist.

Ja, ganz einfach die Teilnahme, Einsendeschluß ist der 30. April. Das ganz natürlich ohne Gewähr.

Viel Spass euch allen am Tag des Buches und noch viele tolle Lesestunden!

Bitte macht mit: Petition gegen die Freistellung von Frau Hannemann, die Missstände in Jobcentern aufdeckte

Jetzt ist es passiert. Das, was immer passiert, wenn Institutionen auf ihre Fehler von den eigenen Mitarbeitern hingewiesen und nach Nichtstun angeprangert werden. Frau Hannemann, die zuletzt durch einen offenen Brief die Zustände in Jobcentern an die Öffentlichkeit brachte, ist vom Dienst suspendiert worden. Auch in ihrem Blog hat Sie sich zu Wort gemeldet, zuert mit dem Beitrag: “Kritische Mitarbeiter von Jobcentern werden durch den Europäischen Gerichtshof gestärkt“.

Aber es ist auch eine Petition gestartet worden, diese Maßnahmen sofort zurückzunehmen. Ich finde, wenn es um den Umgang mit Menschen und deren Schicksalen geht ist es die Pflicht eines jeden, Missstände anzuprangern und es darf nicht sein, dass solche „Whistleblower“ dafür dann auch noch abgestraft werden. Bitte unterzeichnet mit auf Openpetition.de und verbreitet den Aufruf möglichst weit.

Und zum vorab schon mal lesen, hier noch der Text der Petition:

Sofortige Rücknahme aller Sanktionen gegen die Arbeitsvermittlerin Inge Hannemann

-Die arbeitsrechtlichen Sanktionen gegen Frau Hannemann sind sofort zurück zu nehmen!Inge Hannemann ist Arbeitsvermittlerin im Jobcenter Hamburg Altona.Sie betreibt aber auch einen Blog ( altonabloggt.wordpress.com/ ) in dem Sie sich kritisch mit Hartz 4 auseinander setzt und Tips für Arbeitssuchende gibt!
Für diesen Blog wird Sie bereits seit geraumer Zeit von Ihrer Behörde kritisiert und bedrängt diesen einzustellen.

Als vorläufiger Höhepunkt wurde Frau Hahnemann am 22.04.2013 von Ihrer Tätigkeit als Arbeitsvermittlerin freigestellt und des Jobcenters verwiesen! Dies kann in einem Demokratischen Land nicht toleriert werden!

Begründung:

Die Sanktionen gegen Frau Hannemann sind ein Akt von Behördenwillkür, der dazu dient Ihr Grundrecht auf freie Meinungsäusserung zu beschneiden. In einer Demokratie und einem Rechtsstaat kann nicht geduldet werden das Andersdenkende von Behörden des Staates an einer sachlichen Meinungsäusserung gehindert werden. Selbst wenn diese Angestellte der Behörde sind!

Im Namen aller Unterzeichner.

Bad Schwalbach, 22.04.2013 (aktiv bis 21.06.2013)

 

Deutschlands Blogger vernetzen sich

Es entsteht ein Netzwerk. Die deutsche Bloggercommunity folgt mit erstaunlicher Geschwindigkeit dem Aufruf, der Gruppe deblogger auf Facebook beizutreten. Und wer dort Mitglied ist, wird aufgenommen in die interaktive Karte von Luca Hammer, in der man die eigenen Netzwerkstrukturen aber auch die der anderen Blogger sehen und seit Version 2.0 auch darin suchen kann.
Es lohnt sich, mitzumachen, denn Netzwerken ist das a und o eines guten Bloggers. Also schnell rein in die Gruppe deblogger
Und übrigens, wie so viele gute Stories hat auch diese Aktion auf Twitter mit einem Tweet begonnen!
Und hier noch der Auszug mit meinen Vernetzungen. Mehr, als ich gedacht hatte:

Netzwerk
Mein eigener Ausschnitt aus dem Gesamtnetzwerk. Komplexer, als gedacht.

Facebook Home: Der Rückschritt, den man uns als Fortschritt verkauft

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Mein Homescreen, mit nächsten Terminen, Wetter und einigen Startern. Gerade diese Individualisierung ist es, die ich an Android schätze. (Und ja, hier ist sogar ein anderer Launcher installiert udn die Auflösung hochgefahren.)

Für mich liegt der Denkfehler bei Facebook Home schon im Alleinstellungsanspruch. Was hat Facebook alleine auf meinem Homescreen verloren? Die häufigst genutzten Tools sind für mich eben nicht Facebook und sein Messenger. Ich nutze einen Multimessenger, arbeite mit Foursquare und Google+, blogge auch mal über WordPress, habe zwei Webcams, deren Bild ich auf dem Homescreen anzeige. Tut mir leid Facebook, so viel relevante Information lieferst du mir nicht, schon gar nicht, wenn ich bedenke, dass früher oder später Werbung auf meinem Homescreen auftauchen wird, und die hat jetzt schon in meinem System nichts verloren.

Man merkt wirklich, das Zuckerberg mit allen Mitteln versucht, dem Trend zum mobilen Zugang ins Netz etwas entgegenzuhalten, nachdem er, wie viele andere Unternehmen diesen Trend völlig ignoriert hatte. Aber leider ist das Konzept vor allem auf Android eher kontraproduktiv. Hätte ich ein Smartphone gewollt, dessen Grunddarstellung ich kaum mehr modifizieren kann, hätte ich mir auch ein IPhone kaufen können. Aber gerade die Widgets und die flexiblen Homescreens machen für mich den besonderen Charme von Android aus. Und das soll ich mir jetzt von Facebook kaputt machen lassen? Sorry, i don’t buy that. Und nein, das ist auch keine Revolution in Richtung Socialphone, wie Sascha Lobo behauptet. Das ist ein Rückschritt, weil es die Wahl für die Nutzer noch mehr eingrenzt, weil es schon die Oberfläche des Smartphones zur Filterblase werden lässt. Facebook Home ist für mich kein Fortschritt. Es ist eine Falle für Nutzer, die nicht die Erfahrung haben, Alternativen zu nutzen. Ich bin gespannt, ob das HTC first mit Facebook Home als Startbildschirm ein Erfolg wird. Wenn ich lese, wie im Moment die jüngere Generation von Facebook weg in Richtung anderer Netzwerke verschwindet, glaube ich, es wird eher ein Ladenhüter.

Stimmen im Netz: Der Diskurs im Web ist groß. So bezeichnet Sascha Lobo Facebook Home in seiner Spiegel-Kolumne als Revolution des Socialphones, während Sascha Pallenberg dagegen hält und es als Degeneration des Smartphones sieht.

Wer sich unsicher ist, der darf es sich gerne installieren, aber wie geschrieben. Für mich ist es ein Rückschritt, da Facebook mittlerweile der kleinere Teil meines sozialen Netzes ist.