In der Gewalt von Amazon. Kindle Account ohne Begründung gelöscht.

Wie der Blogger Martin Bekkelund berichtet, wurde der Kindle Account einer Amazon Kundin aus Norwegen ohne Vorwarnung plötzlich gelöscht und all Ihre Ebooks mit ihm. Auf Rückfrage der Nutzerin antwortete Amazon ausweichend, der Account wäre mit einem anderen Account in Verbindung gestanden, der zuvor geblockt worden war, was unglaubwürdig klingt, da die Nutzerin nur einen Account bei Amazon besitzt. Das ganze zeigt mir wieder ein Mal, warum ich von DRM überhaupt nichts halte und man immer daran denken sollte, dass man kein Buch, schon gar kein Kindle Buch wirklich besitzt, dass noch mit DRM verseucht ist.

Ich werde auf jeden Fall versuchen, eine Stellungnahme von Amazon zu diesem Fall zu bekommen. Schließlich nutze ich auch (noch) den Kindle. Aber wenn das so einfach und großmächtig von Amazon durchgezogen wird, ohne Begründung, ohne wirkliche Erklärung, werde ich wohl fürderhin auf andere Buchformate umsteigen müssen. Und auch die Entfernung des Löschfeatures steht dann für alle meine EBooks an. Wer so unverschämt und eigenmächtig handelt, muss mit Reaktionen der Nutzer rechnen.

 

update: Wie computerworlduk berichtet, wurde der Account der norwegischen Nutzerin Linn zwischenzeitlich wieder reaktiviert und es gibt eine knappe Stellungnahme vo Amazon. Bislang ist weiterhin unklar, warum der einzige Account der Nutzerin ohne Vorwarnung gelöscht wurde. Es scheint aber offensichtlich einen Zusammenhang mit den Problemen der Kundin mit ihrem Kindle zu geben, und der Tatsache, dass Amazon in Norwegen nicht geschäftlich aktiv ist und Kunden dort dazu gezwungen sind, auf die europäische Webseite zu gehen, wollen sie Produkte von Amazon erwerben. Zudem scheint Amazon einmal erworbene Kindle Endgeräte auch wenn sie weiterverkauft oder verschenkt werden, stets noch mit dem ursprünglichen Nutzer zu verknüpfen. Wir hoffen jetzt auf eine ausführliche klärende Stellungnahme von Amazon.

 

Rezension: Weiber, Wein und Wibele

Ein Unterhaltungsroman. Normalerweise nicht ganz mein Genre, aber Weiber Wein und Wibele interessierte mich schon wegen des Lokalkolorits, und mit Wibele etwas anfangen können sicher nicht viele Menschen.

Das Buch der Autorin Sissi Flegel ist ein angenehm locker daherkommender Romanmix aus einer historischen Recherche über die Geschichte einer Familie, die nach dem Krieg zu den Flüchtlingen zählte und bei der es um die Herkunft einer der Hauptprotagonistinnen geht und einer besonderen Art der Rache einer Frau, deren Mann nach einer langen Ehe alles mit einer Affäre aufs Spiel setzt.

Man merkt Frau Flegel an, dass sie die Schauplätze kennt, an denen ihre Geschichte spielt. Der Sprachstil ist locker und trifft sehr gut die Stimmung und die Atmosphäre in der die zwei Frauen aus zwei unterschiedlichen Erfahrungen eine gemeinsame Reise beginnen, die dann zur Auflösung des Beziehungs- und Geschichtsvexierspiels führt.

Manchmal etwas überdreht wirkt die Geschichte in sich dennoch glaubwürdig und der Leser folgt den Lebenswegen der beiden Frauen quasi wie ein guter Freund.

Alles in allem ist Weiber, Wein und Wibele ein wirklich gelungener Unterhaltungsroman, der auf amüsante Art die Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch unerwartete Umstände aus dem Ruder gerät und die sich gemeinsam auf die Such begeben, um sich über sich und ihre Stellung in der Welt wieder im Klaren zu werden. Wer Freude an Unterhaltungsromanen mit gut recherchiertem Lokalkolorit hat, wird an Weiber, Wein und Wibele seine Freude haben.

Alles in allem vergebe ich für Weiber, Wein und Wibele 4 von 5 möglichen Punkten, da ich die Geschichte für mich zwar nicht zu meiner Standardliteratur zählen würde, aber durchaus einen wirklich gut geschriebenen Unterhaltungsroman vor mir hatte.

Seiten: 434
Erscheinungsform: Neuausgabe
eBook-Preis: 8,99 EUR
ISBN: eBook 978-3-943835-60-1
Format: ePUB

Mein besonderer Dank  geht an www.bloggdeinbuch.de und www.dotbooks.de fürs zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars

Rezension „Die Legenden der Weltentaucher“ von Hilke-Gesa Bußmann

Die Legenden der Weltentaucher von Hilke-Gesa Bußmann

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

Großartige Story, die ein ganz klein wenig an Harry Potter erinnert mit einem Schüler einer Alchimistenschule. die Geschichte findet hierbei keinen Abschluß, sondern es ist ein Roman, der in mehreren Teilen entstehen wird. Die Sprache ist bildgewaltig und beschreibt sowohl die Charaktere als auch die Welt sehr detailreich ist aber dabei nie langweilig oder zäh. Durch einen Kniff zu Beginn wird auch die leicht mysthische Atmosphäre sehr gut vermittelt. Ich freue mich schon jetzt auf den Fortgang der Geschichte. Das Buch ist speziell bei Amazon als Ebook erhältlich.

Aber bitte beachten: Es ist KEINE komplette Geschichte sondern Teil einer Reihe, die sich nach und nach entwickelt und bei der der Leser die Autorin quasi im Schreibprozess begleiten kann. Insofern auch ein spannendes Experiment darüber, wie man Bücher in Zukunft entstehen lassen kann.

Rezension: Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln

Kinderbuch und gleichzeitig Lernstoff für das ABC. Das sind oft trockene und langweilige Bücher, die in den Regalen der Kinderzimmer verstauben.

Erstaunlich, wie viel man aus einem Buchstaben herauskitzeln kann.

Als aber das Buch „Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln„, erschienen bei Langenscheidt bei uns angekommen ist, und das erste unserer drei Kinder das Buch in Händen hielt, war die erste Meinung „Cool, das sind ja Geschichten mit nur einem Anfangsbuchstaben“. Damit war der Bann gebrochen und alle drei, unabhängig vom Alter blätterten und lassen sich in faszinierender Geschwindigkeit durch das Buch. Die Geschichte um Opa Heinrich und Oma Frieda und die Kinder Lea, Tim und Emily ist liebevoll gezeichnet. Grundplot ist die Geburtstagsfeier des Opas. Da Opa Heinrich mal zur See gefahren ist, beschließen die Kinder und die Großeltern, eine Seereise mit einem „selbstgebauten Boot“ zu spielen und verschiedene Inseln zu besuchen, die wiederum die einzelnen Stationen der Reise durchs Alphabet repräsentieren.. Daraus entwickelt sich dann der Plot, aus dem die einzelnen Geschichten entstehen. Und zu jedem Buchstaben des Alphabets gibt es eine extra Geschichte, die sich nur aus diesem Buchstaben als Anfangsbuchstaben zusammensetzt.Die Schrift ist angenehm groß, und der Schriftsatz neutral, so daß Kinder die Geschichten, auch wenn sie erst mit dem Lesen beginnen, gut verstehen können.Dazu wird das Buch durch großflächige, liebevoll gestaltete Zeichnungen ergänzt, die die Reise der Kinder mit ihren Großeltern schön illustrieren. Dabei ist die Sprache nicht kindlich sondern nimmt den Leser mit und ist in der Form auch sehr angenehm als Vorlesestoff geeignet. Primär allerdings ist das Buch ein idealer Einstieg für Erstleser, die sich etwas sicherer in den Buchstaben des Alphabets fühlen wollen, ohne sich dabei  mit langweiligen Übungstexten rumzuschlagen.

Sowohl von meinen drei Kindern als auch von mir bekommt „Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln“ für die gelungene Aufmachung ebenso wie für die witzigen Zeichnungen und die kreative Umsetzung des Alphabets 5 von 5 Sternen.

Das Buch ist wirklich ein großer Spaß für Leseanfänger, ohne trocken didaktisch zu sein.

Erschienen ist „Die fabelhafte Reise zu den ABC-Inseln“ bei Langenscheidt zum Preis von 14,99 €

Der Rezensent hat eine klare Meinung zum Buch. 😉

Mein Dank geht an www.bloggdeinbuch.de und Langenscheidt für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars

Fundstück der Woche: Wolfgang Blau spricht über Urheberrecht, Eisenbahnen und den Buchdruck

Ich schätze Wolfgang Blau, Chefredakteur von »Zeit Online« sehr, nicht nur, weil für die Wochenzeitung arbeitet, die ich schon seit meiner Abiturszeit schätze und im Abo beziehe, sondern auch, weil er einer der wenigen ist, der als Journalist wirklich ein tiefes Verständnis dessen zu haben scheint, was die neue digitale Welt ausmacht. Das hat er erst vor kurzem wieder in einer Keynote bewiesen, die er am 31. August bei einer Urheberrechts-Fachtagung von Bündnis 90/Die Grünen hielt. Aber seht und hört selbst (ja, der Ton wird im Laufe des Videos noch besser)

Zuschauen bei der Entstehung eines Romans

Literatur kann auf vielen Wegen entstehen, einen ganz neuen Ansatz verfolgt Silvia Hartmann

Ein interessantes neues Projekt läuft gerade bei Google in den Google Docs.

Die Autorin Silvia Hartmann schreibt ihren neuen Roman „The Dragon Lords“ live im Netz und alle können zusehen.  Möglich ist das, weil sie den Roman in Google Docs verfasst und die Leserechte freigeben hat: Dazu sagt Google:

Fantasy author Silvia Hartmann is reinventing the editorial process by letting her readers follow along as she drafts her new novel – The Dragon Lords – in a public Google document. Hartmann started writing last week, and has already drafted 20 chapters.

Read the story so far and follow along to find out how it ends:http://goo.gl/Bb6bF

Wie ich finde, eine brilliante Idee, um dem Leser den Entstehungsprozess eines Romans direkt vor Augen zu führen.

eBook-Premiere auf Blogg dein Buch

Erstmals gibt es auch eBook-Rezensionsexemplare auf Blogg dein Buch.

Dotbooks bietet jetzt Rezensionsexemplare über die Plattform bloggdeinbuch.de

Für den Start hat sich Blogg dein Buch den passenden Verlag dazu gesucht: dotbooks.Der junge Verlag bietet etwas Besonderes: Hier treffen Verlagstradition und digitale Innovation zusammen. Mit viel Liebe zur Literatur und immer die Leser im Blick besticht der Verlag mit einem außergewöhnlichen Programm: Alle Bücher sind vorerst nur als eBooks erhältlich.

Dabei ist es immer das Ziel, für die Leser die besten Autoren zu finden und ihre Geschichten zu publizieren – aus allen möglichen Genres, vom Thriller übers Kinderbuch bis zum Ratgeber.

Zum Start der Premiere haben sich Blogg dein Buch und Dotbooks eine super Aktion überlegt: Die BdB-Blogger können sich aus acht verschiedenen eBook-Titeln aus verschiedenen Genren eBook-Rezensionsexemplare aussuchen. Wollt ihr einen Krimi, einen Fantasyroman oder doch lieber etwas Erotik? Für jeden ist was dabei, also klickt euch rein unter:

http://www.bloggdeinbuch.de/event/GB5DI9/gewinnspiel-ebook-premiere-mit-dotbooks/

Ich freue mich über diesen Schritt besonders, da ich bereits seit geraumer Zeit zu den EBook Lesern gehöre und immer mehr Literatur nur noch in digitaler Form konsumiere.

Discovering Dad. Ein spannendes Webprojekt!

Ich bin bekennender Monty Python Fan und auch die anderen Filmprojekte von Terry Gilliam habe ich immer sehr geschätzt. Um so mehr gespannt bin ich auf das, was Discovering Dad wohl bald der Netzgemeinde präsentieren wird. Terry Gilliams Tochter öffnet sein immenses Archiv an historischem Material und lässt die Netzgemeinde daran teilhaben. So werden wir im Laufe der Zeit sicher einige tolle Fundstücke aus der Arbeit des Monty Python und Filmemachers Terry Gilliam erleben können.

 

Ich freue mich drauf, hier schon ein paar Postings. Ein Vorbeischauen auf der Seite lohnt immer.

Quelle: Discovering Dad
Quelle: Discovering Dad