YouTube macht so was wie Fernsehen, dann aber auch wieder nicht

Interessant, was die TAZ da verkündet: „Fernsehen war gestern, YouTube startet Spartenkanäle„. Für mich ein interessanter Schritt, bewegt er sich doch ähnlich den reinen EBook Plattformen auf dem Terrain, das eine etablierte, aber mittlerweile doch in vielen Bereichen verknöcherte Medienwelt für sich in Anspruch nimmt. Waren noch vor kurzem die Verlage auf der Jagd nach der bösen App der Tagesschau, die angeblich in ihrem Terrain wilderte, so wird es nicht lange auf sich warten lassen, bis öffentlich-rechtliche wie private Sender Alarm rufen werden und nach rechtlichen Schritten betteln, weil doch das böse Internet ihre Sendefrequenzen ad absurdum führt.

Auf der Strecke bleibt wieder mal der Nutzer, dem es herzlich egal ist, über welchen technischen Kanal er seine Infos bezieht, Hauptsache vielfältig und wann und wo er will. Wieder ein Wandel, der sich nur bedingt durch juristisch Gemetzel wird behindern lassen. Schon heute schauen viele zwar noch „Fernsehen“ aber zeitversetzt über YouTube oder Mediatheken. Ein Trend, der in den nächsten Jahren meiner Ansicht zu einem Wandel der TV Welt weg von einer an Sendezeiten gebundenen hin zu einer On-Demand Welt führen wird.

Warum nicht die Tagesschau als Vodcast? Warum nicht ein Spartenkanal für meine Lieblingsdokus? Ich finde es als Konsument nur folgerichtig, wenn die Technik das doch schon lange hergibt.

Auch bei YouTube Deutschland gibt es jetzt erste Filme

Offenbar hat YouTube jetzt auch für Deutschland die Filmfunktion freigeschaltet. Erste Filme sind bereits verfügbar, wobei die Auswahl noch recht bescheiden ist. Aber immerhin lassen sich diese Filme kostenlos ansehen und sogar einbetten.

Für mich ein besonderes Schmankerl. Dark Star, so etwas wie Monty Python im Weltraum ist verfügbar.

Aber schaut selbst unter: http://www.youtube.com/movies

 

Ein Film als Social Media Experiment: „Life in a Day“

Interessantes Experiment, wenn wirklich hinreichend viele Menschen mitmachen: „Life in a day“

Der 24. Juli soll via grossem crowdsourcing Experiment in einem Dokumentarfilm festgehalten werden.

Wie kann man mitmachen? Am 24. Juli hat jeder 24 Stunden Zeit, einen Ausschnitt seines Lebens aufzunehmen und auf YouTube im „Life in a Day“ Channel bereitzustellen.

Kevin McDonald, der mehrfache Oscar Gewinner wird dann die besten Aufnahmen zu einem Dokumentarfilm zusammenstellen. Dieser wird von Ridley Scott produziert. Präsentiert, wird der Film dann auf dem berühmten Sundance Festival 2011. Wer einen Ausschnitt beigesteuert hat, der es in den finalen Film schafft, wird in den Credits genannt und gehört vielleicht sogar zu den 20 ausgewählten Beitragenden, die bei der Premiere anwesend sein werden.

Ich finde, ein spannendes Konzept und ich werde sicher einen kleinen Beitrag dazu steuern.