Halbwissen und Pseudowissenschaft. Die Macht, die gefährlich ist

Das beste Vitaminpräparat und garantiert ohne Nebenwirkungen

Immer wieder wundere ich, mit welchem Halbwissen manche Menschen gesegnet sind. Da wird klassische Schulmedizin für gefährlich erklärt und irgendwelchen Scharlatanen geglaubt, die behaupten, mit Placebomedikamenten (auch Homöopathie genannt) schwere Krankheiten wie Krebs zu heilen. Da wird jede mögliche Erkrankung beschworen, die man von Mobilfunkstrahlung bekommen kann, auch wenn der Mobilfunkmast, der gerade errichtet wurde, noch nicht mal in Betrieb ist, bekommen ganze Gemeinden plötzlich eine Verdopplung der Krebsrate.

Leute BITTE: Informiert euch nach wissenschaftlichen Kriterien, klärt die Fakten, lasst euch nicht von jemandem einlullen, der behauptet, das wäre so. In der Wissenschaft gilt der NACHVOLLZIEHBARE Beweis und es gibt immer Blindstudien, mit Placebo und echtem Medikament. Auch die Frage nach der Gefahr von Mobilfunkstrahlung ist hinreichend und immer wieder untersucht worden, und es gibt BIS HEUTE KEINE Studie, die einen direkten Zusammenhang herstellt. Klar, alles kann in einer Überdosis schädlich sein, aber selbst Acrylamid ist nicht so gefährlich, wie die Medien es uns einreden wollten. Und nur, weil etwas in der Zeitung steht, muss das noch lange nicht stimmen.

Jedem, der etwas mehr selbst nachdenken will, kann ich nur folgende Links empfehlen:

 

http://www.gwup.org/

http://www.euleev.de/

 

und zu meinem Lieblingshassthema: Technophobikerpanik vor STTTTRAAAAHLEN!!

http://esowatch.com/ge/index.php?title=Elektrosmog#F.C3.A4lle_Ulrich_Weiner.2C_Wimplinger.2C_Altenweger_und_in_der_Landwirtschaft Zusammenfassung aller Irrtümer und Propaganda der Mobilfunkgegner

http://www.wdr.de/tv/quarks/global/pdf/Q_Handy.pdf Das Skript zur Sendung

und die Sendung selbst: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0619/000_handy.jsp

Es wird immer Risiken und Gefahren geben, ABER man sollte die Fakten kennen und nicht auf irgendwelche Schlagzeilen hereinfallen oder alles glauben, was irgendwelche alternativ angehauchten Technikgegner absondern, ohne einen eigenen Faktencheck.

Immer wird mir mein Erlebnis mit dem Lehrer für Bio in Erinnerung bleiben, der von mir forderte, meinen UMTS Stick auszustecken, der würde im Kopfweh bereiten. Ich habe den ausgesteckt. So lange er neben mir stand. Dann wieder eingesteckt, und mich wie 90% der anderen Anwesenden wieder ins UMTS Netz eingeklinkt, in dem Raum, in dem auch drei WLANs aktiv waren. Aber als ich nach der Veranstaltung fragte, schwor unser Sandalenträger Stein und Bein, es wäre ihm nach dem Ausstecken meines UMTS Sticks besser gegangen, kein Kopfweh mehr. Neeh, is klar. Denken ist halt anstrengend. Kritisch denken um so mehr. Da kann man schon mal Kopfweh kriegen.

Aber im Ernst. Ich bin Wissenschaftler, ich bevorzuge wissenschaftliches Denken. Aber das ist bei all diesen Placebo, Strahlung alles böse Diskussionen nicht gefragt. Da heißt es, glauben ist besser als wissen.

Darauf ein ironisches OOOOhhhhmmm.

 

Die Alten glotzen, aber schimpfen über die Jungen. Fernsehkonsum und Altersstruktur

Bislang wurde immer nur über den Fernsehkonsum junger Menschen polemisiert.
Nun meldet eine neue Studie aus den USA unter 4000 US-Amerikanern ab 15 bis 98 Jahren, dass gerade die ältere Generation deutlich mehr fernsieht als die Jugend. Zitat: „Nach anderen Untersuchungen verbringen die 65-Jährigen in den USA durchschnittlich 25-30 Prozent ihrer Wach- und 50 Prozent ihrer Freizeit vor dem Fernseher, durchschnittlich liegt der tägliche Fernsehkonsum bei 270 Minuten, eine Stunde mehr als noch vor einem Jahrzehnt (bei den Deutschen lag die [extern] Sehdauer 2009 bei 212 Minuten, deutlich mehr als die 144 Minuten 1988, die Verweildauer liegt allerdings bei 300 Minuten). “
Ich bin ehrlich gesagt nicht überrascht. Wenn ich drüber nachdenke, wie oft mich Bekannte und Freunde verwundert fragen, woher ich die Zeit für meine Hobbies wie Bloggen, Astronomie, Lesen nehme, ich dann gleichzeitig aber erfahre, dass sie jeden Abend vor dem Fernseher sitzen (am Wochenende oft wohl noch mehr), dann wundert mich nicht, dass sie keine Zeit für andere Dinge haben. Fernsehen ist an sich nicht schlecht, aber es gilt auch hier wie für Computer und Medien generell, ohne hinreichende Medienkompetenz wird aus Konsum schnell unreflektierter Glaube an alles, was dort gesendet wird.
Wer glaubt, nur weil etwas in der Tagesschau berichtet wird, stimme das auch, oder wer die Nachmittagsgerichtsshows oder Talkshows ernst nimmt (und leider kenne ich genug in meinem Umfeld, die wirklich glauben, das wären reale Fälle), der wird immer leichter beeinflussbar und steuerbar.
Bei mir beschränkt sich der Fernsehkonsum auf sehr stark selektierte Dokus und Nachrichten, wobei gerade hier dennoch auch die Reflexion über das Gesehne wichtig ist und ich nach Möglichkeit bei Informationen, die mir unglaubwürdig erscheinen oft nochmals gegenrecherchiere. Würden das mehr Menschen tun, würden weniger auf Pseudowissenschaftler und Sharlatane oder die vielen Bedenkenträger hereinfallen. Aber vielleicht ist das ja gar nicht gewollt? Vielleicht ist es ja gerade gut, wenn der Bürger in Unwissenheit und einer gewissen Angst gehalten wird. Damit ist er besser lenkbar und steuerbar.
Querdenker sind nun mal unangenehm. Aber wir brauchen Querdenken und kritisches Denken um nicht auf die Scharlatane reinzufallen. Und lebenslanges Lernen geht nur, wenn ich mir auch die Zeit dafür nehme. Wenn ich mich jeden Abend vor dem Fernseher betäuben lasse, sollte ich mich vielleicht fragen, ob da nicht was elementares in meinem Leben falsch läuft?
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