Don’t feed the hype. Die „Fachpresse“ schreibt immer wirrer.

Manchmal kann ich über unsere angebliche Fachpresse nur den Kopf schütteln.

Wir erinnern uns. Die EBook Reader  kamen auf, weil man feststellte, dass die damals schon verfügbaren EBooks auf den LCD Displays oder Röhrenmonitoren einfach unangenehm zu lesen waren und die Augen anstrengten. Mit E-Ink gab es endlich eine Displaytechnologie, die an das angenehme Lesegefühl eines Buches heran kam.

Und jetzt lese ich Schlagzeilen, die behaupten, Tablets (LCD Displays) wären der Untergang der EBooks. Liebe Fachpresse, setzen 6. Entweder, ihr werdet mittlerweile für solch markige Marketingsprüche bezahlt, oder euer Gedächtnis hat eine Speicherfähigkeit, die über wenige Tage nicht hinausgeht. Wenn ich ein Buch lesen will, will ich ein Buch lesen. Ich will nicht im Hintergrund dauernd über eingehende Mails informiert werden oder permanent irgendwo hin surfen, wo im Buch verlinkt wurde. Wobei ich hier von Unterhaltungsliteratur, Belletristik spreche. Fachbücher sind ein anderes Thema, aber der Massenmarkt besteht nun mal aus Unterhaltungsliteratur. Aber da finde ich immer noch, schlägt ein günstiger (unter 50 Euro) jedes Tablet. Meines Erachtens sind nicht die EBook Reader , sondern die Tablets die Nische. Ich habe selbst einen Convertible PC. Aber eigentlich nutze ich ihn zu 95% als Netbook, weil ich einfach nicht nur konsumiere, sondern auch damit arbeite. Und dafür will ich einfach eine vernünftige Tastatur. Und fürs Lesen will ich VOR ALLEM ein gutes, angenehmes und augenfreundliches Display. Also eben KEIN LCD Display.

Saulus oder Paulus? Last years model oder gadget freak?

Mein "alter" EeePC 4g (2008 Modell, also the year before last years model) immer noch fit und aktiv als Webserver und Wuala Sharing Server

Ich weiß, bei den meisten wird dieser Gedankengang Gelächter und Kopfschütteln auslösen. Der Uwe? Unser Gadgetfreak? Er will das Modell vom letzten Jahr nutzen? Ja, ich gebe zu, ich habe eine Tendenz dazu, mich immer für die neuesten Technologien zu interessieren. Aber ich habe auch recherchiert. Und diskutiert, und im Moment bin ich mir sehr unsicher, ob ich in der Vergangenheit nicht ausgesprochen verantwortungslos gehandelt habe. Warum?

Weil ich, wie so viele andere mehr darauf geachtet habe, immer das neueste, das hypste Gadget zu haben, anstelle das, was ich wirklich brauche. Seit etwa einem halben Jahr schon recherchiere ich aber auch in die andere Richtung. Nachhaltigkeit sollte vor Technologie nicht halt machen. Ich bin bereits dabei, manch eine kurzlebige Technik wieder „zurückzubauen“ oder einfach weiter zu nutzen, als der Hersteller es vorsieht.

Auch Fukushima, ich schrieb ja schon darüber, hat mich zum Nachdenken gebracht. Wir sparen in vielen Bereichen nicht, schon gar nicht Energie. Im Gegenteil. Wir ersetzen immer mehr Dinge des täglichen Lebens, die wir durchaus stromlos mechanisch nutzen könnten, ohne Bequemlichkeit zu verlieren dennoch durch die elektrische Version. Elektrische Dosenöffner, elektrische Brotmesser und und und.

Für mich, der sich ja für neue Technologien interessiert, ist hier z.B. EBay eine interessante Alternative. Wenn ich etwas ausprobieren möchte, dann macht es manchmal auch ökologisch wie ökonomisch Sinn, nicht unbedingt das neueste Gerät zu kaufen, sondern das Modell vom letzten Jahr.
Oder einfach ein Gerät, das all das tut, was ich brauche einfach länger zu nutzen. Oder wie eine Aktion im Netz so schön sagt „Stick with last years model„.

Das ganze aber bitte nicht mit „Konsumverzicht“ verwechseln. Diese esoterische Gutmenschenattitüde halte ich für genau so falsch wie unreflektierten Konsum. Wir alle sind denkende Menschen (gut manche mehr, manche weniger). Wir sollten einfach häufiger hinterfragen, ob eine Anschaffung aus der Motivation des brauchens oder des Wollens heraus geschieht. Und ab und an mal auf etwas verzichten, was wir nicht brauchen.

Bei mir hilft da der zwei Wochen Trick. Wenn ich irgendwo etwas entdecke, was ich spontan besitzen möchte, dann einfach zwei Wochen warten. Denke ich dann immer noch, ich bräuchte es, dann kann ich mir das ganze ernsthaft überlegen anzuschaffen. Und meist hat sich dann das Thema schon erledigt 😉

Das E-Ink T-Shirt kommt. Aufdruck je nach Stimmungslage

Netbooknews berichtet von Bestrebungen der Firma E-Ink, ihre Technologie zum Beispiel auch auf Textilien aufzutragen.

Für mich eine spannende Sache. Damit könnte man z.B. T-Shirts verkaufen, die je nach Stimmungslage andere Aufdrucke darstellen. Quasi das Stimmungs T-Shirt.

T-Shirts im Sport könnten die Nummer des Sportlers oder gar die Einblendungen der Sponsoren flexibel darstellen. Und ggf. ließe sich hier auch ein Nutzen für Notfälle gewinnen, wenn relevante Daten im Fall eines schweren Unfalls dort dargestellt werden könnten 😉 (Ok, das letzte ist etwas gesponnen, aber wer weiß).

Auf jeden Fall eine spannende Symbiose, die sicher noch in anderen Bereichen interessant werden könnte. Eventuell werden wir in Zukunft eine hauchdünne Leinwand haben, auf der wir verschiedene Bilder darstellen oder gar Fernsehen können? Und wenn wir nicht mehr wollen, rollen wir sie weg. Das geht in eine ähnliche Richtung wie das rollbare Telefon, das auch erst dieser Tage gezeigt wurde.

Wir sehen, es bleibt spannend und die Miniaturisierung ist noch lange nicht am Ende.
Ein Kollege von mir hat schon vor einiger Zeit den Wunsch nach einem „faltbaren“ Display geäußert. Frank-> This one is for you!

 

Von mir kann man Aktien kaufen! Über die Renaissance der Bonussysteme

Und zwar bei Empire Avenue. Was zunächst nur wie ein weiteres ziemlich sinnfreies Online Spiel anmutet, entpuppt sich für mich bei genauerem Hinsehen als eine kongeniale Möglichkeit, aktive User der sozialen Netzwerke zu finden. Denn ich steigere meinen Wert zwar auch durch die Anteile, die User von mir kaufen. Aber zusätzlich werde ich mehr wert durch die Aktivitäten in sozialen Netzen. Und hier geht es dann nicht nur um die Postings, sondern auch darum, wie oft ich zitiert werde, wie oft meine Tweets weitergeleitet werden.

Mein "Börsenwert" hat sich schon ganz ordentlich entwickelt.

Für mich eine sehr spannende und erfolgversprechende Art, im Social Webe diejenigen zu identifizieren, die eine gewisse Reichweite haben. Und da ich mich auch noch einem bestimmten „Kontext“ zuordnen kann, lassen sich sogar Gruppierungen identifizieren.

Ich zum Beispiel bin in der Gruppe „Technology“ mittlerweile immerhin Vice President, habe also durchaus schon eine gewisse Reputation erreicht.

Für mein Gefühl eine Plattform, die zu beobachten sich durchaus lohnen kann, gerade auch ,wenn man etwas über die Schlüsselpersönlichkeiten in den sozialen Netzen herausfinden will. Meiner Ansicht nach wird einer der interessantesten neuen Trends im Netz in Zukunft sein, dass sich eine Form von Belohnungssystem etablieren wird. Besuche von Webseiten, Einchecken an bestimmten Orten, das schauen bestimmter Sendungen. All dies kann man über Plattformen wie gomiso.com, foursquare oder auch waydoo bereits registrieren. Und in Zukunft wird es möglich sein, durch das Nutzen eines bestimmte Produkts oder einer Marke oder den Besuch eines bestimmten Events oder Ortes Bonuspunkte zu sammeln, die dann wieder eingelöst werden können. Quasi das Prinzip von Payback, aber automatisiert und für verschiedenste Dienste und Angebote.

1. Mai, Hausfriedensbruch und Tränen in Kinderaugen

Tja, es hätte ein schönes Maibaumfest werden können. Selbst die Streiche der Kinder waren eigentlich noch ganz witzig. Bis eine Horde in unseren verschlossenen Garten eingedrungen ist (Hausfriedensbruch) und das frisch für unsere Kinder erworbene grosse Trampolin durch drauf wuchten einer schweren schmiedeisernen Sitzgarnitur beschädigt hat. (Gerissene Halteseile und ein kleiner Riss im Sprungtuch).

Und das traurige? Es wird sich nichts ändern, auch wenn wir dagegen vorgehen.Es wird das ganze nur noch schlimmer machen.  Mein erster Reflex war eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung, aber was würde es helfen.

Ob ich wütend bin? Ja, denn meine Kinder saßen zum Teil mit Tränen in den Augen vor mir, weil man einen ihrer großen Wünsche aus reiner Schadenfreude und im Unverstand beinahe völlig kaputt gemacht hätte.

Der 1. Mai war mal ein schöner Feiertag. Für mich ist er gestorben.

Das Buch von meinem Blog ist da. Ein gelungenes Experiment

Von epubli, dem Selbstverlagsdienst habe ich ja schon früher im Blog berichtet. Aber ohne einen Selbsttest ist solch ein Bericht nur die halbe Miete. Hier also meine eigenen Erfahrungen. Testobjekt: Mein Blog.

Insgesamt 440 (!!!) Seiten, geschrieben im Laufe des letzten Jahres. Das daraus erzeugte PDF habe ich an epubli hochgeladen und ein A5 Hardcover Buch bestellt. Heute nun kam das Ergebnis an und ich muss sagen, ich bin begeistert. Qualitativ vergleichbar mit einem guten Hardcover Sachbuch, schöner Druck, auch die Farbbilder kommen, obwohl in Schwarz Weiß wiedergegebn gut raus. Und der Preis? Für ein Exemplar knapp 25 Euro!

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So sieht mein Buch von außen aus. Schlichtes Design, ich habe mich absichtlich an den Standardvorgaben orientiert.

Qualitativ lässt sich nichts negatives sagen, Satz und Schriftbild sind sehr angenehm. Ich könnte die Bilder auch in Farbe drucken lassen, wollte aber speziell sehen, wie gut Farbbilder in Graustufen umgesetzt werden und bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Der Buchrücken, sauber verarbeitet.

Die Reaktionen im Umfeld auf das Buch und die Qualtität und vor allem den Preis waren durchweg positiv. Viele wussten gar nicht ob der Möglichkeit, waren aber sowohl von der Idee als von der Ausführung begeistert. Ich werde mit Sicherheit diesen Dienst wieder nutzen, alleine schon um, ganz nostalgisch eine Printversion meines Blogs für meine Bibliothek zu besitzen.

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Hier der Artikel von 7. Januar 2011 über epubli, in dem von ihnen selbst gedruckten Buch.. Irgendwie schon amüsant

Mein Kompliment an epubli, wirklich gut gelungen und ein fantastischer Service.

P.S.: Sollte jemand ernsthaft Interesse daran haben, ein Exemplar des Buchs vom Blog zu erwerben, würde ich sogar noch ne Signatur reinpacken 😉 Wenns genug Interessenten gäbe, würde es sogar noch billiger 😉

 

Blogg dein Buch. Wenn aus zwei Welten plötzlich eine wird.

Schon länger beobachte ich die Verlagsideen von Epidu, die offensichtlich erkannt haben, dass man zwar trefflichst auf die neuen Vertriebswege des Web 2.0 schimpfen kann, es aber oft weit mehr bringt, sich darauf einzulassen und neue Konzepte zu entwickeln. Nachdem es nun bereits die Plattform epidu gibt, auf der der Leser mitbestimmen kann, welche Autoren und Werke letztlich verlegt werden, nachdem es mit den eBookCards

eine Möglichkeit gibt, auf elegante Art auch im Buchhandel bzw. generell offline EBooks zu erwerben, hat Epidu jetzt eine weitere Plattform eingeführt.

Blogg dein Buch basiert auf der Idee, dass Verlage durchaus ein Interesse an echten Rezensionen haben, die nicht von Buchkritikern, sondern von „echten Lesern“ stammen. Und das im Gegenzug Blogger ein Interesse daran haben, interessante Artikel zu schreiben. Und nun gibt es für literaturaffine Blogger die Möglichkeit, sich ein vom Verlag bereitgestelltes kostenloses Rezensionsexemplar eines neuen Buches zu bestellen, mit der Maßgabe, es binnen 4 Wochen zu rezensieren. Und zwar durchaus ehrlich, d.h. auch negativ, wenn es nicht gefällt. 

Und das ganze geschieht mit offenem Visier, das heißt der Blogger signalisiert deutlich, es handelt sich um eine Rezension in Kooperation mit Blogg dein Buch und die Plattform selbst verlinkt zu den Blogs und deren Rezensionen.

Ich bin jetzt mit dem Krimi „Jeder Tag endet mit dem Tod“ eingestiegen, quasi als early adopter und werde sowohl diesen Krimi in den nächsten Wochen hier im Blog rezensieren als auch darüber berichten, welche weiteren Erfahrungen ich mit diesem Konzept gemacht habe.

Bislang halte ich das ganze für eine sehr spannende Idee oder wie es im „Managementsprech“ so schön heißt, eine WIN WIN Situation.

Und als Leseratte freu ich mich schon aufs Buch. Übrigens ein klassisches Totholzprodukt. Wird nämlich auch bei mir nie völlig verschwinden.

Wuala für Android ist da!

 

 

Lange habe ich drauf gewartet, aber endlich kann ich auch über mein Smartphone (HTC Desire) auf meine bei Wuala gespeicherten Daten zugreifen. Noch ist die App sehr einfach, aber sie funktioniert! Wer sie sich runterladen will scanne einfach den QR Code oder suche im Android AppStore nach Wuala!