Earth Hour 2011. Warum ich mitmache, obwohl es ökologisch nichts bringt

Earth Hour - Proudly Committed

Ich hab die Diskussion schon öfter geführt. Reiner Symbolismus. Sinnlose Aktion, bringt doch eh nix sagen viele.

Earth Hour 2011 am 26. von 20:30 bis 21:30 sollen alle Menschen die Lichter ausschalten.

Warum ich mitmache? Es geht mir um das Symbol. Darum, dass ich in dieser einen Stunde mit meinen Kindern über das Thema Energie, Umwelt sprechen werde.

Klar ist es einfacher, sich an so was nicht zu beteiligen, sich keine Gedanken zu machen darüber, wie es mit der Erde und damit mit uns weitergeht. Aber ich will nicht nur in den Tag hineinleben, ich will nicht, dass meine Kinder für die Sünden der Generation vor ihnen zahlen muss. Wobei, das werden sie jetzt schon müssen, aber wir können zumindest dafür sorgen, dass die Last nicht all zu groß wird.

Und gerade Fukushima hat bei meinen Kindern viele Fragen aufgeworfen, hat sie immer wieder darüber nachdenken lassen, wie es den Menschen in Japan geht, was sie selbst tun können, damit so etwas  nicht wieder passiert.

Und ja, sie haben auch gefragt, warum die Menschen so dumm sind, solche Technologien zu nutzen.

Auch das wird Gesprächsthem am 26. sein. Und wenn dann nur ein klein bisschen Energiesparbewußtsein hängengeblieben ist, dann habe ich schon wieder einen kleinen Beitrag geleistet. Und immerhin haben alle Kinder auf eigenen Wunsch bereits LED Beleuchtung in ihren Zimmern. Weil die so toll Energie spart und dennoch gutes Licht gibt. Sag mir keiner, man könne nichts erreichen.

Wer die Welt verbessern will, sollte bei sich und im Kleinen anfangen. Die meisten behaupten doch nur „was kann ich denn schon tun“, weil sie damit vermeiden, wirklich etwas anzugehen, etwas zu verändern. Aber Leben ist Veränderung und ich will mich immer weiter entwickeln. Es gibt kein Alter, in dem man nicht noch etwas lernen könnte…. und sollte.

Übrigens wird die erste Minute dieses Jahr im Gedenken an die Opfer der Naturkatastrophe in Japan sein:

Roterfaden Taschenbegleiter in A4 und A5

A5 und A4 nebeneinander
Links A5 in Leder mit 4 Klammern für die Planung, rechts A4 in Tanzboden mit drei Klammern für Notizen, Zeitschriften und sonstiges in A4, das nicht geknickt werden darf.

Jetzt ist die Ausstattung komplett. Neben meinem A5 Taschenbegleiter in Leder kam jetzt auch noch der A4 Taschenbegleiter aus Tanzbodenmaterial. Tanzboden ist ein Material, das speziell für den Belag von Balletträumen etnwickelt wurde und deshalb besonders strapazierfähig ist. Dennoch fühlt es sich erstaunlich gut an.

Zeitmagazin aber auch andere Zeitschriften passen perfekt. Ebenso ein Block und Klarsichtfolien (A3 mit Knick in der Mitte)

 

Die Verarbeitung ist wie auch schon beim A5 Exemplar tadellos. Ich habe auch diesen individuell zusammengestellt, diesmal innen mit Filz und einer an mich als

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Wie man sieht mit drei Innentaschen und für Linkshänder optimiert.

Linkshänder angepassten Aufteilung.

 

Er hat drei Klammern und eine große Tasche vorne für ein Klemmbrett oder einen Block.  Vorne deshalb, weil ich so als Linkshänder besser damit arbeiten kann!

Danke dem ganzen Roterfaden.de Team für die tolle Arbeit und den persönlichen Service.

 

Und auf das neue Klemmbrett bin ich schon gespannt!

Wer ein individuelles Geschenk sucht, oder wer sich intelligent organisieren möchte, ohne sich an starre Ringsysteme oder feste Bücher zu binden, dem kann ich Taschenbegleiter nur dringend empfehlen. Sie sind einfach etwas besonderes mit dem #hach Faktor.

Nie habe ich meine Zeitschriften so elegant transportiert wie jetzt. Zeitmagazin, Spektrum der Wissenschaft, Der Skeptiker, alle passen sie hervorragend in den Begleiter und werden durch die Klammer sicher gehalten, ohne dass sie irgendwie beschädigt würden.

 

 

 

 

 

Oben mit eigenen Lesezeichen, unten sieht man das Lesezeichen, das bei neueren Modellen mitgeliefert wird.
Auch die Zahl der Klammern lässt sich variieren. Oben mit 4 Klammerpaaren, unten mit drei.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sascha Pallenberg und Gunter Dueck zur Zukunft der Arbeit

Sascha Pallenberg, den kennenzulernen ich die Freude auf der letzten re:publica hatte (remember St. Oberholz, Sascha) wurde auf der CeBit zu seiner Vision der Zukunft der Arbeit interviewt. Weitestgehend vertritt er die Thesen, die auch ich für relevant und wichtig halte. Es geht letztendlich in Zukunft um das Ergebnis, wir werden effektiver statt effizienter.

Und die wunderbare Anna Lena Schiller hat das ganze brilliant visualisiert:

Bildprotokoll von Anna Lena Schiller

Auch Gunter Dueck äußerte sich in ähnlicher Weise. Letztlich sehe ich die Zukunft sehr positiv, denn wie die beiden schon aufzeigen, es kann auch eine Befreiung sein, wenn wir mit Mut und Visionen daran arbeiten, anstatt dauernd nur die Angst vor der Zukunft herrschen zu lassen.
Es handelt sich um eine Kulturfrage und Vertrauen ist der Kern zu einer Zukunft in der wir glücklicher und freier arbeiten werden.
Die scharfe Trennung zwischen Beruf und Privat wird in der Zukunft verschwinden. Das Schlagwort dazu ist Work Life Integration und positiv gedacht, wird es viel mehr Lebensmodelle ergeben, da wir flexibler auch mit unserem privaten Umfeld werden umgehen können.
Speziell in der IT wird dieser Wandel früher beginnen. Die neuen Generationen der vernetzten Mitarbeiter fordern mehr Flexibilität, auch, weil ihr gesamtes Lebensumfeld viel flexibler und dynamischer werden wird, als wird das heute kennen.

Buchhülle reloaded, edel aus Filz

Etwas, das mich an Rucksäcken und Taschen, gerade als Fahrradfahrer schon immer störte. Selbst wenn man sein Buch dort tief und sicher verstaut, es wird doch herumgeschleudert und mit der Zeit sieht man Spuren.
Heute nun bei meinem Buchhändler entdeckte ich folgendes:

Buchfilz
Buchfilz, als Schutzumschlag für Bücher

Von außen eher unscheinbar, gearbeitet aus Filz bietet der Buchfilz durch die Grösse Platz für Bücher unterschiedlichster Dicke und Grösse.

Buchhülle
Buchhülle für Bücher verschiedenster Formate

Selbst grosse Bücher werden noch so sicher umfasst, dass ein Anstossen an den Buchrücken nicht passieren kann. Innen befindet sich eine Schlaufe, die man als Buchzeichen verwenden kann und ein Stifthalter mit beigefügtem Bleistift. Eine simple Idee, elegant umgesetzt und ein wie ich finde innovatives Weiterdenken des klassischen Schutzumschlags.

Was unsere Gadgets mit Fukushima zu tun haben

Seit den entsetzlichen Bildern geht mir ein Fakt nicht mehr aus dem Kopf. Wie weit ist Japan wirklich von uns entfernt. Wie viel Anteil haben wir an den Ereignissen?
Direkt möglicherweise recht wenig. Technologie ist ggf. in Fukushima verbaut, die von deutschen Ingenieuren bzw. Firmen stammt.

Aber es gibt auch noch den mittelbaren Anteil. Den, der sich durch unsere Lebensweise definiert. Wir werden immer mehr technologisiert. Gadgets durchziehen unseren Alltag. Und auch die Geschwindigkeit, mit der ein Gadget das andere ablöst, beschleunigt sich immer mehr. Wir leben mobil, wollen viel reisen und auch im Zielland auf unseren westlichen Lebensstil, inklusive allen technologischen Komforts nicht verzichten.

Das hat wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Viele derjenigen, die sich für nachhaltig halten, die ökologisch vernünftig leben wollen, kaufen dennoch Biogemüse, das um die halbe Welt gekarrt wurde. Oder sie pendeln jeden Tag von ihrem Niedrigenergiehaus auf dem Land 50km und mehr in die Stadt.

Aber auch diejenigen, die in der Stadt leben, leben deshalb nicht vernünftiger. Wie viele Autos sind eigentlich viel zu groß für den Bedarf des Stadtbewohners. Wer kann mir erklären, wofür ich in einer Großsstadt ein SUV brauche? Selbst jetzt sind die Schlaglöcher nicht so tief, dass man sie nur mit einem Geländewagen überwinden könnte.

Es ist sehr einfach, den Energiehunger der Welt zu beklagen. Aber wer ist schon so ehrlich, bei sich selbst anzufangen. Denn jedes Produkt, jeder Konsum geht einher mit Energieverbrauch. Und je mehr Luxus der Westen fordert, um so geringer ist die Chance, alleine mit erneuerbaren Energien kurzfristig die Atomkraft abzulösen.

Wir alle rufen laut nach dem Ende der Atomkraft. Aber der Lebensstil vieler Menschen sagt etwas anderes. Und auch der politische Wille ist beschränkt.
Jetzt tut die Bundesregierung so, als stelle sie alles auf den Prüfstand. Dabei weiss sie genau, in ein paar Monaten sind jedem die Kosten fürs Benzin und die Altersabsicherung, der Erhalt des eigenen Luxuslebens wieder wichtiger als die Hilfe für Arbeitssuchende Hartz IV Empfänger oder die Generation unserer Kinder, die mit unseren auch atomenergierelevanten Versäumnissen leben muß.

Sicher, wir brauchen eine Energiepolitik ohne Atomstrom.
Aber wir brauchen auch einen Lebensstil, der energieeffizienter ist und nachhaltiger. Und dazu gehört es auch, den Sinn des nächsten neuen Gadgets zu hinterfragen. Denn sicherlich ist ein Tablet PC eine tolle Sache oder das nächste, noch bessere Smartphone. Aber brauche ich es, oder will ich es?

Ich weiß wo von ich rede, auch ich gestehe, ich bin ein Gadgetfreak, der immer das neueste Gadget gerne hätte. Aber im Moment ist mir irgendwie die Neugier vergangen. Wenn ich nach Japan blicke werden die neuesten Meldungen zu Device XY ziemlich irrelevant.

Weltliteratur in 140 Zeichen

Nur 140, ein tweet, darin versteckt ein ganzes Werk. Ob das geht?

#twitteratur

Wers selbst versuchen will. Euer Lieblingsbuch twittern, in maximal 15 Tweets a 140 Zeichen und dem Hashtag #twitteratur.

Mehr dazu auf Welttwitteratur.de.

Meine Beiträge:

Vom Leben und Sterben, von Pestilenz und Feuersbrunst im London des 16. Jahrhunderts berichtet die Tagebücher von S. Pepys #twitteratur

Der Ring der knechtet geht auf Reise, verloren, gefunden und gestürzt ins lodernde Feuer werden kleine Hobbits grosse Helden #twitteratur

Das Internet als Gewissen und Protokollant der politischen Kaste

Was gerade sehr akut auffällt. Das Internet wird vermehrt als Ressource genutzt um der Politik den Spiegel vor zuhalten. Wahlkampfaussagen, Politikerreden, Recherchen von Fernsehmagazinen aus der Vergangenheit, all das wird wieder ausgegraben und belegt, dass vieles was heute im Angesicht der Fukushima Katastrophe plötzlich aus Angst vor der Wählerstimme vorgebracht wird, nichts als leere Worthülsen sind. Dass exakt diejenigen, die nun betroffen auf die Opposition zeigen und ihr Stimmungsmache vorwerfen genau das mit diesem scheinheiligen Moratorium tun. Wenn die drei Monate vorüber sind, UND die wichtigsten Wahlen, wird wieder zur Tagesordnung zurückgekehrt, man will sich ja nicht die Atomlobby gegen sich aufbringen.

Die Politik ist durchschaubar geworden, und das auch durch das Crowdsourcing vieler, die alte Versprechen, alte Aussagen von Politikern wieder ausgraben und somit viele der aktuellen Betroffenheitsaussagen als das darstellen, was sie sind. Lügen und Fähnchen in den Wind drehen.